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Rückwärtswalzer oder Die Manen der Familie Prischinger

MP3 Format. Ungekürzte Ausgabe

Im Fiat Panda Richtung Balkan
Als Onkel Willi stirbt, stehen der Drittel-Life-Crisis geplagte Lorenz und seine drei Tanten vor einer Herausforderung. Willi wollte immer in seinem Geburtsland Montenegro begraben werden. Doch da für eine regelkonforme Überführung der Leiche das Geld fehlt, begibt man sich kurzerhand auf eine illegale Fahrt im Fiat Panda von Wien bis auf den Balkan. Auf der Reise finden die abenteuerlichen Geschichten der Familie Prischinger auf kunstvolle Weise zueinander. Mirl, die älteste Schwester, musste nach dem Krieg früh Verantwortung übernehmen und wollte nur weg vom Land. Wetti interessierte sich bereits als Kind mehr für Tiere als für Menschen. Und Hedi zerbrach fast an einem Schicksalsschlag, kurz bevor sie Willi traf. Doch stets waren die drei Schwestern füreinander da.
Portrait
Kaiser, Vea
Vea Kaiser, geboren 1988, studiert Altgriechisch in Wien. Ihr Debütroman "Blasmusikpop" wurde 2013 als bestes deutschsprachiges Debüt auf dem internationalen Festival du Premier Roman in Chambéry vorgestellt und für den aspekte-Preis nominiert. 2014 war sie Writer-in-Residence an der Bowling Green State University und wurde zur österreichischen Autorin des Jahres gewählt. Im Jahr 2015 erschien ihr zweiter Roman "Makarionissi", der in Deutschland und Österreich zum Bestseller wurde und von der Stiftung Ravensburger Verlag die Auszeichnung 'Bester Familienroman' erhielt.

Obonya, Cornelius
Nach Theaterjahren am Volkstheater Wien und der Schaubühne in Berlin ist Cornelius Obonya seit 2000 Ensemblemitglied des Burgtheaters in Wien. Zudem ist er ein beliebter Film- und Fernsehschauspieler, der seine volle Stimme auch in einigen Hörbüchern eingesetzt hat.
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Beschreibung

Produktdetails

Medium MP3-CD
Sprecher Cornelius Obonya
Anzahl 2
Erscheinungsdatum 27.03.2019
Sprache Deutsch
EAN 9783839817186
Verlag Argon
Auflage 1. Auflage
Spieldauer 819 Minuten
Verkaufsrang 1189
Hörbuch (MP3-CD)
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19,99
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

