Michael Kohlhaas

Reclam XL - Text und Kontext

Heinrich Kleist

(36)
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Beschreibung

Heinrich von Kleists berühmteste Erzählung Michael Kohlhaas, die auf einem realen historischen Ereignis aus dem Jahr 1534 basiert, erschien erstmals 1810. In Kleists Erzählung "nach einer alten Chronik" übt der Rosshändler Michael Kohlhass, vom Staat und seinen Vertretern im Stich gelassen, vom Junker Wenzel von Tronka gedemütigt und gekränkt, Selbstjustiz. Er formiert ein Heer aus Knechten und Bauern, brennt Städte nieder, wütet und mordet - alles im Namen der Gerechtigkeit. Allerdings hat Kleist seine Geschichte gegenüber der historischen Vorlage in vielen Punkten deutlich verändert. Das Schicksal von Michael Kohlhaas, der als "einer der rechtschaffensten zugleich und entsetzlichsten Menschen seiner Zeit" charakterisiert wird, spiegelt das Paradox eines verabsolutierten Rechtsgefühls, das, von strikter Wahrheitsliebe diktiert ist, aber zu Unrecht und Unmenschlichkeit führt.
Die Reihe "Reclam XL - Text und Kontext" bietet Klassikertexte mit Kommentar und ist damit speziell auf die Bedürfnisse des Deutschunterrichts zugeschnitten. Auf die sorgfältig edierten Texte folgt ein Anhang mit Materialien, die das Verständnis des Werkes erleichtern und Impulse für Diskussionen im Unterricht liefern: Text- und Bilddokumente zu Quellen und Stoff, zur Biographie des Autors, zu seiner Epoche sowie zur Rezeptionsgeschichte.
Die Herausgeber sind erfahrene Schulpraktiker, die die Materialien nach den gegenwärtigen Erkenntnissen von Germanistik und Fachdidaktik für jeden Band neu erarbeitet haben. Die Bände von "Reclam XL" sind im Textteil seiten- und zeilenidentisch mit denen der Universal-Bibliothek. UB- und XL-Ausgaben sind also nicht nur im Unterricht nebeneinander verwendbar - es passen auch weiterhin alle Lektüreschlüssel, Erläuterungsbände und Interpretationen dazu.

E-Book mit Seitenzählung der gedruckten Ausgabe: Buch und E- Book können parallel verwendet werden.

Heinrich von Kleist (18. 10. 1777 Frankfurt a. d. O. - 21. 11. 1811 zwischen Potsdam und Berlin am heutigen Kleinen Wannsee) bewegte sich in romantischen Dichterkreisen, seine bis heute modern wirkenden Dramen und Erzählungen entziehen sich allerdings schematischen Stil- und Epochenzuordnungen.

Produktdetails

Format ePUB i
Herausgeber Ralf Kellermann, Eva-Maria Scholz
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Ja i
Seitenzahl 166 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 08.03.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783159609973
Verlag Reclam Verlag
Dateigröße 1335 KB

Kundenbewertungen

Durchschnitt
36 Bewertungen
Übersicht
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12
3
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0

Dantons Tod
von einer Kundin/einem Kunden aus Lanzendorf am 14.01.2021
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Aus Bildungsgründen gelesen,schwierige Sprache aber zeitgemäß und daher faszinierend,geschichtliches Interesse ist Voraussetzung

Ein Buch, über das man sprechen kann und möchte!
von einer Kundin/einem Kunden aus Willich am 01.11.2020
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Während die ersten Seiten noch etwas anstrengend waren (sehr typischer Schreibstil für den bürgerlichen Realismus), habe ich mich dann doch schnell daran gewöhnt und die Detailverliebtheit schätzen gelernt. Ich habe mich auch in den ehrlichen und wertenden Ton (voller Menschenkenntnis) des Autors verliebt. Das Schicksal der Pr... Während die ersten Seiten noch etwas anstrengend waren (sehr typischer Schreibstil für den bürgerlichen Realismus), habe ich mich dann doch schnell daran gewöhnt und die Detailverliebtheit schätzen gelernt. Ich habe mich auch in den ehrlichen und wertenden Ton (voller Menschenkenntnis) des Autors verliebt. Das Schicksal der Protagonistin Effi ist kein Geheimnis und daraus macht auch der Erzähler, der sich meistens ziemlich neutral gibt, keinen Hehl. Doch ich bin über ein oder zwei Stellen gestolpert, in denen er sich als Erzähler zu erkennen gibt und menschliche Züge, Konturen annimmt. So schnell verschwindet er aber auch danach wieder und versteckt sich mit seiner vermeintlichen Personalität hinter Effi. Nur manchmal habe ich gemerkt, dass er mehr weiß als er vorgibt. Zwischendurch ist er tatsächlich dort, wo Effi nicht ist. Effi ist eine wirklich bemerkenswerte und interessante Person. Wäre sie das nicht, wäre wohl auch die Roman-Idee dahin. Aber zum Glück ist sie so vielseitig wie sich hier zeigt: Warmherzig, intelligent, quirlig. Und auch von Fehlern kann sie sich nicht lossagen, was sie umso sympathischer macht: Eitel, verwöhnt, direkt und schlagfertig verströmt sie ihren ganz eigenen Charme! Und gerade durch Effi und die schönen Dialoge, weil sie so menschlich sind, konnte mich das Buch auf viele verschiedenen Arten berühren: Mich schmunzeln, grübeln oder lächeln lassen. Manchmal hat es mich wegen der großen Realitätsnähe und dem, was passiert ist, auch traurig gestimmt. Und tatsächlich lief mir hin und wieder auch ein Schauer über den Rücken: Wie schon erwähnt ist dieser Roman in manchen Beziehungen Vorzeigeexemplar für die Epoche des Realismus: So auch für das Verfahren der Verklärung. Spukt es in dem Haus? Gibt es Geister der Vergangenheit? Will ihr Mann Effi das Fürchten lehren? Und was hat es mit den Chinesen auf sich? Tja, die Chinesen... Da war ich etwas aus dem Konzept gebracht. So offensichtlicher Rassismus, dachte ich im ersten Moment. Und ja, das ist es auf jeden Fall. Auf der anderen Seite muss die Zeit bedacht werden und der begrenzte Bewegungsradius der Figuren in diesem Buch. Was der Realist nicht kennt, dem traut er nicht... Ganz ehrlich, ich musste schon darüber schmunzeln. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Fontane das nicht ironisch gemeint hat, aber dafür weiß ich zu wenig über ihn. Auf jeden Fall finde ich, dass das Werk zurecht in den Deutschunterricht gehört, da an ihm viele literarische Phänomene, aber auch zeitgenössische Sitten, diskutiert werden können. Ich denke aber, dass man den Chinesen nicht so stehen lassen kann!

Ungern vergebe ich fünf Sterne
von Io am 11.06.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Es ist deswegen so gut weil es den Leser richtig wütend macht auf den Thiel.


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