Deutscher Herbst in Europa

Der Linksterrorismus der siebziger Jahre als transnationales Phänomen

Petra Terhoeven

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Beschreibung

Schon die Radikalisierung der „ersten Generation“ der deutschen Linksterroristen seit 1967 lässt sich nicht ohne wechselseitige Beeinflussung durch die europäischen Gesinnungsgenossen, vor allem in Italien, denken. Vor diesem Hintergrund analysiert Petra Terhoeven die Bedeutung grenzübergreifender Kontakte innerhalb Westeuropas für die Geschichte des deutschen Linksterrorismus im „roten Jahrzehnt“. Seit der Inhaftierung der RAF-Gründer im Jahre 1972 waren es vor allem einige Strafverteidiger, die im europäischen Ausland die Botschaft verbreiteten, linke Systemgegner seien in der Bundesrepublik gezielten, an NS-Praktiken erinnernden Verfolgungsmaßnahmen ausgesetzt. Das Bild vom deutschen Mörderstaat kulminierte mit der „Todesnacht von Stammheim“: Mit ihrem von eigener Hand herbeigeführten, aber als Staatsmord inszenierten Tod bedienten die RAF-Gründer nicht nur europäische Ängste vor einer Wiederkehr des deutschen Ungeistes. In Italien trug ihr Tod zu einer weiteren Radikalisierung der gewaltbereiten Linken bei und verstärkte indirekt die Reihen der Roten Brigaden.

"Das Buch zeugt von einer stupenden Kenntnis der Materie und besticht duch wohlüberlegte Argumentation."Jürgen P. Lang in: Politische Studien 2014

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 712
Erscheinungsdatum 20.06.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-11-048490-8
Verlag De Gruyter Oldenbourg
Maße (L/B/H) 21,1/14,9/4,3 cm
Gewicht 908 g
Abbildungen 11 b/w and 1 col. Illustrationen
Auflage 1

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