Ein wenig Leben

Roman

(104)
"Ein wenig Leben" handelt von der lebenslangen Freundschaft zwischen vier Männern in New York, die sich am College kennengelernt haben. Jude St. Francis, brillant und enigmatisch, ist die charismatische Figur im Zentrum der Gruppe – ein aufopfernd liebender und zugleich innerlich zerbrochener Mensch. Immer tiefer werden die Freunde in Judes dunkle, schmerzhafte Welt hineingesogen, deren Ungeheuer nach und nach hervortreten. "Ein wenig Leben" ist ein rauschhaftes, mit kaum fasslicher Dringlichkeit erzähltes Epos über Trauma, menschliche Güte und Freundschaft als wahre Liebe. Es begibt sich an die dunkelsten Orte, an die Literatur sich wagen kann, und bricht dabei immer wieder zum hellen Licht durch.
Rezension
"Wer sich auf dieses Buch einlässt, geht auf eine Reise in die Dunkelheit. Keine Frage: Die US-Autorin Hanya Yanagihara schreibt fesselnd, keine ihrer fast tausend Seiten ist langweilig ... Freundschaft ist das zentrale Thema in 'Ein wenig Leben', doch ob sie alle Wunden heilen kann, bleibt fraglich." Brigitte, 04/2017

"Dass man nicht aufhören kann, diese Geschichte zu lesen, die in ihrer strömenden Klarheit eigentlich unerträglich sein müsste, liegt vielleicht an der Macht des Schönen in dieser Welt, an der Freundschaft der vier, die in ihren Details so allgemeingültig ist, dass sie wie eine Illustration der Idee von Freundschaft selbst erscheint, ohne dabei plakativ zu werden." Hannah Lühmann, Die Literarische Welt, 29.04.17

"Das Epos ist viel besprochen worden, zum Teil hymnisch, zum Teil abfällig, weil Kitschverdacht. Glauben Sie nur den Hymnen. Ich habe seit langer Zeit kein Buch gelesen, das so vielschichtig, interessant, berührend, übertreibend, märchenhaft und brutal war - die paar Längen, die sich eingeschlichen haben, fallen da überhaupt nicht ins Gewicht." Christian Seiler, Tages-Anzeiger, 01.04.17

"Eines der aufwühlendsten Bücher, das ich seit langem gelesen habe. Ein richtiges literarisches Abenteuer ... Ein kühnes, wirklich bewegendes Buch. Wenn Sie in diesem Frühjahr einen Roman lesen, lesen Sie diesen." Denis Scheck, ARD "Druckfrisch", 19.03.17

"An emotionaler Wucht vermag nichts aus unserer Gegenwartsliteratur den Vergleich mit dieser Geschichte um vier Freunde in New York aufzunehmen ... Eines der berührendsten Bücher der Saison." Denis Scheck, Tagesspiegel, 19.03.17

"Hanya Yanagihara zieht uns auf über 900 Seiten in diese hoffnungslose Geschichte hinein, blättert mit ungezählten wunderbaren Sätzen und Passagen mühelos eine Zeitraum von über drei Jahrzehnten vor uns auf. Sie scheut dabei auch nicht die Elemente des Spannungsromans, kreist um ihren Helden, löst Schale um Schale, die sich um seinen 'Dämon' gelegt hat, von ihm ab, bis der Schmerzensmann einmal buchstäblich nackt vor uns steht." Manfred Rebhandl, Der Standard, 18.03.17

"Ein außergewöhnliches Buch ... Yanagihara macht sehr viel aus diesen tausend Seiten, nämlich weitaus mehr als es ein psychologischer Realismus könnte. Sie versucht, eine ganz eigene Erzähltechnik aufzufahren." Mara Delius, SWR "lesenswert", 16.03.17

"Nachdem Sie diesen Roman gelesen haben, wollen Sie mit Ihren Freunden eine lange Nacht über Ihr eigenes Leben nachdenken!" Die Zeit, 16.03.17

"Ein Überwältigungsbuch, wie ich es in der Literatur einfach wahnsinnig gern habe und wie es nur selten geschieht, dass eben der kritische Verstand mitunter aussetzt und man nur mitgerissen wird von dieser fantastischen Reise." Volker Weidermann, ZDF "Literarisches Quartett", 03.03.17

