Marthas Widerstand

(42)

Im Zweifel gegen die Angeklagte.
Martha ist des Mordes angeklagt und sitzt in der ersten von sieben Zellen. Sieben Tage lang stimmt das gesamte Volk darüber ab, ob sie freigesprochen oder in eine kleinere Zelle verlegt wird. Die siebte und letzte Zelle ist klaustrophobisch klein, und genauso klein sind Marthas Chancen auf einen Freispruch. Denn die Umfragen zeigen, dass der Großteil der Bevölkerung sie sterben sehen will -
Doch was wäre, wenn Martha genau darauf spekuliert. Um dem Volk zu zeigen, dass es nicht in einer perfekten Demokratie lebt, sondern von den Machthabern perfide manipuliert wird? Ein Katz-und-Maus-Spiel beginnt, bei dem viel mehr als ein einzelnes Menschenleben auf dem Spiel steht ...
Spannende Mischung aus Thriller und Dystopie rund um ein packendes Gedankenspiel: Was wäre, wenn nur noch über Fernsehvotings Recht gesprochen würde?
Rezension
"Ein spannendes Konstrukt, das den Leser sofort gefangen nimmt." Goslarsche Zeitung, 18.05.2017 "Drewerys Roman ist ein lohnenswertes Gedankenexperiment" Tatjana Stegmann, Die Rheinpfalz, 05.05.2017 "Beklemmend, unfassbar spannend und nicht nur für Jugendliche absolut lesenswert!" Buchkultur, Juli 2017
Portrait

Kerry Drewery ist Autorin für Kinder- und Jugendbücher. Zelle 7 ist der erste ihrer Titel, der auf Deutsch übersetzt wird. Die Geschichte über ein Justizsystem, das ad absurdum geführt wurde und eine Gesellschaft, in der eine Fernsehshow über die Urteile für Straftäter entscheidet, wird in einem zweiten Band (Seven Days) fortgesetzt, der voraussichtlich 2018 ebenfalls im ONE-Programm erscheint.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 448
Altersempfehlung 14 - 99
Erscheinungsdatum 16.03.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8466-0043-6
Verlag Lübbe
Maße (L/B/H) 221/152/43 mm
Gewicht 700
Originaltitel Cell 7
Auflage 2. Auflage 2017
Illustratoren Sabine Bhose
Übersetzer Sabine Bhose
Buch (gebundene Ausgabe)
16,00
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
42 Bewertungen
Übersicht
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Bist du bereit, für ein Versprechen dein Leben zu geben?
von einer Kundin/einem Kunden aus Leverkusen am 06.01.2018

Dystopie Marthas Widerstand von Kerry Drewery erschienen am 16.03.2017 im One Verlag, geb. Ausgabe 448 Seiten Martha hat einen Mann umgebracht. Das Volk darf darüber entscheiden, ob sie hingerichtet wird oder nicht. Sieben Tage lang durchläuft sie verschiedene Zellen. Jede Zelle beinhaltet individuelle psychologische Foltermethoden. Ein voyeuristischer Wettlauf gegen... Dystopie Marthas Widerstand von Kerry Drewery erschienen am 16.03.2017 im One Verlag, geb. Ausgabe 448 Seiten Martha hat einen Mann umgebracht. Das Volk darf darüber entscheiden, ob sie hingerichtet wird oder nicht. Sieben Tage lang durchläuft sie verschiedene Zellen. Jede Zelle beinhaltet individuelle psychologische Foltermethoden. Ein voyeuristischer Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Die Autorin erzählt den Plot flüssig aus abwechselnder Sicht der verschiedenen Protagonisten. Dies lässt gerade zum Ende hin den Spannungsbogen enorm ansteigen. Martha ist ein sechzehnjähriger Teenager, Waise und lebt in den sog. Kratzern der niederen Schicht. Seit dem Tod ihrer Mutter muss sie sich alleine durchkämpfen, was sie auch gut bewerkstelligt. Lediglich zu ihrer Nachbarin unterhält sie ein sehr enges Verhältnis. Nach ihrem Schuldeingeständnis muss sie ihre Stärke enorm unter Beweis stellen. Psychologischen Beistand erhält sie von Eve Stanton, die ihrerseits gleichermaßen etwas zu verarbeiten hat. Geschickt werden Gegenwart und Vergangenheit miteinander verknüpft und zum Ende erfährt der Leser, was es mit dem wahren Grund des Mordes auf sich hat. Fazit: Eine partiell überaus glaubwürdige Dystopie. Die Autorin verdeutlicht sehr stark den Klassenunterschied der Menschen und wie wichtig es ist, Geld und die richtigen Verbindungen zu haben, um ein sorgloses Leben zu führen. Weiterhin wird der Voyeurismus der Menschheit gut herausgearbeitet. Wenn man für eine Hinrichtung bezahlt, möchte man sie auch sehen, selbst wenn der Beteiligte unschuldig ist. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung mit fünf Sternen.

