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Der Distelfink

Ausgezeichnet mit dem Pulitzer-Preis 2014 und nominiert für den Women's Prize for Fiction 2014

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Klappenbroschur
gebundene Ausgabe
Es passiert, als Theo Decker dreizehn Jahre alt ist. An dem Tag, an dem er mit seiner Mutter ein New Yorker Museum besucht, verändert ein schreckliches Unglück sein Leben für immer. Er verliert sie unter tragischen Umständen und bleibt allein und auf sich gestellt zurück, sein Vater hat ihn schon lange im Stich gelassen. Theo versinkt in tiefer Trauer, die ihn lange nicht mehr loslässt. Auch das Gemälde, das seit dem fatalen Ereignis verbotenerweise in seinem Besitz ist und ihn an seine Mutter erinnert, kann ihm keinen Trost spenden. Ganz im Gegenteil: Mit jedem Jahr, das vergeht, kommt er immer weiter von seinem Weg ab und droht, in kriminelle Kreise abzurutschen. Und das Gemälde, das ihn auf merkwürdige Weise fasziniert, scheint ihn geradezu in eine Welt der Lügen und falschen Entscheidungen zu ziehen, in einen Sog, der ihn unaufhaltsam mit sich reißt ...

Rezension
Alex Dengler, Deutschlands führender Buchkritiker, denglers-buchkritik.de, 07.04.14
Donna Tartt gehört zu den Autorinnen, die gefühlt alle einhundert Jahre einen Roman schreiben. Aber wenn dann ein neuer erscheint, nun ihr dritter nach "Die geheime Geschichte" und "Der kleine Freund", dann ist es nicht weniger als ein geniales literarisches Meisterstück! Donna Tartt erzählt leidenschaftlich, bei ihr ist jede Beschreibung des kleinsten Gegenstands, jeder eigentlichen Unwichtigkeit, jedes kleinen und großen Gedankens etwas, das man in sich aufsaugt. Das über 1000 Seiten durchzuhalten, das ist die Kunst. Den Werdegang von Theo Decker nach dem Tod seiner Mutter ist beängstigend gut dargestellt. Man fühlt, leidet und freut sich mit ihm. "Der Distelfink" ist große literarische Erzählkunst.
Portrait

Donna Tartt wurde in Greenwood, Mississippi, geboren. Während ihres Studiums am Bennington College, Vermont, begann sie mit der Arbeit an ihrem ersten Roman "Die geheime Geschichte" und schrieb sich damit unter die wichtigsten zeitgenössischen Autorinnen Amerikas.

Ihr neuer Roman "Der Distelfink" belegte gleich Platz 1 der New York Times-Bestsellerliste. Donna Tartt lebt abwechselnd in Charlottesville/Virginia und Manhattan.

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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 1024
Erscheinungsdatum 10.03.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-31239-9
Verlag Goldmann
Maße (L/B/H) 22,1/14,7/5,5 cm
Gewicht 1004 g
Originaltitel The Goldfinch
Übersetzer Rainer F. Schmidt, Kristian Lutze
Buch (gebundene Ausgabe)
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24,99
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
72 Bewertungen
Übersicht
58
10
2
2
0

Wunderbar geschrieben
von einer Kundin/einem Kunden am 08.08.2019
Bewertet: Einband: Klappenbroschur

Kann man immer wieder lesen. Es ist so zart, so stark, so tief und atmosphärisch zugleich. Man erfährt außerdem viel über Kunst.

Detailverliebte Darstellung der Handlung, wobei überraschende Wendungen stetig für einen spannenden Verlauf des epischen Dramas sorgen
von einer Kundin/einem Kunden aus Köln am 11.05.2019
Bewertet: Einband: Klappenbroschur

