Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war

Roman. Alle Toten fliegen hoch, Teil 2

Alle Toten fliegen hoch Band 2

Joachim Meyerhoff

(23)
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Beschreibung

Zu Hause in der Psychiatrie – das kommt davon

Der junge Held in Meyerhoffs zweitem Roman wächst zwischen Hunderten von Verrückten als jüngster Sohn des Direktors einer Kinder- und Jugendpsychiatrie auf – und mag es sogar sehr. Mit zwei Brüdern und einer Mutter, die den Alltag stemmt – und einem Vater, der in der Theorie glänzt, in der Praxis aber stets versagt. Wer schafft es sonst, den Vorsatz, sich mehr zu bewegen, gleich mit einer Bänderdehnung zu bezahlen und die teuren Laufschuhe nie wieder anzuziehen? Oder bei Flaute mit dem Segelboot in Seenot zu geraten und vorher noch den Sohn über Bord zu werfen?Am Ende ist es aber wieder der Tod, der den Glutkern dieses Romans bildet, der Verlust, der nicht wieder gutzumachen ist, die Sehnsucht, die bleibt – und die Erinnerung, die zum Glück unfassbar pralle, lebendige und komische Geschichten hervorbringt.

"Gleichermaßen spannend und lustig wie traurig und tiefgründig [...]." Märkische Online Zeitung 20150511

Joachim Meyerhoff, geboren 1967 in Homburg/Saar, aufgewachsen in Schleswig, war vierzehn Jahre lang Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters. In seinem sechsteiligen Zyklus »Alle Toten fliegen hoch« trat er als Erzähler auf die Bühne und wurde zum Theatertreffen 2009 eingeladen. 2007 wurde er zum Schauspieler des Jahres gewählt. Für seinen Debütroman wurde er 2011 mit dem Franz-Tumler-Literaturpreis und 2012 mit dem Förderpreis zum Bremer Literaturpreis ausgezeichnet. Im September 2016 erhielt er den Nicolas-Born-Debütpreis, den Euregio-Schüler-Literaturpreis, im Januar 2017 die Carl-Zuckmayer-Medaille des Landes Rheinland-Pfalz. Im Mai 2017 wurde Joachim Meyerhoff in der Sektion Darstellende Kunst in die Akademie der Künste aufgenommen und von der Fachzeitschrift Theater heute zum Schauspieler des Jahres 2017 gewählt. 2018 erhielt er für sein Prosawerk den Jonathan-Swift-Preis für Satire und Humor. Seit 2019 ist Joachim Meyerhoff Ensemblemitglied der Berliner Schaubühne.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 352
Erscheinungsdatum 08.01.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-462-04681-6
Verlag Kiepenheuer & Witsch
Maße (L/B/H) 19/12,4/2,3 cm
Gewicht 264 g
Auflage 40. Auflage
Verkaufsrang 2511

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Kundenbewertungen

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Wann wird es endlich so, wie es nie war
von einer Kundin/einem Kunden aus Unterägeri am 17.09.2019
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Sehr einfühlsam, wertfrei und berührend erzählte Geschichte einer Kindheit und Jugend in einer ungewöhnlichen Umgebung.

Erfinden heißt erinnern
von einer Kundin/einem Kunden aus Erlangen am 18.06.2019

Aufgewachsen in der größten Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie Schleswig-Holsteins bekommt der Erzähler bereits in der ersten Schulklasse seine, ihn dann ein Leben lang verfolgenden Tobsuchtsanfälle. Wird zum gescheiterten Erstklässler. Dennoch oder deswegen: Eine große Zukunft liegt vor ihm. Dramaturgische Höhepunkte: der... Aufgewachsen in der größten Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie Schleswig-Holsteins bekommt der Erzähler bereits in der ersten Schulklasse seine, ihn dann ein Leben lang verfolgenden Tobsuchtsanfälle. Wird zum gescheiterten Erstklässler. Dennoch oder deswegen: Eine große Zukunft liegt vor ihm. Dramaturgische Höhepunkte: der Besuch des großen Klaren aus dem Norden, die Blutsbrüderschaft, die Segelscheinprüfung und der Meilerbau. Witzig und wortgewandt, tragisch und traurig.

Absoluter Lesegenuss
von Gabriele Bessen am 24.08.2017

In seinem Roman „Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war“, beschreibt Josse, beginnend als 8-jähriger, sich und sein Leben in einer Familie mit zwei weiteren älteren Brüdern, seiner Mutter, einer treuen Hündin und seinem Vater als Leiter der Kinder- und Jugendpsychiatrie mit über tausend Patienten in der Nähe von Schles... In seinem Roman „Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war“, beschreibt Josse, beginnend als 8-jähriger, sich und sein Leben in einer Familie mit zwei weiteren älteren Brüdern, seiner Mutter, einer treuen Hündin und seinem Vater als Leiter der Kinder- und Jugendpsychiatrie mit über tausend Patienten in der Nähe von Schleswig. Das Haus der Familie liegt mitten auf dem Anstaltsgelände und Josse beleuchtet sowohl seine Familie und deren Lebensgeschichte wie auch das Leben einiger ausgewählter Insassen der Klinik, mit denen er oft in Kontakt ist. Die Familie ist das Zentrum inmitten dieser tragikomischen Umgebung. Was vordergründig als eine stabile und normale Familie anmutet, wird im Laufe der Erzählung ein Sammelsurium von heiteren und traurigen Begebenheiten, die die einzelnen Charaktere mit ihren Licht- und Schattenseiten deutlich zeichnet. Und trotzdem ist jeder von ihnen in seiner Art liebenswert. Tragische Höhepunkte im Familienleben sind der Tod des mittleren Sohnes, später die vorübergehende Trennung der Eltern und der Tod des Vaters. Joachim Meyerhoffs Erzählstil versetzt den Leser in die Situation, unentwegt lachen oder weinen zu wollen. Die Atmosphäre des ungewöhnlichen Wohnumfeldes wird in einer Weise beschrieben, die jeden erwähnten Patienten liebenswert und die Klinik als eine wirkliche Heimstatt für die Patienten macht. Die Würde der Kranken bleibt durchweg gewahrt. Sehr skurril und komisch ist die Episode, als der damalige Ministerpräsident Stoltenberg die Klinik besucht. Der Vater spielt eine wesentliche Rolle im Roman. Einerseits ist er ein engagierter und guter Arzt, der sich immer für seine Patienten aufopfert und sich auch keinen anderen Wirkungskreis vorstellen kann, allerdings ist er als Vater doch eher eine Fehlbesetzung. Ein Mann, der es sicher gut mit seiner Familie meint, aber privat letztendlich nichts so richtig auf die Reihe bekommt. Und trotzdem führt er am Ende die Familie wieder zusammen und sein Tod ist für alle ein herber Verlust, nach dem verunglückten Bruder der zweite und ebenso tiefgehende. Joachim Meyerhoffs Roman ist eine Erzählung voller Komik und Tragik, fesselnd und unterhaltsam zugleich und ein Buch, das man unbedingt gelesen haben sollte.


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