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Der Alpdruck

Große Klassiker zum kleinen Preis Band 203

In dem autobiographisch gefärbten Roman "Der Alpdruck" von Hans Fallada versucht der Schriftsteller Dr. Doll sich im Nachkriegs-Deutschland zurechtzufinden.

Nachts wird Dr. Doll von bösen Träumen verfolgt. Der Krieg, an dem der Schriftsteller moralische Mitschuld trägt, geht zu Ende, die Rote Armee setzt ihn als Bürgermeister einer Kleinstadt ein – eine zermürbende Arbeit, vor der er mit seiner jungen Frau nach Berlin und in den Drogenrausch flüchtet. Doch das Leben in der Trümmerstadt erweist sich als noch weit schwieriger. Diesen wahrhaftigen Roman schrieb Hans Fallada unmittelbar an seinem persönlichen Erleben entlang.
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Hans Fallada
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 288
Erscheinungsdatum 31.01.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7306-0602-5
Verlag Anaconda Verlag
Maße (L/B/H) 19,3/13,1/3 cm
Gewicht 344 g
Verkaufsrang 60021
Buch (gebundene Ausgabe)
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Apathie der Nachkriegszeit
von NiWa am 30.05.2015
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Deutschland nach dem Krieg. Das Land liegt in Trümmern, die Alliierten werden erwartet und der Albtraum des 2. Weltkriegs neigt sich dem Ende zu. Der Schriftsteller Doll und seine junge Frau sehen dem Kriegsende mit Zuversicht entgegen. Endlich naht die Rettung aus der Ungewissheit und man wagt wieder auf eine Zukunft zu hoff... Deutschland nach dem Krieg. Das Land liegt in Trümmern, die Alliierten werden erwartet und der Albtraum des 2. Weltkriegs neigt sich dem Ende zu. Der Schriftsteller Doll und seine junge Frau sehen dem Kriegsende mit Zuversicht entgegen. Endlich naht die Rettung aus der Ungewissheit und man wagt wieder auf eine Zukunft zu hoffen. Aber die Schatten des Krieges sind mit dessen Ende bei Weitem nicht überwunden. Stellvertretend für ein ganzes Volk erlebt das Ehepaar Doll einen alptraumhaften Gemütszustand aus Apathie, depressiver Stimmung und seltenen Hoffnungsschimmern, mit denen jeder auf seine eigene Weise umzugehen hat. Mangelnde Perspektiven im zertrümmerten Berlin, die unsagbare Selbstsucht, die dem Selbsterhaltungstrieb entstammt und die niederschmetternde Realität des Alltags lassen sich manchmal nur durch Morphium ertragen, bis man vielleicht doch den Schritt zur endgültigen Lösung wagt. Falladas zeitnah geschriebener Roman zeigt ein depressives Abbild der Monate nach dem Krieg. Teilweise verschwommen, schildert er, aus Sicht Dr. Dolls, diesen unfassbaren Gemütszustand, der sich gemeinsam mit seiner jungen Frau mehr schlecht als recht über Wasser halten kann. Der Autor schafft eine furchteinflössende authentische Atmosphäre, die auf den Leser übergeht, und welche die nicht enden wollenden Grauen des Krieges erahnen lässt. Meiner Meinung nach handelt es sich um ein alptraumhaftes, verworrenes Zeitdokument, das die Apathie der Nachkriegsmonate eindrucksvoll in die Gegenwart transportiert und uns damit den Nachhall dieser unvorstellbaren Kriegsjahre vor Augen führt.