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Das weiße Feld

Roman

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"Eine raffiniert gewobene Familiensaga" (Libération) - ausgezeichnet mit dem Prix Renaudot des Lycéens 2016.

Sie heißen Magdalena, Libusa und Eva und teilen dasselbe Schicksal: Sie wachsen jeweils ohne ihren leiblichen Vater auf. Aber statt an diesem Schicksal, das in den Augen ihrer Umgebung ein regelrechter Makel ist, zu zerbrechen, entwickeln sie jede auf ihre Art einen unbändigen Freiheitswillen: Magdalena, die mit ihrer Mutter Marie aus dem braun gewordenen Wien flieht. Libusa, die mit ihrer Neugierde auf die Außenseiter der uniformierten Gesellschaft ihre Umgebung in Atem hält. Und Eva, die als Linkshänderin pädagogische Umerziehungsprogramme sabotiert und von fernen Ländern träumt. Alle drei eint die Zuneigung zu ihrer ebenso mürrisch-verschlossenen wie unbeirrbar selbstbewussten, beinahe überlebensgroßen Großmutter "Maman Maire", die sich als Hebamme im Dorf unentbehrlich zu machen verstand.

In einem Panoptikum unvergesslicher Charaktere - auf männlicher Seite: ein größenwahnsinniger Apparatschik, ein dichtender Tagträumer, ein patriarchalisch-humaner Bauer – entfaltet sich eine Familiengeschichte, deren großes Geheimnis erst auf den letzten Seiten seine Auflösung findet.

Rezension
"Die Verhältnisse in der Tschechoslowakei über mehrere Generationen bilden die Kulisse für einen dicht erzählten Familienroman mit unerwarteter Wendung." Katja Lückert, NDR Info, Lesezeit
Portrait
Lenka Horňáková-Civade wurde 1971 in der Tschechoslowakei in der Provinz Mähren geboren und wanderte 1991 nach Frankreich aus. Sie studierte an der Sorbonne Ökonomie und Philosophie. Heute lebt sie als Malerin und Schriftstellerin in Südfrankreich. Das weiße Feld ist ihr erster in französischer Sprache geschriebener Roman.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 272
Erscheinungsdatum 11.09.2017
Sprache Deutsch
EAN 9783896675828
Verlag Blessing
Maße (L/B/H) 22,1/14,1/3 cm
Gewicht 473 g
Originaltitel Giboulées de Soleil
Übersetzer Hanna van Laak
SPECIAL (gebundene Ausgabe)
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

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Übersicht
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Ein unglaublich gutes Buch!
von einer Kundin/einem Kunden aus Glashütte am 28.09.2017