"Eines der sehr beeindruckenden Bücher in diesem Frühjahr. ... Ich fand es von Anfang an großartig ... Ich konnte mich kaum gegen dieses Buch wehren ... Wie sie diesen winzigen Moment Glück fasst - das kennt jeder, diese ganz kleinen Momente grenzenlosen Glücks, nach denen man nachher so viel Heimweh hat - das ist das Faszinierende an ihrer Art zu schreiben." Annemarie Stoltenberg, NDR Kultur "Gemischtes Doppel", 21.02.17

"Ein sehr beeindruckender Roman. ... Man wird fast gezwungen, weiterzulesen ... Es gelingt der Autorin, einen ganz eigenen, unverwüstlichen Ton anzuschlagen. Das macht diesen Roman so packend." Rainer Moritz, NDR Kultur "Gemischtes Doppel", 21.02.17

"'Ein wenig Leben' besitzt alle Eigenschaften, die es erlauben, von eindrücklicher, ja wuchtiger Literatur zu sprechen. Es ist eine Herausforderung für jeden Leser. ... Im wahrsten Sinn des Wortes ein umwerfendes Buch." Ursula März, Deutschlandfunk "Büchermarkt", 19.02.17

"Ein großes Buch über Freundschaft. ... Ein Buch, das höchst beeindruckend zeigt, was es bedeutet, einen Freund fürs Leben zu haben." Thomas Böhm, rbb radioeins "Die Literatur-Agenten", 12.02.17
Portrait
Hanya Yanagihara, 1974 geboren, ist eine US-amerikanische Schriftstellerin und Journalistin. Mit ihrem Roman Ein wenig Leben gewann sie den Kirkus Award und stand auf der Shortlist des Man Booker Prize, des National Book Award und des Baileys Prize. Ein wenig Leben ist eines der bestverkauften und meistdiskutierten literarischen Werke der vergangenen Jahre. Eine TV-Serie, produziert von Scott Rudin (The Social Network, No Country for Old Men, Frances Ha, Grand Budapest Hotel), ist in Vorbereitung.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 960
Erscheinungsdatum 30.01.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-446-25471-8
Verlag Hanser
Maße (L/B/H) 21,8/14,6/4,5 cm
Gewicht 986 g
Originaltitel A Litlle Life
Auflage 8
Übersetzer Stephan Kleiner
Buch (gebundene Ausgabe)
28,00
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
104 Bewertungen
Übersicht
85
11
4
2
2

Tragisch und berührend
von einer Kundin/einem Kunden aus Remscheid am 07.09.2017
Bewertet: Hörbuch-Download

"Ein wenig Leben" ist ein großartiges Buch. Aber ich warne Sie vor, glücklich machen wird es Sie nicht. Judes Geschichte ist tragisch und schrecklich und das Schlimme ist, dass das was wir erleben schon seine "glücklichsten" Jahre sind. Es war nicht und wird auch trotz seiner besten und wirklich tollen... "Ein wenig Leben" ist ein großartiges Buch. Aber ich warne Sie vor, glücklich machen wird es Sie nicht. Judes Geschichte ist tragisch und schrecklich und das Schlimme ist, dass das was wir erleben schon seine "glücklichsten" Jahre sind. Es war nicht und wird auch trotz seiner besten und wirklich tollen Freunde Malcom, JB und Willem nicht besser. Die Geschichte beginnt in ihrer College-Zeit und endet etwa dreißig Jahre später. Während dieser Zeit erleben wir Freundschaft, Leid, Einsamkeit, kurze Freuden, Schmerz, Unsicherheit... Meist ist der Leser bei Jude, es sind aber auch Episoden dazwischen, in denen wir die anderen drei begleiten oder in der Harold, Judes Vaterersatz, seine Geschichte erzählt. Man glaubt nicht, wie viel Leid einer einzigen Person zuteil werden kann. Trotzdem wirkt das Buch niemals unrealistisch oder in seiner Tragik überladen. Der Leser ist entsetzter und betroffener Gast in Judes Leben und leidet still mit ihm und den anderen. Hanya Yanagihara hat großartige Figuren erschaffen und es sind nicht nur die vier Hauptcharaktere, die absolut authentisch wirken. Auch Nebenfiguren wie Harold, Andy und Richard wirken so lebensecht in ihren Handlungen und Gefühlsäußerungen, dass man sich auch für sie nur das Beste wünscht und mit ihnen mitfiebert. Selbst Bruder Luke, Dr. Traylor und Caleb (wer diese drei sind, wird an dieser Stelle nicht verraten, sobald Sie das Buch gelesen haben, werden Sie wissen warum) gestaltet Yanagihara auf eine Weise, die dazu führt, dass man sich sogar in sie hineinversetzen und Motive hinter ihren Taten erkennen und verstehen kann. Wer nach einem guten Buch sucht, das nicht unbedingt fröhlich sein muss, trifft mit "Ein wenig Leben" in jedem Fall die richtige Wahl.