Theodore Decker verliert im Alter von dreizehn Jahren seine Mutter bei einem Terroranschlag, als sie gemeinsam ein Museum in New York besuchen. Unter Schock nimmt Theo ein Gemälde mit, von dem seine Mutter sehr beeindruckt war: "Der Distelfink" von Carel Fabritius aus dem 17. Jahrhundert. Der Vater, ein notorischer Trinker, hatt... Theodore Decker verliert im Alter von dreizehn Jahren seine Mutter bei einem Terroranschlag, als sie gemeinsam ein Museum in New York besuchen. Unter Schock nimmt Theo ein Gemälde mit, von dem seine Mutter sehr beeindruckt war: "Der Distelfink" von Carel Fabritius aus dem 17. Jahrhundert. Der Vater, ein notorischer Trinker, hatte die Familie wenig zuvor verlassen, so dass Theo in New York alleine ist. Um eine Unterbringung durch die staatliche Fürsorge zu vermeiden, quartiert er sich bei einem Schulfreund und seiner wohlhabenden Familie ein, bis sein Vater plötzlich wieder aufschlägt und den Jungen mit nach Vegas nimmt. Dort gelangt der bisher vernünftige Schüler in falsche Kreise und kommt in Kontakt mit Drogen. Zwei Jahre später ist er zurück in New York und kann die Kleinkriminalität zunächst hinter sich lassen. Er lernt alte Möbel zu restaurieren und wird als Erwachsener Antiquitätenhändler. Aber auch in New York kann er die Finger nicht von den Opiaten lassen, veräußert nicht nur Antiquitäten, sondern auch Fälschungen und stößt immer wieder die Menschen vor den Kopf, die ihm wohlgesonnen sind. Begleitet wird Theo auf all seinen Stationen vom "Distelfink", auch wenn er - gerade als Jugendlicher - panische Angst hat, dass er wegen Kunstraubes belangt wird. Dennoch kann er das Gemälde einfach nicht zurückgeben, hatte jedoch nie die Absicht, sich damit zu bereichern. Der Roman erstreckt sich über mehrere Jahre und handelt überwiegend in New York. Er beschreibt die Entwicklung eines Jungen, der seine Mutter verliert, zu der er eine enge Verbindung hatte und in Erinnerung an sie, unerlaubt eine echte Kunstwerk an sich nimmt und aus Angst vor strafrechtlichen Konsequenzen nicht den Mut aufbringt, es rechtmäßig abzugeben. Dies wird allerdings nicht die einzige Fehlentscheidung in seinem Leben bleiben. Das Trauma seiner Kindheit hat Theo nie verarbeitet, betäubt sich mit Drogen, wird aber immer wieder von Angstzuständen eingeholt und hat eine niedrige Hemmschwelle in Bezug auf Betrügereien. Donna Tartt schreibt sehr detailliert, einzelne Ereignisse werden so ausufernd beschrieben, dass sie sich über unzählige Seiten erstrecken, auch wenn sie zeitlich nur einen winzigen Bruchteils des Romans ausmachen. Andererseits gibt es Zeitsprünge von mehreren Monaten oder Jahren, die dann nur rückblickend zusammengefasst werden. Trotz der Detailverliebtheit der Autorin ist das Buch nie ermüdend zu lesen. Die Schauplätze, an denen sich Theo aufhält oder die Wege, die er geht sind so anschaulich beschrieben, dass man sich selbst dorthin versetzt fühlt. Theos Entwicklung wirkt aufgrund seiner Erlebnisse und Erfahrungen sehr authentisch und auch seine Gefühlswelt, die oft traurig oder verwirrt ist, ist jederzeit verständlich. Man begleitet Theo als einsamen Teenager, der durch die äußeren Umstände fast unter die Räder gerät, in New York mit Unterstützung wieder auf den richtigen Weg gerät, dabei aber immer das verbotenerweise in seinem Besitz befindliche Gemälde mit sich herumschleppt, das mehr und mehr zur psychischen Belastung für ihn wird. Auch die Vergangenheit kann er nie ganz ausblenden, ist schreckhaft und geräuschempfindlich und entwickelt eine wahre Obsession in Bezug auf ein rothaariges Mädchen, das wie er den Terroranschlag überlebt hat. Auch wenn das Buch phasenweise etwas pointierter sein könnte, verfolgt man Theos Lebensweg, auf dem realistischerweise nicht immer viel passiert, gebannt, um zu erfahren, ob er sich am Ende von dem Gemälde befreien kann und glücklich werden wird. Durch Wendungen und Protagonisten, die Theo wiederholt begegnen, erhält der Roman immer wieder neuen Schwung und wird für eine nicht vorhersehbare Weiterentwicklung der Handlung gesorgt.

von einer Kundin/einem Kunden aus Saarbrücken am 28.12.2018
Bewertet: anderes Format

Sprachlich großartig geschrieben, tiefgründig und mit überraschenden Wendungen!


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