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Leere Herzen

Roman

Britta Söldner ist desillusioniert und pragmatisch. Sie sieht die Dinge glasklar und hat den Zynismus der Politik genauso durchschaut wie das kleinbürgerliche Gutmenschentum, das die Welt keinen Deut besser macht. Wie ihr Geschäftspartner Babak hat sie den Glauben an eine bessere Zukunft verloren - und sie hat nicht die geringste Lust, deswegen Schuldgefühle zu haben. Bis Brittas ganze Welt in ihren Grundfesten erschüttert wird. Und sie gezwungen ist, ihr Leben, ihre Beziehungen, ihre Überzeugungen und Werte noch einmal ganz neu zu überdenken.

Rezension
"Ein Thriller am Puls der Zeit, der die richtigen Fragen stellt." Nadine Kreuzahler / rbb Inforadio
Portrait
Juli Zeh, 1974 in Bonn geboren, Jurastudium in Passau und Leipzig, Studium des Europa- und Völkerrechts, Promotion. Längere Aufenthalte in New York und Krakau. Schon ihr Debütroman »Adler und Engel« (2001) wurde zu einem Welterfolg, inzwischen sind ihre Romane in 35 Sprachen übersetzt. Juli Zeh wurde für ihr Werk vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Rauriser Literaturpreis (2002), dem Hölderlin-Förderpreis (2003), dem Ernst-Toller-Preis (2003), dem Carl-Amery-Literaturpreis (2009), dem Thomas-Mann-Preis (2013), dem Hildegard-von-Bingen-Preis (2015), und dem Bruno-Kreisky-Preis (2017) sowie dem Heinrich-Böll-Preis der Stadt Köln (2019). 2018 wurde sie mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Im selben Jahr wurde sie zur Richterin am Verfassungsgericht des Landes Brandenburg gewählt.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Klappenbroschur
Seitenzahl 352
Erscheinungsdatum 08.04.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-71838-2
Verlag btb
Maße (L/B/H) 18,6/12,8/3 cm
Gewicht 348 g
Abbildungen 1 schwarz-weiße Abbildungen
Verkaufsrang 2015
Buch (Klappenbroschur)
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
121 Bewertungen
Übersicht
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Ein Geschäft mit dem Tod auf eine ganz neue Art
von Welt voller Bücher aus Berlin am 20.08.2019