Berührend und brutal!
von einer Kundin/einem Kunden aus Baden-Baden am 24.08.2017
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Der Roman ist glücklicherweise das, was er sein sollte: fiktional. Dennoch wird man unentrinnbar in den Strudel hineingerissen und fragt sich, ob und wieweit Dinge passieren können. Es stellen sich Fragen nach Freundschaft, Loyalität, Vertrauen. Und nach der wahren Liebe.

Ein großartiger Roman – ein wenig Leben
von Sikal am 21.08.2017
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Das Buch „Ein wenig Leben“ hat als Grundlage vier Männer, deren Freundschaft sich über einen Zeitraum von ca. 30 Jahren durch ihr Leben zieht. Beginnend während der gemeinsamen Studienzeit, lassen sich die vier anschließend in New York nieder, um ihre beruflichen Karrieren zu starten. Während Malcom sich der Architektur... Das Buch „Ein wenig Leben“ hat als Grundlage vier Männer, deren Freundschaft sich über einen Zeitraum von ca. 30 Jahren durch ihr Leben zieht. Beginnend während der gemeinsamen Studienzeit, lassen sich die vier anschließend in New York nieder, um ihre beruflichen Karrieren zu starten. Während Malcom sich der Architektur hingibt, JB unbedingt Künstler werden will und Willem von einer Schauspielkarriere träumt, wird Jude Anwalt. Die eigentliche Hauptperson der Geschichte ist Jude, ein stiller zurückhaltender junger Mann, belastet mit einem narbenübersäten Körper und mit unterdrücktem Schmerz und großer Wut, das Resultat einer traurigen Jugend. Jude umgibt bereits von Beginn an eine gewisse Melancholie, er ist immer für andere da, hilft wo er nur kann und gibt doch nichts von sich preis. Den Kampf mit seinen inneren Dämonen kämpft er allein – mal schafft er es besser, mal schlechter. Im Laufe der Geschichte kommen Bruchstücke aus Judes Vergangenheit hervor, die auch auf sein jetziges Leben große Auswirkungen haben. Jude scheint mit seiner Behinderung, seinen Schmerzen zurechtzukommen, doch niemand weiß, wie es wirklich in ihm aussieht. Als Leser muss man hier schon einen langem Atem mitbringen, das Buch oft zur Seite legen und dann wieder die Kraft schöpfen, um weiterzulesen. Denn es handelt sich hier um kein kurzweiliges Nebenbei-Buch. Es fordert Aufmerksamkeit und Durchhaltevermögen. Teilweise – muss ich gestehen – ist es beinahe nicht auszuhalten… Die Autorin hat einen anspruchsvollen Schreibstil, viele Schachtelsätze erschweren das Ankommen in der Geschichte. Doch nach einigen Seiten ist man gefangen und kann sich nicht mehr lösen, will wissen wie es Jude weiterhin ergeht, hofft auf ein Wunder und weiß doch, dass dieses nicht eintreten wird. Wird Jude seine Seele öffnen und wird er ein normales Leben führen können? Das ist eigentlich der einzige Wunsch, den man als Leser für ihn hat. Denn er ist so ein liebenswürdiger Mensch, dem man eigentlich alles Gute dieser Welt wünscht. Das Buch polarisiert ungemein, für viele Leser ist die Dramatik zu dick aufgetragen, ich finde, dass es letztendlich gepasst hat, obwohl ich mir während des Lesens oftmals weniger davon gewünscht hätte. Doch nur so konnte die kaputte Seele Judes, seine Qualen, aber auch seine Freuden und Hoffnungen authentisch dargestellt werden. Ein Buch über Schmerz und Belastungen, über Vertrauen, Liebe und Freundschaft. Absolute Leseempfehlung!


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