Amerigo

Die Geschichte eines historischen Irrtums

Große Klassiker zum kleinen Preis Band 205

Stefan Zweig

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Beschreibung

Stefan Zweig erzählt in dieser Biographie die Geschichte von Amerigo Vespucci, der uns durch seine Reisen über den Atlantik als Namensgeber Amerikas bekannt wurde.

Die Neue Welt war bereits entdeckt, als der Seefahrer Amerigo Vespucci sie näher erkundete. Und doch wurde der vierte Kontinent ihm zu Ehren »Amerika« genannt. Ausgedacht hat sich das ein aus dem Schwarzwald stammender Kartograf, ein gewisser Martin Waldseemüller.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 128
Erscheinungsdatum 31.01.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7306-0604-9
Verlag Anaconda Verlag
Maße (L/B/H) 19,3/12,6/1,7 cm
Gewicht 193 g
Verkaufsrang 67767

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Kundenbewertungen

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Nehmen Sie sich die Zeit!
von einer Kundin/einem Kunden aus Pulheim am 31.03.2019
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Zweigs Schreibstil wirkt auf mich aus der Zeit gefallen, umständlich und vielleicht auch ein wenig verschwurbelt. Es dauerte ein Weilchen und ich musste mir die Zeit nehmen und geduldig jeden einzelnen Satz bewusst und vielleicht auch mehrfach lesen. Ein Zeit sparendes Überfliegen des Textes reicht keinesfalls, um den Inhalt zu ... Zweigs Schreibstil wirkt auf mich aus der Zeit gefallen, umständlich und vielleicht auch ein wenig verschwurbelt. Es dauerte ein Weilchen und ich musste mir die Zeit nehmen und geduldig jeden einzelnen Satz bewusst und vielleicht auch mehrfach lesen. Ein Zeit sparendes Überfliegen des Textes reicht keinesfalls, um den Inhalt zu erfassen. Nachdem ich mich darauf eingelassen hatte habe ich großes Vergnügen an seinem Buch gefunden und sehr viel Hintergrundwissen zu Amerigo Vespucci, seiner Zeit und den Umständen der Benennung des neu entdeckten Kontinents erfahren. Es lohnt sich, sich für das Buch Zeit zu nehmen und es in Ruhe mit einer Tasse Kaffee oder Tee im Lehnstuhl am Kamin zu genießen.

Fragment!
von Zitronenblau am 25.04.2008
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Eine typische Schrift von Stefan Zweig. Sehr pittoresk und einfühlsam biographiert er das Leben des großen, französischen Philosophen Montaigne aus dem 16. Jahrhundert. Der Mann aus dem Turm war ein Jäger nach Freiheit, ein Selbsversuch und heraus kam ein Konvolut, das er schlicht "Die Essais" nannte. Damit begründete der Denker... Eine typische Schrift von Stefan Zweig. Sehr pittoresk und einfühlsam biographiert er das Leben des großen, französischen Philosophen Montaigne aus dem 16. Jahrhundert. Der Mann aus dem Turm war ein Jäger nach Freiheit, ein Selbsversuch und heraus kam ein Konvolut, das er schlicht "Die Essais" nannte. Damit begründete der Denker nicht nur die Essayistik, sondern schuf eine philosophische Perle, die bis heute stark reflektiert wird und zum Lesen einlädt. Zweig konnte diese Biographie nicht abschließen. Sie bleibt fragmentarisch. Der Lesefluss wird daher häufig an einigen Punkten unterbrochen. Trotzdem alles in allem empfehlenswert für eine Einführung zu Montaignes Leben.

Wie Amerika zu seinem Namen kam
von Mandurah aus Wunstorf am 29.12.2007
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Amerigo Vespucci war sowohl Kaufmann als auch Navigator und Seefahrer, zudem stand er im Dienst der mächtigen Medici – zum Namensgeber des Kontinents avanchierte er jedoch dank einer Kette schier unglaublicher Irrungen und Wirrungen, die Stefan Zweig hier in einer weiteren überaus gelungenen historischen Miniatur ausführt. Ob... Amerigo Vespucci war sowohl Kaufmann als auch Navigator und Seefahrer, zudem stand er im Dienst der mächtigen Medici – zum Namensgeber des Kontinents avanchierte er jedoch dank einer Kette schier unglaublicher Irrungen und Wirrungen, die Stefan Zweig hier in einer weiteren überaus gelungenen historischen Miniatur ausführt. Obschon Vespucci einer angesehenen florentinischen Familie entstammte, war er gewiss kein einflussreicher Mann. Entsandten ihn die Medici zunächst als Schiffsausrüster nach Spanien, wurde ihm bald dank seines eigenen Engagements und durch Einflussnahme seines Dienstherrn aufgetragen, die entlegenen Winkel Südamerikas nach lohnenden Gütern zu erkunden. Im Gegensatz zu Kolumbus, der stets meinte einen neuen Seeweg nach Indien entdeckt zu haben, erkannte Vespucci dabei rasch, dass es sich um einen eigenen Kontinent handelte – auch wenn niemandem damals die Abmessungen klar waren. Seine Schriften führten dazu, dass der 27jährige deutsche Provinzgeograph Martin Waldseemüller in seinem Werk „Cosmographiae Introductio“ im Jahre 1507 den Vorschlag machte, den Kontinent doch nach seinem wahren Entdecker zu benennen: „Heute sind diese Teile der Erde (Europa, Afrika und Asien) bereits vollkommen erforscht und ein vierter Weltteil von Amerigo Vespucci entdeckt. Und da Europa und Asien weibliche Namen empfangen haben, sehe ich keinen Einwand, diese neue Region nicht Amerigo, das Land Amerigos oder America nach dem weisen Mann zu nennen, der es entdeckt hat.“ Gleichzeitig druckte Waldseemüller diesen Namen neben den entsprechenden Absatz und trug ihn in der dem Werk beigelegten Weltkarte entsprechend ein. Wenn auch sonst vieles im Leben des Vespucci unklar ist und vor allem die Authentizität seiner Schriften in Zweifel gezogen wird – was im Hinblick auf die im Laufe der Jahre entstandenen Übertragungs- und Überlieferungsfehler jedoch nicht weiter verwunderlich ist - sind sich die Historiker doch in einer Sache einig: Das Verdienst, Amerika als ein neues Land erkannt zu haben, gebürt dem kleinen Kaufmann Vespucci und nicht dem großen Konquistador Kolumbus. Wirklich eine sehr lesenswerte Darstellung des schier aberwitzigen Spiels aus Zufällen und schicksalhaften Ereignissen!


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