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Niemand weiß, dass du hier bist

Roman

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Eine große, hoffnungsvolle Geschichte über Mut und Freundschaften, die größer sind als jede Ideologie. Atmosphärisch, warm und voller erzählerischer Kraft.

Siena, 1942. Der zwölfjährige Lorenzo soll den Krieg bei seinem Großvater und seiner Tante überstehen. Noch ist es in der Toskana friedlich. Auf den weiten Plätzen der verwinkelten Stadt freundet er sich mit Franco an, der seine glühende Verehrung für den Duce teilt. Die Begeisterung bekommt erste Risse, als er Daniele kennenlernt. Daniele ist Jude. Als die Deutschen die Stadt besetzen und beginnen, jüdische Familien zu deportieren, kann Lorenzo nicht zusehen. Doch seine Entscheidung bringt nicht nur seine Freundschaft mit Franco in Gefahr, sondern auch seine Familie und ihn selbst.
Rezension
»Es sind ernste Themen, die Giampietro in ihrem Roman berührt. Dennoch bleibt er im Kern die bewegend erzählte Geschichte eines Jungen, der darum ringt, das menschlich Richtige zu tun.«, Allgemeine Zeitung Mainz, 09.03.2019
Portrait

Nicoletta Giampietro, geboren 1960, wuchs in Mailand in einer italienisch-französischen Familie auf. Sie studierte Politikwissenschaften und Geschichte in Mailand und Tübingen und zog 1986 endgültig nach Deutschland. Nach längeren Aufenthalten in Köln und Rotterdam lebt sie seit 1995 in Mainz. Sie spricht fünf Sprachen, ist verheiratet und hat vier erwachsene Kinder. „Niemand weiß, dass du hier bist" ist ihr erster Roman.

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Beschreibung

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 384 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 01.03.2019
Sprache Deutsch
EAN 9783492993388
Verlag Piper
Dateigröße 3945 KB
Verkaufsrang 1646
eBook
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18,99
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Kundenbewertungen

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Ein beeindruckende hist.Roman aus dem faschistishen Italien
von Gertie G. aus Wien am 28.04.2019

Dieser historische Roman führt die Leser in eine hierorts vielleicht nicht ganz so bekannte Zeit des 20. Jahrhunderts: Wir befinden uns in den Jahren 1942 bis 1944. Der Zweite Weltkrieg tobt und viele Familien versuchen, wenigstens ihre Kinder in Sicherheit zu bringen. So auch die Eltern von Lorenzo, die ihren Sohn aus Tripol... Dieser historische Roman führt die Leser in eine hierorts vielleicht nicht ganz so bekannte Zeit des 20. Jahrhunderts: Wir befinden uns in den Jahren 1942 bis 1944. Der Zweite Weltkrieg tobt und viele Familien versuchen, wenigstens ihre Kinder in Sicherheit zu bringen. So auch die Eltern von Lorenzo, die ihren Sohn aus Tripolis, der heiß umkämpften Hauptstadt Libyens, nach Siena schicken. Man erklärt dem 12-jährigen, dass er während der Ferien bei Tante Chiara und seinem Großvater bleiben soll. Lorenzo, ganz mit der faschistischen Propaganda von Mussolini und Hitler aufgewachsen, findet im Nachbarsjungen Franco einen Freund. Chiara, eine Lehrerin, lehnt die Faschisten ab und verliert deswegen ihren Job. Lorenzo hat es nicht leicht, weitere Freunde zu finden, weil seine Familie aus altem sienesischem Adel stammt, der dem Duce und seinen Schergen ein Dorn im Auge ist. Doch dann begegnet er Daniele und die Freundschaft mit dem grobschlächtigen Franco gerät ins Hintertreffen. Was Lorenzo anfangs nicht weiß ist, dass Daniele genauso Jude ist, wie Dottore Matteo, der mit der Familie freundschaftlich verbunden ist. Das Blatt wendet sich als die deutsche Wehrmacht in Italien einmarschiert und auch hier mit ihren Deportationen beginnt. Lorenzo wird Zeuge wie Daniele und seine Familie abtransportiert werden. Er beginnt über die Rechtmäßigkeit des Regimes nachzudenken. Wenig später taucht der völlig verschreckte Daniele bei Lorenzo auf und Lorenzo versteckt seinen Freund am Dachboden … Meine Meinung: Selten hat mich eine Geschichte aus dem Zweiten Weltkrieg so gefesselt wie diese. Zum einem, weil ich wenig über die Faschisten in Italien weiß. Daher nehme ich dieses Buch zum Anlass, hier weitere Informationen einzuholen. Der zweite Grund ist dem Schreibstil von Nicoletta Gianpietro geschuldet. In einfühlsamen und aufwühlenden Worten beschreibt sie die Lebensumstände der Menschen in Italien. Zu Beginn des Faschismus leben Juden in Italien, wenn auch nur geduldet, zumindest beinahe unbehelligt. Mussolini hat es eher auf den alten Adel abgesehen, denn auf Juden. Das ändert sich schlagartig, als Hitlers Truppen in Italien einmarschieren, weil ihm der Duce nicht mehr wirklich vertrauenswürdig erscheint und die Amerikaner in Süditalien einmarschiert sind. Leidtragende wie immer, die Bevölkerung, die gleich in eine Doppelmühle gerät: Neben den Repressalien des eigenen Regimes, kommen die amerikanischen Truppe vom Süden und die deutschen vom Norden. Die Autorin versteht es meisterhaft, den kleinen Lorenzo vom Saulus zum Paulus werden zu lassen. Er zeigt mehr Zivilcourage als viele Erwachsene und zerbricht fast daran. Für seine Freundschaft setzt er fast alles aufs Spiel. Sein eigenes Leben als auch das seiner Familie, denn Franco und seine Familie sind Spitzel ersten Ranges. Diese Erzählebene rund um Lorenzo und Daniele, sowie den zivilen Widerstand, den Lorenzos Familie leistet, geht unter die Haut. Die geschichtlichen Ereignisse werden dabei so unterschwellig eingeflochten, dass man als Leser gar nicht bemerkt, Geschichtsunterricht zu erhalten. Fazit: Ein beeindruckender historischer Roman aus einer der dunkelsten Epochen unserer Zeit. Gerne gebe ich diesem Buch 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

