Nichts ist okay!

Zwei Seiten einer Geschichte, Roman

Brendan Kiely, Jason Reynolds

(4)
Buch (Taschenbuch)
Buch (Taschenbuch)
9,95
9,95
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort lieferbar Versandkostenfrei
Sofort lieferbar
Versandkostenfrei

Weitere Formate

Taschenbuch

9,95 €

Accordion öffnen
  • Nichts ist okay!

    dtv

    Sofort lieferbar

    9,95 €

    dtv

Paperback

14,95 €

Accordion öffnen
  • Nichts ist okay!

    dtv

    Sofort lieferbar

    14,95 €

    dtv

eBook (ePUB)

8,99 €

Accordion öffnen
  • Nichts ist okay!

    ePUB (dtv)

    Sofort per Download lieferbar

    8,99 €

    ePUB (dtv)

Beschreibung


Zwei Stimmen, zwei Autoren, schwarz und weiß..

Eigentlich wollte Rashad nur eine Tüte Chips kaufen, doch kaum hat er den Laden betreten, wird er von einem Polizisten brutal niedergeschlagen. Beobachtet hat den Vorfall ein anderer Junge: Quinn, der ausgerechnet mit der Familie des Angreifers befreundet ist. Rashad ist schwarz, der Polizist weiß. Ein weiterer rassistischer Übergriff? Wie so viele? Rashad landet im Krankenhaus, und Quinn steht zwischen den Fronten. Er muss sich entscheiden: Tritt er als Zeuge auf und wird zum Verräter? Oder hält er den Mund und schweigt zu Diskriminierung und Gewalt. Derweil organisieren Rashads Freunde eine Demonstration gegen Rassismus und Polizeiwillkür. Eine Stadt gerät in Ausnahmezustand. Und zwei Jugendliche mittendrin.

Jason Reynolds studierte Literaturwissenschaften an der University of Maryland. Seine Bücher wurden von der Presse hochgelobt und vielfach ausgezeichnet. In den USA gehört er zu den neuen Stars in der Jugendbuchszene. Zuletzt war Jason Reynolds mit seinem Roman „Ghost“ unter den National Book Award Finalists, in Deutschland erhielt er den Luchs des Jahres von DIE ZEIT und Radio Bremen. Jason Reynolds lebt in Washington D.C.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 320
Altersempfehlung 14 - 17 Jahr(e)
Erscheinungsdatum 20.04.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-62677-4
Reihe Reihe Hanser
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 19/12,3/3 cm
Gewicht 301 g
Originaltitel All American Boys
Übersetzer Klaus Fritz, Anja Hansen-Schmidt
Verkaufsrang 18492

Kundenbewertungen

Durchschnitt
4 Bewertungen
Übersicht
4
0
0
0
0

Brutal ehrlich, ergreifend und ein Muss!
von Sharon Baker aus Mönchengladbach am 04.08.2020
Bewertet: Paperback

