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Unsichtbar

New York, 1967: Der gutaussehende, hochsensible Adam Walker will Dichter werden. Da bietet ihm auf einer Party ein reicher Franzose namens Rudolf Born das Geld zur Gründung einer Literaturzeitschrift an. Adam hält den Vorschlag zunächst für eine Schnapsidee, aber als Born ihn ein paar Tage später zum Essen einlädt, bekommt er die glaubhafte Bestätigung in Gestalt eines Schecks. Allerdings zeigt sich bei diesem Essen auch ein sinistrer Born, ein Mann voll verhaltenem Jähzorn, der Adam betrunken empfängt und ihn zu dem Eingeständnis nötigen will, er begehre seine Freundin. Das tut Adam in der Tat; und Margot sitzt ihm gegenüber und wirft ihm verschattete Blicke zu. Kurz darauf reist Born für ein paar Tage nach Paris, Margot ruft Adam an, und eine Amour fou beginnt. Doch Born ist zu fürchten, er geht, wie sich bald erweisen wird, über Leichen.
AUSTER hat noch kein intensiveres und drastischeres Buch über die Liebe und das Schicksal geschrieben. In «Unsichtbar» ist er auf der Höhe seines Schaffens - erfindungsreich, abgründig und direkt am Puls des Lebens.
Rezension
Ein genial konstruierter Roman über Geld und Kunst, Liebe, Verbrechen und Moral.
Portrait
Paul Auster

Paul Auster wurde 1947 in Newark, New Jersey, geboren. Er studierte Anglistik und vergleichende Literaturwissenschaften an der Columbia University und verbrachte nach dem Studium einige Jahre in Frankreich. International bekannt wurde er mit seinen Romanen Im Land der letzten Dinge und der New-York-Trilogie. Sein umfangreiches, vielfach preisgekröntes Werk umfasst neben zahlreichen Romanen auch Essays und Gedichte sowie Übersetzungen zeitgenössischer Lyrik.


Werner Schmitz

Werner Schmitz ist seit 1981 als Übersetzer tätig, u. a. von Malcom Lowry, John le Carré, Ernest Hemingway, Philip Roth und Paul Auster. 2011 erhielt er den Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Preis. Er lebt in der Lüneburger Heide.

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Beschreibung

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 320 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 16.07.2010
Sprache Deutsch
EAN 9783644006911
Verlag Rowohlt Verlag
Originaltitel Invisible
Dateigröße 2176 KB
Übersetzer Werner Schmitz
Verkaufsrang 16244
eBook
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
27 Bewertungen
Übersicht
16
8
3
0
0

