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Herztier

Roman. Ausgezeichnet mit dem International IMPAC Dublin Literary Award 1998

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Herta Müllers zweiter Roman »Herztier«, 1994 erstmals erschienen, zeichnet ein unvergessliches Bild eines totalitären, menschenfeindlichen Staates und den elementaren Gefühlen seiner Bewohner: allgegenwärtige Angst und rauschhafte Liebe, gefährdete Freundschaft und schwarzer Hass. Zugleich entsteht unter den Augen des Lesers ein Sprachkunstwerk von ganz eigener Poesie und Schönheit – metaphernreiche, magische Prosa. Spätestens mit diesem Roman wurde Herta Müller zu einer der bedeutendsten und eigentümlichsten Autorinnen der deutsprachigen Literatur und in ihr eine absolut unverwechselbare und originelle Stimme.
Portrait
Herta Müller wurde 1953 in einem deutschsprachigen Dorf im Banat/Rumänien geboren. Nach einem Publikationsverbot und Repressionen durch den Geheimdienst Securitate konnte sie 1987 nach Berlin ausreisen, wo sie auch heute lebt. Zu ihren bekanntesten Werken gehören die Romane ›Atemschaukel‹ und ›Der Fuchs war damals schon der Jäger‹, die Prosabände ›Niederungen‹ und ›Der Mensch ist ein großer Fasan auf der Welt‹, der Essayband ›Der König verneigt sich und tötet‹. Für ihren Roman ›Herztier‹ wurde sie 1998 mit dem Impac Dublin Literary Award ausgezeichnet, dem weltweit höchstdotierten Literaturpreis für ein einzelnes Werk. Nach zahlreichen weiteren Ehrungen erhielt sie 2009 den Nobelpreis für Literatur.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 256
Erscheinungsdatum 01.08.2007
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-596-17537-6
Verlag Fischer Taschenbuch Verlag
Maße (L/B/H) 19,3/12,6/2 cm
Gewicht 198 g
Auflage 7
Verkaufsrang 2899
Buch (Taschenbuch)
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Kundenbewertungen

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"Freunde kommen nicht in Frage...
von einer Kundin/einem Kunden aus Paderborn am 01.11.2009

... denk an seriösere Dinge", heißt es mit versteckter Kälte in dem Gedicht von Gellu Naum, das dem Roman voransteht. Wegen dieses Gedichts werden Edgar, Kurt und Georg das erste Mal verhört. "Kurt musste den Mund öffnen, und der Hauptmann stopfte ihm das Blatt hinein. Kurt musste das Gedicht essen." Wer wissen will, wie sich d... ... denk an seriösere Dinge", heißt es mit versteckter Kälte in dem Gedicht von Gellu Naum, das dem Roman voransteht. Wegen dieses Gedichts werden Edgar, Kurt und Georg das erste Mal verhört. "Kurt musste den Mund öffnen, und der Hauptmann stopfte ihm das Blatt hinein. Kurt musste das Gedicht essen." Wer wissen will, wie sich das Leben unter der Diktatur in Rumänien anfühlte, kann es hier, in diesem kühlen, poetischen Roman erfahren. Und das Herztier? "Aus jedem Mund kroch der Atem in die kalte Luft. Vor unseren Gesichtern zog ein Rudel fliehender Tiere. Ich sagte zu Georg: Schau, dein Herztier zieht aus."

Faszinierendes Zeitbild
von Dr. Christian Rößner aus Göttingen am 18.10.2009

Im Mittelpunkt der Handlung von „Herztier“ – Herta Müllers bekanntesten Roman nach „Atemschaukel“ - steht die Erzählerin, die sich an ihr Leben an der Universität und an ihre Arbeit als Übersetzerin erinnert. Sie zählt zur deutschsprachigen Minderheit in Rumänien der 70er und 80er Jahre, die unter den Repressalien des Ceausescu... Im Mittelpunkt der Handlung von „Herztier“ – Herta Müllers bekanntesten Roman nach „Atemschaukel“ - steht die Erzählerin, die sich an ihr Leben an der Universität und an ihre Arbeit als Übersetzerin erinnert. Sie zählt zur deutschsprachigen Minderheit in Rumänien der 70er und 80er Jahre, die unter den Repressalien des Ceausescu-Regimes leidet, und wohnt mit ihrer Freundin Lola im Studentenwohnheim. Lola kam für das Studium aus dem Süden Rumäniens, wollte der alltäglichen Not des verarmten Landes entfliehen und wird eines Tages erhängt aufgefunden. War es Selbstmord oder Mord durch die allgegenwärtige Geheimpolizei, die den deutschstämmigen intellektuellen Rumänen sehr kritisch gegenübersteht? Die Freunde der Erzählerin wollen die Wahrheit herauszufinden, scheitern aber an den unmenschlichen Verhältnissen und werden zur Auswanderung gezwungen. Doch auch in der Fremde holt die Vergangenheit die Erzählerin immer wieder ein. Herta Müller erzählt von materieller Not, Migration und Heimatlosigkeit, den Verlust von Identität und Vertrauen in Freundschaft und Partnerschaft. Große Teile dieses Romans sind autobiographisch verbürgt, was die bedrückende und sehr poetische Erzählung noch faszinierender macht.


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