Der Report der Magd

Roman

Margaret Atwood

(111)
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Beschreibung

Die provozierende Vision eines totalitären Staats, in dem Frauen keine Rechte haben: Die Magd Desfred besitzt etwas, was ihr alle Machthaber, Wächter und Spione nicht nehmen können, nämlich ihre Hoffnung auf ein Entkommen, auf Liebe, auf Leben ... Margaret Atwoods "Report der Magd" ist ein beunruhigendes und vielschichtiges Meisterwerk, das längst zum Kultbuch avanciert ist.

»Packend, verstörend und mit absolutem Suchtpotenzial!«, annabelle (CH), 19.07.2017

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Nein i
Seitenzahl 400 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 03.04.2017
Sprache Deutsch
EAN 9783492970594
Verlag Piper
Originaltitel The Handmaid's Tale
Dateigröße 2080 KB
Übersetzer Helga Pfetsch
Verkaufsrang 6083

Kundenbewertungen

Durchschnitt
111 Bewertungen
Übersicht
83
16
7
3
2

Eine wegweisende Dystopie, Spannung pur und gleichzeitig ein aktueller Gesellschaftsroman
von Marcs Bücherecke am 09.06.2021
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Was soll man zu diesem Meisterwerk der Dystopie wohl noch sagen bzw. schreiben? Nicht erst seit der gleichnamigen TV-Serie ist dieser Roman fest in der modernen Popkultur verankert. Dennoch habe ich es erst jetzt, nach all den Jahren geschafft, mich mit diesem Buch zurückzuziehen und in diese Welt, die mehr mit unserer heutigen... Was soll man zu diesem Meisterwerk der Dystopie wohl noch sagen bzw. schreiben? Nicht erst seit der gleichnamigen TV-Serie ist dieser Roman fest in der modernen Popkultur verankert. Dennoch habe ich es erst jetzt, nach all den Jahren geschafft, mich mit diesem Buch zurückzuziehen und in diese Welt, die mehr mit unserer heutigen Zeit gemein hat, als ich dachte. Atwood erschafft hier eine Zukunftsversion, die fast schon besorgniserregend nah' an der Realität ist. In Form von Rückblicken erfahren wir auf welche Art die Gesellschaft sich veränderte und zu diesem totalitären Regime wurde, dass fruchtbare Frauen dazu zwingt sich monatlich vergewaltigen zu lassen, in der Hoffnung, dass sie irgendwann zu einem Brutkasten werden könnten. Frauen verlieren alles, sind bis auf wenige Ausnahmen gesellschaftlich kaum bis nichts mehr wert...... und alle diese Schritte wirken so realistisch und besorgniserregend wahr, dass man sich wirklich vorstellen kann, DAS kann genauso passieren. Auch die Charaktere zeigen uns die verschiedensten Arten und Weisen, wie sich die Individuen in die neuen Gesellschaftsnormen eingegliedert haben. Ganz ehrlich: Ich habe lange gesucht, aber ich konnte nichts finden, was mich an dem Buch stören würde. Auch das Ende von dem ich weiß, dass es viele nicht sooooo gelungen fanden, fand ich sehr gelungen und für mein Empfinden grandios! Fazit: Von der ersten bis zur letzten Seite Spannung pur und ein Spiegel der Gesellschaft, eingebettet in ein Szenario, von dem ich hoffe, dass es niemand erleben werden wird.

Ein totalitärer Staat, bei dem Frauen die größten Opfer sind.
von Gisela Simak aus Landshut am 22.04.2021