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Herrlich, charmant und mit allerei Gefühlsfahrten ...
von Sharon Baker aus Mönchengladbach am 17.06.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Lorenz ist Schauspieler und befindet sich gerade in einer Schaffenskrise, naja, er versucht fehlende Engagements mit Online-Shopping zu bekämpfen. Dass das keine gute Lösung ist, merkt er bald am eigenen Leib, so muss er die Familie um Geld anbetteln. Bei den Eltern ist nix zu holen, aber es kann ja nicht schaden die Tanten in W... Lorenz ist Schauspieler und befindet sich gerade in einer Schaffenskrise, naja, er versucht fehlende Engagements mit Online-Shopping zu bekämpfen. Dass das keine gute Lösung ist, merkt er bald am eigenen Leib, so muss er die Familie um Geld anbetteln. Bei den Eltern ist nix zu holen, aber es kann ja nicht schaden die Tanten in Wien auch mal zu fragen. So schlägt er bei ihnen auf und bekommt außer gutes Essen, nur aufgewärmte Worte, aber was soll man einen verwöhnten jungen Mann auch sagen. Die Not lässt ihn aber zumindest bei den Damen einziehen und das ist auch gut, denn eines Morgens ist sein Onkel Willi tot. Da das Geld für die Beerdigung in Montenegro, nicht mehr da ist, kommen die Damen auf eine abenteuerliche Idee und bevor sich Lorenz versieht, ist er mitten drin. Das bedeutet, als Fahrer eines Pandas, mit einem durch gefrosteten Onkel Will als Beifahrer sowie drei Tanten auf der Rückbank, mit Ziel einmal Wien bis zum Balkan. Werden sie heil am Zielort ankommen? Welche Geschichten werden offenbart? Und welcher Mensch war Onkel Willi eigentlich? Für Vea Kaiser ist es schon ihr dritter Roman und für mich, der Erste, den ich lese. Ich weiß gar nicht, warum ich nicht schon viel früher etwas von ihr gelesen habe, aber seid der Buchmesse, war für mich klar, den Roman muss ich einfach lesen, denn der klingt richtig gut. Wie mir nun die Familiengeschichte Prischinger gefallen hat, erzähle ich euch nun. Beginnen wir mit Lorenz, ein erfolgloser Schauspieler, der sich gerade in seinem Selbstmitleid suhlt, vor den Schuldenberg die Augen verschließt und sich der Hoffnung hingibt, bald wieder vor der Kamera zu stehen. Nur sich um alles kümmern, macht er nicht, das treibt er so weit, bis er Angst vor der Türklingel hat und sich dann an die Verwandten wendet und nach Geld fragt. Der Erfolg bleibt aus und somit muss sich Lorenz den Tatsachen stellen und zieht zu seinen Tanten. Das ist der Beginn der Geschichte, wenn man aber glaubt, es geht hier um diesen jungen Mann, der täuscht sich, denn die Geschichte hat viel mehr Mitspieler. Nach jedem Kapitel der Gegenwart widmen wir uns nämlich danach immer mit der Vergangenheit und der Familie Prischinger. Da haben wir die Geschwister Sepp, Mirl, Wetti, Hedi und Nenerl und wir schweifen nach Montenegro, zu Willi. Wie sie aufwachsen, was sie erleben, was sie prägt und welche Geheimnisse jeder in sich trägt, das decken wir hier auf. Vea Kaiser schreibt Familienromane, da jeder eine hat, ob eine gute oder eine schlechte, aber jeder hat eine und kann dementsprechend mitreden. Die Familie Prischinger ist eine sehr originelle und hat einiges zu bieten. Auf einem Bauernhof wachsen die Geschwister auf, ärmlich, ohne Vater und in schwierigen Zeiten, da gab es noch Träume und Wünsche, jeder auf seine eigene Art und Weise. Ob sich diese erfüllen, dürfen wir Stück für Stück erfahren, dabei wechseln sich die erzählenden Figuren mit ihrer Vergangenheit ab. Die Geschichte ist auf jeden Fall skurril, warmherzig, witzig, traurig, geistreich und sehr sehr charmant. Es lässt sich flott verschlingen, macht immer neugierig aufs nächste Kapitel und lässt einen förmlich mit im Panda sitzen. Diese Familie ist ein Original und herrlich diese drei Schwestern, die einen manchmal in den Wahnsinn treiben und trotzdem möchte man sie ständig umarmen. Dazu kommen noch die kleinen Ausflüge in die Antike und der Gedanke, das die Toten einen auch aus den Jenseits die Richtung zeigen, ist wirklich ein schöner und versöhnlicher Gedanke. Da kommt das Studium der Autorin doch direkt zum Einsatz und macht richtig Lust, auf die alten Mythen. Aber auch die österreichische Geschichte bekommt im Roman einen kleinen Platz, denn durch die Vergangenheit der Schwestern, tauchen auch manche andere gesellschaftliche Themen auf, die klar beschrieben sind, ohne mit den großen erhoben Finger auf die menschlichen Abgründe zu zeigen. Es ist eine Wanderung durch die Zeit und macht unglaublich viel Spaß beim Lesen. Dazu die herrlichen Figuren, keine ist wie die andere, alle mit so viel Liebe gefüllt, einige ein bisschen übertrieben, aber kein bisschen unglaubwürdig. Ganz im Gegenteil, man hat das Gefühl richtige Persönlichkeiten vor sich zu haben. Mit Schwächen, Träumen und einem schweren Leben, was zu meistern ist. Man fühlt sich sofort mit ihnen vertraut, möchte auch am Küchentisch mit sitzen und auf die Köstlichkeiten warten. Ach, was soll ich euch noch sagen, es ist ein herrlicher Roman, ein wahrer Genuss und eine perfekte Mischung zum Verschlingen. Für mich der erste Kaiser, aber garantiert nicht der Letzte. Rückwärtswalzer, ist so viel mehr als nur ein skurriler Roadtrip, sondern eine Familiengeschichte im Wandel der Zeit. Herrlich, charmant und so einem Schwanken zwischen heiter und traurig. Absoluter literarischer Genuss.

Schöne Geschichte, schöner Ausdruck
von Timo Funken am 09.06.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Ein schöner Roman mit viel Witz und Tiefe. Besonders gut gefallen hat mir der Schreibstil der Autorin, poetische und kluge Beobachtungen und Ausdrucksweisen. Liebe Grüße, Timo Funken

Roadmovie mit einem Toten
von einer Kundin/einem Kunden aus Stuttgart am 07.06.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Der arbeitslose Schauspieler Lorenz muss ganz viel auf einmal verkraften: Er ist pleite, sein erhofftes Engagement löst sich in Luft auf, und seine Freundin trennt sich von ihm. Selbstmitleid ist zunächst angesagt. Doch dann stirbt Onkel Willi, und seine Frau möchte ihn in seiner Heimat Montenegro vergraben, so wie er es sich ... Der arbeitslose Schauspieler Lorenz muss ganz viel auf einmal verkraften: Er ist pleite, sein erhofftes Engagement löst sich in Luft auf, und seine Freundin trennt sich von ihm. Selbstmitleid ist zunächst angesagt. Doch dann stirbt Onkel Willi, und seine Frau möchte ihn in seiner Heimat Montenegro vergraben, so wie er es sich immer gewünscht hat. Das Geld für die Überführung ist allerdings bereits verbraten, und so bricht Lorenz mit dem toten Willi und seinen Tanten im Auto auf nach Montenegro. Eine liebenswürdig-chaotische Familie ist das, die dem leiblichen Wohl ausgiebig fröhnt. Die Mengen an Speisen, die dieses Buch erwähnt, sind schon sehr enorm. Ausgefallen und skurril ist die Geschichte um Willis Tod und um seine Vergangenheit, die parallel zur Gegenwart aufgerollt wird. Da kommt so manches Geheimnis zu Tage. Da schimmert dann durch die manchmal etwas unfreiwillig komische Geschichte eine unerwartete Tragik hindurch. Ein Buch, das gut unterhält und zum Lachen wie auch zum Nachdenken verführt, deshalb sehr empfehlenswert ist.


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