Warenkorb

Pfingstopfer

Kriminalroman

Weitere Formate

Taschenbuch

Mit welcher Wahrheit können wir leben? - Über Willensfreiheit und religiösen Fundamentalismus

Ein bizarrer Mord: Im Garten eines freikirchlichen Gemeindehauses wird die Leiche einer Prostituierten gefunden. In ihrem Schädel findet sich ein Zettel mit einer religiösen Botschaft: »Die Wahrheit wird euch frei machen.« Als der Kriminalbeamte Anton Glauberg vom Tatort nach Hause kommt, sitzt überraschendseine ehemalige Kollegin Paula Reinhardt vor der Tür. Reinhardt war vor Jahren selbst wegen Mordes verurteilt worden – jetzt ist sie auf Bewährung wieder frei. Glauberg nimmt Paula mit auf seine Ermittlungen, die ihn bald zu einem Forscher am Max-Planck-Institut für Neurobiologie führen.Dieser hatte aus wissenschaftlicher Perspektive Gott für tot erklärt – und damit die Vertreter der Freikirche gegen sich aufgebracht.

Portrait

Ulrich Woelk, 1960 geboren, in Köln aufgewachsen, studierte in Tübingen Physik und promovierte 1991 an der TU Berlin, wo er bis 1994 als Astrophysiker tätig war. Literarische Arbeiten seit den 1980er Jahren; »Aspekte«-Literaturpreis für das Debüt ›Freigang‹ (1990). Seither erschienen Romane, Erzählungen, Theaterstücke. Der Roman ›Die letzte Vorstellung‹ wurde mit Heino Ferch und Nadja Uhl für das ZDF verfilmt (›Mord am Meer‹). Ulrich Woelk lebt in Berlin.

… weiterlesen
  • Artikelbild-0
  • Artikelbild-1
In den Warenkorb

Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 384
Erscheinungsdatum 01.03.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-26048-0
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 21,1/13,6/3,2 cm
Gewicht 465 g
Verkaufsrang 9247
Buch (Taschenbuch)
Buch (Taschenbuch)
14,90
14,90
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort lieferbar Versandkostenfrei
Sofort lieferbar
Versandkostenfrei
In den Warenkorb
Vielen Dank für Ihr Feedback!
Entschuldigung, beim Absenden Ihres Feedbacks ist ein Fehler passiert. Bitte versuchen Sie es erneut.
Ihr Feedback zur Seite
Haben Sie alle relevanten Informationen erhalten?
Ihr Feedback ist anonym. Wir nutzen es, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Wenn Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kundenservice wenden.

Jetzt 5-fache Prämienmeilen für jeden vollen Euro sammeln



Kundenbewertungen

Durchschnitt
1 Bewertungen
Übersicht
1
0
0
0
0

Glaube vs Wissenschaft
von leseratte1310 am 06.06.2015

Im Garten eines freikirchlichen Gemeindehauses wird eine Leiche entdeckt. Es ist die Leiche einer Prostituierten. Man hat ihr die Haare abrasiert und den Schädel geöffnet. In ihrem Kopf findet die Polizei einen Zettel mit einer religiösen Botschaft. Wer hat die Frau getötet und warum musste sie sterben? Die Hinweise führen de... Im Garten eines freikirchlichen Gemeindehauses wird eine Leiche entdeckt. Es ist die Leiche einer Prostituierten. Man hat ihr die Haare abrasiert und den Schädel geöffnet. In ihrem Kopf findet die Polizei einen Zettel mit einer religiösen Botschaft. Wer hat die Frau getötet und warum musste sie sterben? Die Hinweise führen den Kriminalbeamte Anton Glauberg zwischen die Fronten, wo auf der einen Seite ein Prediger der christlichen Freikirche und auf der anderen Seite ein Wissenschaftler stehen. So stehen sich der Glaube an Gott und das wortwörtliche Befolgen der Bibel und wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Hirnforschung gegenüber. Professor Reiters These „Gott ist T.O.T.“ erbost die Gläubigen der Freikirchen, allen voran den Prediger und Führer Halik, der sich gut in Szene zu setzen weiß. Doch ist das ein Motiv für den Mord? Dem Autor gelingt es wunderbar die kontroversen Argumente sachlich zu präsentieren ohne Stellung zu beziehen. Dafür wird der Leser angeregt, sich mit der Thematik auseinander zu setzen. Jeder muss für sich entscheiden, was ihm Orientierung in seinem Leben gibt, welche Entscheidungen er trifft und ob sein Handeln ethisch vertretbar ist. Dieses nicht einfache Thema ist gut mit der Krimihandlung verwoben. Der Schreibstil ist klar und flüssig. Von Anfang an zieht einen die Geschichte in den Bann. Kommissar Anton Glauberg ist ein Mensch, der schon lange seine Probleme mit sich herumschleppt und dem es nicht gelingt sich davon frei zu machen. Seine Schwächen machen ihn menschlich. Er wünscht sich sehnlichst eine heile Beziehung und doch ist es ihm nicht möglich, die richtigen Worte zu finden, wenn es darum geht, Nähe zu anderen Menschen zuzulassen. Er ist hilflos, wenn sich seine Exfrau mit Depressionen herumschlägt. Auch bei seinem Sohn Felix gelingt es ihm nicht, eine vertrauensvolle Beziehung aufzubauen, so dass schwierige Situationen gemeinsam gelöst werden können. Als Paula Reinhard, eine ehemalige BKA-Mitarbeiterin und Mörderin, bei Anton auftaucht, fühlt er sich hingezogen und kann doch keine Beziehung aufbauen. Dabei ist er durchaus mitfühlend, wenn er dem Kollegen Spiller den Rücken freihalten will, damit der sich um seine todkranke Frau kümmern kann. Nicht immer verhält er sich wie ein Polizist und handelt manchmal auch gegen die Richtlinien. Paula Reinhard ist eine interessante Person, die eine schwierige Vergangenheit hat, was immer wieder zu Gewaltausbrüchen führt. Mich hat diese überzeugende Geschichte gut unterhalten, aber auch nachdenklich zurückgelassen.


FAQ