Des Teufels General

Drama in drei Akten

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Was soll man tun inmitten einer unmenschlichen Gesellschaft? Soll man so tun, als wäre nichts? Es sich gut gehen lassen, Karriere machen? Oder Widerstand leisten, auch wenn man dadurch mitschuldig am Tod eines Freundes wird? – Widerstand, daran lässt Zuckmayers Stück keinen Zweifel, ist unverzichtbar. Zum Engel oder Helden aber wird man dadurch nicht, solange in der Gesellschaft die Hölle auf Erden herrscht.

Mit dem Werkbeitrag aus Kindlers Literatur Lexikon.

Mit Daten zu Leben und Werk, exklusiv verfasst von der Redaktion der Zeitschrift für Literatur TEXT + KRITIK.

Portrait
Carl Zuckmayer, geb. 1896 in Nackenheim am Rhein, meldete sich nach dem Abitur in Mainz als Kriegsfreiwilliger. 1918 begann er ein kurzes Studium der Geistes- und Naturwissenschaften in Frankfurt a.M. und Heidelberg. 1920 ging er nach Berlin. Erste Stücke blieben ohne Erfolg, erst 'Der fröhliche Weinberg' brachte ihm 1925 den Durchbruch und den Kleist-Preis. 1933 verhängten die Nationalsozialisten ein Aufführungsverbot über ihn. Er zog in sein Haus nach Salzburg. 1938 floh er in die Schweiz, ein Jahr später emigrierte er in die USA, wo er als Farmer lebte. Von 1947 bis 1957 hielt er sich abwechselnd in der Schweiz und in den USA auf. 1958 kehrte er endgültig in die Schweiz zurück. Am 18. Januar 1977 ist er als einer der über Jahrzehnte erfolgreichsten deutschsprachigen Autoren in Visp (Wallis) gestorben.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 176
Erscheinungsdatum 01.03.2010
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-596-90248-4
Verlag Fischer Taschenbuch Verlag
Maße (L/B/H) 191/125/18 mm
Gewicht 174
Auflage 3
Verkaufsrang 4.122
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Geschichtsbewältigung ohne erhobenen Zeigefinger
von Mag aus Berlin am 16.03.2011

Für mich ist und bleibt die Geschichte des General Harry Harras, der aus Liebe zur Fliegerei zum Handlanger der Nationalsozialisten wird, ein wertvoller Beitrag zum Verständnis des Dritten Reiches und der Menschen, die sich in diesem Reich aktiv engagierten. Im Gegensatz zu vielen anderen Publikationen, wo mit erhobenem Zeigefinger... Für mich ist und bleibt die Geschichte des General Harry Harras, der aus Liebe zur Fliegerei zum Handlanger der Nationalsozialisten wird, ein wertvoller Beitrag zum Verständnis des Dritten Reiches und der Menschen, die sich in diesem Reich aktiv engagierten. Im Gegensatz zu vielen anderen Publikationen, wo mit erhobenem Zeigefinger auf alle Beteiligten gezeigt wird, zeigt Zuckmayer in diesem Drama den Konflikt eines Beteiligten an hoher Stelle: selbst kein Parteimitglied, auch nie von der Partei unterstützt und mit kritischen, abwertenden Bemerkungen über Hitler nicht zurückhaltend, entschließt sich Harras doch für ihn in leitender Stellung tätig zu sein. Seine Gründe dazu sind seine Liebe zur Fliegerei, die Freude seiner Mutter über seine Stellung und die Annahme, nach aktivem Kampf für Deutschland im ersten Weltkrieg nun nicht die Seiten wechseln zu können, auch wenn er sich zunehmend unwohl in seiner Rolle fühlt. Können anfängliche Zweifel noch mit Alkohol und gewagten, karikierenden Sprüchen übertönt werden, zwingen Harras die weiteren Ereignisse im Drama schließlich nicht nur verbal, sondern aktiv Stellung zu nehmen und sich zu entscheiden, ob er weiter als "General des Teufels" agieren kann. Zuckmayer gelingt mit der Gestaltung des Harry Harras ein äußerst lebendiges Bild eines Protagonisten, der an sich äußerst sympathisch, mit großer "Schnauze" kein Blatt vor den Mund nimmt und in unvergleichlicher Weise bei der Beschreibung eines Deutschen vom Rhein Hitlers Rassenlehre einprägsam und geschickt ad absurdum führt. Ebenso anschaulich und unverblümt sind auch seine Ansichten zu Krieg und Heldentod auf dem Schlachtfeld. Konsequent bleibt dann zum Schluss nach Erkenntnis der Stellung als Teufels General der einzig ehrenvolle Abgang. Sehenswert, wenn auch noch in schwarz-weiß, ist dazu auch heute noch die filmische Verarbeitung aus den 50er Jahren mit einem brillanten Curd Jürgens in der Titelrolle, auch wenn der Film an mehreren Stellen von der Vorlage abweicht.

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