Where the fuck is the Führer?

Als Touri-Guide in Berlin

Christian Seltmann

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Beschreibung

"Steht die Mauer noch?" - "Tut da die Merkel wohnen?" - "Where the fuck is the Führer?" Solche Fragen muss Christian Seltmann ertragen, während er Touristen durchs Verkehrs- und Geschichtschaos des Berliner Hauptstadtdschungels leitet. Amerikanische Fahrrad-Legastheniker kollidieren mit Kinderwägen. Rentner aus Bottrop blockieren auf Segways die Friedrichstraße. Australische Reisealkoholiker suchen nach den coolsten Kneipen. Nein, Touri-Guide ist kein leichter Job in dieser Stadt - wird aber versüßt durch die Bezahlung und durch bildschöne Frauen auf Junggesellinnen-Abschied ... Am Ende des Tages weiß Seltmann: Berlin geht nicht ohne Führer ...

Christian Seltmann, geboren 1968, floh in den 90ern aus Westdeutschland nach Ost-Berlin und schlug sich als Übersetzer, Fernsehredakteur, Rocksänger, Producer, Matratzenauslieferer, Rettungssanitäter und Drehbuchautor durch. Er war jahrelang Touristen-Guide und hat zudem Geschichte studiert (als es die DDR noch gab).

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Nein i
Seitenzahl 256 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 07.08.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783843711135
Verlag Ullstein Verlag
Dateigröße 788 KB

Kundenbewertungen

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Die locker erzählten Erfahrungen eines Berliner Touristenführers
von orfe1975 am 03.10.2015
Bewertet: Taschenbuch

Titel und Cover : ------------------------- Das modern aufgemachte Cover mit dem denglischen Titel verspricht eine kurzweilige Lektüre in modern lockerem Erzählstil. Inhalt: ---------- Der Historiker und Schriftsteller Christian Seltmann schreibt in seinem Buch über das Leben und die Erlebnisse eines Touri-Führers in der ... Titel und Cover : ------------------------- Das modern aufgemachte Cover mit dem denglischen Titel verspricht eine kurzweilige Lektüre in modern lockerem Erzählstil. Inhalt: ---------- Der Historiker und Schriftsteller Christian Seltmann schreibt in seinem Buch über das Leben und die Erlebnisse eines Touri-Führers in der Stadt Berlin. Meine Meinung: ---------------------- Der Stil des Autors mutet besonders am Anfang sehr flapsig an. Auch wenn man aufgrund des denglisch-derben Titels einen lockeren Stil erwartet hat, war mir dieser am Anfang zu stark ausgeprägt. Im weiteren Verlauf bemerkt man aber hinter dieser Lockerheit auch durchaus eine scharfe psychologische Beobachtungsgabe sowie eine sozialkritische Betrachtungsweise. Dies spiegelt sich auch in den Themen der Kapitel wieder, in denen die einzelnen Touri-Typen im nervigen und guten Sinne betrachtet werden, aber auch Berlin und sein soziales Umfeld spielen eine Rolle. Dabei ist sich der Autor auch nicht zu schade, das Touri-Tabu-Thema "Berlin von unten" aufzuführen, das er auf unterhaltsame Weise mit vielen versteckten Anspielungen auf Gesellschaft und Politik behandelt. Spannend zu lesen war für mich auch der Blick hinter die Kulissen des Touristengeschäftes, u. a. - Wie wird man zum Touri-Guide? - Welcher Typ Mensch ist so ein Touri-Führer eigentlich? - Was machen diese Leute nach Feierabend? Solche und weitere Fragen zu diesem Gewerbe werden hier unterhaltsam beantwortet. Es macht Spaß, dieses Buch durchzulesen, am besten vor einem Berlin-Tripp, denn es enthält neben den allseits bekannten Geheimtipps auch solche, die noch keiner kennt oder welche Orte man am besten vermeiden sollte. Man sollte jedoch nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen und sich durch den in meinen Augen zeitweise etwas zu flapsigen Stil verärgern lassen, dieser führt bei mir zu einem kleinen Punktabzug. Ansonsten hatte ich viel Spaß mit dem Buch. Fazit: -------- Wer sich schon immer gefragt hat, wie man zum Touri-Guide wird, was man dabei alles so erlebt und zudem viel über die vielen Gesichter der Stadt Berlin erfahren möchte, sollte dieses Buch lesen!

