Kalteis

Andrea Maria Schenkel

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Beschreibung

Als die junge Kathie sich aufmacht in die große Stadt, ist sie voller Zuversicht, ihr Glück zu machen: München ist in den ausklingenden 30er Jahren ein verheißungsvoller Traum und die große Chance, dem eintönigen und wenig aussichtsreichen Provinzleben zu entrinnen. Kathie weiß nicht, dass in jüngerer Zeit schon einige junge Frauen ihres Typs - dunkelhaarig, hübsch und kräftig - in und um München vermisst gemeldet wurden.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Nein i
Text-to-Speech Nein i
Seitenzahl 192 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 08.09.2014
Sprache Deutsch
EAN 9783455813364
Verlag Hoffmann und Campe Verlag
Dateigröße 673 KB
Verkaufsrang 75996

Kundenbewertungen

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Übersicht
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Das ist der Trieb, ich bin wieder los … immer wieder.
von Igelmanu66 aus Mülheim am 24.08.2014
Bewertet: Einband: Taschenbuch

„Immer wieder wollte ich es haben, in einem Rausch war ich, nicht mehr ich selbst war ich, danach habe ich mich immer geschämt, aber nach einiger Zeit war das vergessen und ich bin wieder los. Wie ein wildes Tier, das ist der Trieb, ich bin wieder los … immer wieder.“ München, Ende der 30er Jahre. Ein Serienmörder hat dafür g... „Immer wieder wollte ich es haben, in einem Rausch war ich, nicht mehr ich selbst war ich, danach habe ich mich immer geschämt, aber nach einiger Zeit war das vergessen und ich bin wieder los. Wie ein wildes Tier, das ist der Trieb, ich bin wieder los … immer wieder.“ München, Ende der 30er Jahre. Ein Serienmörder hat dafür gesorgt, dass immer wieder junge, hübsche Frauen spurlos verschwunden sind. Frauen wie Kathie, die mit großen Träumen von einem besseren Leben vom Land in die große Stadt gezogen ist. Zu Beginn des Buches ist der Täter bereits inhaftiert, verurteilt und seine Hinrichtung steht bevor. Eine öffentliche Bekanntmachung ist unerwünscht, denn der Täter ist ein guter Deutscher, ein Arier, Mitglied der NSDAP und „jeder Schaden, der dem Ansehen der Partei und der nationalsozialistischen Bewegung entstehen könnte, (ist) zu vermeiden.“ In zahlreichen Rückblenden erleben wir die Verhöre des Täters Josef Kalteis und die Geschichte der Opfer. Die Verhöre zeichnen sich dadurch aus, dass nur die Antworten von Kalteis aufgeführt sind, die dazugehörenden Fragen aber fehlen. Diese fehlen aber überhaupt nicht, man kann aus den Antworten leicht schließen, wonach gefragt wurde. Aber durch die konsequente Aneinanderreihung seiner Aussagen werden die Widersprüche, in die er sich verwickelt, nur umso deutlicher. Eine besondere Brisanz haben die Verhörprotokolle, da man als Leser ja schon weiß, dass er schuldig ist. Da man bereits weiß, worauf alles hinausläuft. Wenn ich unter diesen Voraussetzungen lese, wie er begeistert schildert, wie gerne er beim Schweineschlachten hilft und die einzelnen Abläufe detailliert beschreibt, dabei auch noch zugibt, wie toll er es findet, wenn er die Angst bei dem Tier wahrnimmt, dann läuft mir ein Schauer den Rücken hinunter. Zumal er einige dieser Abläufe präzise wiederholen wird, aber dann nicht an einem Schwein. Und dann die Geschichten der diversen Mädchen… Man lernt ein Mädchen kennen, erfährt, wie es dazu kam, dass sie an dem Abend, der ihr letzter werden soll, alleine nach Hause fährt und nicht in Begleitung – und die ganze Zeit weiß man, dass dies alles auf ihre Ermordung hinausläuft. Diese vorweggenommene Spannung finde ich toll! Besagtes Ende gestaltet sich unterschiedlich. Bei dem einen Mädchen erfährt man nur, dass sie verschwunden ist, vermisst gemeldet wurde. Bei einem anderen wird die Tat einschließlich einer fiesen Verstümmelung detailliert geschildert. So weiß man auch, was mit den anderen geschah. Schlimm, dann eine Mutter bei der Suche nach ihrer vermissten Tochter zu erleben! Ganz besonders intensiv lernen wie Kathie kennen. In Rückblenden begleiten wir sie bis zu ihrer Kindheit. Mit großen Träumen und Wünschen kam sie vom Land nach München, hoffte, dass hier ihr Leben eine entscheidende Wendung zum Besseren erfährt. Und natürlich träumt sie von einem Mann, einem Traumprinzen. Ein gutgläubiges, unerfahrenes, einfaches Opfer! Unterstützt wird alles durch eine konsequent einfach gehaltene Sprache. Kurze, abgehackte Sätze. Dialekt und falsche Grammatik. Nicht immer einfach zu lesen, aber dadurch traten mir die einzelnen Personen nur umso deutlicher vor Augen. Einfache Menschen, ohne große Bildung. Auch bei Josef Kalteis muss ich ein gehöriges Maß an geistiger Armut einräumen. Heute würde man so einem Menschen mindestens verminderte Schuldfähigkeit wenn nicht gar Unzurechnungsfähigkeit attestieren und ihn in eine psychiatrische Anstalt einweisen. Aber dies hätte ja dem Ansehen der Partei Schaden zufügen können… Der Roman basiert auf einem historischen Kriminalfall. Der Quellennachweis verweist unter anderem auf Vernehmungsprotokolle der Polizeidirektion München aus den Jahren 1930-1939. Das Buch ist sehr kurz (nur 187 Seiten), was ich an sich bedauerlich finde. Aber so kann man es „mal eben“ schnell zwischendurch lesen – mir hat es heute netterweise eine lange Wartezeit beim Orthopäden vertrieben.

Ein skrupelloser Serientäter
von Brigitte Bouman-Mengering aus Lingen (Ems) am 14.11.2013
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Wie bereits in "Tannöd" wagt sich die Autorin auch hier an vergangene Kriminalfälle und zeichnet ein Bild er damaligen Gesellschaft in den 30er Jahren.Junge,unerfahrene Mädchen zieht es vom Dorf in die Stadt,winkt dort doch angeblich das Leben und der Luxus.Schnell wird klar,daß sie hier untergehen können.Ein Sittengemälde der S... Wie bereits in "Tannöd" wagt sich die Autorin auch hier an vergangene Kriminalfälle und zeichnet ein Bild er damaligen Gesellschaft in den 30er Jahren.Junge,unerfahrene Mädchen zieht es vom Dorf in die Stadt,winkt dort doch angeblich das Leben und der Luxus.Schnell wird klar,daß sie hier untergehen können.Ein Sittengemälde der Stadt und des Lebens in dieser Zeit,die solche Verbrechen erst möglich gemacht haben.

Spannender Roman, angelehnt an ein reales Ereignis in den 1930-er Jahren!
von Walter M. aus Linz am 29.05.2011
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Der Nachfolger von "Tannöd" kommt ebenso unterhaltend daher und zeichnet ein zeitgeschichtliches Geschehen rund um einen psychisch-kranken Mann. Gespannt bin ich auf das Hörbuch zu diesem Roman mit der unvergleichbaren Fr. Bleibtreu als Erzählerin!


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