Gedichte

Über 350 Titel in einem Buch: Sonette, Aus Berlin, Jahreszeiten, Buch der Natur, Pandora, Erstes Lieben, Die Goethe-Pedanten, Von Weibern, Wanderlied, Das Leben ist doch schön!...

Gottfried Keller

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Beschreibung

Dieses eBook: "Gedichte" ist mit einem detaillierten und dynamischen Inhaltsverzeichnis versehen und wurde sorgfältig korrekturgelesen.
Gottfried Keller (1819-1890) war ein Schweizer Dichter und Politiker.
Inhalt:
Sonette:
An einen Schulgenossen
An einen Freund
An einen zweiten
Winterabend
Was ist es an der Zeit?
In der Stadt
Die schweizerische Nationalität
Warnung
Den Konservativen
Epilog
Die Tellenschüsse
Goethe
Brentano, Kerner
Herwegh
Subjektives Dichten
Der deutsche Freiheitskrieg
Auch an die "Ichel"
Reformation
Von Kindern
An Follen
Der Schein trügt
Das Leben ist doch schön!
Erkenntnis
Ein Wanderer
Nach dem Sonderbundskriege
Vier Jugendfreunde
Ein früh Geschiedener
Schein und Wirklichkeit
In der Stadt
Reformation
Von Kindern
Jeder Schein trügt
Winterabend
Nationalität
Eidgenossenschaft
Alles oder nichts
Die Tellenschüsse
Auf die Motten
Die Hehler
Die Goethe-Pedanten
An A.A.L. Follen
Clemens Brentano, Kerner und Genossen
Herwegh
Zur Verständigung
Den Zweifellosen
Dankbares Leben
Eitles Leben
Erkenntnis
Kriege der Unfreien
Nach dem Siege
Der Schulgenoß
Mißtraue allem Außerordentlichen
In eines Armen Gärtchen
In der alten braunen Stube
Eine Nacht
Aus dem "Totentanz"
Ich bin ein armer Schlucker
Der grüne Baum
Vorübergehend
Gott
Das Vaterland, die Freiheit
Einem Gestorbnen
Wen klag ich an
Lied der Zerrissenen
In einem schweizerischen Zeughause
Morgenlied
Rheingruß
Ça ira!
Unsterblich bist du
An einen Freund
Natur
Abend
Nacht
Frühling
Sommer
Herbst
Winter
Siebenundzwanzig Liebeslieder
An meine Dame
Gedanken eines Lebendig-Begrabenen
Feuer-Idylle
Jahreszeiten
Lied der Sonne
Der junge Bettler
Der Taugenichts
Ständchen für eine Prinzessin
Ständchen, einer Verlassenen gebracht
Sommernacht
Schifferlied
Herbstnacht
Winternacht
Von Weibern
Aus Berlin
Wilhelm v. Humboldts Landhaus am Tegelsee
Polkakirche
Berliner Pfingsten
Weihnachtsmarkt
Frühling 1853
Sonntags
Im Tiergarten
Gaselen
Aus der Brieftasche
Romanzen
...

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Ja i
Seitenzahl 1300 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 11.01.2016
Sprache Deutsch
EAN 9788026849599
Verlag E-artnow
Dateigröße 1314 KB
Verkaufsrang 97496

