Was ich euch nicht erzählte (6 CDs)

Lesung

Celeste Ng

(122)
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Beschreibung

Ohio 1977: James Lee möchte seine Tochter Lydia als Abschlussballkönigin sehen – eine Popularität, die ihm als Sohn chinesischer Einwanderer verwehrt blieb. Für ihre Mutter soll die 17-Jährige Klassenbeste sein. Auch ihre beiden Geschwister vergöttern sie. Doch dann der Schock: Lydia wird tot aufgefunden. War es Mord oder Selbstmord? Der tragische Verlust verwandelt das Leben der Familie in eine Tragödie, die ihre glückliche Vergangenheit als Illusion entlarvt. Doch auch dieses Ende birgt die Chance auf einen Neuanfang. Und alle erkennen, dass Ehrlichkeit und Respekt füreinander das Wichtigste im Leben sind.

Lesung mit Britta Steffenhagen
Autorisierte Lesefassung
6 CDs | ca. 7 h 54 min

»Das schonungslose und bewegende Porträt einer Familie in der Krise.« The Independent

CELESTE NG (sprich: Ing), geboren Anfang der 80er-Jahre in Pittsburgh, Pennsylvania, wuchs als Kind chinesischer Einwanderer in Pennsylvania und Ohio auf. Beide Eltern waren Wissenschaftler. Nach ihrem Studium in Harvard und an der University of Michigan veröffentlichte sie zahlreiche Essays und Erzählungen. »Was ich euch nicht erzählte« ist ihr erster Roman.

Die Sprecherin BRITTA STEFFENHAGEN, geboren 1976 in Berlin, arbeitet als Moderatorin und Redakteurin im Rundfunk (u.a. für radioeins). Zudem ist sie als Schauspielerin, Synchron- und Hörbuchsprecherin tätig. Für DAV hat sie zuletzt »Nullzeit« von Juli Zeh, »Die fabelhaften Schwestern der Familie Cooke« von Karen Joy Fowler sowie »Der unsichtbare Gast« von Marie Hermanson eingelesen.

Produktdetails

Medium CD
Sprecher Britta Steffenhagen
Spieldauer 474 Minuten
Erscheinungsdatum 27.05.2016
Verlag Der Audio Verlag
Hörtyp Lesung
Übersetzer Brigitte Jakobeit
Sprache Deutsch
EAN 9783862316601

Kundenbewertungen

Durchschnitt
122 Bewertungen
Übersicht
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was ich euch nicht erzählte
von einer Kundin/einem Kunden aus Liezen am 10.10.2020
Bewertet: eBook (ePUB)

Ein sehr trauriges Buch, wie es sich oft im richtigen Leben abspielt. Regt sehr zum Nachdenken an. Habe es schnell gelesen, jetzt lese ich wieder was lustigeres, hat mir trotzdem gefallen.

Ein Meisterwerk!
von einer Kundin/einem Kunden aus Lübeck am 14.08.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

„Was ich euch nicht erzählte“ hat mich zutiefst beeindruckt. (ich war kurz vor den Tränen. Und das ist bei mir bei Büchern sonst nur einmal passiert), weil es so geschickt geschrieben ist. Weil es eben nicht darum geht, was passiert ist, sondern warum es geschehen ist. Diese Hintergründe einer Familie, aus der ein Mädchen vers... „Was ich euch nicht erzählte“ hat mich zutiefst beeindruckt. (ich war kurz vor den Tränen. Und das ist bei mir bei Büchern sonst nur einmal passiert), weil es so geschickt geschrieben ist. Weil es eben nicht darum geht, was passiert ist, sondern warum es geschehen ist. Diese Hintergründe einer Familie, aus der ein Mädchen verschwindet, ist ein Meisterwerk (meiner Meinung nach). Zunächst nicht rasant, ganz gemütlich , es nimmt langsam Fahrt auf, wie ein Strudel. Man beginnt zu lesen und wiegt sich in Sicherheit. Man spürt eine gewissen Strömung, ganz leicht und kontrollierbar. Und eh man sich versieht, schleichend, wird man immer tiefer in die Handlung gezogen, wirbelt umher und versucht sich an Fixpunkten festzuhalten, doch da ist nichts. Es zieht einen immer weiter, bis man am Ende angekommen ist. Und wohin man ab der Mitte des Strudels gelangt, das erfahrt ihr dann selbst ich kann im übrigen auch das andere Buch der Autorin, „Kleine Feuer überall“, dass nochmal Aufmerksamkeit durch die Serien-Verfilmung bekommen hat, von Herzen empfehlen.

