Gehe hin, stelle einen Wächter

Roman

Harper Lee

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Beschreibung

»Ein psychologisches Meisterwerk über Rassentrennung, Zivilcourage und über das Erwachsenwerden« (Der Sonntag) – heute aktueller denn je.

Jedes Jahr reist Jean-Louise Finch aus dem mondänen, aufgeklärten New York zurück in ihre Heimatstadt Maycomb im Süden der USA, um den Sommer bei ihrer Familie zu verbringen. Doch diesmal ist etwas anders als sonst: In dem beschaulichen Städtchen breiten sich Rassenunruhen aus, und Jean-Louise wird fassungslos Zeugin, wie ihr Vater Atticus in der ersten Reihe steht. Die bewegende Geschichte einer Tochter, die sich von ihrem geliebten Vater emanzipieren muss, um zu sich selbst zu finden; ein Zeitdokument tiefgreifender gesellschaftlicher Umbrüche und ein literarischer Fund, der seinesgleichen sucht – und viel zum Verständnis der heutigen USA beiträgt.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 320
Erscheinungsdatum 12.09.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-328-10018-8
Verlag Penguin
Maße (L/B/H) 18,5/12/2,7 cm
Gewicht 291 g
Originaltitel Go Set A Watchman
Übersetzer Ulrike Wasel, Klaus Timmermann
Verkaufsrang 22165

Kundenbewertungen

Durchschnitt
26 Bewertungen
Übersicht
14
6
5
0
1

von einer Kundin/einem Kunden aus Bremen am 21.12.2017
Bewertet: anderes Format

Ich hätte früher niemals gedacht, einmal die Fortsetzung von "Wer die Nachtigall stört" in den Händen zu halten. Auch dieses Buch ist spannend und sehr bewegend.

