Helter Skelter

Die wahre Geschichte des Serienmörders Charles Manson

Vincent Bugliosi, Curt Gentry

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Beschreibung

Im Sommer 1969 erschüttert eine Reihe bestialischer Morde Los Angeles und die USA. Sharon Tate, die schwangere Ehefrau von Roman Polanski, ist eines der sieben Opfer des Serienmörders Charles Manson.

Vincent Bugliosi war leitender Staatsanwalt in diesem spektakulären Fall. In seinem meisterhaft geschriebenen Buch berichtet er, wie es ihm in minutiöser Detektivarbeit gelang, Charles Manson und seine ihm blind ergebene Hippie-Kommune für das Massaker hinter Gitter zu bringen. Die akribischen Ermittlungen, der komplexe Prozess, die kranke Weltanschauung, die Manson seinen Anhängern einflößte ... all dies macht diesen atemberaubend spannenden Weltbestseller aus.

Seit 1971 sitzt Manson im Hochsicherheitsgefängnis, doch vergessen ist er noch lange nicht. Er ist zu einer diabolischen Kultfigur geworden, deren apokalyptisches Szenario und verschrobene Weltanschauung auch heute noch eine makabere Faszination ausüben.

Dies ist eine Neuausgabe des 2010 erschienen Buchs Helter Skelter - Der Mordrausch des Charles Manson.

Vincent Bugliosi (1934–2015) war 1970 der Leitende Staatsanwalt im Prozess gegen Charles Manson und seine »Family«. Sein Buch Helter Skelter über die Manson-Morde verkaufte sich weltweit über 7 Millionen Mal und wurde 1976 und 2004 verfilmt.
Curt Gentry (1931–2014) ist ein amerikanischer Schriftsteller. Für Helter Skelter erhielt er gemeinsam mit Vincent Bugliosi den Edgar Allan Poe Award.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 784
Erscheinungsdatum 14.08.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7423-0249-6
Verlag Riva Verlag
Maße (L/B/H) 21,1/14,9/5,5 cm
Gewicht 993 g
Verkaufsrang 60141

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Das Nachschlagewerk schlechthin für Charles Manson
von einer Kundin/einem Kunden aus Schwetzingen am 26.07.2020

