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Wie Geist Materie beeinflußt

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„Gebt eure Ziele und Wünsche in das Gerät ein und sie werden wahr!" Die beiden Autoren - Professoren verschiedener Fachgebiete - sind dieser Aussage ihrer Freunde gegenüber skeptisch. Aber sie nehmen die Herausforderung an und führen eine Reihe von Pflanzenexpe¬rimenten dazu durch, jedes spannender und faszinierender als das vorhergehende, bis zum letzten mit einem ebenso erstaunlichen wie beeindruckenden Ergebnis. Aber wie kann man sich das erklären? Von der Schulphysik diesbezüglich im Stich gelassen, forschen sie in den Gefilden alternativer Physik und werden auch fündig. Die Klärung der Frage, ob und wie der Geist einen Einfluß auf Materie auszuüben vermag - ein Thema, der Philosophen aller Zeiten - führt zu differenzierten und teilweise auch überraschenden Antworten. Die Autoren liefern damit einen hochinteressanten Beitrag zur Überwindung der Kluft zwischen Wissenschaft und Spiritualität.
Portrait
Heide S. Adam-Schnabl, Professor am Institut für Molekulare Physiologie und Biotechnologie der Pflanzen, Universität Bonn, bis 2007. Nationale und internationale Veröffentlichungen auf den Gebieten der Pflanzen- und Ökophysiologie, Biosensorik und Bioindikation, Biotechnologie und Biochemie.
Hermann P. Schnabl, Professor für Mikroökonomik an der Universität Stuttgart bis 2004. Buchveröffentlichungen in den Bereichen Input-Output-Analyse, Innovationsökonomik, Technologieverflechtung und Evolutorische Ökonomik.
Das Paar hat eine gemeinsame Tochter und lebt in Nordrhein-Westfalen.
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    Ein Treffen
    mit weitreichenden Folgen
    Wir lernen ein interessantes Gerät kennen
    Nichts ist so stark, wie eine Idee,
    deren Zeit gekommen ist.
    Victor Hugo
    Wir trafen uns etwa Mitte September 2008 auf der Piazza dei Signori in Verona, jenem Platz mit dem schönen Dante-Denkmal in der Mitte, das so geduldig die ‘Huldigungen’ der zahlreichen Tauben über sich ergehen läßt. Seit wir uns berufsbedingt nur noch selten sehen konnten, nutzten wir die Gelegenheit, uns anläßlich eines Urlaubsaufenthalts zu treffen, wenn es sich bei den jeweiligen Urlaubsplänen ohne große Probleme realisieren ließ.
    Es war Nachmittag und nicht mehr ganz so heiß, sodaß es sich unter den Sonnenschirmen des Impero bei einem Prosecco ganz gut aushalten ließ. Die jungen Mütter der Stadt hatten den ansonsten von Touristen dominierten Platz zunehmend in einen Spielplatz für ihre bambini umfunktioniert, die nun ihrerseits mit allerlei beweglichen Spielsachen den Platz unsicher machten oder auch mit lautstarkem Vergnügen den Tauben hinterherjagten.
    Wir hatten uns mit Gerhard und Anne getroffen. Er hatte eine gutgehende Zahnarztpraxis, und sie war, nachdem nun die Kinder
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    aus dem Hause waren, dabei, sich nach ihrem letzten Jahr Heilpraktikerschule auf die Prüfung vorzubereiten. Seit Stefanie, meine Frau, vor einigen Jahren einen Ruf an eine der Universitäten der Bundesrepublik erhalten hatte und dort nun neben ihren Forschungs- und Lehraufgaben auch noch die vielen Verwaltungsaufgaben zu schultern hatte, die so ein Job mit sich bringt, war mir das Los zugefallen, fortan von einem anderen Ort aus zu meiner Universität zu pendeln und auf diese Weise zum Bestand unserer (Wochenend-) Partnerschaft beizutragen, was Vorteile mit sich brachte, aber natürlich auch Nachteile bezüglich des Jobs. Wir tauschten uns bei unseren Treffen mit Gerhard und Anne stets gerne über unsere jeweiligen Lebenssituationen aus. Gerhard seinerseits konnte zu unseren Gesprächen seine „Begeisterung“ über die Auswirkungen der stets im Wandel begriffenen Gesundheitspolitik beitragen. Wir klagten auf hohem Niveau, und dies in einer phantastischen Umgebung, die eigentlich solche Gedanken gar nicht aufkommen lassen sollte.
