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Koenig: Familienwelten

Theorie und Praxis von Familienaufstellungen

Leben lernen Band 170

Die Familienaufstellung nimmt einen Spitzenplatz unter den therapeutischen Interventionsmöglichkeiten ein. Die eigene Herkunfts- oder Gegenwartsfamilie aufzustellen bedeutet, mittels Stellvertreter für die Mitglieder einer Familie die Grunddynamik des Familiensystems sichtbar zu machen. Dies eröffnet die Möglichkeit korrigierender Erfahrungen und bietet die Chance, aus der Einsicht in die Bindungen und Prägungen der Herkunftsfamilie frei zu werden für die eigene Zukunft. Eng verknüpft mit dieser Arbeitsweise ist der Name Bert Hellingers, der nicht nur die psychotherapeutische Fachwelt mediengewandt polarisiert.
Königs klärende und souveräne Darstellung der Entwicklungsgeschichte des Verfahrens, seiner Wirkweise und konkreten Durchführung ist in dieser Situation polemischer Zuspitzung dringend nötig; dies um so mehr, als die enge Anbindung an Hellinger historisch so gar nicht gerechtfertigt ist.
Der Autor ordnet die Beiträge Hellingers in den Kontext der für die Aufstellungsarbeit relevanten Theorien und Methoden ein und koppelt die Arbeitsweise dadurch von der Person Hellingers ab. Die Aufstellungsarbeit wird als ein spezifisches professionelles Handeln in der Gruppentherapie und anderen Therapieformen dargestellt. Im Mittelpunkt steht die konzeptionelle Einführung in die Methode für alle, die sich informieren wollen oder bereits Erfahrungen mit der Familienaufstellung gesammelt haben. Fallvignetten geben Einblick in die Praxis.
Oliver König bei pfeiffer: Macht in Gruppen (3. Auflage!)
Grundlegend zum Thema Familienstellen: Virginia Satir: Selbstwert und Kommunikation (Über 75 000 Exemplare verkauft!)
Portrait
Oliver König (1951), Dr. phil. habil.; Studium der Pädagogik, Soziologie und Psychologie an den Universitäten Köln und Ann Arbor, Michigan (USA); Promotion in Soziologie (Frankfurt a. M.) und Habilitation in angewandter Sozialwissenschaft (Kassel). Trainer für Gruppendynamik in der Deutschen Gesellschaft für Gruppendynamik und Organisationsdynamik (DGGO), Supervisor (Deutsche Gesellschaft für Supervision und Coaching), Heilpraktiker (Psychotherapie). Tätigkeit in eigener Praxis in Supervision, Beratung, Training, und in der Lehre. Mitglied im Editorial Board der Zeitschrift Familiendynamik. Diverse Veröffentlichungen.
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    Einführung

    I. Familie: Verschiedene Sichtweisen

    1. Fluchtpunkt und Glücksversprechung: Familie heute
    Eine Fallgeschichte: Vier Generationen aus Sarahs Familie
    1.1 Familiäre Verarbeitung von sozialem Wandel
    - Vom Land in die Stadt - Verbürgerlichung und Intimisierung von Familie
    - Vom Kaiserreich zur Republik - Krieg und Nachkriegszeit
    1.2 Die Veränderung von Geschlechterrollen
    - Patriachalismus, Geschlecht und Arbeitsteilung
    - Pluralisierung weiblicher und männlicher Lebensentwürfe
    - Liebe und Sexualität
    - Sexualität in der Paarbeziehung und die Familialisierung von Sexualität
    - Veränderungen in der Machtbalance zwischen Mann und Frau
    1.3 Normative Verschreibungen und ihre Wirkungen
    - Entraditionalisierung und die Suche nach Orientierung
    - Das Mit- und Gegeneinander von alten und neuen
    - Vorstellungs- und Gefühlswelten
    - Herkunft und Zukunft
    1.4 Instabilisierung von Beziehungen
    - Vom Single zum Paar zur Familie - und zurück
    - Alleinerziehende
    - Fortsetzungs- und Patchworkfamilien
    - Adoption und außereheliche Kinder
    - Reproduktionstechnologie