Skurriles, Humorvolles und Nachdenkliches aus den Berufsalltag eines Touristen-Guides
von Jennifer am 14.09.2015
Bewertet: Taschenbuch

INHALT Christian Seltmann ist studierter Historiker und arbeitete einige Jahre lang als Touristenfüher (sog. Touri-Guide) in Berlin. Der heutige Kinderbuchautor berichtet in " Where the fuck is the Führer?" über den spaßigen, dennoch nicht immer leichten Berufsalltag als Guide in der deutschen Hauptstadt. So unterschiedlich die... INHALT Christian Seltmann ist studierter Historiker und arbeitete einige Jahre lang als Touristenfüher (sog. Touri-Guide) in Berlin. Der heutige Kinderbuchautor berichtet in " Where the fuck is the Führer?" über den spaßigen, dennoch nicht immer leichten Berufsalltag als Guide in der deutschen Hauptstadt. So unterschiedlich die Gäste, so unterschiedlich sind auch deren Interessen und Tourwünsche. Ob Junggesellinnenabschied, Gay Tour oder Schulausflug, Christian Seltmann weiß was seine "Schäfchen" wollen. Dafür schwingt er sich gern aufs Rad oder holt ein Segway hervor... MEINUNG Christian Seltmann will mit seinem Kompendium aus kurzweiligen Geschichten vordergründig nur eines, nämlich unterhalten. Und das gelingt ihm sehr gut. Darüber hinaus bekommt der Leser ganz nebenbei eine heitere, z. T. aber auch nachdenklich stimmende Berliner Sozial- und Lebensstudie serviert. Neben den Sonnenseiten der Metropole, wie Friedrichstraße und Brandenburger Tor, werden auch die Schattenseiten, u .a. soziale Brennpunkte wie Bahnhof Zoo, in den Blick genommen. Letztere werden von den nationalen als auch internationalen Gästen eher schockierend oder am liebsten gar nicht wahrgenommen. Der Autor setzt zur Freude des Lesers auf eine ehrliche, selbstironische bis sarkastische Darstellung seiner Tätigkeit. Seine Kollegen sowie Gäste führt er liebend gern vor, indem er deren Eigenheiten gekonnt herausstreicht. Denn nicht nur jeder Touri-Guide hat irgendeinen Hau - Lachflash inklusive ;-)Zudem hat es mir gefallen, dass der Autor im Zuge seiner Schilderungen dann und wann berlinert, was dem Buch gehörig Lokalkolorit verleiht. Auch Seltmanns Weg zum Guide beim amerikanischen Touranbieter Colorful Bike Rides wird beleuchtet und kurz auf die Erfolgsgeschichte dieser Firma eingegangen. Der Autor hat als Fahrrad- und Segway-Guide nicht nur die bekannte "Mauer-Tour" oder die "Führer-Tour" (entlang der wenigen Spuren des Naziregimes) im Programm, sondern variiert im Einzelfall für Holländer, Amerikaner oder den deutschen Bundesbürger gern einmal. Die zwei bis vier Stunden dauernden Touren verlangen dem Guide je nach Gruppe bzw. Gästeschar einiges ab und der Verdienst ist überschaubar. Gern schalten sich Besserwisser in Outdoorbekleidung während der Fahrt durch Berlin ein oder Schüler beschweren sich über die öden Geschichtsfakten und rufen nach dem nächsten Aldi. Natürlich gibt es auch die pflegeleichten Gemüter aus der Schweiz, die um ein Trinkgeld nie verlegen sind. Neben Radtouren hat sich der Autor auch kurz in Bustouren versucht, aber das ist ein anderes Kapitel und zu viel soll ja auch nicht verraten werden... Darüber hinaus fand ich es klasse, dass man dem Buch trotz aller skurrilen und negativen Beispiele anmerkt, dass der Autor seine Zeit als Touristenführer genossen hat und dabei viele unterschiedliche Menschen und deren Mentalitäten kennen und schätzen gelernt hat. Das Cover und vor allem der ambivalente sowie provokative Buchtitel sprechen für sich. Mein Interesse war sofort geweckt. FAZIT Unterhaltsamer Kurztrip in die Hauptstadt und zugleich gelungene Sozialstudie, die sich überall, ob im Urlaub oder auf der Couch, bestens genießen lässt. Ich würde sofort eine Tour bei Christian machen.

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