    „Aber in drei Jahren, da hänge ich meinen Beruf an den Nagel und werde mit Hilfe des QTX Unternehmensberater“, ließ sich Gerhard plötzlich vernehmen. Das war nun wirklich eine überraschende Perspektive. Wir horchten auf.
    „Entschuldige, was ist ‘QTX’, und wieso kannst du als Zahnarzt plötzlich Unternehmensberater werden, du hast dafür doch gar keine Ausbildung, wie soll denn das gehen?“, fiel Stefanie ihm ins Wort.
    Gerhard grinste übers ganze Gesicht und ließ die Katze aus dem Sack. „QTX1 ist ein Radionikgerät und wird von vielen Heilpraktikern, aber auch Ärzten und eben auch von Unternehmensberatern verwendet.“
    1 Wir nennen das Gerät QTX, um keinem Verdacht von Schleichwerbung für irgendeinen bestimmten Typ von Radionikgeräten Vorschub zu leisten. Es gibt mittlerweile mehrere solche Geräte von verschiedenen Herstellern auf dem Markt.
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    „Was ist denn ‘Radionik’?“, fragte ich zurück.
    „Nun, Radionik gibt es schon seit den Zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Damals waren Radionikgeräte noch mit Skalen und Knöpfen ausgestattet, die man einstellen mußte, um einen gewünschten Zustand zu erreichen, weswegen man auch von Raten sprach. Heute geht dies – wie eben beim QTX – vollautomatisch durch das Bedienungsprogramm, und man muß, statt die Raten aus irgendwelchen Listen herauszusuchen und einzustellen, nur noch selbstformulierte Affirmationen in Textform eingeben. Das Gerät ‘bewellt’ dann das sogenannte Zielobjekt, also beispielsweise einen Patienten oder ein Unternehmen, und ‘strahlt’ den Inhalt der Affirmation so ab, daß der erwünschte Zustand nach einiger Zeit erreicht wird.“
    „Kannst du dafür ein Beispiel geben?“, fragte Stefanie zurück.
    „Nimm an, du hättest öfters Kopfweh und willst es loswerden, möchtest aber keine Pillen einnehmen und statt dessen nun QTX dafür verwenden. Dann würdest du eine Affirmation in ungefähr folgender Form in das Programm eingeben:
    Ich habe einen klaren Kopf. Frühere Kopfschmerzen sind transformiert in großes Wohlgefühl. Dafür danke ich!
    Wahrscheinlich würde diese Affirmation allein schon genügen. Wichtig hierbei ist, daß Worte wie ‘kein’ oder ‘nicht’ in der Affirmation nicht auftauchen, sondern daß diese durchweg positiv formuliert ist, denn das Universum kennt diese Worte nicht und würde deshalb mit deren Bedeutung so verfahren, als ob sie nicht dastünden und – ganz entgegen deiner Absicht – ‘ich habe Kopfschmerzen’ lesen.“
    Stefanie schien ganz Ohr zu sein.
    Gerhard fuhr fort: „Man kann professioneller vorgehen, indem man ein Foto von dir in das Formular einbezieht, da nach Auffassung oder Erfahrung von Radionikern die Fotografie eines PatiEin
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    enten dessen ‘Schwingungen’ wiedergibt Die ‘negativen’ Anteile hiervon werden sodann radionisch transformiert. Außerdem kann das QTX auch die Resonanz dieser Schwingungen mit den Inhalten einer ziemlich großen Datenbank vergleichen, die alle möglichen Lebensbereiche umfaßt. Es kann daraus auch sogenannte ‘Nosoden’ ableiten, die dann gleichzeitig nebenbei mitbewellt und dadurch zur Anwendung gebracht werden. Es leistet dies mit Hilfe einer sogenannten ‘weiß rauschenden Diode’, die sowohl für das Empfangen der Resonanzen als auch für das sogenannte Bewellen des Zielobjekts verwendet wird. Diese weiß rauschende Diode bildet quasi das Geheimnis des Geräts, und sie arbeitet angeblich auf Basis der Quantentheorie, genauer gesagt mit dem, was in dieser als ‘verschränkte Photonen’ bezeichnet wird.“
    „Das ist aber schon ganz schön starker Tobak“, ließ sich Stefanie erneut vernehmen. „Ich würde das eher Verschränkung von Quantentheorie mit Hexeneinmaleins nennen“, setzte sie noch eins drauf, und man konnte ihr ansehen, daß sie mehr als skeptisch war und statt dessen wohl argwöhnte, Gerhard wolle sie mit diesen Erklärungen auf den Arm nehmen.
