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Macbeth

Zweisprachige Ausgabe


Deutsch von Frank Günther

Mit einem Essay von Ulrich Suerbaum


»Leben ist nur ein Wanderschattenspiel; ist eine Mär aus einem Tölpelmund, voll von Getön und Toben, und bedeutet nichts«

So Macbeth im letzten Stadium des Überdrusses, kurz vor seiner Ermordung, die ihm willkommen ist wie eine Befreiung. Vorausgegangen ist ein beispielloses Spektakel von Machtgier, Verführung und Mord; Shakespeares kürzeste, konzentrierteste, eingängigste Tragödie.

Drei Hexen prophezeien Macbeth, er werde einst König sein. Sogleich steigen Mordgedanken in ihm auf, die er vergeblich zu unterdrücken sucht. Bestärkt durch den blutigen Ehrgeiz seiner Frau Lady Macbeth, bringt er schließlich den amtierenden König Duncan im Schlaf um. Macbeth wird König, fürchtet aber weiterhin um seinen Rang. Nun muß der Feldherr Banquo dran glauben, dessen Geist bald darauf während eines Festmahles erscheint und Macbeth vollends verunsichert. Ein weiteres Mal sucht er die Hexen auf, die ihn in trügerischer Sicherheit wiegen: »Keiner, den ein Weib gebar«, wird ihm je schaden. Doch das Unglaubliche geschieht: als Rächer tritt Macduff auf, der einst »vor der Zeit aus dem Mutterleib geschnitten« ward. Macbeth, der nie die Anteilnahme des Zuschauers verloren hat, weil ihm seine Taten zu sehr auf der Seele lasten, geht unter, ebenso wie Lady Macbeth, die zuvor schon dem Wahnsinn verfallen war.

Portrait
»William Shakespeare, getauft 23.4.1564 in Stratford-upon-Avon, gest. 23.4.1616 ebenda. Dramatiker Lyriker. Erziehung an der Lateinschule Stratford, seit Ende der 80er Jahre Schauspieler, um 1585 Übersiedlung nach London, wo er als Regisseur, Dramaturg und Bühnenschriftsteller blieb. 1592 erste Erwähnung als erfolgreicher Dramatiker und Schauspieler, Anschluss an Lord Chamberlain´s Company, von 1597 an Mitinhaber des Globe-Theaters. Um 1610 Rückkehr nach Stratford als angesehener, begüterter Mann. Die erste maßgebliche Gesamtausgabe von Shakespeares Werken ist die Folio-Ausgabe von 1623.« Zitiert aus dem Theaterlexikon
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Herausgeber Frank Günther
Seitenzahl 280
Erscheinungsdatum 01.04.1998
Sprache Deutsch, Englisch
ISBN 978-3-423-12484-3
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 19,2/12,1/1,7 cm
Gewicht 235 g
Auflage 5. Auflage
Übersetzer Frank Günther
Verkaufsrang 65082
Buch (Taschenbuch)
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Kundenbewertungen

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gefällt mir gut
von Bianca am 29.04.2009
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Dieses Buch ist zwar etwas schwer zu lesen,dafür macht es aber umso mehr Spaß. In den Werken von Shakespeare gibt es immer eine Lehre die den Menschen vermittelt werden soll.

klasse
von Blacky am 24.04.2009

Beschreibung Wie reagiert ein Mensch auf die Verheißung von Macht? Wie weit reicht sein Gewissen, sobald ihn dr Machtrausch erfasst? Mcbeth ist ein tapferer Feldherr des schottischen Königs und dient ihm seit Jahren in Treue und Ehre. Dann trifft ihn die Prophezeiung der Hexen. Mcbeth wird zum Königsmörder und blutigen Tyranne... Beschreibung Wie reagiert ein Mensch auf die Verheißung von Macht? Wie weit reicht sein Gewissen, sobald ihn dr Machtrausch erfasst? Mcbeth ist ein tapferer Feldherr des schottischen Königs und dient ihm seit Jahren in Treue und Ehre. Dann trifft ihn die Prophezeiung der Hexen. Mcbeth wird zum Königsmörder und blutigen Tyrannen, der in wenigen Wochen fast zwanghaft Verbechen auf Verbrechen häuft. In einem seiner meistgespielten und wirkungsvollsten Stücke zeigt Shakespeare einen Mann, der vom Bewusstsein seiner Schuld zerfressen, der Faszination des Bösen erliegt. Dieses Buch haben wir als Kurslektüre Im Englischkurs gelesen. (Ich besitze selbstvewrständlich auch die deutsche Übersetzung) Der Einstieg war etwas schwierig, aber dann war es total klasse.

Auf zur nächsten Krönung
von Polar aus Aachen am 07.09.2007
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

So kommen Könige zu Fall. Sie schwingen sich zur Macht auf und tragen den Keim ihres Sturzes in sich. Manchmal ist es das Geld, der Neid, die Eifersucht, Selbstüberschätzung, auch oft die Verkennung der Verhältnisse, oft der Gegner zu stark, die Widerstände zu groß, einer einfach nur größenwahnsinnig. Nicht selten gibt sich ein ... So kommen Könige zu Fall. Sie schwingen sich zur Macht auf und tragen den Keim ihres Sturzes in sich. Manchmal ist es das Geld, der Neid, die Eifersucht, Selbstüberschätzung, auch oft die Verkennung der Verhältnisse, oft der Gegner zu stark, die Widerstände zu groß, einer einfach nur größenwahnsinnig. Nicht selten gibt sich ein neuer Herrscher in Abhängigkeiten, die er zuvor nicht einzuschätzen wußte. In Macbeth schildert Shakespeare das Machtstreben eines Emporkömmlings, der nicht vor Mord zurückschreckt, um ans Ziel zu kommen. Duncans blinder Ehrgeiz wird nur von seiner Frau Lady Macbeth überboten. Wie Shakespeare es schafft, ein Netz von Intrigen zu weben, von eigener wie fremder Hand gesponnen, deren Stricke selbst Duncan zu Fall bringen, gehört zum Besten was Dramenliteratur aufzuführen weiß. Egal ob Banquo, Macduff, die Hexen, Lords, Edelleute, Mörder wie Boten sie alle spielen auf Shakespeares großer übergreifenden Weltbühne mit, die den Kreis immer wieder schließt, und wiegen sich in seiner Sprache.