Es ist Freitag. Partytime und die beste Party der Stadt, findet an diesem Abend bei Jill statt. Rashad zieht seine Kadettenuniform aus und wirft sich in Schale, dann noch schnell zu Jerry‘s, Chips kaufen und dann geht es los. Das er am Ende des Abends statt mit Tiffy zu flirten im Krankenhaus liegt und innere Verletzungen hat, h... Es ist Freitag. Partytime und die beste Party der Stadt, findet an diesem Abend bei Jill statt. Rashad zieht seine Kadettenuniform aus und wirft sich in Schale, dann noch schnell zu Jerry‘s, Chips kaufen und dann geht es los. Das er am Ende des Abends statt mit Tiffy zu flirten im Krankenhaus liegt und innere Verletzungen hat, hätte er nie im Leben gedacht. Im Laden ist das Unglaubliche passiert, eine Verkettung an dummen Zufällen, lässt den anwesenden weißen Polizisten glauben, das Rashad Diebstahl begeht und bevor sich dieser erklären kann, nimmt dieser den schwarzen Jungen gefangen und verprügelt ihn aufs Übelste. Diese Tat bleibt nicht unbeobachtet und unter den Zeugen befindet sich auch Quinn, ein Freund der Familie, des Polizisten. Geschockt und mit gemischten Gefühlen flieht er, aber das Gesehene kann er nicht abstreifen. Wird er sein Wissen erzählen? Wird er über Rassismus und seine eigene Haltung nachdenken? Wie ergeht es Rashad? Wird man ihn glauben und beistehen? Rassismus und polizeiliche Gewalt gegen Afroamerikaner ist nicht erst seit diesem Jahr ein Thema, sondern begleitet unsere Gesellschaft schon immer. Was eine Schande ist! Dieses Jahr ist die Black Lives Matter Bewegung noch stärker in die Öffentlichkeit gerückt, da sich die Zustände gerade in Amerika immer mehr zuspitzen. Viele haben aus Solidarität ihre Social Media Profil auf Schwarz gestellt, was allerdings überhaupt nicht gut ankam. Ja, es ist richtig, mehr zu fordern, denn gerade wir Weißen haben ein Privileg, was wir überhaupt nicht zu schätzen wissen. So versuche ich nun das Thema durch Literatur anzugehen, um besser zu verstehen, um anders zu handeln und nicht mehr so blauäugig zu sein. Ein Anfang und das am besten mit Jason Reynolds, der mich schon einmal begeistern konnte. Die Geschichte, wie es ja schon auf dem Cover steht, wird aus zwei unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Da haben wir Rashad, ein unbescholtener 16-Jähriger aus Springfield. Sein Vater war selbst früher Polizist und gibt seinen Jungs immer Ratschläge. Zieht, euch ordentlich an, gebt der Polizei keinen Grund, seit unauffällig und wehrt euch nicht. Dem Älteren machen die Sprüche wütend und Rashad belächelt diese. Seine Komfortblase ist, bis jetzt nie angeeckt worden und dann passiert, wie aus dem Nichts, das. Er im Laden, dann auf der Straße, mit dem Gesicht nach unten und prasselnde Schläge gehen auf ihn ein. Aber damit nicht genug, sein Vater will den Vorfall gut sein lassen, glaubt seinem Sohn nicht und nimmt den Polizisten in Schutz. Der Bruder aber greift zur Öffentlichkeit, mahnt das System an und fordert ein Ende an Willkür und Gewalt. Auf einmal steht alles Kopf, die Nachrichten bringen nichts anderes, aber was will Rashad. Erst mal seine Ruhe und mit jedem Tag tröpfelt auch bei ihm die Erkenntnis der ungerechten Behandlung durch. Quinn ist ein Vorzeige-Amerikaner und der Sohn eines Helden, dieses Image macht ihn sehr zu schaffen und doch versucht er diesen Ruf gerecht zu werden. Auch er möchte an diesen unbeschwerten Abend, auf diese Party gehen und davor kurz in den Eckladen, um was zum vorglühen zu besorgen. Allerdings sieht er dort den Bruder seines besten Freundes, der auf einem am bodenliegenden Jungen einschlägt, diesen anschreit und mit wutverzerrten Gesicht anstarrt. Quinn ist geschockt und dieses Erlebnis geht ihn nicht mehr aus dem Kopf. Seine Umgebung ist auf der Seite des Polizisten, ganz klar, Paul war immer für ihn da und seiner Familie, aber dieses darauf folgende Familienfest ist eine Farce und alle Schleichen um die Ereignisse herum. Die Frage, wie es wirklich abgelaufen ist, hängt in der Luft, die Beschönigungen, dass er nur seinen Job gemacht hat, hören sich in Quinns Ohren falsch an. Er spürt, dass Paul lügt, aber was soll er tun, sich gegen seine Freunde stellen? Der Sohn sein, den sein Vater zurückgelassen hat und Rückgrat zeigen? Aber wie? Jason Reynolds und Brendan Kiely schreiben beide unglaublich einnehmend und verständlich über ein Ereignis, was wohl tausendmal und ähnlich in Amerika abläuft. Die eine Sicht ist, wie geht man mit der Tat an sich um, lässt man sich als Verbrecher sehen, geht man dagegen und glaubt einen jemand überhaupt. Immerhin hat man als Schwarzer wohl kriminell auf der Stirn stehen und gegen die Staatsgewalt anzukommen, ist hoffnungslos. Aber auch das eigene Begreifen und verstehen, was da passiert ist, ist nicht einfach. Ungerechtigkeit liegt schwer im Magen. Dagegen nun die weiße Sicht, nicht die des Polizisten, der redet sich ja raus, sondern aus seinem Umfeld. Und das ist die Sicht, die uns Privilegierte, angeht. Halten wir uns da einfach raus, geht es uns was an und was sollen wir tun. Das ist ein schwerer, aber eigentlich auch ein kleiner Schritt, der einiges bewirken kann. Ich fand die zwei Seiten sehr eindringlich und verständlich beschrieben und am Ende habe ich wirklich mit meinen Emotionen kämpfen müssen. Eine Geschichte die verstehen lässt und uns zeigt, dass wir alle Zivilcourage und Position zeigen müssen, damit das Diskriminieren endlich aufhört. Nichts ist okay, ist ein starkes Buch, was klar beschreibt, wie Rassismus funktioniert und was wir dagegen tun können. Bewegend, ergreifend und sehr wichtig.