Ich würde gerne unwissend sein. Dann wüsste ich nicht, wie unwissend ich bin. (Seite 300 auf dem Reader) Vor vielen Jahren habe ich die gebundene Ausgabe ungelesen verschenkt. Ich konnte mit der Geschichte nichts anfangen. Jahre später habe ich es nochmal mit dem eBook versucht. Viele schwärmen ja von dieser Dystopi... Ich würde gerne unwissend sein. Dann wüsste ich nicht, wie unwissend ich bin. (Seite 300 auf dem Reader) Vor vielen Jahren habe ich die gebundene Ausgabe ungelesen verschenkt. Ich konnte mit der Geschichte nichts anfangen. Jahre später habe ich es nochmal mit dem eBook versucht. Viele schwärmen ja von dieser Dystopie. Wieder habe ich die Geschichte abgebrochen. Irgendwie bin ich in das Buch nicht hineingekommen. Nun habe ich mir die komplette Serie angesehen. Da ich von der Verfilmung sehr begeistert bin, habe ich nun gleich im Anschluss das eBook gesuchtet. Bingo! Das ist eine Premiere für mich. Noch nie zuvor habe ich erst den Film geschaut und dann das Buch gelesen. Ich hatte nun beim Lesen ein besseres Verständnis für diese Dystopie. Der Sprachstil ist verträumt, intensiv und sehr speziell. Die Gedankengänge von Desfred werden sehr ausführlich beschrieben. Abwechselnd begleitet man die Magd Desfred in der Gegenwart und Vergangenheit. Ohne Vorkenntnisse wäre das für mich sehr schwierig gewesen. Die Welt, in denen Frauen nichts weiter sind als Gebärmaschinen sind , wird von religiösen Fanatikern regiert. Bevorzugt werden Ehebrecherinnen und Frauen, die in ihrem vorherigen Leben nicht richtig Fuß gefasst haben. Die in einer Zweitehe gelebt lebten und einer anderen Frau den Mann weggenommen haben. So eine Frau wie Desfred. Sie hat mit ihren Luke eine gemeinsame Tochter. Für Luke ist es die zweite Ehe. Für Desfred wird diese Ehe zum Verhängnis! Desfred träumt von ihrem kleinen Mädchen, das man ihr auf der Flucht weggenommen hat. Sie weiß nicht, ob ihr Mann noch lebt. In dem neuen Staat Gilead gibt es die Marthas, die die Haushalte führen. Die Tanten, die die Mägde ausbilden. Die Mägde sollen für kinderlose Paare schwanger werden. Frauen besitzen in dem totalitären Staat keinerlei Rechte mehr. Sie dürfen ihre Berufe nicht mehr ausführen. Besitzen kein Geld mehr. Ihre Kinder hat man ihnen weggenommen und kinderlosen Paaren geschenkt! Ich konnte nicht fassen, was man mit den Frauen gemacht hat. Im Beisein der Ehefrauen mussten die Mägde mit deren Männern (Kommandanten) den Beischlaf vollziehen. Angebliche Fehltritte wurden sehr schwer bestraft. Ihre Bekleidung bestand aus aus einer roten, unförmigen Kutte. Ihre weißen Flügel auf dem Kopf sorgten dafür, dass sie nicht sehen- und gesehen werden können. Einen besonders üblen Charakter stellt Tante Lydia dar. Ihre Aufgabe betrachtet sie als Opfer. Ihre Brutalität kennt keine Grenzen. Dabei spricht sie die Mägde mit Liebes an. Unter deinem Auge ist einer von vielen Sprüchen, mit denen sich die Menschen im Staat Gilead begrüßen. Alles ist sehr religiös. Alles ist sehr frauenfeindlich. Der Wille der Frauen wird gebrochen. Auch bei Desfred spürt man die Zeichen der Resignation. Ihr altes Leben rutscht immer weiter in die Ferne. Vieles scheint für sie normal zu werden. Ganz so, wie es Tante Lydia prophezeit hat. Es gibt die Unfrauen und die Unbabys! Die Mägde müssen gesunde Babys auf die Welt bringen. Wenn ihnen das nicht gelingt, sieht ihre Zukunft noch düsterer aus, als sie es ohnehin schon ist. Über die der Babys möchte ich mir keinen weiteren Kopf machen. Ja, man stößt beim Lesen an seine Grenzen. Frauen haben von jeher für ihre Rechte gekämpft und viel erreicht. Unfruchtbarkeit, aufgrund einer atomaren Verseuchung, hat all diese Errungenschaften zunichte gemacht! Diese erschreckende Dystopie, die in den 80ern geschrieben wurde, halte ich leider für möglich. Es waren schon immer Frauen, die diskriminiert wurden. In diesem Drama haben es aber auch nicht alle Männer leicht. Wer mit dem Buch bisher nicht warm wurde, dem empfehle ich vorher die Serie anzuschauen. Bei mir hat es zu einem besseren Verständnis beim Lesen geführt. Die Thematik ist hochaktuell. (Meiner Meinung nach) Der intensive Schreibstil spiegelt das Geschehen in der Zukunft wider. Transportiert die Ängste der Frauen im neuen Staat Gilead. Danke Margaret Atwood. Bei dritten Anlauf habe ich das Buch dann doch gerne gelesen.

Der Report der Magd - außergewöhnlich spannend
von einer Kundin/einem Kunden aus Bludenz am 23.12.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Atwood at her best. Mann soll danach gleich auch "Die Zeuginnen" lesen.

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