Große Freundschaft zweier Jungen in einem unmenschlichen System
von einer Kundin/einem Kunden aus Plauen am 24.04.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Das ist ein wirklich beeindruckendes Buch über Mut und Freundschaft in einer grauenhaften Zeit! Lesehöhepunkt! Inhalt: Es ist der 2. Weltkrieg. Lorenzo, ein schmächtiger Junge von 12 Jahren, ist in Libyen aufgewachsen. Da es dort aber nicht mehr sicher ist, schickt ihn seine Mutter in die Toskana zu seinem Opa und seiner Ta... Das ist ein wirklich beeindruckendes Buch über Mut und Freundschaft in einer grauenhaften Zeit! Lesehöhepunkt! Inhalt: Es ist der 2. Weltkrieg. Lorenzo, ein schmächtiger Junge von 12 Jahren, ist in Libyen aufgewachsen. Da es dort aber nicht mehr sicher ist, schickt ihn seine Mutter in die Toskana zu seinem Opa und seiner Tante. Er freundet sich mit Franco an, der wie er vom Mussolini und dem Faschismus fasziniert ist. Aber dann begegnet er dem 12 Jährigen Danielle, einem jüdischen Jungen, mit dem ihn schon bald eine tiefe Freundschaft verbindet. Der Judenhass nimmt auch in Italien immer größere Ausmaße an.... wie wird Lorenzo sich entscheiden? Cover und Buch: Das 415 Seiten starke Buch ist im Piperverlag erschienen. Es ist fest in weinrot gebunden, mit weißer Schrift auf dem Buchrücken, hochwertig gestaltet mit weinrotem Lesebändchen, was ich immer besonders schön finde. Auf dem Schutzumschlag ist eine Schwarzweißfotografie von 2 Kindern, die ich sehr passend fand und die mich sofort neugierig auf das Buch machte. Die Autorin : Nicoletta Giampietro (geb. 1960, verheirat, 4 Kinder) ist in Mailand aufgewachsen, studierte Politikwissenschaften und Geschichte und lebt seit 1986 in Deutschland. Sie spricht 5 Sprachen startete mit diesem Buch ein beeindruckendes Debüt, welches mich überzeugte. Ich hoffe dass es bald noch mehr von ihr zu lesen gibt. Meine Meinung: Natürlich wusste ich schon vor dem Buch viel über den 2. Weltkrieg und den Faschismus, allerdings kaum etwas darüber, wie es damals in Italien war. Der Roman hat aber nicht nur diese Wissenslücke geschlossen, sondern das Gelesene hat mich auch tief berührt und fesselnd unterhalten. Die Autorin schaffte es gleich mir Siena in der Toskana nahe zubringen und brachte viel vom Italienischen Lebensgefühl rüber. Ich durchstreifte mit Lorenzo und Danielle die Altstadt von Siena und sonnte mich mit ihnen auf der Piazza. Doch die Sonne verdunkelte sich ganz schnell und die Handlung wurde immer bedrohlicher und dramatischer. Dabei wird eindrücklich gezeigt, wie schon die Kinder manipuliert und für den Krieg begeistert wurden, das hat mich schockiert. Ebenso wird deutlich gezeigt, wie das Leben für die einfache Bevölkerung immer schlimmer wurde und wie vor allem die Juden zu leiden hatten und verfolgt wurden. Die Autorin verstand es meisterhaft die Gefühle der Jungen, die Zerrissenheit und Hoffnungslosigkeit zum Ausdruck zu bringen. Das Buch ist dabei sehr realistisch und es kommt sehr authentisch rüber. Ich habe richtig mitgefiebert und die Lektüre ging mir sehr nahe, hat mich sehr berührt. Das Buch behandelt dabei sehr wichtige Themen, wie Loyalität, Freundschaft, Aufrichtigkeit. Das Buch hat mich sehr beeindruckt und es bekommt einen Ehrenplatz in meiner Bibliothek. Für mich war es wirklich ein Lesehöhepunkt! 5 Sterne+

