Krieg und Militär im Film des 20. Jahrhunderts

Herausgegeben im Auftrag des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes

Beiträge zur Militärgeschichte Band 59

Bernhard Chiari, Matthias Rogg, Wolfgang Schmidt

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Beschreibung

Kaum ein anderes Medium hat die Erinnerung und Wahrnehmung von organisierter Gewalt und Krieg im 20. Jahrhundert mehr geformt als der Film. In international vergleichender Perspektive beleuchtet dieses Buch das Spannungsverhältnis von Film als einem Medium der Unterhaltung und politischer Meinungsbildung. Zur Sprache kommen neben methodischen Fragen die Rezeption im Ersten Weltkrieg und in der Weimarer Republik, die Affinität von Militär und Film im Nationalsozialismus sowie die Funktion von Militär- und Kriegsfilmen im Kalten Krieg. Das Spektrum reicht so von militärspezifischen Inhalten über Fragen der narrativen Konstruktion, der cineastischen Form bis zu den Mechanismen politischer Instrumentalisierung und gesellschaftlicher Wirkung von Filmen. Inhalt: Gerhard Paul, Krieg und Film im 20. Jahrhundert. Historische Skizze und methodologische Überlegungen Kriegsfilm und interdisziplinäres Umfeld Gerhard Paul, Kriegsfilm und interdisziplinäres Umfeld Günter Riederer, Was heißt und zu welchem Ende studiert man Filmgeschichte? Einleitende Überlegungen zu einer historischen Methodik der Filmanalyse Ulrich Fröschle und Helmut Mottel, Medientheoretische und mentalitätengeschichtliche Probleme filmhistorischer Untersuchungen. Fallbeispiel: »Apocalypse Now« Clemens Schwender, Bausteine zu einem evolutionspsychologischen Verständnis von Kriegsfilmen USA - Sowjetunion. Gewalt, Krieg und Nation im Film Bernhard Chiari, USA - Sowjetunion. Gewalt, Krieg und Nation im Film Andreas Etges, The Best War Ever? Der Deutungswandel des Zweiten Weltkriegs in US-amerikanischen Filmen am Beispiel von »The Best Years of Our Lives« und »Saving Private Ryan« Herbert Mehrtens, Die filmische Konstruktion der kampfbereiten Nation: »Deep Impact« Beate Fieseler, Der Kriegsinvalide in ausgewählten sowjetischen Spielfilmen der Kriegs- und Nachkriegszeit (1944 bis 1964) Carola Tischler, Kalter Krieg im Kino? Das Bild des »Amerikaners« in sowjetischen Spielfilmen nach 1945 Erster Weltkrieg und Weimarer Republik Martin Baumeister, Erster Weltkrieg und Weimarer Republik Martin Baumeister, »Leffet de réel«. Zum Verhältnis von Krieg und Film 1914 bis 1918 Philipp Stiasny, »Die poetische Schmachtlocke sträubt sich hier ohne weiteres zur politischen Borste«. »Fridericus Rex« und das Bild des Krieges im Weimarer Kino Barbara Ziereis, Kriegsgeschichte im Spielfilmformat. Der Erste Weltkrieg im Tonspielfilm der Weimarer Republik Ralph Winkle, Der Schock und die Ästhetik des Erhabenen. Darstellungsformen des Weltkrieges in Filmen der zwanziger und dreißiger Jahre Die Luftwaffe im NS-Propagandafilm Matthias Rogg, Die Luftwaffe im NS-Propagandafilm Rainer Rother, »Stukas«. Zeitnaher Film unter Kriegsbedingungen Rolf Seubert, »Junge Adler«. Technikfaszination und Wehrhaftmachung im nationalsozialistischen Jugendfilm Jan Kindler, »Wo wir sind, da ist immer oben«. Zur Inszenierung der Luftwaffe im NS-Kulturfilm Krieg und Militär im deutschen Nachkriegsfilm Wolfgang Schmidt, Krieg und Militär im deutschen Nachkriegsfilm Philipp von Hugo, Kino und kollektives Gedächtnis? Überlegungen zum westdeutschen Kriegsfilm der fünfziger Jahre Susanne Brandt, »Ich war neunzehn«. Konrad Wolfs Spielfilm über das Kriegsende 1945 als Bestandteil offizieller Erinnerungskultur in der DDR Wolfgang Schmidt, »Barras heute«. Bundeswehr und Kalter Krieg im westdeutschen Spielfilm der frühen sechziger Jahre Gerhard Wiechmann, »Top Gun« in der DDR? Der Kalte Krieg und die NVA im Spielfilm am Beispiel von »Anflug Alpha 1« Katja Protte, Auf der Suche nach dem Staatsbürger in Uniform. Frühe Ausbildungs- und Informationsfilme der Bundeswehr Matthias Rogg, »Filme von der Fahne«. Das Armeefilmstudio der Nationalen Volksarmee der DDR Die Herausgeber: Bernhard Chiari, Dr. phil., Wiss. Rat, geb. 1965 in Wien, Matthias Rogg, Dr. phil., Major, geb. 1963 in Wittmund, Wolfgang Schmidt, Dr. phil., Oberstleutnant, geb. 1958 in Regensburg. Die drei Herausgeber sind wissenschaftliche Mitarbeiter am Militärgeschichtlichen Forschungsamt, Potsdam.

