Spiel der Hoffnung

Roman

Heidi Rehn

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Beschreibung

1927 scheint die ganze Welt von einem Taumel ergriffen. Zwischen Berlin und München, Monte Carlo und Paris herrscht ausgelassene Aufbruchstimmung. Niemand ahnt, wie nah am Abgrund man sich in Wahrheit befindet. In vollen Zügen genießt Ella ihr junges Eheglück mit dem gutsituierten Unternehmersohn Jobst. Ihre gemeinsamen Reisen führen sie nach Montreux und Paris sowie an die italienische und französische Riviera, in mondäne Casinos und Varietés. Einzig Jobsts rätselhafte Geschäftstermine, zu denen er immer mal wieder verschwindet, manchmal gleich für mehrere Tage, behagen Ella gar nicht. Doch verbirgt ihr Mann wirklich etwas vor ihr - oder entspringt ihr Misstrauen nur ihrem eigenen schlechten Gewissen, weil sie selbst mehr als ein Geheimnis hütet?

"Spannend und authentisch. Ein großartiger Roman, der den Leser die Stunden nur so vergessen lässt. Tiefsinnig und unterhaltsam mit vielschichtigen und interessanten Persönlichkeiten."
Blog Lesezeit, 07.10.2016

Heidi Rehn wurde 1966 in Koblenz/ Rhein geboren und wuchs in einer Kleinstadt am Mittelrhein auf. Zum Studium der Germanistik, Geschichte, BWL und Kommunikationswissenschaften kam sie nach München. Nach dem Magisterexamen war sie zunächst als Dozentin an der Ludwig-Maximilians-Universität München tätig, anschließend war sie PR-Beraterin in einer Agentur. Seit mehr als zehn Jahren arbeitet sie als freie Journalistin und Autorin. Zusammen mit ihrer Familie lebt sie mitten in München. 2014 erhielt sie den "Goldenen Homer" für den besten historischen Beziehungs- und Gesellschaftsroman.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Nein i
Seitenzahl 512 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 25.08.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783426436127
Verlag Droemer Knaur Verlag
Dateigröße 1179 KB

Kundenbewertungen

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Zwischen zwei Weltkriegen
von Eliza am 12.10.2016
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Heidi Rehn beschert dem Leser eine unvergessliche Reise in die Golden Zwanziger. Ein Roman der das Flair dieser Zeit sehr gelungen einfängt. Das Cover ist zwar etwas typisch für dieses Genre, aber durch die gute Gestaltung Ton in Ton, strahlt es die Eleganz und den Stil der Zeit wieder. Der Roman wird stringent erzählt, der Fo... Heidi Rehn beschert dem Leser eine unvergessliche Reise in die Golden Zwanziger. Ein Roman der das Flair dieser Zeit sehr gelungen einfängt. Das Cover ist zwar etwas typisch für dieses Genre, aber durch die gute Gestaltung Ton in Ton, strahlt es die Eleganz und den Stil der Zeit wieder. Der Roman wird stringent erzählt, der Fokus liegt auf der Perspektive von Ella, der weiblichen Hauptfigur. Dennoch bleiben dem Leser nicht die Gedanken der anderen Protagonisten und Nebenfiguren vorenthalten. Ella ist eine junge Frau, die man meiner Meinung nach einfach gern haben muss, sie ist ein absoluter Gutmensch. Sie hat wohl die Naivität der Jugend ihrer Zeit, sie setzt sich nicht mit der Vergangenheit ihrer Familie auseinander, erst nach dem Tod ihrer Mutter macht sie sich daran nachzuforschen, was ihre Eltern für Menschen waren. Ihr Mann Jobst hingegen ist ein komplett anderer Charakter, er zeigt nicht sein wahres Gesicht. Es gibt vieles was er Ella wissentlich verschweigt, zudem kämpft der gegen seine Kokainsucht an. Dennoch gehört auch Jobst zu den „Guten“ in diesem Roman, er liebt seine Frau abgöttisch. Die Rolle der „Bösewichte“ übernehmen Falk, der Bruder von Jobst, und dessen Frau Viktoria. So ist es Viktoria, die den Stein über die Vergangenheit von Ella und ihren Eltern ins Rollen bringt. Als überaus erfrischend habe ich die Nebenfigur der Rike, Ellas bester Freundin, empfunden. Sie ist eine absolut ehrliche Haut und redet wie ihr der Mund gewachsen ist in bestem Berlinerisch. Was mich ein klein wenig irritiert hat, ist das Ella ihre Nachforschungen über die Vergangenheit in ihrer Familie einige Zeit ruhen lässt. Ich glaube, wenn man einmal angefangen hat, dann will man unbedingt wissen, was für ein Geheimnis die Familie umgibt. Mich könnte nichts davon abbringen die Wahrheit zu erfahren. Ob Berlin, München, Monte Carlo oder eine der vielen Städte in diesem Roman, sie alle spiegeln auf gelungene Weise den Zeitgeist wieder. Am beeindruckendsten waren für mich die Schilderungen der Casinos in Monte Carlo, ich hätte zu gerne über die Schultern von Ella und Jobst gespinst. Erwähnenswert finde ich die dargestellte Verstrickung der Wirtschaft mitsamt ihren führenden Persönlichkeiten in der Gesellschaft und dem Aufstieg der NSDAP bzw. Hitler. Auch die Probleme der Weimarer Republik werden meiner Meinung nach im Rahmen eines Romans gut dargestellt, auch wenn vielleicht an der einen oder anderen Stelle eine kleine Vertiefung wünschenswert gewesen wäre. Der Schreibstil der Autorin ist gut und flüssig zu lesen, wer allerdings ein Fan von (spritzigen) Dialogen ist, wird von Heidi Rehn enttäuscht sein. Die Autorin beschreibt die Schauplätze sehr genau, was bei mir wunderbares Kopfkino verursacht hat. Der Roman ist sicherlich an die weibliche Leserschaft adressiert, denn neben einem historischen Roman ist es vor allen Dingen auch ein Liebesroman und eine Familiensaga. Dennoch möchte ich männliche Leser keinesfalls abschrecken, der Roman ist nicht kitschig oder klischeehaft, er ist einfach wunderbar romantisch. Für mich ein sehr gelungener Roman der die Goldenen Zwanziger wundervoll einfängt und ein Sittengemälde der Zeit abliefert. Für diesen Roman gibt es von mir eine ganz klare Leseempfehlung und volle Punktzahl!

