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Und wenn Gott schwarz wäre ...

Mein Glaube ist bunt!

»Aus ihrem Auftrag heraus ist die Kirche schon immer auch politisch tätig.« (Olivier Ndjimbi-Tshiende)

Er kam nicht als Flüchtling, sondern als Priester. Er ist kein Gefährder, sondern Gemeindepfarrer und Theologie-Professor. Doch 2016 zog Olivier Ndjimbi-Tshiende den Zorn einiger Zornedinger auf sich: Nach kritischen Äußerungen zu Vorkommnissen in der Gemeinde- und Flüchtlingspolitik war er unsäglichen Angriffen bis hin zu Morddrohungen ausgesetzt. Trotz vieler Solidaritätsbekundungen gab er sein Amt auf und zog sich zurück. Nach Monaten des Schweigens spricht er jetzt. Im Geiste Martin Luther Kings formuliert er in diesem Buch seinen Traum von einer Welt ohne Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Hass, von einer kraftvollen Vision des Christentums, von einer Kirche mit Zukunft, die Liebe und Barmherzigkeit lebt.

Nur so hat Kirche Zukunft
Der Pfarrer von Zorneding meldet sich zu Wort
Respekt und Würde sind unverzichtbar!
Eine eindrucksvolle und beeindruckende Vision der Zukunft des Christentums

Portrait
Olivier Ndjimbi-Tshiende, geboren 1949 in Sintu in der Demokratischen Republik Kongo. Studium der Philosophie und Theologie in der Demokratischen Republik Kongo. 1979 Priesterweihe. Seit 2005 in Deutschland. Mehrere Pfarrleitungen, zuletzt bis Frühjahr 2016 in St. Martin Zorneding bei München. Zurzeit tätig in einem Forschungsprojekt der Universität Eichstätt.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 192
Erscheinungsdatum 25.09.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-579-08684-2
Verlag Gütersloher Verlagshaus
Maße (L/B/H) 22,1/14,1/2,2 cm
Gewicht 374 g
Auflage 2. Auflage
Verkaufsrang 48566
Buch (gebundene Ausgabe)
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Kundenbewertungen

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Ich habe einen Traum…
von einer Kundin/einem Kunden aus Attenhofen am 17.05.2018

März 2016 verlässt Pfarrer Olivier Ndjimbi-Tshiende seine katholische Gemeinde im bayrischen Zorneding. Als schwarzer Pfarrer, der sich zudem nicht scheut seine Meinung zu sagen wenn es um Ungerechtigkeit und Fremdenhass geht, hat er sich Feinde gemacht. Obwohl der Großteil seiner Gemeinde hinter ihm steht, führen hasserfüllte B... März 2016 verlässt Pfarrer Olivier Ndjimbi-Tshiende seine katholische Gemeinde im bayrischen Zorneding. Als schwarzer Pfarrer, der sich zudem nicht scheut seine Meinung zu sagen wenn es um Ungerechtigkeit und Fremdenhass geht, hat er sich Feinde gemacht. Obwohl der Großteil seiner Gemeinde hinter ihm steht, führen hasserfüllte Briefe und Morddrohungen dazu, dass er zurücktritt. Enttäuscht fragt er sich inwieweit die Institution Kirche einer solchen Unbarmherzigkeit Raum gibt. In diesem Buch setzt er sich mit der Frage auseinander, wie Kirche heute aussehen sollte. Was genau in Zorneding vorgefallen ist, wird im ersten Kapitel des Buchs ausführlich berichtet. Danach ergreift Pfarrer Olivier das Wort. „Was wäre wenn…“, so beginnen die nächsten sechs Kapitel, die seinen Traum von einer demütigen, barmherzigen und offenen Kirche beschreiben. Pfarrer Olivier erzählt jeweils am Anfang eines Kapitels, passend zum Thema, Erlebnisse aus seiner Kindheit in Kongo. Dann beschreibt er die Kirche seiner Träume, und begründet diesen Traum mit dem Vorbild Jesu. Er schreibt von einer Kirche, in der alle Menschen gleich sind, die arm ist, liebevoll und barmherzig; eine Kirche, in der Priester heiraten dürfen und auch Frauen als Priester ordiniert werden. Im letzten Kapitel fasst er seinen Traum zusammen. Es entsteht das Bild einer fröhlichen, liebevollen und warmherzigen Kirche. Pfarrer Olivier greift wichtige Themen auf, und in vielen Bereichen wäre eine Veränderung, wie er sie beschreibt, sicher dringend notwendig. Manchmal schießt er jedoch vielleicht über das Ziel hinaus. Er überlegt, dass Gott mehr weibliche Eigenschaften hat und fragt daher, „Was wäre wenn Gott eine Frau wäre?“ Und da der Mensch zum Bilde Gottes geschaffen wurde, und Evolutionisten sagen die Menschen waren am Anfang alle schwarz, kommt er zu dem Schluss, „Gott ist eine Frau, Gott ist schwarz.“ (Seite 166) Danach schreibt er jedoch, dass Gott bunt ist, wie ein Chamäleon, und unvorstellbar. Gerade, weil Gott unvorstellbar ist, ist wohl jeder Versuch ihn nach unseren menschlichen Kategorien zu definieren zum Scheitern verurteilt. Ein Pfarrer, der auch nach traurigen Erfahrungen an seinem Traum von Kirche festhält.

