Die Judenbuche

Ein Sittengemälde aus dem gebirgigten Westfalen

Annette von Droste-Hülshoff

(64)
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Beschreibung

Die 1842 erschienene Novelle "Die Judenbuche" von Annette von Droste-Hülshoff beruht auf eine wahre Begebenheit. Es ist die Lebensgeschichte des aus armen Verhältnissen stammenden Friedrich Mergel, geboren im Jahre 1738 als Sohn eines kleinen Grundbesitzers im Dorf B., der sich dem Unrecht und der Unmoral einer dörflichen Welt, in die er hineingeboren wird, verschreibt. Das Dorf B. liegt äußerst abgeschieden in einer malerischen Waldschlucht in einsamer Lage. Holzdiebstahl und Wilderei gehören zum Alltag der Dorfbewohner, Taten die nicht geahndet werden. Das Aufwachsen in einem Milieu mit unethischen Werten machen aus Friedrich einen labilen, geltungsbedürftigen und gewaltbereiten jungen Mann. Friedrich Mergel begeht schließlich Mord an dem jüdischen Händler Aaron, der kurz darauf im Wald tod unter einer Buche aufgefunden wird. Freidrich entzieht sich der Strafverfolgung durch Flucht, doch seiner Schuld kann er nicht entkommen, denn nach Jahrzehnten kehr er zurück an den Ort des Verbrechens und seine tat wird gesühnt. Dann, eines Tages...

Produktdetails

Format PDF i
Kopierschutz Nein i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Ja i
Erscheinungsdatum 23.06.2019
Sprache Deutsch
EAN 9783899880113
Verlag eBook Media
Dateigröße 522 KB

Kundenbewertungen

Durchschnitt
64 Bewertungen
Übersicht
35
15
5
5
4

Nur für Verrückte
von einer Kundin/einem Kunden am 09.01.2021
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Es gibt definitiv nur wenige Bücher, die einem bereichern und neue Sichtweisen uns nah bringen: der Steppenwolf von Hermann Hesse ist eines jener.

sehr zufrieden
von einer Kundin/einem Kunden am 24.11.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Ich habe noch nicht das ganze Buch gelesen, aber es ist bisher ziemlich gut.

Historisch interessante, aber wenig spannende Novelle!
von Malka Draper aus Frankenthal am 11.11.2020
Bewertet: Einband: Geheftet

Achtung, diese Inhaltsangabe ist komplett und enthält daher Spoiler! Die Novelle erzählt die Geschichte von Friedrich Mergel, geboren im 18. Jahrhundert, der in Armut und Verwahrlosung in einer westfälischen Kleingemeinde aufwächst. Sein Vater, ein brutaler Alkoholiker, stirbt schon früh und hinterlässt eine gebrochene Ehefra... Achtung, diese Inhaltsangabe ist komplett und enthält daher Spoiler! Die Novelle erzählt die Geschichte von Friedrich Mergel, geboren im 18. Jahrhundert, der in Armut und Verwahrlosung in einer westfälischen Kleingemeinde aufwächst. Sein Vater, ein brutaler Alkoholiker, stirbt schon früh und hinterlässt eine gebrochene Ehefrau. Auch weiterhin scheint F.s Leben unter schlechtem Stern zu stehen und ist von schrecklichen Todesfällen geprägt. Er wird von seinem Onkel Simon in Obhut genommen und hilft ihm bei dessen zwielichtigen Geschäften. F. wird hochmütig und verschafft sich unter den Dorfbewohner Respekt durch Fäuste. Ihm folgt auf Tritt und Schritt der unehrliche Sohn Simons, Johannes. Wilderei und Holzdiebstahl stehen an der Tagesordnung und eine kriminelle Gang, die Blaukittel, roden still und heimlich und trotz nächtlicher Kontrollen große Teile des Waldes. Bei einem solchen Überfall stirbt der Förster und F. verheimlicht wichtige Hinweise. Auf einem großen Dorffest prahlt F. mit seiner neuen Taschenuhr und wird vom Juden Aaron aufgefordert, seine Schulden für die Uhr zu begleichen. F. flieht und fühlt sich zutiefst gedemütigt. In derselben Nacht verschwindet Aaron und wird drei Tage später tot unter einer Buche im Wald gefunden. F. und J. fliehen und bestätigen den Mordverdacht. Die jüdische Gemeinde trauert um ihren verstorbenen Glaubensgenossen und sich enttäuscht, dass die Tat nicht aufgeklärt werden kann. Sie erwerben die Buche und besehen sie mit einer hebräischen Inschrift, welche die Dorfbewohner nicht lesen können. Achtundzwanzig Jahre später taucht ein alter Mann auf, der sich als J. ausgibt und behauptet, der Sklaverei entkommen zu sein. Er wird freundschaftlich im Dorf aufgenommen, verschwindet jedoch spurlos. Er wird aufgehängt an der „Judenbuche“ gefunden und als F. identifiziert. Nun wird die Inschrift übersetzt: »Wenn du dich diesem Orte nahest, so wird es dir ergehen, wie du mir getan hast.« Die kurze Geschichte hat nur knapp 40 Seite und liest sich dadurch ziemlich schnell in ein bis zwei Stunden. Das ist aber auch schon fast alles, was ich an Gutem sagen kann. Die Formulierungen sind prägnant und kurzgehalten, es gibt einige beschreibende Landschaftserklärungen, man merkt, dass die Autorin selbst eine große Liebe für die Landschaft hat. Die Handlung ist theoretisch spannend, aber durch die Knappheit sehr sachlich geschrieben, zum Teil mit Jahreszahlen versehen. Es ist eine Geschichte, bei der man sich am Ende wundert, wieso man sie überhaupt gelesen hat bzw. was man aus ihr mitnehmen kann. Sie gewährt einen Einblick in eine Kleingemeinde, die aus Abschottung eigene, moralisch verwerfliche, Sitten und Regeln entwirft. Sie zeigt auf, welche Auswirkungen Armut, soziale Diskriminierung und Ausgrenzung auf den Charakter haben können. Sie spielt auf religiöse Riten an und Gottes Sinn für Gerechtigkeit. Ein bisschen Stoff für Interpretationen gibt es wohl doch. Das spannendste ist wohl, dass die Geschichte auf wahren Begebenheiten beruht und dass die Lebensgeschichte der Personen sogar noch größtenteils nachvollzogen werden können. Insgesamt bin ich froh, dass ich diese Lektüre nicht in der Schule lesen musste!

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