Die goldenen Zwanziger
von leseratte1310 am 10.10.2016
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Ella Wittkamp findet nach dem Tod der Mutter in einer Schmuckschatulle einen Zettel mit der Anschrift eines Professors aus München. Da Ella keine Verwandten mehr hat, macht sie sich auf, um Professor Lutz aufzusuchen und mehr zu erfahren. Constantin Lutz gibt sich als Ellas Onkel aus und übergibt ihr eine Mappe mit Papieren. Bei... Ella Wittkamp findet nach dem Tod der Mutter in einer Schmuckschatulle einen Zettel mit der Anschrift eines Professors aus München. Da Ella keine Verwandten mehr hat, macht sie sich auf, um Professor Lutz aufzusuchen und mehr zu erfahren. Constantin Lutz gibt sich als Ellas Onkel aus und übergibt ihr eine Mappe mit Papieren. Bei Lutz lernt sie auch den Unternehmersohn Jobst von Kirchenreuth kennen. Es ist Liebe auf den ersten Blick und schon bald sind die beiden verheiratet. Isolde und Werner von Kirchenreuth sind angetan von ihrer neuen Schwiegertochter, aber Ellas Schwägerin Viktoria droht ihr unverhohlen vor dem Aufbruch in die Flitterwochen. Jobst und Ella genießen ihre Flitterwochen. Doch schon bald verschwindet Jobst zu rätselhaften Geschäftsterminen, über die er sich ausschweigt. Ganz wundervoll schildert uns Heidi Rehn die Zeit der Zwanziger Jahre. Man hat gerade erst schwierige Zeiten hinter sich und nun genießt man das Leben. Auch bei den von Kirchenreuths gehören Vergnügungen mit zu den gesellschaftlichen Verpflichtungen. Gerade in diesen Münchner Kreisen hofiert man dabei auch Hitler. Seine Anhänger treten in München schon sehr ungeniert auf und Judenfeindlichkeit ist sogar in den besten Kreisen en vogue. Auch in Berlin gibt es Tanzvergnügen und andere Unterhaltung, aber es gibt auch Ecken, in denen Not herrscht. Aus einer solchen Gegend stammt Ellas Freundin Rike, die alles dafür tut, diesem Milieu zu entkommen. Ella ist jung und unbedarft, als sie nach München kommt. Sie lässt sich von der leichtsinnigen Art, die Jobst an den Tag legt, mitreißen. Das sorgte dafür, dass ich sie nicht wirklich sympathisch fand. Nach den Flitterwochen kommt die Ernüchterung. Jobst ist in Geschäften unterwegs und oft tagelang weg. Ella langweilt sich in dem düsteren Haus der von Kirchenreuths und muss auch noch die Sticheleien ihrer Schwägerin ertragen. Als Jobst für die Firma ein Büro in Berlin eröffnet, bietet sich für Ella eine Chance, ihm im Geschäft zu helfen. Aber Jobst hat auch Geheimnisse und hält Ella von einigem fern. Doch auch Ella muss feststellen, dass es in ihrer Vergangenheit Dinge gibt, über die sie nichts wusste. Sie macht eine Entwicklung durch und kämpft für ihre Ehe. Am Ende überrascht sie mich mit ihrem Handeln. Alle Charaktere sind sehr vielschichtig und interessant dargestellt. Besonders gut gefallen haben mir Rike und Wolf, die wunderbare Freunde sind. Auch begegneten uns Personen, die wir schon in vorherigen Büchern der Autorin kennengelernt haben. Ich kann diesen wundervollen Roman aus den Zwanziger Jahren nur empfehlen.

