Dann schlaf auch du

Roman. Ausgezeichnet mit dem Prix Goncourt 2016

(118)
Der Preis des Glücks



Sie wollen das perfekte Paar sein, Kinder und Beruf unter einen Hut bringen, alles irgendwie richtig machen. Und sie finden die ideale Nanny, die ihnen das alles erst möglich macht. Doch wie gut kann man einen fremden Menschen kennen? Und wie sehr kann man ihm vertrauen?



Sie haben Glück gehabt, denken sich Myriam und Paul, als sie Louise einstellen - eine Nanny wie aus dem Bilderbuch, die auf ihre beiden kleinen Kinder aufpasst, in der schönen Pariser Altbauwohnung im 10. Arrondissement. Wie mit unsichtbaren Fäden hält Louise die Familie zusammen, ebenso unbemerkt wie mächtig. In wenigen Wochen schon ist sie unentbehrlich geworden. Myriam und Paul ahnen nichts von den Abgründen und von der Verletzlichkeit der Frau, der sie das Kostbarste anvertrauen, das sie besitzen. Von der tiefen Einsamkeit, in der sich die fünfzigjährige Frau zu verlieren droht. Bis eines Tages die Tragödie über die kleine Familie hereinbricht. Ebenso unaufhaltsam wie schrecklich.








Rezension
"Es ist ein tolles Buch, es ist fantastisch geschrieben!" Barbara Vinken / 3sat Buchzeit
Portrait
Die französisch-marokkanische Autorin Leïla Slimani gilt als die aufregendste literarische Stimme Frankreichs. Slimani wurde 1981 in Rabat geboren und wuchs in Marokko auf. Nach dem Studium an der Pariser Eliteuniversität Sciences Po arbeitete sie als Journalistin für die Zeitschrift »Jeune Afrique«. »Dann schlaf auch du« wurde mit dem höchsten Literaturpreis des Landes, dem Prix Goncourt, ausgezeichnet und erscheint in 32 Ländern. Ihr ebenfalls preisgekröntes literarisches Debüt »Dans le jardin de l’ogre« wird derzeit verfilmt. Leïla Slimani ist verheiratet und Mutter zweier Kinder. Sie lebt in Paris.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 224
Erscheinungsdatum 21.08.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-630-87554-5
Verlag Luchterhand Literaturverlag
Maße (L/B/H) 225/146/26 mm
Gewicht 399
Originaltitel Chanson douce
Verkaufsrang 500
Buch (gebundene Ausgabe)
20,00
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
118 Bewertungen
Übersicht
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29
4
2
2

Griff ins Klo
von spozal89 am 22.08.2017

Leider kann ich mich persönlich den bisher nur positiven Rezensionen nicht anschließen. In meinen Augen war dieses Buch weder spannend, noch berührend noch sonst irgendwas und zählt zu meinen bisher schrecklichsten Fehlgriffen. Der Klappentext und auch die Leseprobe klangen ganz spannend. Eine durchschnitts Familie mit zwei Kindern mitten in Paris,... Leider kann ich mich persönlich den bisher nur positiven Rezensionen nicht anschließen. In meinen Augen war dieses Buch weder spannend, noch berührend noch sonst irgendwas und zählt zu meinen bisher schrecklichsten Fehlgriffen. Der Klappentext und auch die Leseprobe klangen ganz spannend. Eine durchschnitts Familie mit zwei Kindern mitten in Paris, der Mann geht arbeiten und die Frau fühlt sich vom Kinderhüten alleine nicht mehr erfüllt und will wieder in die Arbeitswelt einsteigen. Daher muss eine Nanny her. In Louisa haben sie sich auf den ersten Blick verliebt. Doch wie man ja direkt erfährt, geht dies gewaltig nach hinten los, denn die überaus liebenswerte und absolut zuverlässige Nanny bringt die beiden Kinder um. Die Frage aller Fragen: Warum? Auf gut 220 Seiten erfahren wir nun die Geschichte der Nanny und der Familie. Doch ich finde, dass sich alles so unglaublich langweilig hingezogen hat, dass ich beinahe eingeschlafen wäre. Louisa ist ein so unglaublich dummer Charakter und ich konnte ihr Leben und ihr handeln anhand der erhaltenen Infos nicht nachvollziehen. Auch die Familie an sich und deren Umgangsformen mochte ich von Anfang an nicht, weshalb ich mit der Geschichte einfach nicht warm wurde. Für mich gab es auf keiner Seite Emotionen oder sonstiges, ich war einfach nur enttäuscht. Hinzu kam, dass ich den Schreibstil der Autorin auch überhaupt nicht mochte. Er war in meinen Augen einfach nichtssagend. Aber vielleicht bin ich einfach für so "anspruchsvolle" Kost nicht geschaffen. Für mich eindeutig ein Griff ins Klo, daher nur ein magerer Stern.