    „Nein, nein“, entgegnete er im vollen Ernst. „Ihr braucht nur mal unter ‘QTX’ zu googeln und dann die Homepage des Herstellers mit den dort beschriebenen Referenzen der Wirkungen durchzugehen. Ein Einwand hiergegen könnte ja nur lauten, dies seien alles Lügen. Aber die Belege in Form von – ja, im Prinzip nachprüfbaren – Sanierungen von Firmen mit in der Folge deutlich gesteigerten Gewinnen oder der Reparatur von Gewässern ohne Verwendung von Chemikalien oder ohne sonstige, etwa biologische Eingriffe, oder auch Beispiele von Erntesteigerungen im Agrarbereich wie der erfolgreichen Beseitigung von Schädlingen, etwa Nematoden in einer Zierpflanzenfarm, nachdem alle anderen Mittel ausgeschöpft waren, Belege wie diese kann keiner einfach so ‘erfinden’. Außerdem kann man so etwas ja auch selber noch nachprüfen. Also wir haben uns das Gerät bereits zugelegt.“
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    „Das war unsere Investition in die Zukunft“, pflichtete Anne bei. „Gerhard wird das Gerät erst so etwa in drei Jahren einsetzen, aber für mich kann es schon bei der Eröffnung meiner Praxis von großem Nutzen sein, und die plane ich bereits für die nächsten vier Monate, gleich nach dem Bestehen der Heilpraktikerprüfung. Im Übrigen arbeiten Heilpraktiker schon seit Jahrzehnten erfolgreich mit Radionikgeräten. Für uns ist das also eigentlich nichts besonders Neues. Nur die elegante Handhabung des QTX, das ist eine Innovation, das gab es so bisher noch nicht.“
    „Was kostet so ein Radionikgerät wie das QTX?“, wollte ich wissen.
    „Etwas weniger als ein gebrauchter Mittelklassewagen, mit allen Datenbanken, sozusagen betriebsbereit“, war Gerhards Antwort.
    „Das ist allerdings eine Stange Geld“, konstatierte Stefanie, die sichtlich dazwischen schwankte, ob sie die Versprechungen ernstnehmen oder gleich als blanken Humbug abtun sollte.
    „Wieso?“, mischte sich Anne wieder ein. „Sieh es mal eher als Investition! Wenn du weißt, daß das beschriebene Potential real ist, dann ist doch dieser Preis nicht zu hoch. Du würdest ja auch nicht meckern, wenn du ein Auto kaufst und diesen Betrag dafür auf den Tisch legen mußt, schließlich kannst du dann ja eine ganze Weile damit herumfahren, zum Beispiel nach Verona, um dich hier mit uns zu treffen und über so verrückte Dinge zu plaudern“, schloß sie unter allgemeinem Gelächter.
    Stefanie warf mir einen bedeutungsvollen Blick zu, dessen umfassende Aussage ich in diesem Moment allerdings noch nicht so richtig entschlüsseln konnte.
    „Dieses QTX ist also so etwas wie eine ‘Wunschmaschine’, die für uns ‘Bestellungen beim Universum’ aufgibt – und dann auch noch mit ziemlich hoher Perfektion? Interpretiere ich euch da richtig?“, versuchte Stefanie das Gespräch zusammenzufassen.
    „Gut erfaßt“, gab Gerhard zurück. Stefanie schüttelte nur ungläubig den Kopf.