Eine spannende und fesselnde Geschichte
von einer Kundin/einem Kunden am 21.11.2017

Inhalt: Martha wurde des Mordes an Jackson Paige beschuldigt. Mit einer Waffe in der Hand wurde sie vor der Leiche des vom Volk geliebten Wohltäters vorgefunden. Auch hat sie die Tat umgehend gestanden. Sieben Tage wird Martha nun in sechs verschiedenen Zellen verbringen, bis sie letztlich in der Todeszelle... Inhalt: Martha wurde des Mordes an Jackson Paige beschuldigt. Mit einer Waffe in der Hand wurde sie vor der Leiche des vom Volk geliebten Wohltäters vorgefunden. Auch hat sie die Tat umgehend gestanden. Sieben Tage wird Martha nun in sechs verschiedenen Zellen verbringen, bis sie letztlich in der Todeszelle Nummer sieben auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet werden soll. In der Fernsehshow „Death is Justice“ wird jeden Abend über diesen Fall gesprochen. Das Publikum wird nach einer ausgiebigen Analyse aufgefordert per SMS, Internetvoting oder Telefonanruf abzustimmen, ob Martha leben oder sterben soll. Dieses „demokratische Urteil“ soll über Schuld oder Unschuld der Verurteilten entscheiden. Nur wenige stellen sich die Frage, ob das Mädchen nicht vielleicht doch unschuldig sein könnte. Schreibstil: In Marthas Widerstand findet sich der Leser in einem zukunftsorientierten Szenario wieder. Gerichte, nebst Richter wurden abgeschafft, auch eine Beweiserhebung wird in einem Strafverfahren nicht mehr als notwendig erachtet. Stattdessen soll das Volk per Voting darüber bestimmen, ob ein Verurteilter für die ihm vorgeworfene Tat hingerichtet oder doch freigesprochen werden soll. Als Hilfestellung dient dem Bürger hierbei ein Livestream, den er per Zusatzkosten mieten und bei dem er täglich einen Blick in die Zelle des Verurteilten werfen kann. Außerdem wird in der Fernsehsendung „Death is Justice“ ausgiebig über den aktuellen Fall gesprochen. Hierzu werden Verwandte des Opfers, Zeugen oder aber sonstige Studiogäste, wie in Marthas Fall ein ehemaliger Richter oder aber auch der Reporter, der mit dem Fall betraut ist, geladen und von den Moderatoren der Fernsehsendung interviewt. Leichtere Fälle werden in einer weiteren Fernsehshow abgehandelt, bei der eine Jury von fünf ausgewählten Personen mittels Buzzer eine Entscheidung über die Verurteilung trifft. Dieses neue System wird als sehr demokratisch und somit gerecht empfunden. Nur erfährt man anhand von Marthas Geschichte nach und nach von den Nachteilen, die das Verfahren mit sich bringt und gerade die ärmeren Teile der Gesellschaft des Landes benachteiligt, die sich zum Beispiel ständige Anrufe für das Voting oder ein Abonnement des Livestreams nicht leisten können. Gerade der Voyeurismus, aber auch die reißerische Präsentation der Moderatoren ist es, die die Spannung beim Volk schürt und die für Unterhaltung sorgt. Das Gefühl live dabei zu sein und einmal Richter spielen zu dürfen, verschafft der Fernsehshow zudem gute Einschaltquoten. Martha wechselt jeden Tag ihre Zelle. Nach und nach stellt sich heraus, dass verschiedene Methoden eingesetzt wurden, um die Inhaftierten der Zelle zu foltern. Diese Methoden sind nicht offensichtlich und erschließen sich für den vor dem Monitor sitzenden Zuschauer nicht. Auch Kontakt zur Außenwelt, ist Martha strengstens untersagt. Lediglich die Psychologin Eve darf gelegentlich die Zelle besuchen und mit der Verurteilten sprechen. Dieses Gespräche werden nicht von den Kameras in dem Todestrakt aufgezeichnet. Der Leser, der das Geschehen sowohl aus der Perspektive der Protagonistin als auch der Psychologin verfolgen darf, wird nach und nach Zeuge von einem sehr maroden neuen Rechtssystem und von Korruption. Neben den Perspektiven der Psychologin Eve und der Inhaftierten Protagonistin liefern einige Kapitel einen Einblick direkt in die Fernsehsendung "Death or Justice". Diese Kapitel sind wie ein Interview aufgebaut. Der Leser verfolgt die Diskussion der Moderatoren und ihrer Gäste. Außerdem wird beschrieben, was der Zuschauer auf seinem Fernseher sieht (zum Beispiel das Logo der Serie). Dieser Schreibstil ist ungewohnt, aber zugleich auch sehr innovativ. Fazit: Das Prinzip Brot und Spiele, das schon im alten Rom erfunden wurde, ist hier tragend, wie in „Hunger Games“ oder ,„Running Man“. Gemeint ist die Tatsache, dass eine Bevölkerung durch öffentlichen Veranstaltungen bei Laune gehalten wird. Mehr ist in Marthas Widerstand aber nicht klar. Schon auf den ersten Seiten stellen sich dem Leser einige Fragen. Ziemlich schnell wird die Neugierde auf Marthas Geschichte geweckt. Warum hat das Mädchen eine Waffe auf den geliebten Wohltäter ihrer Wohnsiedlung gerichtet? Ist sie wirklich so schuldig, wie es alle denken? Das dystopische Rechtssystem in Verbindung mit einer reißerischen Fernsehshow führt zu einer allgemeinen „Theatralisierung des Lebens“. Bald schon wird klar, dass nicht alles so demokratisch und gerecht erscheint, wie es die Moderatoren den Bürgern glaubhaft machen wollen. Spannung wird hier durch das zeitliche Limit geschaffen, das Martha und ihren Freunden gesetzt ist, um eine eventuelle Unschuld zu beweisen. Aber auch das Geheimnis, welches das Mädchen wahrt, schürt die Neugierde. Marthas Widerstand ist ein spannendes und sehr fesselndes Jugendbuch, das zum Nachdenken anregt.