    2. Familie als System von Systemen
    Interdependenz und Grenzziehung als Merkmale eines Systems
    Der Systemgedanke in der Aufstellungsarbeit
    2.1 Das Paarsystem
    2.2 Das Elternsystem
    2.3 Das Geschwistersystem
    2.4 Das Großelternsystem
    2.5 Das Geschwistersystem der Eltern
    2.6 Frühere und spätere Paar- und Elternsysteme der Eltern

    3. Familie als dynamisches Beziehungsfeld
    3.1 Mitgliedschaft und Zugehörigkeit
    - Eine Fallgeschichte: Die außereheliche Tochter
    3.2 Primäre Bindung und Liebe
    - Ein Fallgeschichte: Der betrogene Vater
    3.3 Die familiäre Ordnung
    3.4 Der Austausch von Geben und Nehmen
    - Der Austausch im Verhältnis der Generationen
    - Der Austausch im Verhältnis der Geschlechter
    - Der Austausch innerhalb und zwischen Systemen

    4. Konflikte und das Bemühen um Ausgleich
    Gerechtigkeit und Gewissen
    4.1 Bindung und Ablösung: Generationskonflikte
    - Die primäre Triade
    - Mißlungene Triangulierung
    - Bindungsmodus und Ablösekonflikte
    4.2 Eigennutz und Hingabe: Geschlechterkonflikte
    - Verrechnungsnotstände
    - Dialektik des Sexuellen
    4.3 Delegation und Vermächtnis: Systemkonflikte
    - Die Übernahme eines nicht erfolgten Ausgleiches
    - Der Rücktritt von übernommenen Schulden
    4.4 Familiäre Binnenmoral und kulturelles Umfeld: - Umweltkonflikte
    - Rigide Systemgrenzen
    - Flucht und Migration
    - Kriminalität und abweichendes Verhalten
    - Durchlässige Systemgrenzen
    - Familiäre Gewalt und sexueller Mißbrauch
    4.5 Der fremde und der eigene Tod: Existentielle Konflikte
    - Eine Fallgeschichte: Der jüngere Bruder stirbt mit sechs Monaten

    II. Theorie und Konzept der Aufstellungsarbeit

    5. Annäherungen an ein Konzept
    5.1 Stationen einer Lerngeschichte
    - Anfänge in der Gruppendynamik
    - Erste Erfahrungen mit der Aufstellungsarbeit
    - Bert Hellinger
    - Beginn der eigenen Aufstellungsarbeit und Ausbildung bei den Heidelberger Systemikern
    - Auf der Suche nach theoretischen und praktischen Orientierungen
    - Die eigene Arbeit heute
    5.2 Gruppen- und Aktionsorientierung
    - Schwächen und Fallgruben
    5.3 Die Externalisierung eines innere Bildes - Jakob L. Moreno
    5.4 Familienskulptur und Familienrekonstruktion - Virginia Satir
    5.5 Die Weiterentwicklungen der Aufstellungsarbeit
    5.6 Die Aufstellungsarbeit als Gruppenverfahren besonderer Art
    - Dyadischer Dialog und Komplexitätsreduzierung
    - Individuelle und strukturelle Übertragung
    - Verlebendigung familiärer Strukturen und Prozesse

    6. »Ja, ich merk schon, daß dieses Männliche so in denRaum kommt« - Rekonstruktion einer Aufstellungsarbeit
    6.1 Annäherungen an ein Thema
    6.2 Informationserhebung
    6.3 Das erste Aufstellungsbild
    6.4 Ergänzung der Aufstellung
    6.5 Umstellungen
    6.6 Prozeßarbeit
    6.7 Nachklänge
    6.8 Ein halbes Jahr später