Wieder ein sehr gelungener Roman!
von Karin Wenz-Langhans aus Limbach am 07.10.2016
Bewertet: Einband: Taschenbuch

1927: Die Berlinerin Ella Wittkamp findet nach dem Tod ihrer Mutter die Adresse eines Münchner Professors in deren Unterlagen. Als sie den Professor in München aufsucht, stellt dieser Ella seinen Freunden als seine Nichte vor. Dabei begegnet sie Jobst, dem Sohn des besten Freundes des Professors und verliebt sich in ihn. Bald he... 1927: Die Berlinerin Ella Wittkamp findet nach dem Tod ihrer Mutter die Adresse eines Münchner Professors in deren Unterlagen. Als sie den Professor in München aufsucht, stellt dieser Ella seinen Freunden als seine Nichte vor. Dabei begegnet sie Jobst, dem Sohn des besten Freundes des Professors und verliebt sich in ihn. Bald heiraten die beiden und verbringen ihre Flitterwochen an der italienischen und französischen Riviera. Einziger Wermutstropfen: Jobst verschwindet immer wieder tagelang zu rätselhaften Geschäftsterminen. Verheimlicht er ihr was oder ist Ella umsonst misstrauisch? Mit diesem Roman entführt die Autorin den Leser mitten in die Weimarer Republik: der Wirtschaft geht es sehr gut, die Menschen sind mit der Regierung relativ zufrieden, die NSDAP hat noch kaum Bedeutung. Die Romanhandlung spielt in München und Berlin und es wird schnell deutlich, dass zwischen den beiden Großstädten immense Unterschiede bestehen, die bayerische Stadt ist deutlich konservativer als das quirlige Berlin. Während die Berliner nichts von Hitler wissen wollen, wird er in München von der Oberschicht hofiert. Das alles ist jedoch der Protagonistin Ella ziemlich egal, sie geniesst einfach die Zeit mit ihrem frischgebackenen Ehemann. Viel Zeit bleibt für die traute Zweisamkeit sowieso nicht, wohnt das Paar doch bei den Schwiegereltern im Haus und wird daher für allerlei geschäftliche und gesellschaftlichen Verpflichtungen eingespannt. Ihre Vergangenheit lässt sie gerne hinter sich und hinterfragt nicht, warum der Professor sie als seine Nichte ausgegeben hat. Erst als ihre intrigante Schwägerin beginnt, in Ellas Vergangenheit zu wühlen, muss sie sich ihr stellen. Sehr geschickt verknüpft Heidi Rehn wieder fiktive Erzählung mit historischen Fakten, so dass der Leser ein umfassendes Bild der damaligen gesellschaftlichen und politischen Lage erhält. Was mich besonders gefreut hat, dass wir liebgewonnenen Figuren aus ihren beiden vorherigen Romanen begegnen, wobei es keine Voraussetzung ist, die Bücher zuvor gelesen zu haben. Neben der gut recherchierten Handlung haben mich wieder die Charaktere überzeugt, die sehr vielschichtig dargestellt werden und damit nicht vorhersehbar und für manche Überraschung gut sind. So haben auch unsympathische Figuren durchaus positive Seiten und die Sympathieträger ihre Schwächen. All das zusammen ergibt einen spannenden und schillernden Roman, bei dem auch die Liebe nicht zu kurz kommt. Jetzt heißt es warten auf das nächste Buch von Heidi Rehn, auf das ich mich sehr freue.

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