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    „Mir kommt da noch ein Gedanke“, nahm sie den Gesprächsfaden wieder auf. „Wenn man mit dem Gerät nun ein Unternehmen bewellt und dann noch eines, und dann vielleicht auch noch einen Acker, dann kann man das Gerät doch nicht dauernd mit sich herumtragen, dann braucht man doch drei oder fünf Geräte, je nach Anzahl von Objektzielen, oder?“
    „Nein, nein“, entgegnete Gerhard, „Radionik bedeutet nicht, daß da irgendwelche Radio- oder Lichtwellen von dem Gerät ausgehen würden. Es werden überhaupt keine elektromagnetischen Strahlen abgestrahlt oder elektrische Felder erzeugt. Vielmehr muß man sich das so vorstellen, daß die weiß rauschende Diode das Quantenfeld – man kann ebensogut sagen: das morphogenetische Feld –, das nichtlokal wirksam ist, ‘informiert’. Das bedeutet, die Wirkung ist sozusagen ‘gleichzeitig’, also mit Überlichtgeschwindigkeit, an jedem Ort und zeitgleich im ganzen Universum vorhanden. Daher kann sich das Zielobjekt überall befinden, und es können auch viele Zielobjekte damit bewellt werden, allerdings immer nur eines zur selben Zeit. Die Kapazität des Gerätes endet dort, wo die Summe aller Bewellungszeiten die 24 Stunden des Tages aufgebraucht hat.“
    Ich konnte in Stefanies Gesicht sehen, wie sie hin- und hergerissen war zwischen der mutigen Aussage zur Konsequenz aus der Quantenphysik und der Verrücktheit der Perspektive, die sich daraus ergab. Meine erste Reaktion war viel pragmatischer. Sofort ging mir wie ein Blitz der Gedanke durch den Kopf: Wenn Gerhard mit so einem Gerät Unternehmensberatung machen kann, dann kann ich das auch. Mit meinem Verständnis von Systemdynamik sollte ich dazu mindestens ebenso gut in der Lage sein wie ein Zahnarzt. Dieser Gedanke löste weitere Blitzgedanken aus, auf die ich an dieser Stelle der Geschichte noch nicht so detailliert eingehen möchte. Auf jeden Fall hatte die Idee Unternehmensberatung in meinem Kopf an diesem Nachmittag Anker geworfen, war doch die soeben durch die Presse geisternde Lehman-Pleite
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    in den USA mit ihren weitreichenden Folgen ein Indikator dafür, daß in verschiedenen Publikationen schon seit längerem vorhergesagte Erschütterungen der Wirtschaft nun auch auf internationaler Ebene um sich griffen und ihren realen Hintergrund mehr und mehr bloßlegten. Falls das in der Literatur in Aussicht gestellte wirtschaftliche Katastrophenszenario wirklich Realität werden sollte, dann wäre auch die Pension nicht mehr sicher, die ich in drei Jahren erhalten sollte, und so ein Gerät mit derart „wundersamen“ Eigenschaften konnte vielleicht einen Ausweg dafür bieten, dann etwas für den Lebensunterhalt zu tun. Unternehmen würde es immer geben, und in einer Krise wäre wahrscheinlich die Nachfrage nach einer Beratung oder Hilfestellung dieser Art größer als im Augenblick.
    Mittlerweile war es fast dunkel geworden, nachdem zuvor die Farbsäume der untergehenden Sonne die gegenüberliegenden ghibellinischen Zinnen der alten Scaliger-Paläste grau-rosa eingefärbt hatten. Wir hatten uns die Speisekarten kommen lassen und ein schönes mediterranes Abendessen bestellt. Während wir uns genußvoll unserer Mahlzeit widmeten und den hervorragenden Rotwein schlürften, ging die Diskussion munter weiter.
    „Wir haben einen Lehrer in der Heilpraktikerschule, der das Gerät selbst besitzt und uns davon vorschwärmte. Er braucht praktisch keine Homöopathie mehr, die wird vom Gerät selbst erzeugt oder notfalls in Globuli eingeschwungen, sodaß man den Heilungsvorgang auch kostengünstiger für die Patienten gestalten kann“, erläuterte Anne zwischen zwei Bissen ihres Cotoletta Milanese.
