Herzanzünder

Mein Leben als Kind

Ali Mitgutsch, Ingmar Gregorzewski

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Beschreibung

Dem Schrecken mit Fantasie begegnen
Eine Kindheit im alten Schwabing, das hört sich nach Idylle an, insbesondere wenn man in familiärer Geborgenheit aufwächst. Die Idylle gab es: das Stadtviertel als Abenteuerspielplatz, der abendliche Auslauf, wenn man den Auftrag bekam, ein Bier für den Vater zu holen, der Familienpfiff. Doch es kamen die Nächte voller Todesangst im Luftschutzkeller, der Anblick der Ruinen, wenn man wieder herausgekrochen war, dann die Evakuierung aufs Land, wo die Stadtleute nicht willkommen waren, wo Außenseiter schikaniert oder auch einfach nach Strich und Faden verprügelt wurden.
Ali Mitgutsch, Jahrgang 1935, ist solch ein Kriegskind. Damals hat ihm die Fantasie geholfen, später kam der Humor dazu. Er blickt zurück auf seine Erfahrungen aus der Kriegs- und Nachkriegszeit. Wie in einem Wimmelbild sind in diesem berührenden Lebensrückblick viele traurige und komische Geschichten zu einem großen Bild vereint. Sie wurden aufgeschrieben von seinem Freund Ingmar Gregorzewski.

»"'Herzanzünder' ist nicht nur für Münchner ein interessantes Stück Geschichte. Während Ali Mitgutsch aus seiner Kindheit erzählt, erfährt man nicht nur einiges über ihn, sondern auch über München im Zweiten Weltkrieg und danach."«
tulpentopf.de 27. Mai 2015

Ali (Alfons) Mitgutsch, Jahrgang 1935, war noch keine zehn Jahre alt, als der Krieg zu Ende war. Er begann eine Ausbildung bei einem Lithografen, machte ein Diplom an der grafischen Akademie und wurde schließlich Bilderbuchautor. Ali Mitgutsch erfand die »Wimmelbücher«, die »sich selbst erzählenden Bilderbücher«, wie er das nennt, erreichte damit Millionenauflagen und wurde vielfach ausgezeichnet.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Ja i
Seitenzahl 200 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 23.04.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783423427135
Verlag dtv
Dateigröße 4431 KB

Kundenbewertungen

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Zäh und tapfer
von Fredhel am 17.07.2015
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Meine Generation ist mit den Wimmelbildbüchern von Ali Mitgutsch groß geworden. Nun können wir im "Herzanzünder" den kleinen Ali durch seine Kindheit begleiten. Viele liebevoll aneinander gereihte Anekdoten und Erzählungen vermitteln uns das Bild eines zähen kleinen Kerls, der sich nicht unterkriegen lässt. Nicht durch die Str... Meine Generation ist mit den Wimmelbildbüchern von Ali Mitgutsch groß geworden. Nun können wir im "Herzanzünder" den kleinen Ali durch seine Kindheit begleiten. Viele liebevoll aneinander gereihte Anekdoten und Erzählungen vermitteln uns das Bild eines zähen kleinen Kerls, der sich nicht unterkriegen lässt. Nicht durch die Strapazen des Krieges, der Evakuierung, noch der harten Nachkriegszeit. Wir erleben einen Jungen, der viel einstecken muss, aber sein großes Herz bewahren kann. Das Buch endet kurz vor seinem Eintritt ins Studentenleben. Selbst das Studium muss er sich gegen den Willen seiner Familie erkämpfen, dabei zeigt eins der Fotos aus dem Mittelteil des Buches schon früh seine Begabung. Eine wundervolle Bleistiftzeichnung fängt mit wenigen Strichen eine Hütte im Wald ein, und das gelingt ihm im Alter von zwölf Jahren. Auch die anderen Fotos, die seine Familie zeigen, geben den Geschichten ein Gesicht. "Herzanzünder" zeigt uns die Wurzeln von Ali Mitgutsch, deutet an, wie sich im Kind schon der Blick fürs Künstlerische regt und lässt uns verstehen, warum in den Wimmelbildern so oft auch kleine böse Buben zu sehen sind. Ein faszinierendes Buch über eine warmherzige Persönlichkeit, das ich sehr gerne gelesen habe.