Kundenbewertungen

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Ossip Mandelstam – ein moderner Dichter mit klassischer Form
von Zitronenblau am 11.12.2012
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Mandelstam, russischer Dichter und Vertreter des Akmeismus, d.h. einer Strömung „lyrischer Klarheit“, gehörte somit genau nicht zu den avantgardistischen, futuristischen Poeten wie Chlebnikov an, besorgte mir ein „besseres“ lyrisches Leseerlebnis. In großer Dankbarkeit für den Übersetzer, Paul Celan, den ich ohnehin sehr bewunde... Mandelstam, russischer Dichter und Vertreter des Akmeismus, d.h. einer Strömung „lyrischer Klarheit“, gehörte somit genau nicht zu den avantgardistischen, futuristischen Poeten wie Chlebnikov an, besorgte mir ein „besseres“ lyrisches Leseerlebnis. In großer Dankbarkeit für den Übersetzer, Paul Celan, den ich ohnehin sehr bewundere, öffnet sich in diesem kleinen Büchlein ein sehr prägnantes, aber keinesfalls lakonischen, jedoch aber sehr traditionelles und das Metrum wieder rehabilitierendes dichterisches Werk. Mandelstam ist ein Poet lyrischer Miniaturen, so sind gerade die ersten Gedichte dieses Bandes weniger balladenhaft, episch und vielstrophig, das Metrum überwiegend jambisch, oft auch trochäisch, mit Tendenz zum klassischen Fünfheber. Die Reimstruktur ist sehr einfach (abab, aa bb cc, etc.), die Reime selbst bis auf einige Assonanzen ex aequo recht simpel (Sterne – gerne, viel – Ziel etc.) und kaum ein Auftreten von Enjambements oder ungewöhnlicher Versformationen. Die meisten Gedichte tragen keinen Titel. Diese erste, wahrgenommene formale Schlichtheit soll aber nicht über den Inhalt hinwegtäuschen. Dieser ist allegorisch und symbolträchtig. Mandelstam transferiert Begriffe der Naturwelt in die Seelenlandschaft und beschwört seine Poesie zum Akt innerer Musik, sodann das Wort überführt werden soll in den bloßen Klang, fern semantischer, kognitiver Restriktion: Keine Worte, keinerlei. Nichts, das es zu lehren gilt. Sie ist Tier und Dunkelheit, sie, die Seele, gramgestillt. Nicht nach lehre steht ihr Sinn, nicht das Wort ists, was sie sucht. Jung durchschwimmt sie, ein Delphin, Weltenschlucht um Weltenschlucht. Stark aber auch ist die christliche Symbolik: das Kreuz, der Himmel und die Weltschmerzlitaneien: Weltenweh, das nebelhafte, trübe – O erlaub, daß ich ihm gleich sei: nebelhaft, und erlaub mir, daß ich dich nicht liebe. Oder: O Himmel, Himmel, du kommst wieder, wieder Im Traum! Dies kann nicht sein: daß du erblindet bist, daß hier der Tag, ein weißes Blatt, ganz niederbrannte, nieder zu diesem bißchen Rauch, zu diesem Aschenrest! Groß angelegt ist die Reflexion über die Menschheit und ihrer Unvernunft: Die Städte, die da blühn, sie mögen weiter bedeutsam tun mit Namen und mit Schall. Nicht Rom, die Stadt, lebt fort durch zeit und Zeiten, es lebt des Menschen Ort – ein Ort im All. Ihn zu erobern, ziehn der Fürsten Heere, heißen die Priester all die Kriege gut. Und ohne ihn – die Häuser, die Altäre: Verachtungswürdig, elend, Schutt. In den späteren Dichtungen greift er auf mythische Gleichnisse zurück, sodass man ihm einen neoklassizistischen Stil zuordnen kann. Die späten und auch komplexeren Dichtungen wie „Bahnhofskonzert“ oder „Griffel-Ode“ sind durchwoben von dunklen Metaphern und Symbolen: Der Stern zum Stern, machtvoll gefügt – Der Kiesweg aus dem alten Liede – Kies spricht und Luft, Hufeisen spricht zum Ring, das Wasser spricht zum Kiesel – Die Griffel-Zeichnung, milchig an der Wolken weicher Schiefertafel – Nicht Welten-Schule – nein, ein Wahn, ein Halbschlaf-Traum, geträumt von Schafen. Mandelstam kam tragisch ums Leben. Wurde Opfer stalinistischer Säuberungen. Der Gedichtband eröffnet den Interessierten einen ersten Blick in die Welt des russischen Poeten und bereitet vor auf ein Werk, das viel zutage gefördert hat, nicht zuletzt auch die Essays über die Poesie und vor allem Dante – Mandelstams wichtigstes Vorbild.

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