Ein großartiges Buch über ein unglaublich wichtiges Thema!
von CorniHolmes am 24.06.2020
Bewertet: Einband: Paperback

Der 16-jährige Rashad möchte diesen Freitagabend zusammen mit seinen Freunden zu einer angesagten Party gehen. Vorher macht er noch einen kleinen Abstecher zu Jerry‘s, um dort eine Tüte Chips zu kaufen. Als er sich bückt, um sein Handy aus seiner Sporttasche zu holen, stolpert eine Kundin plötzlich über ihn. Ehe es sich Rashad v... Der 16-jährige Rashad möchte diesen Freitagabend zusammen mit seinen Freunden zu einer angesagten Party gehen. Vorher macht er noch einen kleinen Abstecher zu Jerry‘s, um dort eine Tüte Chips zu kaufen. Als er sich bückt, um sein Handy aus seiner Sporttasche zu holen, stolpert eine Kundin plötzlich über ihn. Ehe es sich Rashad versieht, wird er von einem jungen Polizisten gepackt und aus dem Laden gezerrt. Er wirft ihm Diebstahl vor und beginnt brutal auf ihn einzuschlagen. Rashad verliert das Bewusstsein und wacht erst im Krankenhaus mit gebrochener Nase, Rippenbrüchen und inneren Blutungen wieder auf. Quinn, ein weißer Mitschüler von Rashad, war an dem Freitag ebenfalls auf dem Weg zu Jerry‘s und hat die Szenerie schockiert beobachtet. Was das Ganze noch schlimmer für ihn macht: Quinn kennt den weißen Polizisten, der den schwarzen Jungen vor dem Laden so heftig verprügelt. Bei ihm handelt es sich um Paul Galluzzo, der große Bruder seines besten Freundes. Quinn weiß nicht, wie er sich nun verhalten soll. Er schweigt zunächst und hofft, dass niemand gesehen hat, dass er Zeuge dieser schrecklichen Szene war. Die Stadt Springfield gerät in einen Ausnahmezustand, als ein Video über den Vorfall auftaucht und die Medien verstärkt über die Ereignisse berichten. Während Rashad im Krankenhaus von den Auswirkungen der Geschehnisse erfährt, steckt Quinn mittendrin. Sein innerer Konflikt wird immer größer. Soll er weiter den Mund halten und Paul schützen? Oder soll er sich der Wahrheit stellen und aktiv werden?  Als ich mit dem Lesen begann, haben mich bereits die ersten Seiten erschüttert und aufgewühlt. Rassismus, Vorurteile und Gewalt sind definitiv keine leichten Themen, aber ungemein wichtige, über die man sich dringend informieren sollte! Solltet ihr gerade auf der Suche nach einem richtig guten Jugendbuch sein, das diese ernste Thematik ausgezeichnet behandelt, kann ich euch nur sehr ans Herz legen, „Nichts ist okay!“ von Jason Reynolds und Brendan Kiely zu lesen! In meinen Augen haben die beiden Autoren gemeinsam ein unglaublich tolles Buch aufs Papier gebracht, welches man meiner Ansicht nach unbedingt im Unterricht durchnehmen sollte. Als Schullektüre eignet es sich wahrlich hervorragend, da es eine Menge Stoff zum Nachdenken und Diskutieren liefert und auf eine absolut authentische und einfühlsame Weise aufzeigt, dass Rassismus nicht der Vergangenheit angehört, sondern leider nach wie vor ein Teil unserer Gesellschaft ist. Viele wollen das nicht wahrhaben und verschließen die Augen vor der Wahrheit, aber das ändert nichts an der Tatsache: Rassismus ist nach wie vor brandaktuell. Darüber schweigen, wegsehen und nichts tun ist vollkommen falsch – wir müssen aktiv werden und handeln, nur so wird es uns hoffentlich gelingen, diese große Diskriminierung, die immer noch unter uns Menschen herrscht, irgendwann zu überwinden. Diese Aussage und noch manches mehr wird uns anhand der Erzählungen von Rashad und Quinn verdeutlicht. Das Buch wird im Wechsel der beiden erzählt, jeweils in der Ich-Perspektive. Mir haben die ständig wechselnden Sichtweisen wahnsinnig gut gefallen, da wir dank dieser zwei verschiedene Blickwinkel auf die Geschehnisse erhalten. Während Jason Reynolds, der selbst Afroamerikaner ist, den Part des schwarzen Rashads übernommen hat, hat der weiße Autor Brendan Kiely die Kapitel des hellhäutigen Quinns geschrieben. Meiner Meinung nach haben beide Autoren einen grandiosen Job gemacht. Beide schildern sie die Vorkommnisse auf eine schonungslos ehrliche und erschreckend realistische Weise und frei von jeglichen Klischees. Rashad und Quinn bewegen sich im selben Umfeld und gehen auf dieselbe Schule. Sie sind zwei ganz normale amerikanische Teenager, deren Leben sich eigentlich gar nicht so sehr voneinander unterscheiden. Wäre da nicht ihre unterschiedliche Hautfarbe.  Ich persönlich mochte die Kapitel aus Quinns Sicht ein bisschen lieber, da ich mich mit ihm besser identifizieren konnte. Ich muss gestehen, dass ich nicht weiß, wie ich an seiner Stelle gehandelt hätte. Vermutlich hätte ich mich wie er verhalten und zunächst aus Angst und Unsicherheit einfach geschwiegen. Dass dieser Weg der falsche ist, wird Quinn aber noch realisieren. Die Darstellung seines inneren Konflikts und das Herantasten an dessen Lösung hat mir unsagbar gut gefallen. Rashads Passagen fand ich aber selbstverständlich auch große Klasse! Wie Quinn, so war mir auch Rashad auf Anhieb sympathisch und da seine Gefühls- und Gedankenwelt ebenfalls sehr anschaulich und feinfühlig beschrieben wird, konnte ich mich auch ihn jederzeit spielend leicht hineinversetzen.  Mit den Nebenfiguren konnte mich das Autorenduo ebenfalls komplett überzeugen. Allesamt wurden sie sehr glaubhaft und erstklassig ausgearbeitet. Ein weiterer Punkt, mit welchem mich die beiden Autoren hellauf begeistern konnten, ist der leichte, jugendliche Schreibstil. Die lockere Jugendsprache gefiel mir vom ersten Moment an unheimlich gut. Sie verleiht dem gesamten Buch nur noch mehr Authentizität und wird garantiert vor allem bei der Zielgruppe, sprich Leser ab 14 Jahren, mega gut ankommen.  Mit dem Ende konnten Jason Reynolds und Brendan Kiely ebenfalls vollends bei mir punkten. Es lässt so einige Fragen offen, was manche vielleicht stören wird, was mir aber gerade gut gefallen hat, da es meinem Empfinden nach einfach nur perfekt zur Geschichte passt. Fazit: Ein großartiger Jugendroman über eine hochaktuelle Thematik! Jason Reynolds und Brendan Kiely ist gemeinsam ein unfassbar wichtiges Buch gelungen, welches auf eine realistische, emotionale und aufrüttelnde Weise die Themen Rassismus und Polizeigewalt gegen Schwarze in den USA behandelt. Die packende Geschichte reißt einen von Beginn an mit und lässt einen einfach nicht mehr los. Sie bewegt, rüttelt auf und regt extrem zum Nachdenken an. In mir zumindest hat die Handlung genau das hervorgerufen. Ich hatte öfters Gänsehaut beim Lesen und da ich das Buch kaum mehr aus der Hand legen konnte, habe ich es quasi in einem Rutsch durchgesuchtet. Ich habe eine unvergessliche und äußerst intensive Zeit mit diesem Roman verbracht und kann abschließend nur sagen: Unbedingt lesen! „Nichts ist okay!“ erhält von mir 5 von 5 Sternen!

