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Der Alpdruck

Roman

Hans Fallada bei Null Papier

Es ist die Zeit zwischen Krieg und Frieden: April 1945; der Untergang hat stattgefunden - Deutschland liegt am Boden. Die Gräueltaten der Nazis werden vielen erst jetzt bewusst. Die deutsche Bevölkerung ahnt, was auf sie zukommen mag.
In den Köpfen und Herzen und Träumen der Menschen geht der Krieg unvermittelt weiter. Der Schriftsteller Doll kann sich von den Schrecken der Bombennächte nicht lösen. Um seine Mitschuld wissend, versucht er die Russen willkommen zu heißen. Doch diese machen keine Unterschiede zwischen den Deutschen.
Die Handlung weißt nur allzu leicht erkennbare Parallelen mit dem Schicksal Falladas nach dem Kriege auf. Auch er ahnte die sich aufzeichnende Bürde der Schuld.
Null Papier Verlag
Portrait
Hans Fallada (21. Juli 1893-5. Februar 1947), eigentlich Rudolf Wilhelm Friedrich Ditzen, war ein deutscher Schriftsteller. Sein nüchterner, objektiver Stil, in dem er seine fiktionalen Berichte über meist scheiternde Gestalten verfasste, macht ihn zu einem der wichtigsten Vertreter der "Neuen Sachlichkeit".
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Beschreibung

Produktdetails

Format PDF i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 267 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 31.05.2019
Sprache Deutsch
EAN 9783962813550
Verlag Null Papier Verlag
Dateigröße 1719 KB
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Apathie der Nachkriegszeit
von NiWa am 30.05.2015
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Deutschland nach dem Krieg. Das Land liegt in Trümmern, die Alliierten werden erwartet und der Albtraum des 2. Weltkriegs neigt sich dem Ende zu. Der Schriftsteller Doll und seine junge Frau sehen dem Kriegsende mit Zuversicht entgegen. Endlich naht die Rettung aus der Ungewissheit und man wagt wieder auf eine Zukunft zu hoff... Deutschland nach dem Krieg. Das Land liegt in Trümmern, die Alliierten werden erwartet und der Albtraum des 2. Weltkriegs neigt sich dem Ende zu. Der Schriftsteller Doll und seine junge Frau sehen dem Kriegsende mit Zuversicht entgegen. Endlich naht die Rettung aus der Ungewissheit und man wagt wieder auf eine Zukunft zu hoffen. Aber die Schatten des Krieges sind mit dessen Ende bei Weitem nicht überwunden. Stellvertretend für ein ganzes Volk erlebt das Ehepaar Doll einen alptraumhaften Gemütszustand aus Apathie, depressiver Stimmung und seltenen Hoffnungsschimmern, mit denen jeder auf seine eigene Weise umzugehen hat. Mangelnde Perspektiven im zertrümmerten Berlin, die unsagbare Selbstsucht, die dem Selbsterhaltungstrieb entstammt und die niederschmetternde Realität des Alltags lassen sich manchmal nur durch Morphium ertragen, bis man vielleicht doch den Schritt zur endgültigen Lösung wagt. Falladas zeitnah geschriebener Roman zeigt ein depressives Abbild der Monate nach dem Krieg. Teilweise verschwommen, schildert er, aus Sicht Dr. Dolls, diesen unfassbaren Gemütszustand, der sich gemeinsam mit seiner jungen Frau mehr schlecht als recht über Wasser halten kann. Der Autor schafft eine furchteinflössende authentische Atmosphäre, die auf den Leser übergeht, und welche die nicht enden wollenden Grauen des Krieges erahnen lässt. Meiner Meinung nach handelt es sich um ein alptraumhaftes, verworrenes Zeitdokument, das die Apathie der Nachkriegsmonate eindrucksvoll in die Gegenwart transportiert und uns damit den Nachhall dieser unvorstellbaren Kriegsjahre vor Augen führt.