Inhalt Sie heißen Magdalena, Libusa und Eva und teilen dasselbe Schicksal: Sie wachsen jeweils ohne ihren leiblichen Vater auf. Aber statt an diesem Schicksal, das in den Augen ihrer Umgebung ein regelrechter Makel ist, zu zerbrechen, entwickeln sie jede auf ihre Art einen unbändigen Freiheitswillen: Magdalena, die mit ihrer ... Inhalt Sie heißen Magdalena, Libusa und Eva und teilen dasselbe Schicksal: Sie wachsen jeweils ohne ihren leiblichen Vater auf. Aber statt an diesem Schicksal, das in den Augen ihrer Umgebung ein regelrechter Makel ist, zu zerbrechen, entwickeln sie jede auf ihre Art einen unbändigen Freiheitswillen: Magdalena, die mit ihrer Mutter Marie aus dem braun gewordenen Wien flieht. Libusa, die mit ihrer Neugierde auf die Außenseiter der uniformierten Gesellschaft ihre Umgebung in Atem hält. Und Eva, die als Linkshänderin pädagogische Umerziehungsprogramme sabotiert und von fernen Ländern träumt. Alle drei eint die Zuneigung zu ihrer ebenso mürrisch-verschlossenen wie unbeirrbar selbstbewussten, beinahe überlebensgroßen Großmutter „Mama Marie“, die sich als Hebamme im Dorf unentbehrlich zu machen verstand. ausgezeichnet mit dem Prix Renaudot des Lycéens 2016 Meine Meinung Beim Lesen zuerst aufgefallen ist mir der rote Faden, von dem im ganzen Buch nie abgekommen wird. Um diesen roten Faden herum werden immer wieder Ergänzungen der Protagonistinnen eingeflochten. Bspw. befindet sich Eva in einem Auswahltest für ein Gymnasium, bei dem sie ein Bild von einem Haus malen soll. Die Lehrerin spricht und an einem Punkt hakt Eva ein, indem sie von iher Mutter, ihrem Vater, ihrer Großmutter und dem Stricken erzählt, für das sie sehr begabt ist. Diese Ausschweife sind ein paar Seiten lang und am Ende dieser wird der Leser sofort von Evas Gedanken wieder in die Realität katatpultiert, in der das Gespräch mit der Lehrerin weitergeht. Diesen Schreibstil könnte man als störend empfinden, aber irgendwie schafft es die Autorin die Gedankengänge nicht gekünstelt wirken zu lassen – das Buch liest sich dadurch sogar noch flüssiger und aufregender! Ich war selbst immer wieder ganz überrascht, als von den Gedanken wieder zur Realität gewechselt wurde, denn ich war so im Lesefluss, dass ich gar nicht bemerkt habe, dass sich die Protagonistin ganz in ihren Gedanken verloren hat – die Figuren haben mich einfach mitgenommen in ihre Welt, so wurde ich immer wieder überrascht und das Lesen hat mir sehr viel Spaß gemacht, der ernsten Thematik zum Trotz. Und dadurch schien die harte Realität damals nur noch härter. Der Roman ist in 3 Teile gegliedert: Magdalena, Libusa und Eva. Man begleitet Großmutter, Mutter und Enkelin durch ihre Jugend. Die Charaktere sind unterschiedlich gestaltet, sodass jede eine eigene Persönlichkeit darstellt und sich klar von den adnnderen abgrenzt. Sehr interessant ist es dann bei Erzählungen der Töchter, wie sich die Mütter jeweils verändert haben. Waren sie in ihrer Jugend alle unbeschwerte Träumerinnen, so erschienen sie in den Erzählungen ihrer Töchter als gealterte, vom Leben gezeichnete Frauen. Bspw. Magdalena ist Mitte 40 mit einem Mann verheiratet, der sie und ihre Tochter schlägt, allerdings ordnet sie sich ihm völlig unter und wirkt gebrochen – im Vergleich zu der 17-jährigen Magdalena ist das besonders erschreckend, denn wenn man nicht wüsste, dass die gleiche Person beschrieben wird, könnte man denken, es ist eine völlig andere. Das Buch zeigt dem Leser auch erschreckend auf, wie sich Menschen mit der Zeit verändern (können). Lenka Horňáková-Civade hat in ihrem Buch meisterhaft die Geschichte der Tschechischen Republik mit der Geschichte seiner Bewohner verflochten. Die Schreibart erinnert mich an Christoph Heins „Landahme“, die von Deutschlands Geschichte und der ein paar ausgewählter Bewohner erzählt. Stilistisch besser, spannender und flüssiger als Hein hat Lenka Horňáková-Civade ihren Roman allerdings verfasst, denn er übertrifft „Landnahme“ in allen Punkten bei Weitem. Fazit „Das weiße Feld“ ist ein Buch über starke Frauen in schwierigen Zeiten, großartig umgesetzt mit 3 großen Zeitsprüngen im Buch wird die Jugend dreier Frauen beschrieben. Erst auf den letzten Seiten wird das große Geheimnis, das seit dem ersten Kapitel besteht, gelüftet und man erkennt, wie alles irgendwie und unverrückbar zusammenhängt. Und ganz nebenbei erfährt man viel Interessantes über die Tschechische Republik im 20. Jahrhundert. Absolut empfehlenswert! Dafür auch 5 von 5 Punkten! Titel: „Das weiße Feld“ Autorin: Lenka Horňáková-Civade Verlag: Karl Blessing Verlag Erscheinungsdatum: 11. September 2017 Seitenzahl: 272 Seiten