Schau zu mir herunter, Du wirst einen Idioten sehen. Schau zu mir hoch, Du wirst Deinen Gebieter sehen. Schau mich direkt an, Du wirst Dich selbst sehen. - Zitat von Charles Manson Über vier Jahrzehnte des Wahnsinns – das spricht für Charles Manson. Was relativ harmlos begann, eine Kindheit, die nicht rund verlief, und die da... Schau zu mir herunter, Du wirst einen Idioten sehen. Schau zu mir hoch, Du wirst Deinen Gebieter sehen. Schau mich direkt an, Du wirst Dich selbst sehen. - Zitat von Charles Manson Über vier Jahrzehnte des Wahnsinns – das spricht für Charles Manson. Was relativ harmlos begann, eine Kindheit, die nicht rund verlief, und die dazu führte, dass er neben Erziehungsheimen bereits mit 32 Jahren nicht mehr aus dem Gefängnis kommen wollte, da ihm die Welt da draußen fremd war – und doch wurde er auf freien Fuß gesetzt und konnte damit zum Symbol des Wahnsinns und der Verehrung werden. Manson war ein verkannter Musiker, der die Hippiezeit erlebte und sich dem Lebensstil ganz hin gab. Er sammelte im Laufe der Zeit Mitglieder, seine Mansonfamilie, mit denen er erst durch die Lande gefahren ist und später auf einer entlegenen Farm gelebt hat. Manson war wie oft bei wahnsinnigen Menschen ein kleiner, schmächtiger Mann mit zotteligem Bart und struppigen Haaren gewesen, der erst seinem Traum, Rockstar zu werden, hinterher gerannt ist und sich mit jedem Scheitern immer mehr in seinen Wahnsinn hineinsteigerte. Er selbst hatte sich als Gott und Satan in einer Person gesehen, und so hat er mit Bibelzitaten, Sektenphrasen und Songtexten um sich geschmissen. Besonders beliebt war bei ihm „The White Album“ der Beatles, in dessen Songtexte er Rassismus hinein interpretierte. Sein selbst erklärtes Ziel: Herrscher über die Schwarzen werden, da diese „sich leicht lenken und manipulieren lassen“, aber zuvor musste erst die weiße Rasse ausgelöscht werden, weswegen er versucht hat, einen Rassenkrieg zwischen Schwarz und Weiß anzuzetteln. Doch warum sind ihm mehr und mehr Menschen gefolgt? Ein überaus großes Ego, eine charismatische Ausstrahlung und zumindest in den Anfängen das Gespür zu haben, was die Leute hören wollten, waren überaus hilfreiche Faktoren. Doch später herrschte ihm gegenüber und seinen Ausbrüchen einfach nur nackte Angst. Bugliosi: "Möglicherweise hatte er Angst gezeigt, was im Falle von Manson so war, als würde man einen Stier mit einem roten Tuch reizen. Angst machte Charlie an." Doch das alles erfährt man erst recht spät im Buch. Dieses steigt nach einem Vorwort, das unter anderem den Verfasser Bugliosi und seinen Hintergrund vorstellt, mit dem ersten großen Mord ein. Der Überfall auf ein von diversen Stars genutztes Feriendomizil. Man wird in die Örtlichkeit eingeführt, als das Verbrechen frisch geschehen ist und wie es überhaupt bemerkt wurde. In diesem Fall wird der Tatort vorerst aus der Sicht der Reinigungskraft geschildert, die die Leichen gefunden hat und die Polizei alarmierte. Später wechselt der Blickwinkel auf die der Ermittler, Spurensucher und Gerichtsmediziner. In einem nüchternen Ton wird man mit an den Ort des Geschehens genommen und erlebt aus Sicht der Anwesenden, was wie vorgefunden wurde, was schief ging, welches Chaos anfangs herrschte. „Der Mann lag auf der Seite, der Kopf ruhte auf dem rechten Arm, die linke Hand war ins Gras gekrallt. Kopf und Gesicht waren fürchterlich entstellt, Körper und Gliedmaßen mit Dutzenden von Wunden übersät. Es schien unglaublich, dass man einem einzigen Menschen so viele Verletzungen zufügen konnte.“ (Seite 28) Der Wälzer ist in acht Teile gegliedert. Neben den Morden werden die Mörder vorgestellt, anschließend die Ermittlungen, die aber in Teil eins schon gut angeschnitten wurden und sich daher so manches doppelt. Es wird sich danach ausgiebig mit Charles Manson beschäftigt und wie er mehr und mehr dem Wahnsinn verfällt, dem Prozess und auch die Nachwirkungen seines Handelns und der Verehrung seiner Person. Das Buch ist insgesamt sehr detailliert, auf Einzelheiten eingehend und man bekommt auch interessante Informationen über Randfiguren oder auch der polizeilichen Ermittlungsarbeit. „In der Literatur wird der Tatort […] oft mit einem Puzzle verglichen. Mit Geduld und Beharrlichkeit lassen sich die Teile früher oder später zusammenfügen. Doch altgediente Polizisten wissen es besser. Passender wäre nämlich der Vergleich mit zwei, drei Puzzeln, von denen keines vollständig ist. Selbst wenn sich eine Lösung herauskristallisieren sollte, bleiben immer noch Teile übrig, die einfach nicht passen wollen. (Seite 43) Es gibt auch die ein oder andere Holperstelle in dem Buch. Man muss wirklich ein großes Interesse an der Person und seine Machenschaften haben, um dieses Informationsfülle nicht zu langatmig zu finden. Auch tauchen immer wieder Personen auf, die einen falschen Namen angeben, generell werden sehr viele genannt, egal ob sie eine kleine oder große Rolle spielen – Ermittler, Familienmitglieder, Partner, Sympathisanten,... Es gibt am Anfang des Buches zwar ein Personenregister, aber beispielsweise sind diejenigen mit dem falschen Namen nicht verzeichnet und ich bin ehrlich gesagt auch kein Freund des ständigen Nachschlagens. So kamen manchmal Fragen auf wie „Wer war das nochmal und wie war die Person involviert?“ Persönliches Fazit: Ich habe das Buch zum ersten Mal in den Händen gehalten und war erschlagen – vom Umfang des Werkes, der vorab irgendwie an mir vorbei ging. Ich begann zu lesen und war erschlagen – von der Detailreiche, der Tiefgründigkeit und dem Werdegang des Menschen, der das alles ausgelöst hat. Im Nachhinein fühle ich mich immer noch erschlagen – von den Auswirkungen, den Beweggründen und der Bösartigkeit von Manson. Dennoch für Leser, die sich nicht nur oberflächlich mit der Geschichte des Charles Manson beschäftigen wollen, ist es DAS Nachschlagewerk schlechthin, nicht umsonst wurde es weltweit über 7 Millionen Mal verkauft. Für diejenigen, die sich nur oberflächlich damit beschäftigen möchten, ist es definitiv zu viel des Guten, da sich in jede Winzigkeit verloren wird, nicht nur Uhrzeiten und Daten sind damit gemeint, sondern man hat letztendliches auch ein Bild der unzähligen Blutspritzer eines Tatorts im Kopf, nachdem man das Kapitel gelesen hat. Wer sensibel ist, ein zu ausgeprägtes Kopfkino bei empfindlichen Magen hat, sollte sich das Lesen überlegen – für alle anderen ist es ein Buch, das man nicht nur einmal, zweimal, dreimal lesen wird, sondern immer und immer wieder, ohne den Irrsinn dahinter wirklich nachvollziehen zu können. Daher bei der Buchdicke, auch wenn es deutlich teurer ist, lege ich jedem das gebundene Buch nahe, denn das Taschenbuch hält der Masse der Seiten nicht gut stand. Für Recensio Online

