Die Radsport-Mafia und ihre schmutzigen Geschäfte

Tyler Hamilton, Daniel Coyle

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Beschreibung

Tyler Hamilton - Naturtalent und bei US Postal zweiter Mann hinter Lance Armstrong - legt offen, wie das berühmteste Radrennen der Welt zur Tour de Farce wurde. Er enthüllt, wie korrupte Ärzte und skrupellose Teamchefs agierten und Mannschaften zu gut geölten Maschinen wurden. Wie eine ganze Sportart unter die Räder kam und eine Parallelwelt aus Lügen, Erpressung und Manipulation entstand, in der die Doping-Profis mittels Geheimcodes Absprachen trafen und den Ermittlern immer einen Schritt voraus waren.

"Eine Biografie wie ein Kriminalroman. Spannend, anschaulich, nachdenklich stimmend, dabei mit viel Humor und Empathie.", Welt am Sonntag, 24.03.2013

Tyler Hamilton, 1971 geboren, war einer der leistungsstärksten Profiradfahrer. Er hatte großen Anteil an Lance Armstrongs ersten drei Erfolgen bei der Tour de France. 2002 wurde Hamilton beim Giro d'Italia trotz einer gebrochenen Schulter Zweiter. Bei den Olympischen Sommerspielen 2004 in Athen errang er die Goldmedaille im Einzelzeitfahren. Danach wegen Dopings mehrfach gesperrt, beendete er 2009 seine aktive Karriere und legte 2011 ein umfangreiches Geständnis ab. Er ist einer der Kronzeugen der USADA im Ermittlungsverfahren gegen Armstrong. Tyler Hamilton lebt mit seiner Frau in Boulder, Colorado..
Daniel Coyle ist Sportjournalist und Autor, u.a. des New-York-Times-Bestsellers "Lance Armstrong's War". Für das vorliegende Buch hat er mehr als zwei Jahre recherchiert und Gespräche mit Tyler Hamilton, dessen ehemaligen Teamgefährten und Konkurrenten geführt. Coyle lebt mit seiner Familie in Cleveland Heights, Ohio, und Homer, Alaska..
Werner Roller, geboren 1954, ist seit der Jahrtausendwende Übersetzer mit den Schwerpunkten Politik und (Zeit-)Geschichte, Sport und Musik.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 384
Erscheinungsdatum 14.04.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-492-30409-2
Verlag Piper
Maße (L/B/H) 18,8/12/2,7 cm
Gewicht 270 g
Originaltitel The Secret race. Inside the hidden World of the Tour de France
Auflage 7. Auflage
Übersetzer Gabriele Burkhardt, Dagmar Mallett, Werner Roller, Sigrid Schmid
Verkaufsrang 30689

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Die Erfahrungen eines Sportlers in den Wild-West-Zeiten
von Io am 12.06.2020

Als Hamilton fuhr, hatten Radprofis einen Medikamentenbedarf wie die Juve-Mannschaft in den 90ern. Über diese Aktivitäten werden Antworten gegeben. Toll auch wie die Entwicklung der Blutwerte während einer Tour geschildert werden, den Abfall kann man exakt vorhersagen. Und puh, der Armstrong war nicht nur ein Betrüger sonder... Als Hamilton fuhr, hatten Radprofis einen Medikamentenbedarf wie die Juve-Mannschaft in den 90ern. Über diese Aktivitäten werden Antworten gegeben. Toll auch wie die Entwicklung der Blutwerte während einer Tour geschildert werden, den Abfall kann man exakt vorhersagen. Und puh, der Armstrong war nicht nur ein Betrüger sondern ein absolutes ... wenn man bedenkt, dass die Schilderungen in dem Buch von seinem Teamkollegen kommen.