DAS WEISSE FELD - Eindrucksvolles Zeitbild zur Geschichte der Tschechoslowakei als Familiensaga von vier Frauengenerationen
von j.h. aus Berlin am 18.09.2017

Als uneheliche Tochter der Hebamme Marie wird Magdalena 1928 in Wien geboren. Die zerfallende k.u.k.-Monarchie geht direkt in den aufkommenden Nationalsozialismus über - und Maries jüdischer Geliebter und Arbeitgeber Dr. Stein verlässt seine gynäkologische Praxis fluchtartig. Marie geht mit ihrer Tochter in ein gottverlassenes m... Als uneheliche Tochter der Hebamme Marie wird Magdalena 1928 in Wien geboren. Die zerfallende k.u.k.-Monarchie geht direkt in den aufkommenden Nationalsozialismus über - und Maries jüdischer Geliebter und Arbeitgeber Dr. Stein verlässt seine gynäkologische Praxis fluchtartig. Marie geht mit ihrer Tochter in ein gottverlassenes mährisches Dorf, wo sie sich als Hebamme bald unentbehrlich macht. Gleichzeitig schlagen der ledigen Mutter unausräumbare Vorurteile entgegen. Und auch Magdalena wird 1947 als ledige Mutter mit Tochter Libuse alleingelassen sein, denn die Familie ihres deutschen Geliebten Josef Feldmann wird in Folge der Benes-Dekrete nach Österreich vertrieben. Auch Libuse bekommt 1969 - kurz nach der Niederschlagung des Prager Frühlings - eine uneheliche Tochter Eva, deren Traum von Freiheit sich am Ende erfüllen wird … Lenka Hornakova-Civade, 1971 in der tschechoslowakischen Provinz Mähren geboren, verarbeitet in ihrem Roman einige Erlebnisse aus der von Unfreiheit bestimmten eigenen Jugend sowie Erinnerungen vorhergehender Generationen. Die 1991 nach Frankreich emigrierte Autorin schrieb GIBOULÉES DE SOLEIL (Sonnenschein) als besondere Herausforderung in französischer Sprache. Die Erzählperspektive des in drei Bücher (Magdalena, Libuse, Eva) untergliederten Romans ist sehr ungewöhnlich: Jeweils in der Ich-Perspektive erzählt ein Mädchen im Kindes- bzw. Jugendalter über das Leben der Familie, seine Probleme als "unehelicher Bastard" und die gesellschaftliche Entwicklung (zerfallende k.u.k.-Monarchie, stalinistische Nachkriegs-Willkür, Niederschlagung des Prager Frühlings, Hoffnung auf Freiheit nach dem Fall der Mauer). Die äußerst lebendig gestalteten Frauen dominieren den Roman, in dem die Männer bewusst Randfiguren bleiben. Der BLESSING-Verlag veröffentlichte das im französischen Original 2014 erschienene Buch in hervorragender deutscher Übersetzung von Hanna van Laak. Trotz des etwas konstruierten und schwer überschaubaren Endes ein nicht nur für Frauen äußerst lesenswerter Roman, der zum Nachdenken über die europäische Geschichte des 20. Jahrhunderts anregt.

