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Laufen

Ungekürzte Ausgabe, Lesung

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Eine Frau läuft. Schnell wird klar, dass es nicht nur um ein gesünderes oder gar leichteres Leben geht. Durch ihre Augen und ihre mäandernden Gedanken erfährt der Hörer nach und nach, warum das Laufen ein existentielles Bedürfnis für sie ist. Wie wird man mit einem Verlust fertig? Welche Rolle spielen Freunde und Familie? Welche Rolle spielt die Zeit? Und der Beruf? Schritt für Schritt erobert sich die Erzählerin die Souveränität über ihr Leben zurück. Isabel Bogdan beschreibt mit großem Einfühlungsvermögen den Weg einer Frau, die nach langer Zeit der Trauer wieder Mut fasst.
Portrait
Isabel Bogdan, geboren 1968 in Köln, studierte Anglistik und Japanologie in Heidelberg und Tokyo. Sie lebt in Hamburg und arbeitet als Übersetzerin u.a. von Jane Gardam, Jonathan Safran Foer, Nick Hornby und als Autorin und Herausgeberin. 2011 erhielt sie den Hamburger Förderpreis für Literatur, 2006 den für literarische Übersetzung. 2014 wurde sie zusammen mit Maximilian Buddenbohm zur Bloggerin des Jahres gewählt (wasmachendieda.de).

Johanna Wokalek studierte am Wiener Max Reinhardt Seminar, unter anderem bei Klaus Maria Brandauer. Von 2000 bis 2016 war sie festes Mitglied im Ensemble des Wiener Burgtheaters. In Kino und Fernsehen glänzte sie in Filmen wie "Barfuss", " Die Päpstin" oder "Landgericht – Geschichte einer Familie". Johanna Wokalek ist eine vielfach ausgezeichnete Schauspielerin und erhielt u.a. den Bayerischer Filmpreis und den Adolf-Grimme-Preis. 

 

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Beschreibung

Produktdetails

Medium CD
Sprecher Johanna Wokalek
Anzahl 4
Erscheinungsdatum 12.09.2019
Sprache Deutsch
EAN 9783839817339
Verlag Argon
Auflage 2. Auflage
Spieldauer 00:00:00
Verkaufsrang 295
Hörbuch (CD)
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19,99
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
71 Bewertungen
Übersicht
53
12
5
1
0

Zurück ins Leben laufen
von einer Kundin/einem Kunden aus Stuttgart am 10.12.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Nach einem erschütternden Verlust beginnt eine Ich-Erzählerin mit dem Laufen. Dabei erzählt sie aus ihrem Leben und wie der Verlust sie geprägt hat. Nach und nach verändert sich dabei der Ton ihres inneren Monologs, je selbstverständlicher das Laufen für sie wird, so wird es auch wieder das Leben selbst. Die Geschichte einer ... Nach einem erschütternden Verlust beginnt eine Ich-Erzählerin mit dem Laufen. Dabei erzählt sie aus ihrem Leben und wie der Verlust sie geprägt hat. Nach und nach verändert sich dabei der Ton ihres inneren Monologs, je selbstverständlicher das Laufen für sie wird, so wird es auch wieder das Leben selbst. Die Geschichte einer Frau, die durch das Laufen ihre Trauer bewältigt und wieder ins Leben zurückfindet, zeigt, wie die (übrigens durchgängig namenlose) Frau an Leib und Seele gesundet. Mit viel Einfühlungsvermögen lässt die Autorin Isabel Bogdan ihre Protagonistin ihre Trauer in Worte (und Laufschritte) fassen, um mehr und mehr den Weg zurück in ihren Alltag zu finden. Indem die Läuferin ihre Gedanken selbst erzählt, ist der Leser stets hautnah bei ihr. Das ist nicht immer einfach zu lesen, ist jedoch Zeichen größter Authentizität. Das Buch zeigt eine sehr individuelle Art, mit der Trauer umzugehen, und weist dennoch einen Weg aus einer Situation, die traumatisch und kaum zu bewältigen erscheint. Manches wird dabei im Gedankenkarussell immer wieder auftauchen, der Leser möge dennoch auf die kleinen Nuancen und Verschiebungen achten. Dieses sehr berührende Buch wird jeden Leser noch eine Weile beschäftigen. Sehr gerne empfehle ich es weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