"Wenngleich natürlich nicht alle Aspekte der vielfältigen Wechselwirkung von Krieg und Film berücksichtigt werden konnten, ist hier doch ein umfassendes und facettenreiches Werk zum Thema vorgelegt worden, das den Forschungsstand prägnant zusammenfasst. Es ist anschaulich bebildert, gleichermaßen gut geschrieben wie gegliedert und kann uneingeschränkt empfohlen werden." (Sönke Neitzel in: Militärgeschichtliche Zeitschrift 1/2005)

"Die umfangreichen und detaillierten Bibliografien und Filmografien am Ende jedes Beitrags und nicht zuletzt die vorzügliche Ausstattung mit Dutzenden von Fotos aus bekannten und weniger bekannten Filmen machen aus diesem Buch sehr viel mehr als nur die übliche Zusammenfassung einer Konferenz. Vielmehr ist dieser Band auch ein vorzügliches Nachschlagewerk zu einem zentralen Thema der Militär- wie Filmgeschichte. Dass das eine unauflösbar mit dem anderen verzahnt ist, bleibt als nachhaltiger Eindruck dieses ungewöhnlich gelungenen Sammelbands." (Christian Hartmann in: sehepunkte 3/2005)

"Das Buch ist ein Leckerbissen für jeden Cineasten, bietet aber auch eine Menge Informationen darüber, wie Regierungen und Regimes ein Medium zur Manipulation der Bevölkerung einsetzen können." (Truppendienst 4/2004)

Wolfgang Schmidt, geboren 1958, ist Dozent für Militärgeschichte an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Herausgeber Bernhard Chiari, Matthias Rogg, Wolfgang Schmidt
Seitenzahl 654
Erscheinungsdatum 30.07.2003
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-486-56716-8
Reihe Beiträge zur Militärgeschichte 59
Verlag De Gruyter Mouton
Maße (L/B/H) 24,6/17,7/4,3 cm
Gewicht 1425 g
Abbildungen X, mit zum Teil farbigen Abbildungen 24,5 cm
Auflage 1

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    Gerhard Paul, Krieg und Film im 20. Jahrhundert. Historische Skizze und methodologische Überlegungen
    Kriegsfilm und interdisziplinäres Umfeld
    Gerhard Paul, Kriegsfilm und interdisziplinäres Umfeld
    Günter Riederer, Was heißt und zu welchem Ende studiert man Filmgeschichte? Einleitende Überlegungen zu einer historischen Methodikder Filmanalyse
    Ulrich Fröschle und Helmut Mottel, Medientheoretische undmentalitätengeschichtliche Probleme filmhistorischer Untersuchungen. Fallbeispiel: "Apocalypse Now" Clemens Schwender, Bausteine zu einem evolutionspsychologischen Verständnis von Kriegsfilmen USA - Sowjetunion. Gewalt, Krieg und Nation im Film Bernhard Chiari, USA - Sowjetunion. Gewalt, Krieg und Nation im Film
    Andreas Etges, The Best War Ever? Der Deutungswandel des Zweiten Weltkriegs in US-amerikanischen Filmen am Beispiel von "The Best Yearsof Our Lives" und "Saving Private Ryan" Herbert Mehrtens, Die filmische Konstruktion der kampfbereiten Nation: "Deep Impact" Beate Fieseler, Der Kriegsinvalide in ausgewählten sowjetischen Spielfilmen der Kriegs- und Nachkriegszeit (1944 bis 1964)"Carola Tischler, Kalter Krieg im Kino? Das Bild des "Amerikaners" insowjetischen Spielfilmen nach 1945
    Erster Weltkrieg und Weimarer Republik
    Martin Baumeister, Erster Weltkrieg und Weimarer Republik
    Martin Baumeister, "Leffet de réel". Zum Verhältnis von Krieg und Film
    1914 bis 1918
    Philipp Stiasny, "Die poetische Schmachtlocke sträubt sich hier ohneweiteres zur politischen Borste". "Fridericus Rex" und das Bild desKrieges im Weimarer Kino
    Barbara Ziereis, Kriegsgeschichte im Spielfilmformat. Der Erste Weltkrieg im Tonspielfilm der Weimarer Republik
    Ralph Winkle, Der Schock und die Ästhetik des Erhabenen. Darstellungsformen des Weltkrieges in Filmen der zwanziger unddreißiger Jahre
    Die Luftwaffe im NS-Propagandafilm
    Matthias Rogg, Die Luftwaffe im NS-Propagandafilm
    Rainer Rother, "Stukas". Zeitnaher Film unter Kriegsbedingungen
    Rolf Seubert, "Junge Adler". Technikfaszination und Wehrhaftmachung imnationalsozialistischen Jugendfilm
    Jan Kindler, "Wo wir sind, da ist immer oben". Zur Inszenierung der Luftwaffe im NS-Kulturfilm
    Krieg und Militär im deutschen Nachkriegsfilm
    Wolfgang Schmidt, Krieg und Militär im deutschen Nachkriegsfilm
    Philipp von Hugo, Kino und kollektives Gedächtnis? Überlegungen zum westdeutschen Kriegsfilm der fünfziger Jahre
    Susanne Brandt, "Ich war neunzehn". Konrad Wolfs Spielfilm über das Kriegsende 1945 als Bestandteil offizieller Erinnerungskultur in der DDR
    Wolfgang Schmidt, "Barras heute". Bundeswehr und Kalter Krieg im westdeutschen Spielfilm der frühen sechziger Jahre
    Gerhard Wiechmann, "Top Gun" in der DDR? Der Kalte Krieg und die NVA im Spielfilm am Beispiel von "Anflug Alpha 1"
    Katja Protte, Auf der Suche nach dem Staatsbürger in Uniform. Frühe Ausbildungs- und Informationsfilme der Bundeswehr
    Matthias Rogg, "Filme von der Fahne". Das Armeefilmstudio der Nationalen Volksarmee der DDR