Das Vermächtnis der Spione

Roman. Ausgezeichnet mit dem Deutschen Krimi-Preis (1. Platz) in der Kategorie International 2018

Ein George-Smiley-Roman 9

(48)

Das geniale Finale der Welterfolge "Der Spion, der aus der Kälte kam" und "Dame, König, As, Spion"

1961: An der Berliner Mauer sterben zwei Menschen, Alec Leamas, britischer Top-Spion, und seine Freundin Liz Gold.

2017: George Smileys ehemaliger Assistent Peter Guillam wird ins Innenministerium einbestellt. Die Kinder der Spione Alec Leamas und Elizabeth Gold drohen, die Regierung zu verklagen. Die Untersuchung wirft neue Fragen auf: Warum mussten die Agenten an der Berliner Mauer sterben? Hat der britische Geheimdienst sie zu leichtfertig geopfert? Halten die Motive von damals heute noch stand? In einem dichten und spannungsgeladenen Verhör rekonstruiert Peter Guillam, was kurz nach dem Mauerbau in Berlin passierte. Bis George Smiley die Szene betritt und das Geschehen in einem neuen Licht erscheint.

Der Spion, der aus der Kälte kam ... ist zurück - Der ultimative Roman über die dunklen Seiten der Geheimdienste

Portrait
John le Carré, 1931 geboren, studierte in Bern und Oxford. Er war Lehrer in Eton und arbeitete während des Kalten Kriegs kurze Zeit für den britischen Geheimdienst. Seit nunmehr über fünfzig Jahren ist das Schreiben sein Beruf. Er lebt in London und Cornwall.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 320
Erscheinungsdatum 13.10.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-550-05012-1
Verlag Ullstein Verlag
Maße (L/B/H) 22,1/14,1/3,8 cm
Gewicht 575 g
Originaltitel A Legacy of Spies
Übersetzer Peter Torberg
Buch (gebundene Ausgabe)
24,00
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
48 Bewertungen
Übersicht
17
15
10
5
1

Warum konnte Le Carré Alec Leamas und Liz Gold nicht in Frieden ruhen lassen?
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 12.03.2018
Bewertet: eBook (ePUB)

Jeder, der "Der Spion, der aus der Kälte kam“ oder auch die Figur „George Smiley“ nicht kennt, dürfte mit diesem Buch Verständnisprobleme haben. So gewinnt man keine neuen Leser. Mich hat der Autor das 1. und hoffentlich einzige Mal im negativsten Sinne fassungslos gemacht. Die Klappentextempfehlungen treffen auf... Jeder, der "Der Spion, der aus der Kälte kam“ oder auch die Figur „George Smiley“ nicht kennt, dürfte mit diesem Buch Verständnisprobleme haben. So gewinnt man keine neuen Leser. Mich hat der Autor das 1. und hoffentlich einzige Mal im negativsten Sinne fassungslos gemacht. Die Klappentextempfehlungen treffen auf alle vorangegangenen Bücher von Le Carré zu, nicht jedoch auf das im beworbenen „Vermächtnis…“ gebotene Sammelsurium, als da die schriftlichen und gedanklichen Rückblicke auf frühere Einsätze durch das Auge eines berenteten Agenten wären. Diese Rückblicke bestehen aus unerträglich zähflüssigen, sich wiederholenden alten Verhörprotokollen und den gedanklichen Erinnerungen des Agenten, die wiederum jeweils auf frühere Romane Bezug nehmen oder Teil eine neue Geschichte bilden. Was die Verhörprotokolle anlangt, kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass hier teilweise ehemals verworfene Versatzstücke aus alten Manuskripten benutzt wurden. Es ist mir unbegreiflich, daß ein Autor SEINEN eigenen und DEN einzigartigen Roman zum Kalten Krieg schlechthin, der ihm zu Weltruhm verholfen hat, nun über 50 Jahre später dazu missbraucht, den Ich-Erzähler eine ähnliche Liebesgeschichte wie Alec erleben zu lassen, Alec und Liz’ Kinder anzukündigen (treten nur marginal in Erscheinung), und Mundt nochmals morden zu lassen. Erwartbar, vorhersehbar, fade, einmal zuviel aufgewärmt... Was hat ihn nur geritten… Dieser Chaos-Planet bietet doch genügend anderen Erzählstoff.

