Kreuzschnitt

Kriminalroman

(53)
Die Krimi-Entdeckung aus Skandinavien

Bogart Bull, Kommissar bei der Osloer Kriminalpolizei, durchlebt eine schwere Zeit, nachdem seine Frau und sein Kind bei einem Unfall ums Leben gekommen sind. Seine Chefin versetzt ihn zu Europol, wo ein mysteriöser Fall auf ihn wartet: Der schwerreiche norwegische Unternehmer und Kunstsammler Axel Krogh ist in seiner Villa in Südfrankreich ermordet aufgefunden worden - doch alle Verdächtigen haben ein wasserdichtes Alibi. Bulls einziger Anhaltspunkt ist ein Gemälde von Edvard Munch, das einen Dämon zeigt. Nichts anderes hat der Mörder aus der Villa entwendet. Bulls Ermittlungen führen ihn schnell in die Vergangenheit: zu einem grausamen, ungesühnten Verbrechen in den vierziger Jahren …

"Mit das Beste, was ich seit langer Zeit in der norwegischen Kriminalliteratur gelesen habe." Bookbloggeir/ Geir Tangen
Rezension
"Spannender Fall, starker Kommissar." Morgenpost am Sonntag (Dresden), 27.08.2017
Portrait
Øistein Borge, Jahrgang 1958, kommt aus der Film- und Werbebranche, wo er als als Regisseur, Texter und Creative Director gearbeitet hat. Er hat sowohl in Norwegen als auch im Ausland zahleiche Auszeichnungen für seine Arbeit erhalten, darunter zwei goldene Löwen beim Werbefilmfestival in Cannes.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 336
Erscheinungsdatum 01.09.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-426-30604-8
Verlag Droemer Knaur Verlag
Maße (L/B/H) 12,5/19/2,5 cm
Gewicht 331 g
Originaltitel Syvende demonen
Übersetzer Andreas Brunstermann
Buch (Taschenbuch)
9,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
53 Bewertungen
Übersicht
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Kein Kriminalroman im engeren Sinne,
von Frau M.H. aus Bayern :-) am 22.04.2018
Bewertet: eBook (ePUB)

Der vom Schicksal arg gebeutelte norwegische Kommisar Bogart Bull (der Täter eines früheren Falles hat nach der Haftentlassung seine Frau und Tochter getötet) wird zu Europol versetzt. Sein erster Fall führt nach Südfrankreich, aber auch auf der Urlaubsinsel Mallorca darf er ermitteln. Die Handlung ist in den Jahren 1906/1918... Der vom Schicksal arg gebeutelte norwegische Kommisar Bogart Bull (der Täter eines früheren Falles hat nach der Haftentlassung seine Frau und Tochter getötet) wird zu Europol versetzt. Sein erster Fall führt nach Südfrankreich, aber auch auf der Urlaubsinsel Mallorca darf er ermitteln. Die Handlung ist in den Jahren 1906/1918 (Der Maler Santiago Gaillard - nur er ist fiktiv - erhält zu seinem 20.Geburtstag Bilder von sechs berühmten Malerkollegen u.a. Munch und Matisse) Dieser Teil hat mir am besten gefallen. 1943 hängen die Bilder immer noch bei S. Gaillard. Die SS-Leute suchen bei ihm Männer des französischen Widerstands. Die grausamen Foltermethoden, die Vergewaltigung und die Morde sind aufs genaueste und ausführlich beschrieben. Die Gegenwart (2014) bzw der zu lösende Fall gerät über die Schilderung etwas in Vergessenheit. Der Fall ist nicht wirklich schlüssig (warum wird soviel gereist und so wenig telefoniert? Warum wird ein/e Person, die verdächtig oder zumindest als Zeuge aussagen kann, nicht beschützt oder zumindest gewarnt?) Dann noch der Versuch, für den - sicher folgenden - nächsten Band Interesse zu wecken ... Ich werde den sicher nicht kaufen