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Die Servicegesellschaft und ihre Schattenseiten
von anushka am 12.11.2017

Myriam fühlt sich allein mit der Mutterrolle nicht ausgefüllt. Also beschließen ihr Mann und sie, dass sie wieder arbeiten gehen soll, auch wenn ihr ganzes Einkommen dann für die Einstellung einer Nanny "draufgeht". Und Myriam und Paul, ein Paar der Pariser oberen Mittelschicht, haben hohe Ansprüche. Die Dinge müssen... Myriam fühlt sich allein mit der Mutterrolle nicht ausgefüllt. Also beschließen ihr Mann und sie, dass sie wieder arbeiten gehen soll, auch wenn ihr ganzes Einkommen dann für die Einstellung einer Nanny "draufgeht". Und Myriam und Paul, ein Paar der Pariser oberen Mittelschicht, haben hohe Ansprüche. Die Dinge müssen genau nach ihren modernen Vorstellungen geschehen. Mit Louise scheinen sie einen Glücksgriff gemacht zu haben. Sie ist alleinstehend und das eigene Kind längst aus dem Haus. Sie ist quasi rund um die Uhr verfügbar und übernimmt schleichend auch im Haushalt immer mehr Aufgaben. Doch sie macht sich auch zunehmend unentbehrlich und schleicht sich in die Familie ein. Und dann passiert das Unfassbare, der Alptraum jeder Eltern ... Das Buch eröffnet bereits mit der Tragödie: Myriam kommt heim und findet ihre Kinder schwerverletzt vor. Keines ihrer Kinder wird überleben. Schon auf den ersten Blick wird klar: Louise ist die Täterin. Doch wie konnte es dazu kommen? Das rollt das Buch nach und nach auf, obwohl nie eine abschließende konkrete Erklärung präsentiert wird. Doch das Buch zeichnet die Situation aller Beteiligter Stück für Stück nach und man erfährt, wie es zur Eskalation kommt. Dabei wird deutlich, dass Myriam und Paul ihre Nanny kaum je als individuellen Menschen betrachten, sondern oft nur als Dienstleisterin. Sie geben vor Freunden mit ihr an als wäre sie ein Besitz und wissen gleichzeitig nichts über Louises Leben oder ihre Lebensumstände, bemerken ihre Einsamkeit nicht, ihr Bedürfnis nach Gebrauchtwerden oder ihre finanziellen Sorgen. Das Buch ist an vielen Stellen unangenehm, greift es doch so lebensnah gängige Situationen auf, die sich vielen Familien heutzutage stellen. Es erschüttert, wenn es aufzeigt, wie sich die heutige Gesellschaft entwickelt und dass die westlichen Ländern wieder eine Art feudaler Gesellschaftssysteme aufbauen. Louise hat sich ausschließlich an den Bedürfnissen der Arbeitgeber zu orientieren. Sie wird sogar in den Urlaub mitgenommen, um dort die Kinder zu hüten, denn was anderes sollte sie schon vorhaben? Dabei lebt sie gleichzeitig in der prekären Lage von Niedriglohnangestellten. Sie weiß, dass mit zunehmendem Alter der Kinder ihre Stelle verzichtbar wird, hat gleichzeitig aber so wenig verdient, dass sie nicht vorsorgen kann. Hinzu kommt aber auch Louises ganz eigene, mitunter labile, Persönlichkeit. Sie kauft den Kindern unterwegs ein Eis oder etwas anderes, wagt aber nicht, den Eltern das Geld in Rechnung zu stellen und diese kommen von selbst nicht darauf. Und so wird Louises Zwangslage immer größer und ihre Situation immer verfahrener. Dieses Buch ist ein eindringliches Plädoyer dafür, darüber nachzudenken, dass Angestellte auch ein eigenes Leben und eigene Sorgen haben; dass sie möglicherweise, oder eigentlich meistens, keinesfalls so gut situiert sind wie ihre Arbeitgeber und somit stark abhängig sind. "Dann schlaf auch du" ist erschütternd und rüttelt auf. Nicht zuletzt auch deswegen, weil es auf einem realen Fall basiert. Ort, Figuren und Erklärungen sind jedoch fiktiv, aber sehr realistsch und berührend. Die Psychogramme vor allem der Mutter und der Nanny sind intensiv und sehr gelungen. Die Autorin kann den Spannungsbogen sehr gut aufbauen, obwohl das eigentlich tragische Ereignis schon auf den ersten Seiten geschildert wird. Das Buch ist gleichzeitig aber auch eine eingängige Gesellschaftskritik der heutigen westlichen Industrienationen, deren Anforderungen kaum noch erfüllbar sind und so zu moralischen und emotionalen Konflikten und Belastungen führen. Die eben auch in Tragödien enden können. Abgesehen von der Gesellschaftskritik ist das Buch aber auch ansonsten gelungen und auch lesenswert für alle, die "einfach nur" einen spannenden, berührenden und erschütternden Roman über ein Familiendrama lesen möchten.

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Wie wird die Nanny zur Kindsmörderin?
von einer Kundin/einem Kunden am 11.11.2017

Leïla Slimani schafft es, auf wenigen Seiten das Psychogramm einer französischen Nanny zu zeichnen, die zur Kindsmörderin wird. Nebenbei entwirft sie ein französisches Gesellschaftsportrait. Erschütternd!

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