Flammender Appell für eine moderne, barmherzige Kirche
von einer Kundin/einem Kunden aus Kissing am 25.04.2018

In Bayern dürfte Pfarrer Olivier Ndjimbi-Tshiende den meisten bekannt sein - nicht unbedingt namentlich, aber als der Zornedinger Geistliche, der in seinem Amt unmenschlichen, rassistischen Anfeindungen ausgesetzt war. Er hatte sich für eine menschlichere Flüchtlingspolitik eingesetzt und löste dadurch eine beispiellose Hetze au... In Bayern dürfte Pfarrer Olivier Ndjimbi-Tshiende den meisten bekannt sein - nicht unbedingt namentlich, aber als der Zornedinger Geistliche, der in seinem Amt unmenschlichen, rassistischen Anfeindungen ausgesetzt war. Er hatte sich für eine menschlichere Flüchtlingspolitik eingesetzt und löste dadurch eine beispiellose Hetze auf ihn aus, auf deren Höhepunkt er letztlich sein Amt aufgab. Was mir nicht ganz klar war: Ndjimbi-Tshiende hatte für dieses Buch einen Co-Autor, Christoph Fasel. Dieser hat wohl auch den ersten Teil verfasst, denn dort wird über den afrikanisch-stämmigen Pfarrer in der dritten Person erzählt. Das hat mich anfangs sehr irritiert, da auf dem Cover ja nur er selbst als Autor genannt ist. Ndjimbi-Tshiende geht nicht direkt auf den Konflikt rund um seine Person ein, das hatte ich so nicht erwartet. Vielmehr schildert er seine Vision einer zeitgemäßen und dennoch ganz auf dem Evangelium basierenden christlichen Kirche. Einer Kirche, die mit ihrem Reichtum die Armut auf der Erde bekämpft, einer Kirche ohne den Zwang des Zölibats, einer Kirche, die auch weibliche Priester zulässt und natürlich auch: einer Kirche, sie sich aktiv gegen Rassismus einsetzt. Ich habe diese Forderungen nicht nur gerne gelesen (es ist alles auch für Laien sehr verständlich formuliert), sondern kann auch als Muslima nahezu alle Wünsche aus ganzem Herzen unterstützen. Möge das Buch viele Leser finden und die darin enthaltenen Vorschläge auch in der Amtskirche auf offene Ohren und Herzen stoßen!

Ein engagiertes Plädoyer für mehr Liebe und Herzlichkeit
von fantafee am 22.03.2018

Pfarrer Olivier Ndjimbi-Tshiende, bekannt,vor allem in Bayern, durch die Ereignisse, die 2016 durch die Presse gingen. Nach kritischen Äußerungen zu Vorkommnissen in der Gemeine Zorneding bezüglich der Flüchtlingspolitik erlebte er massive Angriffe, bis hin zu Morddrohungen. In diesem Buch erzählt er zu Beginn, recht kurz und ... Pfarrer Olivier Ndjimbi-Tshiende, bekannt,vor allem in Bayern, durch die Ereignisse, die 2016 durch die Presse gingen. Nach kritischen Äußerungen zu Vorkommnissen in der Gemeine Zorneding bezüglich der Flüchtlingspolitik erlebte er massive Angriffe, bis hin zu Morddrohungen. In diesem Buch erzählt er zu Beginn, recht kurz und knapp, die Geschehnisse, die zu seiner Amtsniederlegung geführt haben. Er benennt hier klar die Beteiligten, bleibt dabei aber immer fair, auch wenn er die Feder dazu schon gut angespitzt hat. Das alles ist der Auslöser für ihn, sich immer mehr mit den Sorgen und Ängsten der Menschen auseinander zu setzen. Er geht der Frage nach, woher die Angst Fremden gegenüber rührt und warum es in ‚reichen’ Zeiten wie diesen, überhaupt noch dazu kommt. Er spiegelt auch die Rolle der katholischen Kirche wider, vor allem ihre starres Verweilen in Strukturen aus längst vergangenen Jahrhunderten. Bei der es mehr um Geld und Macht geht, als um die eigentlichen Grundlagen des Christentums: Liebe und Barmherzigkeit. So eine Kirche müsste sich dringend modernisieren, um nicht noch mehr Mitglieder zu verlieren. Sie zu einer Kirche wandeln, die mehr JA sagt, als NEIN. Ja - zu Homosexuellen, Ja - zur Priesterehe, Ja - zu Frauen in Kirchenämtern, zu einer lachenden und feiernden Kirch, die sich für alle Menschen engagiert und ihnen Mut macht. Auch wenn mein Verhältnis zur Kirche eine andere ist und ich nicht jedes Statement unterschreiben wollte, so hat mir dieses Buch, nein, dieser geradlinige und kluge Mann sehr imponiert. Denn sein Traum von einer neuen Welt, einer neuen Kirche deckt sich ziemlich gut mit meinen Vorstellungen von einer engagierten, positiven Gesellschaft, wie ich sie mir wünschen würde. Seine Gedanken machen Mut und übertragen jede Menge Energie (und Argumente) um für eine Welt ohne Fremdenhass, Rassismus, Neid und Hass zu kämpfen.