    „Ich hatte keine Ahnung von den Möglichkeiten, die ein solches Gerät bieten kann, bis Anne eines Tages nach Hause kam und mir davon vorschwärmte“, fiel Gerhard wieder ein. „Wir haben uns dann im Internet verschiedene Anwendungsbeispiele angeschaut, und dabei fiel mir die Anwendung durch einen Zahnarzt auf, der herausragende Erfolge bei Implantaten erzielt hat, die so weit
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    gingen, daß das Zahnfleisch schließlich sogar implantierte Zähne umschloß, und das ist etwas, das normalerweise nie vorkommt“, fuhr er fort. „Das war für mich natürlich der Hammer. Da war mir klar, das will ich auch ausprobieren. Und da Anne ohnehin so begeistert war und den positiven Beispielen ihres Lehrers so viel Glauben schenkte, habe ich nicht weiter gefackelt und das Gerät gekauft. Wir haben es zwar noch nicht in der Praxis angewendet, da es gerade eben vor unserem Urlaub geliefert wurde, aber wenn wir jetzt zurück sind, will ich mich gleich daran machen und es in gewissen Bereichen, in denen man es in der Praxis anwenden kann, auch ausprobieren.“
    „Ich muß sagen, ihr seid ganz schön mutig“, ließ sich Stefanie nun vernehmen, „ich würde mir vor einer solchen Entscheidung erst mal die Literatur dazu ansehen.“
    „Habe ich auch gemacht“, antwortete Gerhard.
    „So habe ich mir etwa das Buch Phänomen Radionik von Peter Köhne zugelegt, das unter anderem die Geschichte der Radionik beschreibt, beginnend mit Dr. Albert Abrams und seinem ERA-Gerät in den Zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts, und dann die Weiterentwicklungen durch Ruth B. Drown und andere in den Dreißigern und Vierzigern. Darin wird aber auch die Theorie hinter der Radionik recht gut belegt, und zum Schluß bringt das Buch darüber hinaus etliche Erfahrungsberichte von durchaus erfolgreichen Anwendungen. (Köhne 2008) Allerdings bezieht sich darin alles auf ein Radionikgerät älteren Typs, bei dem man die besagten Raten noch in gewissem Umfang eigenhändig ermitteln und einstellen mußte, auch wenn ein integrierter Computer schon dabei half, besagte Affirmationen in eine Bewellung zu transformieren. Beim QTX erfolgt dies mit Hilfe der weiß rauschenden Diode automatisch, sodaß die Anwendung wesentlich schneller und komfortabler durchführbar ist als mit den von Köhne beschriebenen Vorläufer-Geräten.“
    Irgendwie erschien mir diese Aussage merkwürdig. Wieso mußWir
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    ten die früheren Geräte ‘Raten ermitteln’ oder ‘einstellen’? „Was meinst du mit ‘Raten’?“, wollte ich deshalb wissen.
    „Nun, das hat mit der Geschichte der Radionikgeräte zu tun“, erwiderte Gerhard. „Es gab lange Zeit nur Geräte, auf denen man viele Potentiometer hatte, deren Stellungen mit Drehknöpfen justiert werden konnten. Die Kombination dieser Positionen wurde als Rate bezeichnet. Diese Positionen wurden empirisch ermittelt und dann in langen Listen erfaßt. So gab es beispielsweise eine Rate für Angst, eine andere für Liebe, für Gesundheit, für verschiedene Krankheiten und so fort.“
    Er hielt einen Moment inne, um sich zu konzentrieren: „Wartet mal, ich kann mich da schwach an so eine Rate erinnern, die +333222... stand, glaube ich, für ‘Transformiere Angst in Liebe’, oder so. Die letzten Ziffern lauteten, wenn mich nicht alles täuscht, 4 und 8, aber so genau weiß ich das jetzt nicht mehr. Mit dem +-Zeichen vor der Zahlenrate oder mit Minus-Korrekturen wurde dann versucht, mittels der am Gerät vorgenommenen Einstellung der Raten auf das Objekt der Bewellung Einfluß zu nehmen, es zu balancieren. Die Entwicklung und zunehmende Integration von Computern hat dann dazu geführt, daß diese umständliche und zeitraubende Vorgehensweise immer mehr von Rechnern übernommen wurde – bis hin zur automatischen Schnittstelle zwischen der schriftlichen Formulierung von Affirmationen in normaler Sprache, die der Ersatz für die früheren Zahlencodes ist, und der automatischen Umsetzung dieser Affirmation in eine Bewellung durch den Computer, wie sie im QTX realisiert ist.“