Kindheitserinnerung vom Autor der Wimmelbilder
von mabuerele am 16.07.2015
Bewertet: Buch (gebunden)

Ali Mitgutsch, bekannt durch seine Wimmelbilder, erzählt in dem Buch aus seiner Kindheit. Geboren in einem gutbürgerlichen Haushalt in Schwabing hätte es ein glückliche Kindheit sein können. Doch dann kam der Krieg. Und der brachte nicht nur Nächte im Luftschutzkeller, sondern auch eine Umsiedlung aufs Dorf. Geborgenheit fand ... Ali Mitgutsch, bekannt durch seine Wimmelbilder, erzählt in dem Buch aus seiner Kindheit. Geboren in einem gutbürgerlichen Haushalt in Schwabing hätte es ein glückliche Kindheit sein können. Doch dann kam der Krieg. Und der brachte nicht nur Nächte im Luftschutzkeller, sondern auch eine Umsiedlung aufs Dorf. Geborgenheit fand Ali in seiner Familie. Die Religiosität der Mutter und ihre Geschichten halfen durch die schweren Jahre. Das Buch lässt sich angenehm lesen. Zwar werden die Ereignisse nicht immer in der zeitlichen Reihenfolge erzählt, das tut aber den Lesefluss keinen Abbruch. Für uns Nachgeborene ist es wichtig, daran erinnert zu werden, dass das Leben früher harte Zeiten kannte. Ali Mitgutsch erzählt sein Leben sehr ehrlich. Er verschweigt weder seine Schwächen und Fehler, noch die Einstellung des Vaters zum Nationalsozialismus. Sein Leben ermöglicht aber auch einen kritischen Blick auf die Zeitverhältnisse. Der Hunger der Städter hat manchen Bauern zu Reichtum verholfen. Während die Kinder in den ersten Jahren wenig Freiheit hatten, brachte das Kriegsende eine neue Situation. Die Erwachsenen waren mit sich und ihrem Überleben beschäftigt. Die gefährlichen Spiele der Kinder wurden kaum kontrolliert. Schnell lernten die Kinder, auf ihre ganz eigene Art zum Lebensunterhalt beizutragen. Der Schriftstil des Buches wechselt zwischen ernsten Stellen und Teilen, die mir ein Schmunzeln auf die Lippen zauberten. Auch hier wird die Phantasie des Autors deutlich. Manch Situation, die für den Jungen nur schwer zu ertragen war, wird doch mit leichter Hand erzählt. Treffende Metapher beschreiben die Orte, an denen die Geschichte spielt. Der Autor lässt mich an seinen Gefühle, an Freude, Schmerz und Hoffnung teilhaben. Neben vielen privaten Fotos befindet sich im Buch auch das Wimmelbild von der Auer Dult. Das Cover zeigt den Autor mit einem lächelnden Gesicht. Wer das Buch gelesen hat, weiß, dass er in seiner Kindheit nicht viel zu lachen hatte. Trotzdem hat er sich seinen Optimismus bewahrt und mit seinen Wimmelbildern nicht nur Kinder glücklich gemacht. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es gibt darin viele schöne Geschichten und manch bitteres Geschehen zu entdecken. Gleichzeitig wird deutlich wie wichtig der Zusammenhalt in der Familie ist.

Spannende und interessante Kindheitserinnerungen
von gaby2707 aus München am 09.07.2015
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Anlässlich seines 80-sten Geburtstages gibt Alfons (Ali) Mitgutsch seine Kindheitserinnerungen als Biografie, aufgeschrieben von seinem Freund und "Manager" Ingmar Gregorzewski im dtv-Verlag heraus. 1935 in der Maxvorstadt, an der Grenze zu Schwabing, in München geboren, wächst Ali als Nachzügler in einem liebevollen Familien... Anlässlich seines 80-sten Geburtstages gibt Alfons (Ali) Mitgutsch seine Kindheitserinnerungen als Biografie, aufgeschrieben von seinem Freund und "Manager" Ingmar Gregorzewski im dtv-Verlag heraus. 1935 in der Maxvorstadt, an der Grenze zu Schwabing, in München geboren, wächst Ali als Nachzügler in einem liebevollen Familienzusammenschluss auf. Bald regieren jedoch Angst und Schrecken der Kriegsjahre. Evakuiert ins Allgäu leidet Ali als Außenseiter. Zurück in München kommt ihm seine Schnelligkeit zugute. Er lernt sich durchzusetzen. Die Erzählungen aus seiner Kindheit und Jugend sind so farbig ausgearbeitet, dass beim Lesen die ganze Zeit ein Film in meinem Kopf abgelaufen ist. Ein paar Mal musste ich springen, da die Berichte nicht ganz chronologisch aufgeschrieben sind. Ob er in einem für ihn zurecht geschneiderten Mantel unterwegs ist, er die Funde aus der zerbombten Alten Pinakothek verscherbelt, oder er als Mitglied einer Straßengang Reißaus nehmen muss - immer bin ich direkt dabei. Ingmar Gregorzewski schafft es mit seiner sprachlichen Gewandheit aus den Erzählungen Ali's eine spannende Geschichte zu formen. Bereits in den vielen kleinen Episoden spüre ich die Fantasie, die Ali später in seinen Wimmel-Bildern ganz besonders zum Ausdruck bringt. Familienfotos der Familie Mitgutsch runden die Biografie ab. Auch wenn man die farbenfrohen Bilder und Bücher von Ali Mitgutsch nicht kennt, sollte man seinen Erinnerungen folgen. Eine ganz besondere "Kriegsberichterstattung", die ich sehr genossen habe.

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