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Unterleuten

Roman


Der große Gesellschaftsroman von Juli Zeh

Wer nur einen flüchtigen Blick auf das Dorf in Brandenburg wirft, ist bezaubert von den altertümlichen Namen der Nachbargemeinden, von den schrulligen Originalen, die den Ort nach der Wende prägen, von der unberührten Natur mit den seltenen Vogelarten. Doch hinter den Fassaden der kleinen Häuser brechen alte Streitigkeiten wieder auf. Und obwohl niemand etwas Böses will, geschieht Schreckliches.

Mit „Unterleuten“ hat Juli Zeh einen großen Gesellschaftsroman über die wichtigen Fragen unserer Zeit geschrieben, der sich hochspannend wie ein Thriller liest. Gibt es im 21. Jahrhundert noch eine Moral jenseits des Eigeninteresses? Woran glauben wir? Und wie kommt es, dass immer alle nur das Beste wollen, und am Ende trotzdem Schreckliches passiert?

Portrait
Juli Zeh, 1974 in Bonn geboren, Jurastudium in Passau und Leipzig, Studium des Europa- und Völkerrechts, Promotion. Längere Aufenthalte in New York und Krakau. Schon ihr Debütroman »Adler und Engel« (2001) wurde zu einem Welterfolg, inzwischen sind ihre Romane in 35 Sprachen übersetzt. Juli Zeh wurde für ihr Werk vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Rauriser Literaturpreis (2002), dem Hölderlin-Förderpreis (2003), dem Ernst-Toller-Preis (2003), dem Carl-Amery-Literaturpreis (2009), dem Thomas-Mann-Preis (2013), dem Hildegard-von-Bingen-Preis (2015), und dem Bruno-Kreisky-Preis (2017) sowie dem Heinrich-Böll-Preis der Stadt Köln. 2018 wurde sie mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Im selben Jahr wurde sie zur Richterin am Verfassungsgericht des Landes Brandenburg gewählt.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Klappenbroschur
Seitenzahl 656
Erscheinungsdatum 11.09.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-71573-2
Verlag btb
Maße (L/B/H) 20/13,7/5 cm
Gewicht 655 g
Abbildungen 1 schwarzweisse Abbildungen
Verkaufsrang 926
Buch (Klappenbroschur)
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
111 Bewertungen
Übersicht
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1

Aktion und Reaktion im dörflichen Zusammenleben...
von einer Kundin/einem Kunden am 30.05.2019
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Das Buch entstand laut Klappentext nach einer Recherche des Autors über einen Zeitungsausschnitt. Das Buch, welches dadurch entstand, kann ich nur empfehlen. Für mich das Beste seit langem. Inhaltlich geht es um ein Dorf in einer strukturschwachen Region im Osten von Deutschland. Dort wollen verschiedene Akteure durch den Ba... Das Buch entstand laut Klappentext nach einer Recherche des Autors über einen Zeitungsausschnitt. Das Buch, welches dadurch entstand, kann ich nur empfehlen. Für mich das Beste seit langem. Inhaltlich geht es um ein Dorf in einer strukturschwachen Region im Osten von Deutschland. Dort wollen verschiedene Akteure durch den Bau von gewinnbringenden Windrädern ihre Interessen auf unterschiedlichen Wegen durchsetzen und das teilweise wenig zimperlich. Dabei kommt es zu gewollten und ungewollten Nebeneffekten, die teilweise traurig oder lustig sind und Auswirkungen auf alle Dorfbewohner haben. Der Autor schafft es mit einer schönen Erzählweise und sehr gutem Schreibstil, der mir persönlich sehr gefallen hat, eine flüssige Geschichte des menschlichen Miteinander zum Thema Aktion und Reaktion zu kreieren. Das hört sich etwas trocken an, ist es aber ganz und gar nicht. Man fühlt sich dirket drin, in der ländlichen "Idylle" und kann schwer mit dem Lesen aufhören.

Geniales Buch!
von einer Kundin/einem Kunden aus Schiffweiler am 22.02.2019
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Extrem empfehlenswerte Lektüre. Die Geschichte ist witzig, intelligent, traurig, absurd und vor allem sehr wahr! Bestellung des ebooks ohne jegliche Probleme, schnell und reibungslos.

Ein etwas ruhigeres Buch, dem die Tiefe etwas fehlt
von Lia48 am 16.02.2019

INHALT: Die Einwohner des irgendwo in Brandenburg angesiedelten Dorfes "Unterleuten", stehen Kopf. Bisher gab es in ihrem kleinen Ort weder Geschäfte, Ärzte, Schulen, oder gar eine Kanalisation. Und nun soll ausgerechnet eine große Windkraftanlage vor ihren Augen errichtet werden! Während sich die einen strikt dagegen wehren, u... INHALT: Die Einwohner des irgendwo in Brandenburg angesiedelten Dorfes "Unterleuten", stehen Kopf. Bisher gab es in ihrem kleinen Ort weder Geschäfte, Ärzte, Schulen, oder gar eine Kanalisation. Und nun soll ausgerechnet eine große Windkraftanlage vor ihren Augen errichtet werden! Während sich die einen strikt dagegen wehren, um die ländliche Idylle zu wahren, gibt es andere, die ihren Nutzen daraus ziehen wollen. Jeder sieht sich im Recht. Und so dauert es nicht lange, bis alte Streitereien wieder ans Tageslicht gelangen... MEINUNG: Mit "Unterleuten" hat Juli Zeh einen vielschichtigen Gesellschaftsroman geschrieben. Dabei wirft der Leser einen Blick hinter die Kulissen. So wird das Buch aus den verschiedenen Perspektiven einiger Dorfbewohner geschildert: Naturschützer, Landwirte, Investoren, Eingesessene, Hinzugezogene - jeder hat seine eigene Sicht auf die Dinge. Durch die vielen Perspektiven ist es nicht unbedingt ein Buch, das man nebenbei lesen kann, man muss sich schon etwas konzentrieren, um die Beziehungen und Absichten der Dörfler zu erkennen. Gleichzeitig lebt das Buch regelrecht von den verschiedenen Blickwinkeln, wodurch das Dorfgeschehen von unterschiedlichen Seiten betrachtet werden kann und dabei anschaulich beschrieben wird. Zudem kommt dadurch ein bisschen Schwung in die Handlung, so dass Längen - die es für mich schon häufig gab - glücklicherweise nie all zu lange anhielten. Mir persönlich blieb die Geschichte trotzdem inhaltlich ein bisschen zu ruhig, was natürlich immer eine Frage des persönlichen Geschmacks sein dürfte. Die zum Teil sehr gegensätzlichen Lebensweisen und Ansichten der Einwohner, boten schon von sich aus einiges an Konfliktpotential für den Verlauf der Geschichte. Dabei wirkten die verschiedenen Charaktere auf mich stets authentisch und ihr Handeln nachvollziehbar. Während ich bei "Neujahr" von dem Blick in die Vergangenheit absolut begeistert war, weil mich dieser so mitgerissen hat, hat mir hier bei "Unterleuten" die Tiefe gefehlt. Ich hätte mir gewünscht, dass mich das Buch beim Lesen auch emotional erreicht hätte, was hier leider eher selten der Fall war. Fazit: Ein vielschichtiger Gesellschaftsroman für Leser, die ruhigere Handlungen zu schätzen wissen. Viele interessante Blickwinkel und authentische Charaktere sprechen für das Buch. Längen blieben zum Glück nie all zu lange bestehen. Leider hat mich das Buch persönlich jedoch emotional kaum berührt. 3,5-4/5 Sterne


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