Ein Katz-und-Maus-Spiel beginnt...
von Eileen Bales am 01.10.2017

Dieses Buch hat mir außerordentlich gut gefallen, ganz besonders diese außergewöhnliche Thematik, die verarbeitet wurde. Wie stark werden wir von den Medien und der Berichtserstattung vorsätzlich beeinflusst? Und gibt es überhaupt eine gerechte Judikative? Viele interessante Frage werden erörtert und manchmal hätte ich den Menschen im Buch gerne... Dieses Buch hat mir außerordentlich gut gefallen, ganz besonders diese außergewöhnliche Thematik, die verarbeitet wurde. Wie stark werden wir von den Medien und der Berichtserstattung vorsätzlich beeinflusst? Und gibt es überhaupt eine gerechte Judikative? Viele interessante Frage werden erörtert und manchmal hätte ich den Menschen im Buch gerne die Augen geöffnet und angeschrien, dass sie endlich ihre Augen öffnen sollen! Martha und Co. waren mir sehr sympathisch und auch ihre Logik fand ich sehr ausgeklügelt und weitblickend. Ich mag es, wenn ich Charaktere habe, die nicht nur egoistisch an sich selber denken, sondern auch an die Zukunft und Pläne schmieden, die einem erst mit und mit klar werden. Die Handlung fand ich sehr spannend und sehr gut geschrieben. Die Einteilung nach Zellen fand ich ebenfalls sehr gut gelöst und es hat mir Spaß gemacht, mehr über Martha zu erfahren und zu sehen, welche Problematik und Ungerechtigkeiten diese Form von Rechtsprechung aufwirft. Insgesamt habe ich nichts zu meckern und das Buch hat mir sehr gut gefallen. Nur das Ende war für meinen Geschmack in ein paar Details zu offen und ich hätte mir gewünscht, noch ein wenig mehr zu erfahren.


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