Interessanter Krimi auf drei Zeitebenen
von Mikka Liest aus Hilter am Teutoburger Wald am 25.02.2018

Cotignac, Südfrankreich im Jahr 1906: Der Fauvismus, eine zunächst kontrovers diskutierte Stilrichtung der Malerei, erreicht ihren Höhepunkt. Sieben ihrer Vertreter treffen sich zu einem mehrwöchigen Aufenthalt, einer Art Workshop, auf einem ehemaligen Weingut: Georges Roualt, Kees van Dongen, André Derain, Santiago Gaillard, Edvard Munch, Henri Matisse und Othon Friesz. Eymoutiers, Nouvelle-Aquitaine... Cotignac, Südfrankreich im Jahr 1906: Der Fauvismus, eine zunächst kontrovers diskutierte Stilrichtung der Malerei, erreicht ihren Höhepunkt. Sieben ihrer Vertreter treffen sich zu einem mehrwöchigen Aufenthalt, einer Art Workshop, auf einem ehemaligen Weingut: Georges Roualt, Kees van Dongen, André Derain, Santiago Gaillard, Edvard Munch, Henri Matisse und Othon Friesz. Eymoutiers, Nouvelle-Aquitaine im Jahr 1943: Partisanen des Marquis, einer Bewegung der Résistance, planen als Sabotageakt gegen die deutsche Besetzung Frankreichs die Sprengung einer Brücke. Doch der sadistische SS-Obersturmführer Otto Wittmann ist den Maquisards auf der Spur. Oslo, Norwegen in der Gegenwart: Nach dem Tod seiner Frau und der gemeinsamen Tochter stürzt Kommissar Bogart Bull ab den Alkoholismus, macht eine Entziehungskur und tritt danach seine Stelle bei der Osloer Kriminalpolizei wieder an. Aber er ist nur noch ein Schatten seiner Selbst und seine Chefin beschließt, dass er zwei Dinge braucht: einen Tapetenwechsel und eine neue Aufgabe als Agent des Europols. Sein erster Fall führt Bull nach Südfrankreich, wo der reiche norwegische Unternehmer Axel Krogh ermordet wurde. Der Kriminalroman springt zwischen diesen drei Zeitebenen hin und her – nur nach und nach setzen sich die Bruchstücke zusammen zu einem clever konstruierten, komplexen Fall, dessen Wurzeln weit zurückreichen. Für mich waren es besonders der historische Hintergrund und die gekonnte Verknüpfung der verschiedenen Handlungsstränge, die das Buch originell und spannend machten. Man kann zwar schon früh erahnen, wo (und wann) der Schlüssel des Ganzen wohl liegen muss, aber wie genau alles zusammenhängt, das ist die Frage! Natürlich gibt es da auch die ein oder andere unerwartete Wendung und die Auflösung konnte mich überraschen. Die Spannung ist in meinen Augen eher eine ruhige, und ein paar Mal wird der Spannungsbogen auch unterbrochen, wenn die Geschichte in eine andere Zeit springt. Manches hätte vielleicht etwas gestrafft werden können, aber ansonsten fand ich die Geschichte durchweg sehr interessant. Gegen Ende hilft Kommissar Zufall etwas bei der Auflösung, aber das fand ich noch verzeihlich, weil es auf mich nicht zu konstruiert wirkte. Im ersten Moment hatte ich die Befürchtung, Kommissar Bogart Bull könnte ein furchtbares Klischee sein. Immerhin tummeln sich in der skandinavischen Kriminalliteratur die Ermittler mit Alkoholproblemen nur so, und langsam verliert das an Wirkung. Bogart stellte sich jedoch als die erfrischende Ausnahme heraus. Er ist auf dem besten Weg, sein Leben wieder in die Spur zu bringen und ist auch ein erfreulich umgänglicher Typ, der mit den französischen Ermittlern gut und ohne Egotrips zusammenarbeitet. Ich hätte nichts dagegen, ihm in weiteren Bänden in andere Länder zu folgen! Auf Norwegisch ist ein zweiter Band bereits erschienen, ich hoffe also auf eine deutsche Übersetzung. Auch die anderen Charaktere fand ich gut geschrieben, glaubhaft und ohne Klischees. "Der Widerschein seines blassen Gesichts hing wie ein Gespenst über den Lichtern auf der anderen Seite der Bucht." (Zitat) Der Schreibstil ist sehr ansprechend – oft ruhig, mit klaren Sätzen, aber auch mit prägnanten Bildern, die Atmosphäre erzeugen. Fazit: In Südfrankreich wird die Leiche eines reichen Norwegers gefunden, mit einem großen eingeschnittenen Kreuz auf dem Rücken. Aus seiner Villa wurde lediglich ein einziges Bild eines unbekannten Malers gestohlen – der sich aber rasch als der berühmte norwegische Maler Edvard Munch identifizieren lässt. Europol-Ermittler Bogart Bull, hinzugezogen aus Oslo, folgt den Spuren, die in die Zeit der deutschen Besatzung Norwegens führen. Mich hat besonders angesprochen, dass die Handlung sich über mehrere Zeitebenen erstreckt und die Auflösung intelligent konstruiert wurde. Der angenehme Schreibstil und der sympathische Ermittler taten ihr Übriges, um dieses Krimi-Debüt in meinen Augen zu einem Erfolg zu machen.