    „Aber dann spielt doch dabei die Sprache eine Rolle“, meinte Stefanie. „Wie kann der Computer denn den Sinn ‘verstehen’, er kann doch kein Französisch oder Italienisch, wenn etwa ein Italiener die Affirmation formuliert, oder ist da ein Übersetzungsprogramm eingebaut? Wie soll das denn funktionieren?“
    Gerhard setzte sich aufrechter hin und holte erstmal Luft, als wolle er zu einer längeren Erwiderung ausholen. „Da hast du
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    wirklich einen ganz wichtigen Punkt berührt“, nickte er. „Jetzt wird die Erklärung wahrscheinlich noch verrückter. Peter Köhne hat seinem Buch den Untertitel Kommunikation mit dem kollektiven Bewußtsein gegeben und an anderer Stelle im Buch definiert, daß Radionik ‘eine Technik in Wechselwirkung mit dem Bewußtsein’ sei, wobei vor allem das Bewußtsein des Radionikers, also dessen, der das Gerät anwendet, maßgeblich für die Wirkung sei. (Köhne 2008) Dieses Bewußtsein äußert sich in Bezug auf das Gerät in der Formulierung der Affirmation bzw. der Affirmationen. Wir wissen alle, daß Affirmationen wirken. NLP, also die Neuro-Linguistische Programmierung, funktioniert nach diesem Prinzip, und wie sich mittlerweile herumgesprochen hat, sollen so auch die Bestellungen beim Universum funktionieren. Und wer das dann noch nicht verstanden hat, der lese den Realitätscode von Gregg Braden (Braden 2008) oder Bücher wie The Secret oder The Law of Attraction.
    Daß Affirmationen bei der affirmierenden Person sogar erwünschte Veränderungen etwa für die eigene Gesundheit in Gang setzen können, dürfte kaum noch bezweifelt werden. Dieses Phänomen ist ja als Autosuggestion oder Placebo-Effekt längst bekannt. Aber auch in Bezug auf andere Personen sind positive Effekte etwa von Betkreisen auf die Gesundung von Patienten vor allem in den USA statistisch belegt worden. Spannend wird es hier, wenn – wie nun von Köhne behauptet wird – ein Radionikgerät bei der Fokussierung und Verstärkung derartiger Affirmationen hilft, und zwar über das Maß hinaus, das ohne ein solches Gerät zu erzielen wäre. So gesehen ist das QTX also ein Affirmationsverstärker und der moderne Nachfolger der tibetischen Gebetsmühle, die, angetrieben vom Wind, den in ihr enthaltenen Wunschzettel dreht und dreht...“ Gerhard lachte bei der Vorstellung, wie sie ihm selbst in diesem Moment wohl vor Augen stand.
    „Das heißt, die eigentliche Wirkkraft kommt von den AffirmaWir
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    tionen und nicht vom Gerät?“, konnte man die skeptisch dreinblickende Stefanie wieder mit einem fragenden Unterton hören.
    „Eindeutige Antwort: Ja! Aber das Gerät hat eben auch sehr große Vorteile, die mit Affirmation allein kaum zu realisieren sind. Das Gerät wiederholt die Affirmation – analog zur tibetischen Gebetsmühle – eben von allein, ohne daß wir selbst uns noch darum kümmern müßten. Für eine Person wäre es sehr anstrengend, die hierfür nötige Konzentration mehrmals am Tag in gleichbleibend hoher Qualität immer und immer wieder aufzubringen. Das Gerät ermüdet hingegen nicht und kann den Service auch nachts erbringen. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, daß das morphische Feld die Information aufnimmt und in einen schöpferischen Akt umsetzt, sozusagen manifestiert, der die gewünschte Veränderung bewirkt.“
    „Das morphische Feld, ist das etwas anderes als Sheldrakes morphogenetisches Feld?“, fragte Stefanie.
