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Mann im Dunkel

Roman

In meinem Kopf: Die Welt!

Der 72-jährige August Brill, ehemals Literatur-kritiker und Lebemann, liegt morgens um drei in einem dunklen Zimmer. Schlaflos, von seinen Erinnerungen und Phantasien getrieben, spinnt er sich eine Geschichte zusammen: Ein junger Mann erwacht in einem tiefen Erdloch. Schließlich befreit ihn ein Uniformierter und gibt ihm nebst einer geladenen Pistole den Auftrag, jenen alten Mann zu erschießen, dessen Kopf diese wundersam verkehrte Welt entspringt: ein Amerika im Krieg gegen sich selbst, ein Land, in dem der 11. September ein Tag ist wie jeder andere ...

«Ein kleines, turbulentes, erotisches Meisterwerk»
DIE ZEIT
Portrait
Paul Auster wurde 1947 in Newark, New Jersey, geboren. Er studierte Anglistik und vergleichende Literaturwissenschaften an der Columbia University und verbrachte nach dem Studium einige Jahre in Frankreich. International bekannt wurde er mit seinen Romanen Im Land der letzten Dinge und der New-York-Trilogie. Sein umfangreiches, vielfach preisgekröntes Werk umfasst neben zahlreichen Romanen auch Essays und Gedichte sowie Übersetzungen zeitgenössischer Lyrik.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 219
Erscheinungsdatum 01.04.2010
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-499-24830-6
Verlag Rowohlt Taschenbuch
Maße (L/B/H) 19,2/11,5/2 cm
Gewicht 186 g
Originaltitel Man In the Dark
Auflage 2. Auflage
Übersetzer Werner Schmitz
Verkaufsrang 93100
Buch (Taschenbuch)
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8,99
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220 Seiten vollgepackt mit Geschichten
von Xirxe aus Hannover am 08.04.2014

Nur eine Nacht umfasst die Rahmenhandlung dieses Buches, doch die Geschichten die darin erzählt werden, würden locker für eine ganze Woche ausreichen. August Brill, 72jähriger verwitweter Literaturkritiker, lebt seit einem Unfall der ihn zum Krüppel machte, bei seiner geschiedenen Tochter Miriam, die ebenso unglücklich ist wie ... Nur eine Nacht umfasst die Rahmenhandlung dieses Buches, doch die Geschichten die darin erzählt werden, würden locker für eine ganze Woche ausreichen. August Brill, 72jähriger verwitweter Literaturkritiker, lebt seit einem Unfall der ihn zum Krüppel machte, bei seiner geschiedenen Tochter Miriam, die ebenso unglücklich ist wie er. Zu den Beiden gesellt sich noch Augusts Enkelin Katya, Miriams Tochter, die sich die Schuld am Tod ihres Ex-Freundes gibt und deren Lebensenergie gerade noch dazu ausreicht, sich gemeinsam mit ihrem Großvater Filme anzuschauen. Wie in fast jeder Nacht kann Brill nicht schlafen und so beginnt er, sich eine Geschichte auszudenken um möglichen Erinnerungen (und ganz besonders einer bestimmten) aus dem Weg zu gehen. Owen Brick lebt mit seiner Frau ein normales kleines Leben bis er sich eines Morgens in einer Grube wiederfindet, gekleidet in eine Soldatenuniform. Nach und nach wird ihm klar, dass er sich in einer Parallelwelt befindet - aber noch immer in der gleichen Zeit und im gleichen Land. Dort herrscht ein Sezessionskrieg, der schon Tausende Menschen das Leben gekostet hat. Und Owen wurde dazu ausgewählt, diese Barbarei zu beenden. Doch dafür muss er einen Menschen töten... Wie schon erwähnt, ist dies nicht die einzige Geschichte des Buches. Brill schreckt immer wieder aus seiner Phantasie auf und verliert sich dann in Erinnerungen, in denen ebenfalls wieder Geschichten erzählt werden, die ohne weiteres die Grundlage für ein eigenes Buch sein könnten. Es sind traurige Erzählungen, die aber zumindest ein kleines bisschen Trost enthalten: die Frau deren Mann verschwand, sie aber immer liebte; der SS-Offizier der das junge Mädchen hoffnungslos liebte und ihr und ihrer Familie zur Flucht verhalf; Owen Brick, der ein Land von einem Krieg befreien soll - doch um welchen Preis? Und Brills Leben selbst, der sich nie verzeihen kann, was er seiner geliebten Sonja antat... Es ist das erste Buch von Auster, das ich gelesen habe und ich bin hin und weg. Nicht nur dass er gut erzählen kann, er ist auch in der Lage diesen an sich schon packenden Geschichten so viel Hintergründiges mitzugeben, dass man ständig zum Weiterdenken angeregt wird. Da führen die USA mal keinen Krieg gegen Dritte - und schon erheben sie die Waffen gegeneinander. Oder welche Aussagekraft Gegenstände in Filmen entwickeln können - beeindruckend. Soll ein Mensch einen anderen töten, um das Leben vieler anderer zu retten? Suchte ich nach einem Motto für dieses Buch, wäre es 'Das Leben ist enttäuschend...' - ein Satz der in einem der beschriebenen Filme fällt und vermutlich jeder der Personen in diesem Haus zugeschrieben werden könnte. Doch 'Und die wunderliche Welt dreht sich weiter' - ein Zitat von Rose Hawthorne, das am Ende des Buches auftaucht und (irgendwie allen) wieder Mut macht.

eine schöne Verwirrung
von Bianca Dobler aus Wien am 15.11.2011

Ein typischer Auster...man kann sich in den Personen verlieren und doch finden sich immmer irgendwo auch Punkte an denen man sich besser festhält hier ein Literaturkritiker, der in schlaflosen Nächten seinen eigenen Mord durch eine andere Person erdenkt sehr genial

Lesenswert!
von Christina Buß aus Dorsten am 26.09.2011

Eine Geschichte in der Geschichte- eine Welt in einer anderen Wirklichkeit, und dabei sind die Handlungsstränge so miteinander verwoben, dass man gut die Ebenen wechseln kann. Dabei sind die einzelnen Versatzstücke so inhaltsträchtig, ja jedes beansprucht für sich eine vollkommen andere Bühne: hier der alte Mann, der auf sein Le... Eine Geschichte in der Geschichte- eine Welt in einer anderen Wirklichkeit, und dabei sind die Handlungsstränge so miteinander verwoben, dass man gut die Ebenen wechseln kann. Dabei sind die einzelnen Versatzstücke so inhaltsträchtig, ja jedes beansprucht für sich eine vollkommen andere Bühne: hier der alte Mann, der auf sein Leben zurückblickt und sich beim nächtlichen Wachliegen diese Geschichte konstruiert: ein junger Mann befindet sich als Soldat in einem Amerika, das einen Krieg gegen sich selbst führt und der- jetzt kommt die Verknüpfung- diesen alten Mann erschießen soll, der jenen Krieg in seinem Kopf stattfinden lässt! Genial- auch sprachlich so lebendig, man galloppiert förmlich durch die Seiten. Der Schluß, in dem der alte Mann seiner Enkelin, ebenfalls durch schreckliche Erfahrungen am Schlaf gehindert, einen Einblick in sein Leben gewährt, ist so intim und so bewegend- und so schön!