Britta hat eine kleine Familie und ein schönes Häuschen, was sie sich mit dem Erfolg ihrer Firma „Die Brücke“ aufgebaut hat. Doch so richtig weiß niemand, was genau Britta da auf Arbeit macht. Sie ist Heilpraktikerin und die Praxis offiziell eine Praxis für Psychotherapie. Allerdings trifft das nicht so ganz den Kern der Sache... Britta hat eine kleine Familie und ein schönes Häuschen, was sie sich mit dem Erfolg ihrer Firma „Die Brücke“ aufgebaut hat. Doch so richtig weiß niemand, was genau Britta da auf Arbeit macht. Sie ist Heilpraktikerin und die Praxis offiziell eine Praxis für Psychotherapie. Allerdings trifft das nicht so ganz den Kern der Sache. Babak und Britta verdienen Geld mit dem Tod. Nun könnte man sagen, dass das Bestatter ebenso machen, aber Britta und Babak bringen Leute erst dazu, sich umzubringen. Ein ausgeklügeltes Programm, was Babak geschrieben hat, sucht aus dem Internet die potenziellen Patienten heraus und bewertet sie auf einer Selbstmordgefahrenskala. Dabei werden Aussagen und bestimmte Suchanfragen überprüft und nach bisherigen Erfahrungen eingeordnet. So, die Patienten haben Suizidgedanken (so wie sie einst Babak hatte), möchten mit ihrem Tod aber noch etwas bewegen. Doch bevor „Die Brücke“ die Patienten an die Partner weiterleiten darf, durchlaufen sie ein 12 stufiges Verfahren, bei dem überprüft wird, wie suizidal die Patienten wirklich sind. Unter anderem müssen sie dort einen Abschiedsbrief an ihre Verbliebenen schreiben oder sich in einer Psychiatrie zwangseinweisen. Viele scheiden aus dem Programm aus, da sie an irgendeiner Stufe scheitern. Nun scheint es so, als hätte „Die Brücke“ Konkurrenz bekommen, als sich eines Tages in Leipzig zwei Männer in die Luft sprengen. Brittas und Babaks Geschäft steht auf der Kippe und sie müssen herausfinden, wer sich ihnen in den Weg stellt. Doch damit gefährden sie nicht nur ihre Firma und müssen sich einfallen lassen, wie sie ihre Gegner überlisten können. ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Irgendwie war die Geschichte dann doch schneller vorbei als ich dachte. Innerhalb eines Tages habe ich sie verschlungen. Aber mir blieben noch viele ungeklärte Fragen… Was man wissen muss, ist, dass das Buch in naher Zukunft spielt. So ganz habe ich das nicht herausgefunden, aber ich vermute so im Jahr 2025. Und man findet auch immer wieder Anspielungen auf unsere heutige Gegenwart (z.B. Merkel als Kanzlerin, Trump als Präsident,…), was mich generell alles sehr an Marc Elsberg erinnert hat, da er ja auch oft Bücher in näherer Zukunft schreibt. Die Idee mit dem Geschäftsmodell der Brücke ist sehr originell, auch wenn ich mir nicht vorstellen kann, dass das Modell in der Realität viel Erfolg hat. Ich denke einfach, dass Selbstmord ein sehr komplexes Thema ist und hier in dem Buch wurde es einfach mit Märtyrertum gleichgesetzt. Ich bin mir noch nicht so sicher, wie gut ich das fand… Was mir sehr gefallen hat, war die Erzählperspektive, da diese durchgängig bei Britta lag. Keine Gedankensprünge und einlesen in den Charakter bei jedem neuen Kapitel. Außerdem war die Länge der Kapitel auch angenehm, was ich mir besonders bei Pendlern und dem Umsteigen in die neue Bahn praktisch vorstellen kann. Was mich gestört hat, war die Tatsache, dass der Bezug „Leere Herzen“ auf die „Empty Hearts“ in der Geschichte zurückzuführen ist und irgendwie keine einheitliche Linie herrscht. Also ich hätte entweder das Buch „Empty Hearts“ oder die Gruppe „Leere Herzen“ genannt, weil ich das schlüssiger gefunden hätte… Der Verlauf der Geschichte ist unvorhersehbar und bis zum Schluss ist irgendwie nicht so ganz klar, was jetzt gerade passiert. Ich persönlich bin irgendwie unzufrieden aus dem Buch hervorgegangen, obwohl ich die Charaktere Babak, Britta und ihre Patientin sehr sympathisch fand. Das Buch stellt wichtige Fragen und beschäftigt sich mit ernsten Themen und für Interessierte sowie Fans von Juli Zeh ist es bestimmt nicht verkehrt, sich „Leere Herzen“ genauer anzusehen.