„Sex, Sex und dann auch noch Inzest”
von einer Kundin/einem Kunden aus Bad Lippspringe am 07.04.2012
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Während die grundlegende Story des Romans verwirrend klingt, erweist sich der Plot im Roman selbst als spannend und höchst interessant. So beschreibt der Roman nicht nur Walkers Lebensweg, sondern vermittelt auch einen interessanten Eindruck der Zeit und lässt tief in das amerikanische Selbstverständnis blicken. Spannend sind ... Während die grundlegende Story des Romans verwirrend klingt, erweist sich der Plot im Roman selbst als spannend und höchst interessant. So beschreibt der Roman nicht nur Walkers Lebensweg, sondern vermittelt auch einen interessanten Eindruck der Zeit und lässt tief in das amerikanische Selbstverständnis blicken. Spannend sind insbesondere die Figuren, deren Facettenreichtum nicht nur für zahllose Überraschungen sorgt, sondern einen großen Teil der Faszination des Romans ausmacht. So entwickeln sich die Charaktere unheimlich stark und sorgen dabei für viele Wendungen: Der großzügige Born, der zunächst zum sarkastischen Exzentriker und dann zum kaltblütigen Mörder wird; der schüchterne, unsichere Walker, der sich zum depressiven, aber sexgeilen Mann entwickelt oder die zurückhaltende Margot, die sich als selbstbewusste Verführerin präsentiert. Dabei bleibt die Entwicklung der Figuren trotz aller Wendungen jederzeit plausibel und nachvollziehbar. Ein beeindruckender Kniff ist aber auch die Erzählweise Austers: So ist der Roman mit verschiedenen zeitlichen Sprüngen und Rückblenden gespickt, so dass sich die Handlung des Romans über gute 40 Jahre hinzieht. Dabei enthalten diese Sprünge nicht nur wichtige Informationen über das Ende Walkers, sondern begründen seine Entwicklung auch psychologisch anschaulich. So zeigt sich, dass sein Leben sowohl durch die sexuelle Anziehungskraft seiner eigenen Schwester Gwyn, die zum Inzest führt, als auch den frühen Tod des kleinen Bruders und die dadurch entstandenen Schwierigkeiten im Elternhaus bestimmt worden ist. Diese verschiedenen Informationen und Eindrücke, die im Laufe des Romans vermittelt werden, fügen sich am Ende zu einem plausiblen Gesamtbild zusammen und sorgen so für eine klare Konzentration auf die Entwicklung Walkers. Hinzu kommt die Multiperspektivität, die in diesem Roman als postmodernes Element eingesetzt wird. So wird der Roman mal aus der Sicht Walkers, mal aus der Sicht eines alten Freundes von Walker geschildert. So liest dieser nicht nur stellvertretend für den Leser das erste Kapitel aus Walkers Autobiographie, sondern schreibt diese auf Basis von Walkers Notizen nach dessen Tod auch zu Ende. Diese verschiedenen Perspektiven sorgen für eine zusätzliche Variation des Bildes, das von den Figuren entsteht, da die einzelnen Elemente nur mosaikartig zum Vorschein kommen. Die zahllosen Erzählerkommentare bringen dabei zusätzliche Spannung in die Handlung. Der einzige wirkliche Schwachpunkt ist die Episode, wo Walker selbst nach Paris geht. So ist Walker zunächst scheinbar antriebslos in Paris, landet dann zufällig doch wieder mit Margot im Bett, will dann plötzlich doch Born für seinen Mord bestrafen, um schließlich fast mit Borns Stieftochter im Bett zu landen. Diese Passage ist als einzige nur ansatzweise plausibel und viel zu grob erzählt, um nachvollziehbar zu sein. Fazit: Alles in Allem ist Austers „Unsichtbar“ ein Roman, der ersten Güteklasse: Eine anspruchsvolle, intelligent gemachte Geschichte wird auf unterschiedlichste Art und Weise im Roman erzählt und präsentiert, bleibt dabei aber jederzeit spannend und glaubwürdig. Die höchst interessanten und facettenreichen Figuren sind dabei extrem faszinierend und fesseln auf diese Weise den Leser. Wer postmoderne Romane (wie auch andere Werke von Paul Auster wie Moon Palace) mag, wird auch mit diesem Roman glücklich werden. Wer hingegen weniger anspruchsvolle Unterhaltungsliteratur sucht, sollte sich einen Kauf gut überlegen.