    „Ja und nein“, antwortete Gerhard. „Der Begriff morphogenetisches Feld stammt aus der Biologie und meint den hinter den Genen bzw. der Genexpression stehenden, Zusammenhang, der zur Formung der Lebewesen führt. Demgegenüber ist der Begriff morphisches Feld allgemeiner und bezieht sich auf das Denkmodell einer allgemeinen Blaupause für Schöpfungs- oder Entstehungsprozesse auch nichtbiologischer Art. (Sheldrake 2008) Hast du schon mal die Geschichte vom hundertsten Affen gehört?“
    Stefanie nickte. „Ich kann mich dunkel erinnern. Japanische Forscher hatten auf einer isolierten Insel den dort ansässigen Affen Süßkartoffeln gegeben, sie aber in den Sand fallen lassen, was den Affen, die die Kartoffeln gerne aßen, weniger gefiel. Schließlich kam eine ältere Affendame auf die Lösung, die Kartoffeln im Meerwasser zu waschen, und die anderen machten es sehr schnell nach. Nachdem die Affenkolonie dieses Verhaltensmuster praktisch durchgängig übernommen hatte – es waren so ungefähr 100 Tiere, ganz genau wurde das nie gezählt –, stellte man plötzlich
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    fest, daß Affen auf einer anderen, etwas entfernt gelegenen Insel plötzlich in großer Zahl dasselbe Verhalten zeigten, obwohl es ihnen niemand beigebracht hatte. Die Idee des dahinter liegenden Denkmodells führte dazu, eine Art Kollektiv-Bewußtsein zu postulieren, an dem andere Mitglieder der Art offenkundig partizipieren konnten, und zwar auch ohne in direkter Kommunikationsverbindung miteinander zu stehen. Sheldrake hat in seinen Büchern ja noch weitere, ähnliche Beispiele angeführt. Ich erinnere mich an das Beispiel eines Hundes, der immer wenn sein Herrchen zurückkehrte – auch gegen dessen Verbot – auf einen Hügel lief, um sein Herrchen zu erwarten und ihm dann von dort aus entgegenzulaufen. Dieses Verhalten war indes nicht an irgendwelche Regelmäßigkeiten gebunden, denn der Hund lief nicht zum Hügel, wenn sein Herrchen wie üblich zu erwarten war, aber noch an der Rückkehr gehindert wurde. Es war, als wenn der Hund aus der Entfernung von vielen Kilometern wahrnehmen konnte, ob sein Herrchen sich auf den Weg gemacht hatte oder nicht. Über diese Dinge habe ich früher schon mal was gelesen. Es wird also unterstellt, daß die Radionikgeräte dieses Feld, nennen wir es mal ein morphisches, einerseits anzapfen können beziehungsweise anders herum auch beeinflussen können?“
    „Offensichtlich scheint es irgendwie in dieser Weise zu funktionieren“, erwiderte Gerhard amüsiert, da er von Stefanie bis hierher nur ungläubige Bemerkungen erhalten hatte. „Es gibt sogar ein Projekt, das wissenschaftlich überprüft ist und das dies belegt. Es ist das sogenannte Global Consciousness Project, das auch mit den erwähnten ‘weiß rauschenden Dioden’ arbeitet, von denen circa fünfzig über die ganze Welt verteilt sind. Ihre Werte werden kontinuierlich ausgelesen und an einen Zentralcomputer übermittelt. Sowohl am 11. September 2001 als auch bei Dianas Tod, also bei besonders herausragenden Ereignissen, die das Bewußtsein der ganzen Menschheit erschütterten, zeigte sich ein signifikanter Ausschlag – beim 9/11-Ereignis in New York sogar schon Stunden
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    vorher. Es scheint so, als ‘wußte’ das Kollektivbewußtsein bereits vor der Ausführung dieser schrecklichen Tat, daß etwas Schlimmes passiert. Dies scheint die These von der Existenz eines Kollektivbewußtseins zu stützen.“ Gerhard wandte sich wieder seinem Scalloppina al limone zu, und auch wir konzentrierten uns auf unsere exzellenten Gerichte. Vor lauter Diskussion konnte man sich gar nicht angemessen dem guten Essen widmen, das die Kellner mit großer Fürsorge aufgetragen hatten.
    Der Abend war lau, und die Atmosphäre, die er ausstrahlte, stand in einem seltsamen Gegensatz zu unserem sachlichen Disput. Zwischendrin wurde er von den musikalischen Darbietungen einer kleinen Band verschönert, die beim Schein der Kerzen mit der bizarr-melodiösen Kombination eines Saxophons und einer Geige die schönsten romantischen Melodien wie La vie en rose intonierte und damit erreichte, daß wir mittendrin unseren Gesprächsstoff vergaßen.