Der Faschismus aus der Sicht eines Kindes
von einer Kundin/einem Kunden aus Hahnenbach am 23.04.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Der Roman "Niemand weiß dass du hier bist" von Nicoletta Giamietro, gibt dem Leser einen Blick auf das faschistische Italien aus der Sicht eines Jungen, der zu Beginn des Buches 12 Jahre alt ist. In Tripolis (Libyen) aufgewachsen, wird Lorenzo im Jahr 1942 von seiner Mutter zurück nach Italien (Siena) zu seinem Opa und seine... Der Roman "Niemand weiß dass du hier bist" von Nicoletta Giamietro, gibt dem Leser einen Blick auf das faschistische Italien aus der Sicht eines Jungen, der zu Beginn des Buches 12 Jahre alt ist. In Tripolis (Libyen) aufgewachsen, wird Lorenzo im Jahr 1942 von seiner Mutter zurück nach Italien (Siena) zu seinem Opa und seiner Tante gebracht, als der 2. Weltkrieg in Libyen immer näher kommt und immer bedrohlicher wird. Anfangs fühlt sich Lorenzo abgeschoben, kämpft sein Vater doch im Krieg gegen die Engländer und für den Duce. Die Bewunderung eines kleinen Jungen für seinen mutigen Vater, den er über alles verehrt, lässt die Autorin den Leser schon zu Beginn des Buches spüren. Dass sowohl der Opa als auch die Tante kein Verständnis dafür haben, dass sein Vater in diesem großartigen Krieg für sein Vaterland kämpft, zum Helden wird, kann er so gar nicht verstehen. Seine große Bewunderung gilt aber nicht nur dem Vater, sondern auch dem Duce. Wie das so ist in faschistischen Staaten, die Menschen fürchten sich ihre Meinung öffentlich zu sagen, aus Angst, dafür bestraft zu werden. Doch die Tante von Lorenzo kann sich nicht verstellen, riskiert nicht nur innerhalb der Familie klare Worte, was ihr auch irgendwann zum Verhängnis wird. (Mehr möchte ich darüber nicht sagen) An Lorenzo, eingebettet in eine schützende Familie mit liebevoller Wirtschafterin - oder sollte ich besser sagen, ältere Freundin der Familie - gehen viele Greuel, die den Menschen zu dieser Zeit geschehen, fast vorbei. Die Kinder wurden von der Politik für deren eigene Zwecke missbraucht und glaubten, was Lehrer und andere Erwachsene ihnen vormachten. Als der Duce stürzt, bricht für Lorenzo eine Welt zusammen. Anfangs kann er gar nicht verstehen, weshalb sich seine Tante, der Opa und die Köchin darüber freuen und in einen Freudentaumel verfallen. Die ganze Stadt feiert die Befreiung. Doch als schon alle aufatmen, kommen die Deutschen und es wird noch schlimmer als zuvor. Man sagt oftmals, Kinder bekämen vieles nicht mit. Doch für Lorenzo ist es wie ein Erwachen aus einer behüteten Kindheit als er sieht, was um ihn herum geschieht. Sein bester Freund Daniele, ein Jude, gerät in größte Not und Lorenzo handelt. Während noch immer Erwachsene in der Nachbarschaft irgendwelchen Parolen nachrennen, noch immer nicht akzeptieren wollen, dass man sie belogen und betrogen hat, nun an anderer Front kämpfen, durchschaut dieser Junge von nun 13, bzw. 14 Jahren was sich da vor seinen Augen abspielt. Mit dem Blick eines Kindes sieht man manchmal klarer. Besonders das Ende des Buches (das ich natürlich hier nicht verraten will) gefiel mir sehr gut. Für mich besonders bemerkenswert, dass die Autorin tatsächliche Geschehnisse in diesen Roman einfließen lässt und immer wieder in die Handlung einbaut. Wir wissen über die Geschehnisse des 2. Weltkrieges in unserem Land recht gut Bescheid (wenn wir uns dafür interessieren). Doch wie es die Menschen in anderen Ländern erlebten, bleibt/blieb uns vielfach verborgen. In diesem Buch erhielt ich und ich denke auch viele andere Leser, eine geschichtliche Nachhilfestunde, die den Blick erweitert. Bücher, die mich in meinem Denken weiterbringen, gehören zu meinem bevorzugten Lesestoff. Die empfehle ich auch weiter, so wie diesen Roman "Niemand weiß, dass du hier bist" von Nicoletta Giamietro, die heute in Mainz lebt und arbeitet.


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