  • Artikelbild-0
  • DIE GESCHICHTE HINTER DEM BUCH
    Daniel Coyle
    Im Jahr 2004 zog ich mit meiner Familie nach Spanien, um ein Buch über Lance Armstrongs Versuch zu schreiben, seine sechste Tour de France zu gewinnen - ein aus vielerlei Gründen faszinierendes Projekt, in dessen Mittelpunkt das große Rätsel stand: Wer war Lance Armstrong wirklich? War er ein echter und würdiger Champion, wie viele glaubten? War er ein Dopingsünder und Betrüger, wie manch andere behaupteten? Oder bewegte er sich in dem undurchsichtigen Raum irgendwo dazwischen?
    Wir mieteten ein Apartment in Armstrongs Trainingsbasis Girona, zehn Minuten Fußmarsch von Armstrongs festungsähnlicher Unterkunft entfernt, die er sich mit seiner damaligen Freundin Sheryl Crow teilte. Ich lebte fünfzehn Monate auf dem Planeten Lance und verbrachte meine Zeit mit Armstrongs Freunden, Teamgefährten, Ärzten, Trainern, Anwälten, Agenten, Mechanikern, Masseuren, Rivalen, Kritikern und natürlich mit Armstrong selbst.
    Mir imponierten Armstrongs unglaubliche Energie, sein bissiger Humor und seine Führungsqualitäten. Seine Unbeständigkeit, Heimlichtuerei und die tyrannische Art, mit der er manchmal Teamkameraden und Freunde behandelte, gefielen mir allerdings nicht. Andererseits ging es hier nicht um Kinderkram, sondern um den physisch und psychisch anstrengendsten Sport der Welt. Nachdem ich alle Aspekte der Geschichte so eingehend wie möglich beleuchtet hatte, schrieb ich Lance Armstrong s War, zu Deutsch Armstrongs Kreuzzug. Einige von Armstrongs Teamgefährten fanden das Buch objektiv und fair (Armstrong selbst erklärte sich offiziell mit dem Buch "einverstanden").
    In den Monaten und Jahren nach Erscheinen des Buches wurde ich oft gefragt, ob ich glaubte, Armstrong würde dopen. Ich war mir nicht sicher, aber mit der Zeit kam es mir immer wahrscheinlicher vor. Einiges schien darauf hinzudeuten: Studien belegten, dass Doping die Leistungsfähigkeit um zehn bis fünfzehn Prozent erhöhte - und das in einer Sportart, bei der Rennen häufig mit dem Bruchteil eines Prozentpunkts entschieden werden. Tatsache war, dass fast jeder Fahrer, der bei der Tour de France mit Armstrong auf dem Podest stand - fünf seiner Kollegen aus dem US-Postal-Team eingeschlossen -, irgendwann mit Doping in Zusammenhang gebracht wurde. Und dann war da noch Armstrongs langjährige enge Verbindung zu Dr. Michele Ferrari alias "Dr. Evil", dem mysteriösen Italiener, bekannt als einer der berüchtigsten Ärzte im Radsport.
    Andererseits hatte Armstrong Dutzende von Dopingkontrollen mit Bravour bestanden. Er verteidigte sich stets vehement und hatte schon mehrere öffentliche Gerichtsverfahren gewonnen. Zudem hatte ich als Alternative immer die logische Schlussfolgerung im Hinterkopf: Sollte sich herausstellen, dass Armstrong tatsächlich dopte, dann waren so eben einfach die Wettbewerbsbedingungen, oder etwa nicht?
    Ungeachtet der Wahrheit war ich mir hundertprozentig sicher, dass ich nie wieder über Doping und/oder Armstrong schreiben würde. Doping war ganz einfach der Horror. Sicher, auf eine abenteuerliche Art und Weise war das Thema faszinierend, aber je eingehender man sich damit beschäftigte, desto unangenehmer und undurchsichtiger wurde es: Es gab Geschichten von gefährlich unqualifizierten Ärzten, skrupellosen Teamdirektoren und krampfhaft ehrgeizigen Fahrern, die sich damit schwerwiegende physische und psychische Probleme einhandelten. Ein düsteres Kapitel, das während meines Aufenthalts in Girona noch düsterer wurde angesichts des Todes von zwei der strahlendsten Stars in der Ära Armstrong: Marco Pantani (Depressionen, Überdosis Kokain mit vierunddreißig) und José Maria Jiménez (Depressionen, Herzinfarkt mit zweiunddreißig). Dazu kam noch der Selbstmordversuch eines weiteren Stars, des 30-jährigen Frank Vandenbroucke.
    Das alles umschloss, wie ein Tresor aus Stahlbeton, die Doktrin der Omertà: jenes unausgesprochene Schweigegelübde, das Radprofis auferlegt ist, sobald es
  • INHALT

    Die Geschichte hinter dem Buch

    1 Im Spiel

    2 Die Wirklichkeit

    3 Eurodogs

    4 Zimmergenossen

    5 Geborene Verlierer

    6 2000: Die Siegmaschine

    7 Die nächste Ebene

    8 Kleine Hilfen unter Nachbarn

    9 Neustart

    10 Ganz oben

    11 Die Attacke

    12 Alles oder nichts

    13 Erwischt

    14 Novitzkys Bulldozer

    15 Versteckspiel

    16 Ausgetrickst?

    Nachwort

    Dank

    Weiterführende Literatur