Leere Herzen in einer leeren Gesellschaft
von Buecherseele79 am 16.05.2019

Britta Söldner und ihr bester Freund und Kollege Babak sind mit ihrem Projekt „Brücke“ sehr erfolgreich, die aktuelle politische Situation in Deutschland, ja auf der ganzen Welt, spielt ihnen perfekt in die Karten. Aber nicht mal die Freunde und Familie von ihnen wissen was sie mit ihrem Projekt wirklich erarbeiten oder unterst... Britta Söldner und ihr bester Freund und Kollege Babak sind mit ihrem Projekt „Brücke“ sehr erfolgreich, die aktuelle politische Situation in Deutschland, ja auf der ganzen Welt, spielt ihnen perfekt in die Karten. Aber nicht mal die Freunde und Familie von ihnen wissen was sie mit ihrem Projekt wirklich erarbeiten oder unterstützen. Doch scheinbar weiß jetzt jemand Bescheid denn Menschen im näheren, geschäftlichen Umfeld von Britta und Babak werden ermordet, ein Einbruch in ihre Geschäftsräume findet statt und die neue Kandidatin Julietta ist beiden sehr suspekt.... doch sie müssen einander vertrauen denn jemand möchte die Demokratie in Deutschland endlich wieder herstellen... Dieses Buch in Worte zu fassen fällt mir wirklich sehr schwer denn ich persönlich finde dass die Autorin mit „Leere Herzen“ die aktuelle Situation in so vielen Bereichen im Leben nicht hätte besser darstellen können. Der Schreibstil konnte mich von Beginn an begeistern, mitnehmen, abholen und für sich einnehmen, auch wenn ich gerade am Anfang so keine Ahnung hatte wohin es eigentlich führen wird, denn große Informationen liegen nicht vor. Dieses Buch ist eine Mischung aus Roman und etwas Krimi, denn umso mehr man in die Geschichte hineinfindet umso spannender wird sie, umso mehr will man wissen und erfahren. Dies ist der Autorin perfekt gelungen. Dieses Buch spricht viele aktuelle, brisante Themen an, um sich in diesem Buch zu Recht zu finden sollte man sich für die aktuelle politische Lage in Deutschland, Europa, der ganzen Welt interessieren. Die Story fand ich so toll und doch war sie von dieser Leere ummantelt die ich ganz schwer in Worte fassen kann, man überlegt, man ist schockiert, bewegt und grübelt über sein eigenes Verhalten und seine eigenen Ansichten nach, und doch schafft es die Autorin ihren Titel in dieses Buch einfließen zu lassen, denn gerade die Protagonisten, aber auch viele Menschen die sich an „Die Brücke“ wenden fühlen sich innerlich leer, nicht wahrgenommen und möchten noch einmal etwas sinnvolles tun. Britta und Babak fand ich beide sehr interessant, unterschiedlich und doch als Freunde und Geschäftspartner ein tolles Team. Die Verwandlung und Ansichten von Britta fand ich persönlich unglaublich toll und realistisch dargestellt, auch wenn ich mit ihrer letzten Entscheidung am Ende der Geschichte doch hapere, aber das ist hier die Stärke, in meinen Augen, für dieses Buch, für die Demokratie, für die Meinungsfreiheit. Überhaupt kommt dieses Buch gerade zur richtigen Zeit, so kurz vor der Europawahl, wo viele Menschen unschlüssig sind und überlegen was sie machen sollen. Ein Buch welches berührt aber auch aufrüttelt und deutlich macht – Demokratie, Meinungsfreiheit und Freiheit sind Rechte die man nicht als selbstverständlich hinnehmen sollte und für die man eben jederzeit kämpfen muss. Ich kann dieses Buch nur und unbedingt empfehlen!

Mir hat es nicht so gefallen
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 02.03.2019
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Die Idee Buches, also damit meine ich die Geschäftsidee der Hauptprotagonistin Britta, ist genial. Tiefgründig, poltik- und gesellschaftskritisch. Auch die Idee, das Buch zeitlich in unserer nahen Zukunft spielen zu lassen und uns somit einen kleinen Ausblick, wie es sein könnte,zu gönnen, gefällt mir. Aber die Story, in die ... Die Idee Buches, also damit meine ich die Geschäftsidee der Hauptprotagonistin Britta, ist genial. Tiefgründig, poltik- und gesellschaftskritisch. Auch die Idee, das Buch zeitlich in unserer nahen Zukunft spielen zu lassen und uns somit einen kleinen Ausblick, wie es sein könnte,zu gönnen, gefällt mir. Aber die Story, in die diese tollen Ideen eingebettet wurden, ist leider lahm. Britta ist mir absolut unsympathisch, auch mit den anderen Charakteren konnte ich nicht viel anfangen. Mir waren sie, wie die Story selbst, zu naheliegend, zu vorhersehbar, zu langweilig. Den Verlauf der Story konnte man schnell erahnen.Auf unvorhersehbare Wendungen wartet man vergeblich. Wirklich schade, mit der Idee wäre so viel mehr möglich gewesen.


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