Eine raffinierte und tolle Familiensaga
von Arietta am 14.09.2017

Meine Meinung: Zur Autorin: Lenka Hornakova-Civade, hat mit ihrem ersten Debüt-Roman den sie in französicher Sprache schrieb, und er ins Deutsche übersetzt wurde ein meisterliches und facettenreiches Werk geschaffen, das mich begeisterte beim Lesen. Eine wirklich raffinierte Familiensaga, die nichts zu wünschen übrig läs... Meine Meinung: Zur Autorin: Lenka Hornakova-Civade, hat mit ihrem ersten Debüt-Roman den sie in französicher Sprache schrieb, und er ins Deutsche übersetzt wurde ein meisterliches und facettenreiches Werk geschaffen, das mich begeisterte beim Lesen. Eine wirklich raffinierte Familiensaga, die nichts zu wünschen übrig lässt. Facettenreich, Bildhaft und sehr spannend und mitreißend. Schon von der ersten Seite an war der Spannungsbogen sehr hoch und fesselnd bis zur letzten Seite. Eine wundervolle und tragische Zeitgeschichte durch die wir die drei Frauen begleiten, angefangen vom Untergang der k.u.k Monarchie, dem 2.Weltkrieg und seinen Auswirkungen, bis hin zum Prager Frühling und dem Fall der Mauer. Mähren ein Land das dem Kommunismus zum Opfer fiel, Menschen ob Arm oder Reich die enteignet wurden. Alles gehörte von nun an dem Volk, und mitten drin Großmutter Marie, die sich wie ein roter Faden durch die Geschichte zieht, ihre Tochter Magdalena, Enkelin Libusa und Urenkelin Eva. Alle drei verbindet ein Schicksal, sie sind unehelich und Bastarde, und die Begabung begnadete Stickerinnen zu sein. Ihr Sprach und Schreibstil, ist sehr Kraftvoll, klar und Packend. Man hat das Gefühl ihr sind die Worte nur so aus der Feder geflossen. Auch das Historische Zeiteschen am nicht zu kurz und wurde Korrekt wiedergegeben. Der Plot war sehr schlüssig und alle losen Fäden oder Unklarheiten fließen am Ende zu einem großen ganzen zusammen. Ihre Figuren wirken sehr real und Glaubhaft, so wie deren Handlungen sind nachvollziehbar.Ich konnte mich sehr gut in jede der Frauen hineinversetzen. Auch die einzelnen Charaktere und Emotionen sind sehr gut heraus gearbeitet. Wahrheit und Fiktion sind gut miteinander verwoben. Ein Buch das keine Wünsche Offen lässt. Zum Inhalt: Sehr schön fand ich das der Inhalt in 3 Bücher geteilt ist und jedem der drei Frauen gewidmet ist. Es fängt mit Großmutter Marie und ihrer unehelichen Tochter Magdalena an, die mit ihr Wien verlässt, als ihr Liebhaber und Chef ein Jude Dr. Stein das Land verlässt. Marie zieht mit der kleinen in ein Gottverlassenes Dorf nach Mähren. Am Anfang verdienen sich die beiden mit ihren begnadeten Stickkünsten ihren Lebensunterhalt. Später kann sie sich als Hebamme niederlassen. Sie lernt den Witwer Alois kennen, bekommt mit ihm eine Tochter Rose, aber dieser Despot erkennt Magdalena nicht an, besorgt ihr eine Stelle auf dem Gutshof Feldmann einem Keksfabrikanten. Sie fühlt sich ganz wohl dort, aber das ganze endet als sie den Sohn kennen lernt und sich in ihn verliebt, sie wird Schwanger, die Feldmanns müssen fliehen. So kehrt sie schwanger zurück, das Schicksal scheint sich zu wiederholen, wieder erblickt ein uneheliches Mädchen die kleine Libusa das Licht der Welt. Die Jahre ziehen ins Land, Libusa wächst heran, ihre Mutter heiratet einen Mann aus dem Dorf, die Ehe ist die reinste Hölle und auch Libusa bekommt es spüren. Es scheint mir ein Fluch auf den Frauen zu liegen, den auch Sie wird vom falschen Mann Schwanger und die kleine Eva erblickt das Licht der Welt. Trotz das die Frauen von ihren Männern schlecht behandelt und gedemütigt werden, halten sie zusammen. Es sind stolze und Starke Frauen, die sich ihrer Herkunft nicht schämen, besonders Eva weiß sich zu wehren, sie träumt von Freiheit und Paris. Ob sich Eva das Tor zu Welt öffnet und sie diesem geknechteten Land entfliehen kann, das muss jeder beim Lesen herausfinden und diese tollen und selbstbewußte Frauen kennenlernen. Es war toll in das Leben dieser Frauen teilzuhaben, mit ihnen zu lachen und zu weinen. Mit ihnen zu träumen und zu hoffen...