Sex, Sex und dann auch noch Inzest
von einer Kundin/einem Kunden aus Bad Lippspringe am 23.03.2012
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Während die grundlegende Story des Romans verwirrend klingt, erweist sich der Plot im Roman selbst als spannend und höchst interessant. So beschreibt der Roman nicht nur Walkers Lebensweg, sondern vermittelt auch einen interessanten Eindruck der Zeit und lässt tief in das amerikanische Selbstverständnis blicken. Spannend sind i... Während die grundlegende Story des Romans verwirrend klingt, erweist sich der Plot im Roman selbst als spannend und höchst interessant. So beschreibt der Roman nicht nur Walkers Lebensweg, sondern vermittelt auch einen interessanten Eindruck der Zeit und lässt tief in das amerikanische Selbstverständnis blicken. Spannend sind insbesondere die Figuren, deren Facettenreichtum nicht nur für zahllose Überraschungen sorgt, sondern einen großen Teil der Faszination des Romans ausmacht. So entwickeln sich die Charaktere unheimlich stark und sorgen dabei für viele Wendungen: Der großzügige Born, der zunächst zum sarkastischen Exzentriker und dann zum kaltblütigen Mörder wird; der schüchterne, unsichere Walker, der sich zum depressiven, aber sexgeilen Mann entwickelt oder die zurückhaltende Margot, die sich als selbstbewusste Verführerin präsentiert. Dabei bleibt die Entwicklung der Figuren trotz aller Wendungen jederzeit plausibel und nachvollziehbar. Ein beeindruckender Kniff ist aber auch die Erzählweise Austers: So ist der Roman mit verschiedenen zeitlichen Sprüngen und Rückblenden gespickt, so dass sich die Handlung des Romans über gute 40 Jahre hinzieht. Dabei enthalten diese Sprünge nicht nur wichtige Informationen über das Ende Walkers, sondern begründen seine Entwicklung auch psychologisch anschaulich. So zeigt sich, dass sein Leben sowohl durch die sexuelle Anziehungskraft seiner eigenen Schwester Gwyn, die zum Inzest führt, als auch den frühen Tod des kleinen Bruders und die dadurch entstandenen Schwierigkeiten im Elternhaus bestimmt worden ist. Diese verschiedenen Informationen und Eindrücke, die im Laufe des Romans vermittelt werden, fügen sich am Ende zu einem plausiblen Gesamtbild zusammen und sorgen so für eine klare Konzentration auf die Entwicklung Walkers. Hinzu kommt die Multiperspektivität, die in diesem Roman als postmodernes Element eingesetzt wird. So wird der Roman mal aus der Sicht Walkers, mal aus der Sicht eines alten Freundes von Walker geschildert. So liest dieser nicht nur stellvertretend für den Leser das erste Kapitel aus Walkers Autobiographie, sondern schreibt diese auf Basis von Walkers Notizen nach dessen Tod auch zu Ende. Diese verschiedenen Perspektiven sorgen für eine zusätzliche Variation des Bildes, das von den Figuren entsteht, da die einzelnen Elemente nur mosaikartig zum Vorschein kommen. Die zahllosen Erzählerkommentare bringen dabei zusätzliche Spannung in die Handlung. Der einzige wirkliche Schwachpunkt ist die Episode, wo Walker selbst nach Paris geht. So ist Walker zunächst scheinbar antriebslos in Paris, landet dann zufällig doch wieder mit Margot im Bett, will dann plötzlich doch Born für seinen Mord bestrafen, um schließlich fast mit Borns Stieftochter im Bett zu landen. Diese Passage ist als einzige nur ansatzweise plausibel und viel zu grob erzählt, um nachvollziehbar zu sein. Fazit: Alles in Allem ist Austers „Unsichtbar“ ein Roman, der ersten Güteklasse: Eine anspruchsvolle, intelligent gemachte Geschichte wird auf unterschiedlichste Art und Weise im Roman erzählt und präsentiert, bleibt dabei aber jederzeit spannend und glaubwürdig. Die höchst interessanten und facettenreichen Figuren sind dabei extrem faszinierend und fesseln auf diese Weise den Leser. Wer postmoderne Romane (wie auch andere Werke von Paul Auster wie Moon Palace) mag, wird auch mit diesem Roman glücklich werden. Wer hingegen weniger anspruchsvolle Unterhaltungsliteratur sucht, sollte sich einen Kauf gut überlegen.

Geschichte in der Geschichte in der...
von Martin Gaiser aus Ulm am 18.11.2010

Was Auster kann, ist hinlänglich bekannt. Und dass er mit "Unsichtbar" nach einigen weniger beachteten Büchern wieder einen großartigen Roman geschrieben hat mit allen für sein Schreiben bezeichnenden Charakteristika, ist für seine Fans eine große Freude