Bahnwärter Thiel

Zwei Erzählungen

Gerhart Hauptmann

(61)
Buch (Taschenbuch)
Buch (Taschenbuch)
9,90
9,90
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
Lieferbar in 2 - 3 Tagen Versandkostenfrei
Lieferbar in 2 - 3 Tagen
Versandkostenfrei

Weitere Formate

Taschenbuch

ab 1,90 €

Accordion öffnen

gebundene Ausgabe

ab 3,95 €

Accordion öffnen

eBook

ab 0,49 €

Accordion öffnen

Hörbuch

ab 5,99 €

Accordion öffnen

Leporello

9,95 €

Accordion öffnen

Beschreibung

Pflichtbewusst versieht der Bahnwärter Thiel seinen Dienst an der Eisenbahnstrecke von Berlin nach Frankfurt an der Oder. Doch sein Leben ist von Unglück und Halluzinationen überschattet: Minna, seine über alles geliebte Frau, ist früh verstorben; Tobias, ihr gemeinsames Kind, wird von seiner neuen Frau Lene zugunsten ihres eigenen Kindes mit Thiel vernachlässigt. Schließlich kommt es zur Katastrophe: Der unbeaufsichtigte Tobias wird von einem Schnellzug überrollt; Thiel bricht zusammen und begeht rasend vor Hass ein unbegreifliches Verbrechen. - Daneben enthält der Band noch die 1890 erschienene Erzählung »Der Apostel«, in der es um eine religiöse Wahnvorstellung geht.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 76
Erscheinungsdatum 26.02.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-95455-943-5
Verlag Dearbooks
Maße (L/B/H) 19/12/0,5 cm
Gewicht 91 g

Kundenbewertungen

Durchschnitt
61 Bewertungen
Übersicht
36
21
2
2
0

Gut wie gewohnt von Reclam
von einer Kundin/einem Kunden aus Leobendorf am 15.01.2021
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Gefällt mir gut, so wie man es vom Verlag gewohnt ist

Ein Buch, über das man sprechen kann und möchte!
von einer Kundin/einem Kunden aus Willich am 01.11.2020
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Während die ersten Seiten noch etwas anstrengend waren (sehr typischer Schreibstil für den bürgerlichen Realismus), habe ich mich dann doch schnell daran gewöhnt und die Detailverliebtheit schätzen gelernt. Ich habe mich auch in den ehrlichen und wertenden Ton (voller Menschenkenntnis) des Autors verliebt. Das Schicksal der Pr... Während die ersten Seiten noch etwas anstrengend waren (sehr typischer Schreibstil für den bürgerlichen Realismus), habe ich mich dann doch schnell daran gewöhnt und die Detailverliebtheit schätzen gelernt. Ich habe mich auch in den ehrlichen und wertenden Ton (voller Menschenkenntnis) des Autors verliebt. Das Schicksal der Protagonistin Effi ist kein Geheimnis und daraus macht auch der Erzähler, der sich meistens ziemlich neutral gibt, keinen Hehl. Doch ich bin über ein oder zwei Stellen gestolpert, in denen er sich als Erzähler zu erkennen gibt und menschliche Züge, Konturen annimmt. So schnell verschwindet er aber auch danach wieder und versteckt sich mit seiner vermeintlichen Personalität hinter Effi. Nur manchmal habe ich gemerkt, dass er mehr weiß als er vorgibt. Zwischendurch ist er tatsächlich dort, wo Effi nicht ist. Effi ist eine wirklich bemerkenswerte und interessante Person. Wäre sie das nicht, wäre wohl auch die Roman-Idee dahin. Aber zum Glück ist sie so vielseitig wie sich hier zeigt: Warmherzig, intelligent, quirlig. Und auch von Fehlern kann sie sich nicht lossagen, was sie umso sympathischer macht: Eitel, verwöhnt, direkt und schlagfertig verströmt sie ihren ganz eigenen Charme! Und gerade durch Effi und die schönen Dialoge, weil sie so menschlich sind, konnte mich das Buch auf viele verschiedenen Arten berühren: Mich schmunzeln, grübeln oder lächeln lassen. Manchmal hat es mich wegen der großen Realitätsnähe und dem, was passiert ist, auch traurig gestimmt. Und tatsächlich lief mir hin und wieder auch ein Schauer über den Rücken: Wie schon erwähnt ist dieser Roman in manchen Beziehungen Vorzeigeexemplar für die Epoche des Realismus: So auch für das Verfahren der Verklärung. Spukt es in dem Haus? Gibt es Geister der Vergangenheit? Will ihr Mann Effi das Fürchten lehren? Und was hat es mit den Chinesen auf sich? Tja, die Chinesen... Da war ich etwas aus dem Konzept gebracht. So offensichtlicher Rassismus, dachte ich im ersten Moment. Und ja, das ist es auf jeden Fall. Auf der anderen Seite muss die Zeit bedacht werden und der begrenzte Bewegungsradius der Figuren in diesem Buch. Was der Realist nicht kennt, dem traut er nicht... Ganz ehrlich, ich musste schon darüber schmunzeln. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Fontane das nicht ironisch gemeint hat, aber dafür weiß ich zu wenig über ihn. Auf jeden Fall finde ich, dass das Werk zurecht in den Deutschunterricht gehört, da an ihm viele literarische Phänomene, aber auch zeitgenössische Sitten, diskutiert werden können. Ich denke aber, dass man den Chinesen nicht so stehen lassen kann!

Man fängt zu lesen an und kann nicht mehr aufhören!
von einer Kundin/einem Kunden aus Graz am 03.03.2019
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Mich hat dieses Buch begeistert und ich kann es nur weiter empfehlen.

  • Artikelbild-0