großartig!
von einer Kundin/einem Kunden am 07.10.2019

spannend wie ein Psychothriller! Vincent Bugliosi schreibt und erzählt großartig - vor allem aus allererster Hand!! unbedingt lesen!!!

Ausgezeichnete Aufarbeitung
von Igelmanu66 aus Mülheim am 22.09.2019

»Im Haus war es still. … Officer Joe Granado, ein Chemiker der Spurensicherung der Polizei Los Angeles, war um zehn Uhr eingetroffen und bereits bei der Arbeit. Granado fiel die Aufgabe zu, an sämtlichen Stellen, an denen sich Blut befand, Proben zu nehmen. Gewöhnlich war Granado bei einem Mordfall in ein bis zwei Stunden fertig... »Im Haus war es still. … Officer Joe Granado, ein Chemiker der Spurensicherung der Polizei Los Angeles, war um zehn Uhr eingetroffen und bereits bei der Arbeit. Granado fiel die Aufgabe zu, an sämtlichen Stellen, an denen sich Blut befand, Proben zu nehmen. Gewöhnlich war Granado bei einem Mordfall in ein bis zwei Stunden fertig. Heute nicht. Am 10050 Cielo Drive nicht.« Der Sommer von 1969. Neil Armstrong betrat als erster Mensch den Mond, in Woodstock feierten 400.000 Menschen ein großes Fest mit Love & Peace. Und in Los Angeles schockierten Charles Manson und seine „Family“ die Welt mit mehreren Morden von unglaublicher Brutalität, zu ihren Opfern zählte auch die hochschwangere Ehefrau von Roman Polanski, Sharon Tate. Vincent T. Bugliosi, stellvertretender Bezirksstaatsanwalt in Los Angeles, war Anklagevertreter in den Fällen Tate/LaBianca gegen vier der Täter: Charles Manson, Susan Atkins, Patricia Krenwinkel und Leslie van Houten. In diesem Buch beschreibt er chronologisch und sehr detailliert die Morde, die Mörder, die Ermittlungen, die Suche nach dem Motiv und den Prozess. Sämtliche Untersuchungen, Verhöre und überhaupt der Prozessverlauf werden akribisch dargestellt, das wird in dieser Ausführlichkeit nicht für jeden etwas sein, wer aber (so wie ich) nichts spannender findet als wahre Verbrechen, sollte begeistert sein. Ich war es auf jeden Fall. Überhaupt habe ich hier wieder festgestellt, was ein wirklich spannend geschriebenes Buch ausmacht. Wenn man nämlich genau weiß, wie es ausgeht und trotzdem den Atem anhält – hier passierte mir das beim Urteilsspruch der Geschworenen. Im Bereich der Ermittlungen schien Bugliosi nichts auszulassen, auch Fehler der Ermittlungsbehörden werden aufgezeigt. Tatsächlich drängt sich an mehr als einer Stelle der Verdacht auf, dass eine Verhaftung der Täter viel früher möglich gewesen wäre, dass sogar einige Verbrechen hätten verhindert werden können. Im Prozess dann hatte Bugliosi das Bestreben, zum einen die Schuld Mansons zu beweisen, da die Mitangeklagten sich anschickten, alle Schuld auf sich zu nehmen, damit ihr „Charlie“, in dem sie den wiedergekehrten Christus sahen, unbehelligt blieb. Zum anderen sollten aber auch die jungen Frauen nicht als willenlose Marionetten dastehen, die nicht wussten, was sie taten. Um das zu tun, war es für ihn wichtig, die Frage nach dem „Warum“ zu klären. Was motivierte Manson, was die jungen Frauen? Und wie gelang es Manson, einen solchen Einfluss auf seine Anhänger zu erlangen? Ein genauer Blick auf Manson und sein Leben ist dazu erforderlich. Er hatte keinen guten Start und kam schon sehr früh mit dem Gesetz in Konflikt, doch trifft das auf viele Menschen zu, ohne dass aus ihnen gleich Massenmörder werden. Der Versuch, Mansons bizarre Gedankengänge nachzuvollziehen, ist nicht einfach. Die Mischung von Dingen, die ihn beeinflussten und beschäftigten, lässt dies erahnen. Kurze ungeordnete Aufzählung: Scientology, Satanisten, die Beatles, Adolf Hitler und LSD. Ähnlich kompliziert ist der Blick auf die mitangeklagten Täterinnen. Hier lässt sich kein einheitliches Schema erkennen, aber irgendetwas muss in ihrer Persönlichkeit „speziell“ gewesen sein, denn dass sich junge Frauen verlieben, einen Mann gar vergöttern, ist recht normal. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass sie auch in seinem Auftrag grausame Morde verüben würden. Und selbst, wenn bei ihnen die üblicherweise vorhandene Hemmschwelle zum Morden niedriger war oder fehlte – das Wissen, dass Morde gesellschaftlich nicht toleriert und entsprechend geahndet werden, sollte doch vorhanden sein. Bei der Beeinflussung der „Family“ spielte Sex eine sehr große Rolle. Im Prozess hörte man jedoch ständig das Wort „Liebe“. »Wie kann es richtig sein, jemanden zu töten?« »Wie kann es nicht richtig sein, wenn ich es mit Liebe getan habe?« (Susan Atkins) Was im Prozess zudem besonders hervorstach, waren die manipulierten und eingeschüchterten Verteidiger, die um ihr Leben fürchteten, wenn sie nicht den Anweisungen der Angeklagten folgten. Tatsächlich wurde einer der Anwälte ermordet, weil er – so wie es eigentlich korrekt sein sollte – versuchte, eine der Angeklagten zu vertreten. Zeugen und mögliche Mitwisser wurden bedroht oder es wurden Anschläge auf sie verübt. Man darf nicht vergessen, dass nur wenige Mitglieder der Family vor Gericht standen! Vermutlich kann man Manson und der Family noch diverse weitere Morde und Verbrechen zurechnen, teilweise konnten diese auch bewiesen und die Täter verurteilt werden, teilweise aber nicht. Selbst prahlte Manson damit, 35 Morde begangen zu haben. In einem Kapitel unternimmt der Autor den Versuch, diese „zusammenzutragen“. Die Vielzahl der Personen ist dann auch beeindruckend. Ein umfangreiches Personenverzeichnis gleich zu Beginn ist sehr hilfreich, da dort auch die vielen Alias-Namen der Family-Mitglieder aufgeführt sind. Im Innenteil gibt es zudem zahlreiche, gut beschriftete Fotos. Sowohl der Personen, als auch von den Tatorten. Letztere sind natürlich sehr grausam, aber nicht reißerisch. Sie wurden so ausgewählt und bearbeitet, dass man z.B. die Umrisse der Opfer sehen kann, allerdings nicht die zerfetzten Körper. Auch werden die Bilder in Schwarzweiß gezeigt. Die amerikanische Originalausgabe erschien 1974. Im Nachwort von 1994, damals lagen die Morde 25 Jahre zurück, beschreibt der Autor u.a., was aus den Tätern, Zeugen und anderen Beteiligten geworden ist. Damals konnte er vermelden, dass alle Haupttäter nach wie vor inhaftiert waren. Leider war es ihm nicht vergönnt, ein erneutes „Update“ nach jetzt 50 Jahren zu schreiben, da er bereits 2015 verstarb. Es hätte ihm vermutlich gefallen, dass die Täter immer noch im Gefängnis sind. Bis auf Charles Manson und Susan Atkins, die 2017 bzw. 2009 in Haft verstarben. Fazit: Die bizarre Faszination von Charles Manson und seiner Family wirkt noch heute nach. Ausgezeichnete Darstellung der damaligen Ereignisse einschließlich Motiv- und Erklärungssuche. Fast 750 Seiten, die mich wirklich gefesselt haben. »Ich bin, wozu ihr mich gemacht habt, und der tollwütige Hund, der Teufel, der Killer, der Unmensch und Abschaum ist ein Spiegelbild eurer Gesellschaft… Was auch immer bei diesem Wahnwitz, den ihr einen fairen Prozess oder christliche Gerechtigkeit nennt, herauskommen mag, eines solltet ihr wissen: Ich sehe es vor mir, wie meine Gedanken in euren Städten Feuer entfachen.« (Charles Manson)


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