    Der Abend war in jeder Hinsicht gelungen. Als wir uns verabschiedeten, versprachen Anne und Gerhard, uns bei der nächsten Urlaubsgelegenheit von ihren Erfahrungen zu berichten, und wir beteuerten unsererseits, daß wir an den Ergebnissen sehr interessiert waren.
    Kaum im Hotel angelangt, gingen wir beide zum Internet-Terminal des Hotels und googelten nach QTX, was uns auf der damit verlinkten Homepage eine Bestätigung der von Anne und Gerhard erzählten Details brachte. Außerdem fiel uns ein Buch des Herstellers des QTX-Gerätes auf, das wir uns sogleich bestellten.
    Da uns die von Gerhard zum Begriff der Radionik dargestellten Zusammenhänge etwas irritiert, aber auch neugierig gemacht hatten, googelten wir mehr zum Begriff Radionik und wurden ebenfalls fündig. Allerdings waren die Informationen, die wir unter Wikipedia fanden, nicht sehr erhellend, aus heutiger Sicht sogar teilweise falsch. Auch die anderen Fundstellen führten nicht weiter. Sie waren zumeist pure Werbung für irgendwelche RadioEin
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    nikgeräte oder Anpreisungen bestimmter Serviceleistungen, aus denen man höchstens schließen konnte, daß Radionik in zuvor noch nicht erwähnten Gebieten eine gewisse Bedeutung hatte oder Anwendung fand.
    Wir ließen es dabei bewenden. Für heute war nichts mehr zu tun. Wir ließen den Tag und die Gespräche mit Anne und Gerhard noch an der Hotelbar bei einem Glas Veneziano an uns Revue passieren und begaben uns dann aufs Zimmer. Morgen sollte der erste Tag unserer Heimfahrt sein, und danach würde man weitersehen.
    Wir lernen ein interessantes Gerät kennen
  • Inhalt
    Vorwort 8
    Prolog 11
    TEIL I
    Experimente mit einer Blackbox
    Ein Treffen mit weitreichenden Folgen
    Wir lernen ein interessantes Gerät kennen 18
    Eine kleine Weichenstellung...
    ...bringt neue Informationen über das QTX* 32
    Die Sache wird ernst…
    Erste eigene Erfahrungen mit dem QTX 61
    Die ersten Experimente
    Keimen die Erbsen durch Bewellung wirklich schneller? 82
    Die Experimente werden härter
    Kann das QTX auch äußere Stresseffekte kompensieren? 88
    Der Gesang im Feuerofen
    Überleben die Erbsen dank QTX auch eine Hitze von 80 Grad C? 103
    Bäumchen wechsle dich...
    Neue Überraschungen durch ein alternatives Meßverfahren 118
    ...und es ward Licht
    Ein neues Experiment und die Subsystem-These 130
    * QTX ist eine Bezeichnung, die stellvertretend für beliebige Radionikgeräte steht. Es handelt sich
    dabei weder um eine Marke noch um eine Typenbezeichnung. Auf dem Markt befinden sich
    diverse Geräte dieser Art von verschiedenen Herstellern unter unterschiedlichen Namen.
    TEIL II
    Argumente zur Wirkungsweise des QTX
    QTX wirkt, aber …?
    Warum gibt es manchmal gegenteilige Effekte? 154
    Objekt oder Subjekt?
    Wer oder was wird durch die Affirmationen eigentlich angesprochen? 169
    TEIL III
    Auf der Suche nach einer Physik des Bewußtseins
    Was also ist des Pudels Kern?
    EPR-Phänomen, Dekohärenz und Quantenmythos 215
    Die Geometrisierung der Welt
    Die Metronen-Physik Burkhard Heims 233
    Die ‘Ent’-Deckung des Unsichtbaren
    Klaus Volkamer und die gestörte Masse-Konstanz 250
    Es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Erde...
    Die Skalarwellentheorie von Konstantin Meyl 279
    Spiegelungen hinter dem Horizont ...
    Kann es eine Physik der letzten Verursachung geben? 308
    Epilog 322
    Literaturverzeichnis 331
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 336
Erscheinungsdatum 15.01.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-930243-72-3
Verlag Silberschnur
Maße (L/B/H) 21,3/14,1/2,7 cm
Gewicht 551 g
Abbildungen farbige Illustrationen
Buch (gebundene Ausgabe)
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