Vater und Tochter
von NiWa am 22.07.2017

Jean Louise Finch macht einige Tage Urlaub in ihrer Heimatstadt Maycomb. Aus dem multikulturellem New York treibt es sie ins konservative Alabama zurück, wo sie schon früher auf die Grenzen der Toleranz ihrer Mitmenschen traf. Denn Jean Louise Finch ist niemand anders als Scout, das kleine Mädchen, das im Weltklassiker „Wer d... Jean Louise Finch macht einige Tage Urlaub in ihrer Heimatstadt Maycomb. Aus dem multikulturellem New York treibt es sie ins konservative Alabama zurück, wo sie schon früher auf die Grenzen der Toleranz ihrer Mitmenschen traf. Denn Jean Louise Finch ist niemand anders als Scout, das kleine Mädchen, das im Weltklassiker „Wer die Nachtigall stört …“ tausende Herzen im Sturm erobert hat. Demzufolge handelt es sich um eine Art Fortsetzungsroman, der kaum unabhängig gelesen werden kann. Meiner Meinung nach ist es notwendig, die Figuren bereits zu kennen, damit man der Handlung folgen kann. Im Vordergrund steht wieder der Schwarz-Weiß-Konflikt. Dieser Roman behandelt die Südstaaten, die Rassentrennung und wie die Menschen in den 1950er-Jahren mit diesem Thema umgegangen sind. Gleichzeitig beschäftigt sich die Autorin mit einem Vater-Tochter-Konflikt. Sie beleuchtet genau diesen Moment, in dem Kinder - egal welchen Alters - begreifen, dass ihre Eltern doch nicht allmächtig und über alles erhaben sind. Scout kommt aus New York nach Maycomb, Alabama zurück und muss der Wahrheit ins Gesicht blicken. Der Zauber der Kindheit ist verflogen und sie ist nun eine erwachsene Frau, die vieles mit anderen Augen sieht. Die Rassentrennung wird in Maycomb nach wie vor konsequent umgesetzt, dennoch zeigt sich, dass liberalere Wege eingeschlagen werden. Die Schwarzen finden langsam zu einer gewissen Selbstbestimmtheit, während die meisten Weißen diesen Veränderungen sehr skeptisch gegenüberstehen. Das Wiedersehen mit Scout ist wunderbar! Oft stellt man sich beim Lesen die hypothetische Frage, was wohl aus diesem oder jenen Charakter geworden ist. In „Gehe hin, stelle einen Wächter“ gibt die Autorin selbst die Antwort darauf. Über manche Entwicklungen bin ich sehr traurig gewesen, weil ich mir doch bessere bzw. andere Lebenswege erhofft hatte. Trotzdem empfinde ich sie allesamt als authentisch und es wurde sehr glaubwürdig rübergebracht. Im Vordergrund der Handlung steht Scout und wie sich ihre magische Welt der Realität beugen muss. Vorbei sind die Tage, in denen sie mit ihrem Bruder auf der Veranda herum getobt ist, beantwortet die Fragen, auf die ihr Vater Atticus immer die richtige Antwort hatte, und gewesen die Momente, in denen sie sich hingebungsvoll in die liebevollen, schwarzen Arme von Haushälterin Calpurnia geworfen hat. Der Erzählstil ist sehr ruhig und besteht aus vielen Dialogen, wobei es zum Ende hin schon eher Monologe werden. Dabei hatte ich manchmal das Gefühl, dass dieser Roman noch nicht fertig geschrieben ist. Oft wirkt es wie ein Entwurf, aus dem nie eine Endfassung wurde. Nichtsdestotrotz hat mich Scouts Rückkehr nach Maycomb aufgewühlt und es war schön, sich gemeinsam mit ihr an ihre Jugend zu erinnern. Denn so manche Episoden daraus sind ein herzliches Lachen wert. Ich habe gehört, dass Harper Lee dieses Buch eigentlich nicht veröffentlichen wollte und kann schon verstehen, dass sich die Autorin einige Zeit geziert hat. Denn es ist ihr natürlich nicht gelungen, die dichte Atmosphäre ihres Meisterwerks aufrecht zu erhalten. Weder die Magie der Kindheit noch die drückende Hitze der Südstaaten konnte ein weiteres Mal von ihr eingefangen werden, dennoch bleibt ein beachtlicher Roman, der gut zu hören und bestimmt auch zu lesen ist. Scout ist erwachsen geworden und die Welt hat sich verändert. Ob sie für Jean Louise Finch besser geworden ist, muss man beim Lesen oder Hören aber schon selbst erfahren. Wem „Wer die Nachtigall stört …“ gefallen hat und gern wissen möchte, was aus dem kleinen Wildfgang Scout geworden ist, dem rate ich zu dem Buch zu greifen. Auch wenn es dem Vergleich mit Harper Lees Meisterwerk keinesfalls Stand hält, regt es doch zum Nachdenken an.

Kindische Erlebniserzählung
von einer Kundin/einem Kunden aus Berne am 14.11.2016

Der Roman "Gehe hin, stelle einen Wächter" von Harper Lee ist nicht ansatzweise literarisch vergleichbar mit "Wer die Nachtigall stört". Die Handlung besteht hier aus einer kindlichen und redundanten Erlebniserzählung, verfasst in einem albernen Sprachstil, was durch die z.T. unsensible Übersetzung noch verstärkt wird.Nur ganz v... Der Roman "Gehe hin, stelle einen Wächter" von Harper Lee ist nicht ansatzweise literarisch vergleichbar mit "Wer die Nachtigall stört". Die Handlung besteht hier aus einer kindlichen und redundanten Erlebniserzählung, verfasst in einem albernen Sprachstil, was durch die z.T. unsensible Übersetzung noch verstärkt wird.Nur ganz vereinzelt, z.B bei der differenzierten Charakterisierung Calpurnias, blitzt etwas von dem Können Harper Lees auf, wie sie es in ihrem Roman, durch den sie berühmt wurde und unvergessen bleibt, zeigt. Dieser als so sensationell angepriesene Roman wäre besser in seiner wohlverdienten Vergessenheit geblieben.


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