Wirtschaftsgeschichte der Antike

Beck Reihe Band 2788

Michael Sommer

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Beschreibung

Die Welt der Antike war dicht vernetzt - wie sehr, wird rasch klar, wenn man die wirtschaftliche Entwicklung von der Frühzeit der altorientalischen Hochkulturen bis zur Spätantike betrachtet. Doch rücken dabei nicht nur Märkte und Transportwege in den Vordergrund, sondern auch die differenzierten Interessen, Bedürfnisse und technischen, aber auch finanziellen Möglichkeiten von Produzenten und Konsumenten. Wie intensiv man sich bereits in der Antike der Wirtschaft als eines eigenen Lebensbereichs bewusst war, verraten beispielsweise die ökonomischen Schriften von Platon, Xenophon und Aristoteles.

Michael Sommer, Professor für Alte Geschichte in Oldenburg, erzählt in diesem Buch eine ebenso facettenreiche wie spannende Geschichte der antiken Wirtschaft. Von demselben Autor ist im Verlag C.H.Beck lieferbar: Die Phönizier. Geschichte und Kultur (2008).

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Ja i
Seitenzahl 128 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 23.08.2013
Sprache Deutsch
EAN 9783406654817
Verlag C. H. Beck
Dateigröße 3329 KB

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Unterschiedlich, aber nicht fremd unserer modernen Globalwirtschaft
von einer Kundin/einem Kunden aus Hamburg am 24.08.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

"Ohne das Wirken potenter Euergeten wäre kaum eine Gemeinde in der hellenistischen Welt überlebensfähig gewesen." Michael Sommer, Professor für Alte Geschichte in Oldenburg, legt mit seiner "Wirtschaftsgeschichte der Antike" eine Einführung in diese Thematik vor. Auf 120 Seiten kann diese natürlich nur ansatzweise beleucht... "Ohne das Wirken potenter Euergeten wäre kaum eine Gemeinde in der hellenistischen Welt überlebensfähig gewesen." Michael Sommer, Professor für Alte Geschichte in Oldenburg, legt mit seiner "Wirtschaftsgeschichte der Antike" eine Einführung in diese Thematik vor. Auf 120 Seiten kann diese natürlich nur ansatzweise beleuchten, wie die Ökonomie sich in der Geschichte von über 10.000 Jahren entwickelte. Sommer fokussiert sich besonders auf den Zeitraum vom 4. Jh. v. bis zum 4. Jh. n. Chr. - also die Griechen und Römer. Beispiele und Quellenbelege antiker Autoren und archäologischer Funde zeugen von der Struktur der Ökonomie von vor über 2.000 Jahren. Hierbei werden immer wieder Parallelen zur modernen Globalwirtschaft gezogen. Die unterschiedlichen Begriffsdefinitionen von Kapital, Markt usw. werden typisch akademisch beleuchtet, um moderne Sichtweisen klar von antiken abzugrenzen. Eindrucksvoll erläutert Sommer anhand Quellen und archäologischer Funde die Wirtschaftsweise antiker Gesellschaften. Besonders ins Auge fiel hierbei das Wirken der Euergeten: "Teile des Bedarfs deckten finanzkräftige Mitbürger, die mit großzügigen Lebensmittelspenden ihren Gemeinsinn unter Beweis stellten - derlei Euergetismus war aus dem öffentlichen Leben antiker Städte nicht wegzudenken." Noch heute sind solche Vorgehensweisen am Beispiel von Stiftungen zu beobachten. Es wird aber deutlich, dass deren Anteil in antiken Gesellschaften deutlich höher, ja eine Selbstverständlichkeit war und ehrenhafter angesehen wurde. Auch in der Antike, eindrucksvoll an den Griechen und Römern ersichtlich, herrschte eine globale Wirtschaft rund ums Mittelmeer (und darüber hinaus). Gleichzeitig war die Schere zwischen Arm und Reich nicht weniger stark geöffnet als heute. Vieles lässt sich aus der Wirtschaftsweise in der Antike lernen. Wer sich von wissenschaftlicher Literatur und einigen Fachbegriffen nicht abschrecken lässt, findet in diesem Buch eine spannende Einführung in die ähnliche, teils erstrebenswerte, teils abschreckende Ökonomie der Antike.


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