Keine Ehrenmänner
von einer Kundin/einem Kunden aus Dresden am 28.01.2018
Bewertet: Hörbuch (CD)

Wer ist Mensch, wer ist Marionette? Eine Geheimaktion läuft aus dem Ruder. Wir tauchen in eine Welt voller Lug und Trug ein, in der man nie sicher weiß, wer hier die „Guten“ sind, welche Operation man wirklich gutheißen kann. Gut und böse, gerecht und richtig sind in diesem Roman... Wer ist Mensch, wer ist Marionette? Eine Geheimaktion läuft aus dem Ruder. Wir tauchen in eine Welt voller Lug und Trug ein, in der man nie sicher weiß, wer hier die „Guten“ sind, welche Operation man wirklich gutheißen kann. Gut und böse, gerecht und richtig sind in diesem Roman auch genau die Attribute, um die es gerade nicht geht. Ein befremdliches Milieu, in dem die Handlung spielt. Ein Ex-Spion erzählt frei von der Leber weg, wie er zum Geheimdienst kam und wie eben eines aus dem anderen folgte. Kein Unrechtsbewusstsein, keine Reue, keine Scham. Eine Person, der man zwar interessiert Gehör schenkt, die man aber eigentlich nicht kennen möchte. Der Leser bleibt auf Abstand, ohne sich aber von der Handlung zu entfernen. Der Sprecher besitzt eine eher hohe Stimme. Sehr deutliche Worte, dezent betont, zügig gesprochen. Ein beinahe Abhandeln. Aalglatt, nicht greifbar, nicht angreifbar. Einmal Spion, immer Spion. Regelrecht unbeteiligt schildert die Hauptfigur als Ich-Erzähler, was sich damals zutrug. So war das eben. Nichts ficht ihn an. Ein williger Handlanger und dennoch kein Überzeugungstäter. Undurchsichtig, verschlungen, nüchtern, sachlich, ganz wie in dieser Schattenwelt, von der man als „normaler“ Mensch ja nie tangiert wird, ist bisweilen auch der Handlungsfaden gestrickt. Konzentration und wirkliches Interesse sind beim Hören / Lesen gefragt, um wirklich zu durchschauen, welche Größenordnungen selbst kleinere Sachverhalte annehmen können.

Schwer reinzukommen
von einer Kundin/einem Kunden am 11.01.2018

Peter Guillam ist ehemaliger Spion und genießt seinen wohlverdienten Ruhestand, als er von der Zentrale nach England beordert wird. Die Nachfahren der während er Mission Windfall an der Berliner Mauer umgekommenen Alec Leamas und Elizabeth Gold verklagen die an... Peter Guillam ist ehemaliger Spion und genießt seinen wohlverdienten Ruhestand, als er von der Zentrale nach England beordert wird. Die Nachfahren der während er Mission Windfall an der Berliner Mauer umgekommenen Alec Leamas und Elizabeth Gold verklagen die an der Mission Beteiligten, u.a. auch Guillam. Dieser beteuert seine Unschuld und gibt Unwissenheit vor. Er wird damit beauftragt, die alten Akten und Berichte zu lesen, um sein Gedächtnis aufzufrischen. Der Leser wird somit mit auf die Reise in die Vergangenheit genommen. Eigentlich ein sehr interessanter Ansatz, doch ich fand es schwierig in die Handlung hinein zu kommen. Der teilweise sprunghafte Erzählstil und die vielen verschiedenen Decknamen, die verwendet werden, machen es schwer, der Handlung zu folgen. Zudem wirkt die Geschichte durch die zitierten Berichte recht trocken und emotionslos. Erst nach ca. zwei Drittel des Buches wurde ich langsam mit den Charakteren warm. Sie werden allmählich menschlicher, wenn sie ihre kalte Spion-Fassade ablegen und Gefühlsregungen zulassen. Man braucht also einen langen Atem bis man belohnt wird. Doch wenn man sich einmal an den Schreibstil gewöhnt hat, kommt man in den Lesefluss und taucht in eine vergangene Zeit ein, die so weit weg scheint und doch heute noch Einfluss hat.



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