Ein sehr gelungenes Debüt!
von einer Kundin/einem Kunden am 20.02.2018

Bogard Bull muss den herben Verlust seiner Frau und seiner Tochter verkraften, was ihm alles andere als leicht fällt. Aus diesem Grund versetzt seine Chefin ihn zu Europol und schickt Bull schnell zu seinem ersten Fall im neuen Job. Ein norwegischer Millionär und Kunstsammler wurde ermordet und geschändet. Einziger Anhaltspunkt... Bogard Bull muss den herben Verlust seiner Frau und seiner Tochter verkraften, was ihm alles andere als leicht fällt. Aus diesem Grund versetzt seine Chefin ihn zu Europol und schickt Bull schnell zu seinem ersten Fall im neuen Job. Ein norwegischer Millionär und Kunstsammler wurde ermordet und geschändet. Einziger Anhaltspunkt für Bull und seinen Kollegen Moulin ist ein Gemälde, das aus dem Haus des Toten verschwunden ist. Øistein Borge verfügt über einen sehr angenehmen Schreibstil, den er erzählerisch gut anzuwenden weiß. Der Prolog beginnt sehr spannend und wird dann von erzählenden Kapiteln abgelöst. Dadurch werden dem Leser jedoch die Charakterzüge des Ermittlers dargeboten, was eine gute Nähe schafft. Der Autor erzählt auf zwei Zeitebenen, der Gegenwart und der Zeit um 1945. Es dauert, wie zu erwarten, bis der Leser die wichtigen Zusammenhänge sehen und die Bezüe zu Bulls Ermittlung erkennen kann. Wie es bei einem Kriminalroman üblich ist, nimmt die eher ruhigere Erzählung viel Raum ein. Dennoch weiß Øistein Borge Spannungsmomente herzustellen und so einen konstanten Spannungsbogen zu erhalten, der zwischenzeitlich immer wieder steigt und dann langsam wieder fällt. Vor allem die Kapitel, die in der Vergangenheit spielen, sind sehr gut dargestellt und glänzen durch ordentlich recherchierte Fakten, die harmonisch in den Erzählverlauf eingearbeitet sind. Øistein Borge ist hier ein tolles Debüt gelungen, das einen schlüssigen Fall mit einem sympathischen und authentischen Ermittler beinhaltet. Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig zu lesen, sodass sich auch die erzählenden Passagen mit Genuss lesen lassen!



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