Große Erwartungen, Träume und verpasste Chancen - eine berührende und fesselnd erzählte Familientragödie
von einer Kundin/einem Kunden aus Köln am 17.06.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

In der Nacht vom 2. auf den 3. Mai 1977 verschwindet die 16-jährige Lydia spurlos. Bald darauf wird sie tot im See in der Nähe ihres Elternhauses gefunden. Die Eltern sind fassungslos und entsetzt. Vor allem Mutter Marilyn kann nicht glauben, dass die Polizei den Tod ihrer Lieblingstochter als Selbstmord einstuft. Lydias älterer... In der Nacht vom 2. auf den 3. Mai 1977 verschwindet die 16-jährige Lydia spurlos. Bald darauf wird sie tot im See in der Nähe ihres Elternhauses gefunden. Die Eltern sind fassungslos und entsetzt. Vor allem Mutter Marilyn kann nicht glauben, dass die Polizei den Tod ihrer Lieblingstochter als Selbstmord einstuft. Lydias älterer Bruder Nath vermutet, dass sein Mitschüler Jack, mit dem Lydia zuletzt zusammen war, Schuld am Tod hat. Nur die jüngste Hannah kann erahnen, was die Gründe für einen Suizid gewesen sein könnten. Auf der Suche nach Wahrheit geht jedes Familienmitglied anders mit der Trauer um. Sie finden keinen gemeinsamen Weg, um sich gegenseitig Halt zu geben und es scheint, als würde sich wiederholen, was im Sommer 1966 geschehen ist, als die Familie fast zusammenbrach. Der Roman beginnt mit der Nachricht des Todes von Lydia, dem Unglauben, der Fassungslosigkeit und der Trauer der Familie Lee. Sodann erfolgt ein Rückblick in das Jahr 1958, als Marilyn und James sich kennenlernten und trotz aller Vorbehalte heirateten. James war nicht nur der Professor von Studentin Marilyn, sondern zudem ein Sohn chinesischer Einwanderer und Mischehen waren zur damaligen Zeit nicht nur verpönt, sondern in manchen Bundesstaaten sogar verboten. Eine frühe Schwangerschaft beendet Marilyn Karriereambitionen vorzeitig. Marilyns Hoffnungen beruhen auf ihrer ältesten Tochter Lydia. Ihr soll die Welt offen stehen, sie soll alle Möglichkeiten haben, Naturwissenschaftlerin zu werden. James fühlte sich sein Leben lang andersartig und wie ein Mensch zweiter Klasse. Für Dritte ist offensichtlich, dass James kein Amerikaner ist. Ähnlich verhält es sich mit seinen Kindern, die als einzige Asiaten in der Schule auffallen. Enttäuscht von Nath, der sich nicht gegen das Mobbing von Mitschülern wehrt, setzt James auf Lydia, die viele Freundinnen haben und beliebt sein soll. "Was ich euch nicht erzählte" ist ein Roman über Träume, große Erwartungen und verpasste Chancen, bei dem man als Leser nur fassungslos dabei zusehen kann, wie die Familie blind in die Katastrophe steuert. Lydia ist der Lebensmittelpunkt der Familie, während die empfindsame jüngere Schwester Hannah schier unsichtbar ist überhaupt nicht wahrgenommen wird. Naths sehr gute schulische Leistungen werden dagegen kaum anerkannt oder als selbstverständlich betrachtet. Die gesamte Liebe der Eltern, aber auch alle Erwartungen lasten auf Lydia, was sie innerlich zerreißt. Sie möchte ihren Eltern gefallen, ihnen Freude bereiten und hat Angst, sie zu enttäuschen, denn die Folgen könnten unerträglich sein. Neben dem Leistungsdruck, der auf allen Familienmitgliedern zu lasten scheint, hadern sie mit ihrer Andersartigkeit und sehen sich mit Diskriminierungen und Alltagsrassismus konfrontiert. Auch wenn sich seit den 1950er- bzw. 1970er-Jahren hinsichtlich der Gleichberechtigung der Menschen unabhängig ihrer Herkunft und Rasse getan hat, sind es keine Probleme der Vergangenheit, mit denen die Familie zu kämpfen hat. Die Familientragödie ist authentisch und zeitlos und konnte mich wie bereits schon "Kleine Feuer überall" begeistern. Es ist eine empathisch geschilderte, sehr berührende Geschichte, die fesselnd erzählt ist und die ich fast an einem Stück gelesen habe. Die Charaktere sind nahbar und die Sorgen und Hoffnungen jedes einzelnen können leibhaftig nachempfunden werden.


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