Du hättest gehen sollen

Daniel Kehlmann

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Beschreibung

Ein einsam gelegenes Ferienhaus. Tief unten das Tal mit seinen würfelkleinen Häusern, eine Serpentinenstraße führt hinauf. Das kalte Blauweiß der Gletscher, schroffer Granit, die Wälder im Dunst - es ist Dezember, Vorweihnachtszeit. Ein junges Ehepaar mit Kind hat sich für ein paar Tage dieses komfortable Haus gemietet, doch so richtig aus der Welt sind sie nicht: Das Kind erzählt wirre Geschichten aus dem Kindergarten, die Frau tippt Nachrichten auf dem Telefon, und der Mann - ein Drehbuchautor, von dem ein Produzent den zweiten Teil seiner erfolgreichsten Komödie erwartet - schreibt Ideen und Szenen in sein Notizbuch. Aber mehr und mehr notiert er auch anderes - eheliche Spannungen, Zwistigkeiten, vor allem die seltsamen Dinge, die rings um ihn geschehen. Denn mit dem Haus stimmt etwas nicht.
Daniel Kehlmanns phantastische Erzählung ist im doppelten Wortsinn unheimlich, die Spirale in den Abgrund entwickelt einen starken Sog - umso mehr, als dem Schrecken etwas zur Seite gestellt wird: die wechselnden Stimmungen in der Familie, das Nebeneinander von Liebe und Gereiztheit, die Sorge um das Kind. «Das Geheimnis ist, dass man sich ja doch liebt.» Ist es so? Allmählich verschwimmen die Konturen, und der Boden beginnt zu wanken.

So klein wie fein (…) Kehlmann inszeniert mit sparsamen Mitteln und einer klaren, nüchternen Sprache ein Spiel mit Raum und Zeit.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Nein i
Seitenzahl 96 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 21.10.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783644000353
Verlag Rowohlt Verlag
Dateigröße 657 KB
Verkaufsrang 33630

Kundenbewertungen

Durchschnitt
9 Bewertungen
Übersicht
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"Ich muss es aufschreiben, um nicht verrückt zu werden."
von einer Kundin/einem Kunden am 18.08.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Es beginnt mit einem Drehbuchautoren, der mit seiner Familie in die Berge fährt, um die Inspiration für den zweiten Teil seines bisher erfolgreichsten Drehbuchs zu finden und endet mit der Horrorvorstellung, im Kunstwerk "House of Stairs" von M.C. Escher verzweifelt den Anfang oder eher den Ausweg zu finden. Eine merkwürdige, ve... Es beginnt mit einem Drehbuchautoren, der mit seiner Familie in die Berge fährt, um die Inspiration für den zweiten Teil seines bisher erfolgreichsten Drehbuchs zu finden und endet mit der Horrorvorstellung, im Kunstwerk "House of Stairs" von M.C. Escher verzweifelt den Anfang oder eher den Ausweg zu finden. Eine merkwürdige, verwirrende und vielschichtige Geschichte, bei der am Ende jeder Leser für sich entscheiden muss, was passiert ist in diesem Haus am Ende einer Serpentinenstrasse.

Unheimlich, spannend und sprachintensiv
von Circlestones Books Blog am 14.01.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

„Schnell, sagte sie. Schnell, geht weg.“ (Zitat Seite 32) Es ist der zweite Dezember und die junge Familie freut sich auf ein paar ruhige Urlaubstage in dem gemieteten Haus in den Bergen. Der Mann, Drehbuchautor, schreibt unter Termindruck an einem neuen Drehbuch. Seien Frau Susanna ist Schauspielerin und die gemeinsame Tocht... „Schnell, sagte sie. Schnell, geht weg.“ (Zitat Seite 32) Es ist der zweite Dezember und die junge Familie freut sich auf ein paar ruhige Urlaubstage in dem gemieteten Haus in den Bergen. Der Mann, Drehbuchautor, schreibt unter Termindruck an einem neuen Drehbuch. Seien Frau Susanna ist Schauspielerin und die gemeinsame Tochtr Esther ist gerade vier Jahre alt geworden. In der Abgeschiedenheit zeigen sich deutlich die Spannungen zwischen dem Ehepaar, immer wieder führen Dialoge zum Streit. Gleichzeitig scheint sich jedoch für den Autor immer wieder die Gegenwart unerklärlich in andere Dimmensionen zu verschieben. Im Dorf warnt man ihn: Geht weg! und auch Susanna und Esther wollen den Urlaub abbrechen. Sie packen … Erzähler dieser Geschichte ist der Drehbuchautor, die Ich-Form wechselt nur dort, wo er über seine Drehbuchfiguren Jana, Ella und Martin schreibt. Die Geschehnisse entwickeln sich um den kleinen Personenkreis der Familie. Hauptprotagonist ist jedoch der erzählende Drehbuchautor, man hofft mit ihm, dass dieser Urlaub, seine Ehe und auch sein Drehbuch ein positives Ende nehmen. Daniel Kehlmann kommt mit nicht mal 100 Seiten und fünf Tagen aus, um eine phantastische Schauergeschichte von packender Dichte zu entwickeln. Vorrangig geht es zu Beginn um die bekannten Fragen vieler Paare, warum man kaum bemerkt hat, wie der Alltag immer mehr Risse in die Beziehung gebracht hat. Doch bald erfährt man, dass es wohl größere Probleme gibt, denn seine Wahrnehmungen des Hauses und später auch der Umgebung verändern sich, überlagern sich und was sich anfangs mit Träumen und Sinnestäuschungen erklären lässt, entzieht sich langsam jeder Logik. Irgendwie ist alles einerseits überdeutlich, andererseits vage – auch manche der niedergeschriebenen Gedanken verschwinden irgendwie, indem die Sätze in der Mitte einfach aufhören. Kehlmann spielt mit Elementen aus der Mystik und dem absolut Unerklärbaren. Er braucht keine Todesfälle, um diese verhältnismäßig kurze Erzählung spannend und unangenehm bedrohlich zu gestalten. Schnell zu lesen, klingt diese Geschichte noch lange in den Gedanken des Lesers nach.

Mau
von einer Kundin/einem Kunden aus Wien am 13.02.2017
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Ein bisschen "mehr" Buch hätte ich mir schon erwartet, für das Geld. Man hat den Eindruck, dem Autor ging es wie dem Protagonisten (er wurde ständig gedrängt, endlich etwas abzuliefern) und das tat er dann halt.


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