Schwarz_Weiß
von frenzelchen90 aus Ilmenau am 02.09.2016
Bewertet: Einband: Paperback

Meine Meinung: Ein Buch von 2 Autoren, die die Geschichte auch noch aus unterschiedlichen Perspektiven erzählen. Die einzelnen Kapitel sind in Tage unterteilt und an jedem Tag erzählen die 2 Hauptprotagonisten ihre Sichtweise des Geschehens. Dabei geht es um ein sehr brisantes und aktuelles Thema in den USA: Polizeigewalt gegen ... Meine Meinung: Ein Buch von 2 Autoren, die die Geschichte auch noch aus unterschiedlichen Perspektiven erzählen. Die einzelnen Kapitel sind in Tage unterteilt und an jedem Tag erzählen die 2 Hauptprotagonisten ihre Sichtweise des Geschehens. Dabei geht es um ein sehr brisantes und aktuelles Thema in den USA: Polizeigewalt gegen Schwarze. Der Schreibstil der Autoren ist sehr flüssig, aber leider wird die Jugendsprache zu derb ausgedrückt. Ob das an der Übersetzung ins Deutsche oder am Stil der Autoren liegt, ist dabei offen. Am Ende des Buches hatte ich ein wenig Gänsehaut, weil man sich einfach von der Atmosphäre bei der Demo mitreißen lässt. Leider wird das Ende des Buches für meinen Geschmack aber zu offen gelassen. Gerne hätte ich noch erfahren, ob es eine Strafe für den Polizisten oder doch für das Opfer gibt. Mein Fazit: Ein lesenswertes Buch mit einem ernsten Hintergrund.


  • Artikelbild-0