Das Gefühl, in einen fremden Kopf hineinzusehen
von sheena01 am 09.12.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Inhalt & Handlung: Vom tragischen Selbstmord ihres Lebensgefährten zutiefst erschüttert, versucht die Protagonistin, welche als Ich-Erzählerin auftritt, in ihrem Leben wieder Halt zu finden, indem sie sich dem Laufen zuwendet und durch ihre zunehmende Fitness zugleich auch wieder neuen Lebensmut findet. Schreibstil: Isabel ... Inhalt & Handlung: Vom tragischen Selbstmord ihres Lebensgefährten zutiefst erschüttert, versucht die Protagonistin, welche als Ich-Erzählerin auftritt, in ihrem Leben wieder Halt zu finden, indem sie sich dem Laufen zuwendet und durch ihre zunehmende Fitness zugleich auch wieder neuen Lebensmut findet. Schreibstil: Isabel Bogdan hat dieses Buch als inneren Monolog einer Ich-Erzählerin aufgebaut, die ihren Gedanken freien Lauf lässt, während sie sich auf den diesjährigen Alster-Lauf vorbereitet. Der Text schlingt sich in unzähligen, mäanderartigen Sätzen voran, die zum Teil bloße Gedankenfetzen beinhalten – unterbrochen vom ständigen Bemühen der Protagonistin, sich auf eine regelmäßige Atmung zu konzentrieren. Eine sehr interessante, wenn auch ungewöhnliche Erzähltechnik, die jedoch sehr schön die ungeordneten Gedankengänge der Person bei der sportlichen Aktivität widerspiegelt. Man hat dadurch beinahe das Gefühl, in ihren Kopf hineinsehen zu können. Nach und nach erfährt man die komplette Hintergrundgeschichte, die für ihren momentanen Gefühlszustand verantwortlich ist. Charaktere: Im Grunde geht es hier hauptsächlich um die Gefühlswelt der Ich-Erzählerin, deren Welt mit dem Selbstmord ihres depressiven Lebensgefährten, plötzlich zum Stillstand kommt. Durch regelmäßige Laufeinheiten beginnt sie sich mehr auf sich zu besinnen und kämpft sich dadurch - im wahrsten Sinn des Wortes - zurück ins Leben. Cover: Das Cover gefällt mir sehr gut, obwohl oder vielleicht auch weil es so spartanisch-schlicht gehalten ist. In gewisser Weise bildet es den Inhalt des Buches ab, indem es sich auf das Wesentliche reduziert, so wie sich die Protagonistin in ihrem Schmerz beginnt, sich wieder auf sich selbst zu konzentrieren. Autorin: Isabel Bogdan stammt gebürtig aus Köln, sie studierte Anglistik und Japanologie in Heidelberg und Tokyo. Mittlerweile hat sie sich einen Namen als deutsche Literaturübersetzerin gemacht und ist selbst unter die Autoren gegangen. Meinung und persönliche Kritikpunkte: Dieses Buch ist sicher keine leichte Kost, man taucht in die Gedankenwelt der schwer erschütterten Ich-Erzählerin ein, die vor kurzem mit dem Selbstmord ihres Lebensgefährten konfrontiert wurde, und die nun versucht, ihre Gedanken zu sortieren und nach längerem Hadern mit ihrem Schicksal, nun langsam einen Weg in einen neuen, positiveren Lebensabschnitt findet. Sehr gut gemacht ist hierbei die Wahl der Erzähltechnik, die das ständige Kreisen der Gedanken um das Kernthema, dem Freitod eines geliebten Menschen und die damit verbundenen Gefühle, toll widerspiegelt. Trotzdem hatte ich beim Lesen bis knapp vor dem Schluss des Öfteren den Eindruck, auf der Stelle zu treten, zumal ich die Thematik zusätzlich als sehr belastend empfand. Das Buch ließ den Leser schließlich mit gemischten Gefühlen zurück. Nach dem heiteren Roman „der Pfau“, der mit jeder Menge schwarzem Humor aufwartete, eine gänzlich andere Seite der Autorin Isabel Bogdan, die damit ihre Vielseitigkeit unter Beweis stellt. Fazit: Keine leichte Kost, die an manchen Stellen auch Längen zeigt, jedoch eine sehr interessante Darstellung der Trauerbewältigung.

