Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke

Roman. Alle Toten fliegen hoch, Teil 3

Alle Toten fliegen hoch Band 3

Joachim Meyerhoff

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Beschreibung

Von einem, der auszog, Schauspieler zu werden - und bei den Großeltern einzieht Die Kindheit auf dem Gelände einer riesigen Psychiatrie und das Austauschjahr in Amerika liegen hinter ihm, die Schulzeit hat er überstanden, als vor dem Antritt des Zivildienstes das Unerwartete geschieht: Joachim wird auf der Schauspielschule in München angenommen und zieht zu seinen Großeltern in die großbürgerliche Villa in Nymphenburg. Er wird zum Wanderer zwischen den Welten. Seine Großmutter war selbst Schauspielerin und ist eine schillernde Diva, sein Großvater ist emeritierter Philosophieprofessor, eine strenge und ehrwürdige Erscheinung. Ihre Tage sind durch abenteuerliche Rituale strukturiert, bei denen Alkohol eine wesentliche Rolle spielt. Tagsüber wird Joachim an der Schauspielschule systematisch in seine Einzelteile zerlegt, abends ertränkt er seine Verwirrung auf dem opulenten Sofa in Rotwein und anderen Getränken. Aus dem Kontrast zwischen großelterlichem Irrsinn und ausbildungsbedingtem Ich-Zerfall entstehen die den Erzähler völlig überfordernden Ereignisse - und gleichzeitig entgeht ihm nicht, dass auch die Großeltern gegen eine große Leere ankämpfen, während er auf der Bühne sein Innerstes nach außen kehren soll und dabei oft grandios versagt. Joachim Meyerhoff hat seine Kunst, Komik und Tragik miteinander zu verbinden, noch verfeinert. Sein Held nimmt sich und seine Umwelt immer genauer wahr und erkennt überall Risse, Sprünge, Lücken. Ein fulminantes Lesevergnügen!

» Ach, diese Lücke ... ist nicht weniger intensiv und riskant als Joachim Meyerhoffs Bühnenpräsenz.«

Joachim Meyerhoff, geboren 1967 in Homburg/Saar, aufgewachsen in Schleswig, war vierzehn Jahre lang Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters. In seinem sechsteiligen Zyklus »Alle Toten fliegen hoch« trat er als Erzähler auf die Bühne und wurde zum Theatertreffen 2009 eingeladen. 2007 wurde er zum Schauspieler des Jahres gewählt. Für seinen Debütroman wurde er 2011 mit dem Franz-Tumler-Literaturpreis und 2012 mit dem Förderpreis zum Bremer Literaturpreis ausgezeichnet. Im September 2016 erhielt er den Nicolas-Born-Debütpreis, den Euregio-Schüler-Literaturpreis, im Januar 2017 die Carl-Zuckmayer-Medaille des Landes Rheinland-Pfalz. Im Mai 2017 wurde Joachim Meyerhoff in der Sektion Darstellende Kunst in die Akademie der Künste aufgenommen und von der Fachzeitschrift Theater heute zum Schauspieler des Jahres 2017 gewählt. 2018 erhielt er für sein Prosawerk den Jonathan-Swift-Preis für Satire und Humor. Seit 2019 ist Joachim Meyerhoff Ensemblemitglied der Berliner Schaubühne.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Nein i
Seitenzahl 352 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 12.11.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783462315035
Verlag Kiepenheuer & Witsch
Dateigröße 2747 KB
Verkaufsrang 630

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Kundenbewertungen

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Übersicht
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Es ist eine Homage an die Großeltern und eine geniale Einführung in den Beruf des Schauspielers!
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 27.07.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Da sage noch einer:Schauspieler sind dumm.-Ich darf das sagen,ich bin selbst Schauspielerin. Joachim Meyerhoff ist ein wirklich begabter Schriftsteller und wunderbarer Geschichtenerzähler,dazu mit einer sehr guten Portion Humor(ich mußte an einigen Stellen laut lachen),und gleichzeitig schafft er es mit seiner liebevollen Art ... Da sage noch einer:Schauspieler sind dumm.-Ich darf das sagen,ich bin selbst Schauspielerin. Joachim Meyerhoff ist ein wirklich begabter Schriftsteller und wunderbarer Geschichtenerzähler,dazu mit einer sehr guten Portion Humor(ich mußte an einigen Stellen laut lachen),und gleichzeitig schafft er es mit seiner liebevollen Art ,den Leser in eine sich wärmenden ,melancholischen Atmosphäre zu verabschieden!Es ist eine Homage an die Großeltern und eine geniale Einführung in den Beruf des Schauspielers!

Ach, diese Lücke
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 19.09.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Im August erhielt ich den ersten von sechs Teilen "Alle Toten fliegen hoch". Seitdem habe ich die bisher er- schienenen Bände gelesen und bin Joachim-Meyerhoff-süchtig. Was für eine Entdeckung! Ein Menschenkenner, der Erlebtes mit leichter Hand serviert. Erst, wenn man eine Pause macht, merkt man, wie eigene Erfahrungen auftau... Im August erhielt ich den ersten von sechs Teilen "Alle Toten fliegen hoch". Seitdem habe ich die bisher er- schienenen Bände gelesen und bin Joachim-Meyerhoff-süchtig. Was für eine Entdeckung! Ein Menschenkenner, der Erlebtes mit leichter Hand serviert. Erst, wenn man eine Pause macht, merkt man, wie eigene Erfahrungen auftauchen und durch JF eine neue Wertigkeit erlangen. Man lacht mit ihm, aber nie über ihn. Seine Selbstironie und die Prise Sarkasmus lassen das nicht zu. Eins fehlt mir: Die Fortsetzung... Ilse Lodd

Ach, dieses Buch, dieses herrliche Buch
von lautenschlägerin am 10.07.2019

Aus der beschaulichen Kleinstadt an der Schlei in die süddeutsche Großstadt München, schon das ist eigentlich fast unvorstellbar. Und dann dort in zwei abstruse Welten eintauchen, wobei man kaum weiß welche komischer ist. Die liebevoll beschriebene ganz eigene Welt im Haus der Großeltern. Oder die abstrusen Anforderungen an der ... Aus der beschaulichen Kleinstadt an der Schlei in die süddeutsche Großstadt München, schon das ist eigentlich fast unvorstellbar. Und dann dort in zwei abstruse Welten eintauchen, wobei man kaum weiß welche komischer ist. Die liebevoll beschriebene ganz eigene Welt im Haus der Großeltern. Oder die abstrusen Anforderungen an der Schauspielschule, bei denen es ganz schön Überwindung kostet sich dem zu stellen und sich so nackt zu machen. Meyerhoff springt zwischen den Welten und all ihren Zweifeln gekonnt hin und her. Ich habe beim Lesen mehr als einmal herzlich lachen müssen. Und das obwohl dieses Buch gar nicht albern ist, sondern einfach eine skurile Situation beschreibt. Damit hat Joachim Meyerhoff sich auf meine persönliche " Muss ich mehr von lesen-Liste" gesetzt. Es ist eine Lücke dieses Buch nicht gelesen zu haben.


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