    7. Theoretische Hintergründe
    7.1 Phänomenologie
    - Wissenschaftsgeschichtliche Hintergründe
    - Die phänomenologische Haltung
    7.2 Konstruktivismus
    7.3 Der Bedeutungsraum von Metaphern
    - Körper und Raum als innere und äußere Umwelten im Fluß der Zeit
    7.4 Metaphern des Raums
    - Die sieben Gebiete des Raumes
    - Vorne und Hinten
    - Rechts und Links
    - Oben und Unten
    - Mitte und Horizont
    7.5 Der Raum als Ausdruck von Beziehungen
    - Raumerleben in der Aufstellungsarbeit
    - Zeiterleben in der Aufstellungsarbeit
    7.6 Der Raum als Handlungsfeld
    - Seinen Platz einnehmen
    - Vergangenheit und Zukunft
    7.7 Die doppelte Wirklichkeit von Sein und Werden in der Aufstellungsarbeit
    - Hinaustreten aus dem externalisierten inneren Bild
    - Wiedertreten in ein neues Bild

    8. Fallvignetten
    8.1 »Dunkle Gedanken, so schwarz wie meine Bluse« - Angelika
    - »Ein bißchen ruhen lassen können« - Annäherungen an ein Thema
    - »Mein Vater ist mit 17 Jahren in russische Kriegsgefangenschaft gekommen« - Informationserhebung
    - »Da liegt ein großer Teil von mir« - Aufstellung und Hinzufügungen
    - »Ich danke Dir, daß Du überlebt hast« - Prozessarbeit
    - »Ich habe also eigentlich überhaupt gar keine Frauenvorbilder gehabt« - Nachklänge
    8.3 »Das Schwere, das so nach dem Boden unten Ziehen« - Marianne
    - »Ja, mich verwirrt das jetzt« - vor der Aufstellung
    - »Lieber Opa, Du bist mir unheimlich« - die Aufstellung
    - »Ich könnte sie alle an die Wand klatschen« - nach der Aufstellung

    III.Praxis der Aufstellungsarbeit

    9. Rahmungen: Leitungsstil und Gruppenprozeß
    9.1 Führen und Geführt werden
    9.2 Wissen und Nicht-Wissen
    9.3 Mut und Bescheidenheit
    9.4 Gegenübertragung und Übertragung
    9.5 Gruppenprozeß und Leitungsstil

    10. Das Aufbauen einer Aufstellung
    10.1 Der richtige Zeitpunkt
    1 0.2 Fokussierung und Ausweitung
    10.3 Umgang mit Informationen und Gefühlen
    10.4 Auswahl der aufzustellenden Personen
    10.5 Auswahl der Stellvertreter und das Stellen
    10.6 Die Befragung der Stellvertreter
    1 0.7 Hinzufügungen und Umstellungen

    11. Prozessarbeit in der Aufstellung
    11.1 Der Übergang zur Prozeßarbeit und das Einnehmen des Platzes
    11.2 Begegnungen
    11.3 Arbeit mit Sätzen
    11.4 Arbeit mit Ritualen
    11.5 Umgang mit Widerstand
    11.6 Umgang mit Gefühlen
    11.7 »Mutti bitte!« - ein Beispiel
    11.8 Beendigung

    12. Nach der Aufstellung
    12.1 Der Protagonist
    12.2 Die Stellvertreter und die Beobachter
    12.3Wirkungen und Nachwirkungen

    13. Epilog: Auf der Suche nach persönlicher Fundierung - Lösung durch Anerkennung der Bindung

    Literaturverzeichnis
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 336
Erscheinungsdatum September 2004
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-608-89727-2
Verlag Klett Cotta
Maße (L/B/H) 20,9/13,6/3,2 cm
Gewicht 450 g
Auflage 1. Auflage
Buch (Taschenbuch)
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