Ein ungewöhnliches Buch
von einer Kundin/einem Kunden aus Kiel am 08.12.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Ich weiß gar nicht so genau, warum ich auf dieses Buch neugierig geworden bin, denn allein der Titel passt nicht zu mir. Ich hasse es zu laufen. Klar, der kurze Sprint zum Bus ist in Ordnung und ich kann auch ein Stück über den Campus joggen, um rechtzeitig zur Vorlesung zu erscheinen, aber freiwilig joggen gehen, um den Kopf fr... Ich weiß gar nicht so genau, warum ich auf dieses Buch neugierig geworden bin, denn allein der Titel passt nicht zu mir. Ich hasse es zu laufen. Klar, der kurze Sprint zum Bus ist in Ordnung und ich kann auch ein Stück über den Campus joggen, um rechtzeitig zur Vorlesung zu erscheinen, aber freiwilig joggen gehen, um den Kopf frei zu bekommen, ist für mich unvorstellbar. Dieses Gefühl gehört für mich zum Yoga oder auf den Rücken eines Pferdes. Ich kann beim Laufen nicht denken, nicht reden, und ich finde es einfach total langweilig. Trotzdem hatte dieses Buch mit seiner engen Verbindung zwischen Laufen und einem so erschütternden Verlust seinen Reiz. Man konnte ganz deutlich die Parallelen zwischen den ersten Laufrunden und dem Versuch der Erzählerin, mit ihren Verlust umzugehen erkennen. Beides war erschöpfend und frustrierend und schien sich wie eine unüberwindbare Mauer vor ihr aufzutürmen. Zumal man als Leser (oder so wie ich, als Hörer) erst nach und nach an das volle Außmaß der Geschehenisse herangeführt wird. Man spürt, dass die Protagonistin zunächst nicht direkt über ihren Verlust nachdenken kann, sondern sich mit Themen beschäftigt, die damit zusammenhängen. Die Geschichte mit dem ungewöhnlichen Erzählstil des inneren Monologs war emotional und hatte eine Sogwirkung, da man das Gefühl bekam, der Protagonistin sehr nahe zu stehen. Man hatte fast das Gefühl mit ihr zu verschmelzen, wenn sie so offen ihre Gedanken mitteilte und sich erst im Nachhinein überlegte, ob man das so eigentlich denken oder sagen dürfte. Allerdings birgt diese Erzählform auch Schwächen. Viele Themen kamen immer wieder vor. Einerseits war das interessant, denn man konnte so beobachten, wie die Sichtweise der Protagonistin sich langsam änderte. Manchmal waren es aber auch nur banale Wiederholungen. Gerade während des Alsterlaufes fand ich die ständig wiederkehrenden Sätze über Glück und Freunde und Äpfel ziemlich albern. Abgesehen von ein paar Wiederholungen wie diesen, hatte das Buch in meinen Augen genau die richtige Länge. Da ich das Hörbuch gehört habe, hatte ich mich zunächst über die kurze Laufzeit (ca. 4 Stunden) gewundert, aber im Nachhinein muss ich sagen, dass jedes weitere Kapitel der Geschichte wohl nichts mehr hätte hinzufügen können. Wer sich mit der Erzählweise anfreunden kann, wird in diesem kurzen Buch einen emotionalen aber auch spannenden Begleiter finden, der einen über sich selbst nachdenken lässt, über das Leben, über Verlust und über neue Hoffung.

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