Chronik eines angekündigten Todes

Roman

Königs Erläuterungen/Materialien Band 477

Gabriel García Márquez

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Beschreibung

In einem Dorf an der kolumbianischen Karibikküste feiert Bayardo San Roman seine Hochzeit. Ein prunkvolles Fest wird gefeiert, und dass die Braut den Bräutigam nicht liebt, scheint ein unwesentliches Detail, denn "Liebe erlernt sich". Doch auf das Fest folgt der Skandal. Angela Vicario, die schöne Braut, wird noch in der Nacht von ihrem Ehemann ins Elternhaus zurückgebracht; sie war nicht mehr unberührt. Angela offenbart den Namen des angeblichen Täters, und mit Fleischermessern bewaffnet ziehen ihre Zwillingsbrüder los, um die Tat zu sühnen, das heißt, den Verführer zu töten. Das ganze Dorf erfährt von ihrer bitteren Pflicht. Jeder weiß, dass hier Vorurteile eine sinnlose Tat auslösen, doch niemand schreitet ein. Jahre später befragt der Ich-Erzähler alle Zeugen und rekonstruiert den Ablauf des tragischen Geschehens, die wenigen Stunden von der Ankündigung bis zur Ausführung des grausamen Verbrechens.

“Jedes Detail steht mit einer solchen Notwendigkeit an seinem Platz, dass ich nur ein Wort finde, diesen Roman zu kennzeichnen: klassisch.”

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Nein i
Seitenzahl 128 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 10.12.2012
Sprache Deutsch
EAN 9783462306743
Verlag Kiepenheuer & Witsch
Originaltitel Crónica de una muerta anunciada
Dateigröße 1047 KB
Übersetzer Curt Meyer-Clason
Verkaufsrang 38580

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Kundenbewertungen

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Spannend, spannender, Márquez!!
von Pepa am 10.04.2011
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Dieses Buch zählt schon seit langem zu meinen Lieblingsbüchern und nachdem ich es nun auch in englischer Sprache genossen habe, möchte ich es noch im Original lesen. "Chroniken eines angekündigten Todes" ist absolut empfehlenswert, weil es die Ignoranz der heutigen Gesellschaft in allen Facetten widerspiegelt. Alle wissen da... Dieses Buch zählt schon seit langem zu meinen Lieblingsbüchern und nachdem ich es nun auch in englischer Sprache genossen habe, möchte ich es noch im Original lesen. "Chroniken eines angekündigten Todes" ist absolut empfehlenswert, weil es die Ignoranz der heutigen Gesellschaft in allen Facetten widerspiegelt. Alle wissen darüber Bescheid, dass die Zwillinge Vicario den Mann, der das Leben ihrer Schwester zerstört hat, töten wollen, doch niemand greift ein. Ist dies eine Metapher für das bekannte Bild mit den drei Affen, die nichts hören, sehen oder sagen wollen? Einfacher ist es auf alle Fälle: Man hält sich heraus und kann nicht zur Rechenschaft gezogen werden, wenn irgendetwas schiefläuft. Also: Buch kaufen, lesen und genießen :)

Verstoßen
von Polar aus Aachen am 09.09.2008
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Mit Márquez wird immer der Begriff der Magie verbunden. Magie ist etwas, was uns zu verzaubern vermag, ohne dass wir ahnen, wie sie zustande kommt. Bei Márquez jedoch vermögen wir es festzumachen: Es ist die Sprache, die bilderreich eine überbordende Atmosphäre schafft, vor allem jedoch ist es auch der scharfe Blick auf die Wurz... Mit Márquez wird immer der Begriff der Magie verbunden. Magie ist etwas, was uns zu verzaubern vermag, ohne dass wir ahnen, wie sie zustande kommt. Bei Márquez jedoch vermögen wir es festzumachen: Es ist die Sprache, die bilderreich eine überbordende Atmosphäre schafft, vor allem jedoch ist es auch der scharfe Blick auf die Wurzeln Lateinamerikas. Wer glaubt, dass Vorkommnisse wie in Chronik eines angekündigten Todes nur noch in Büchern und Filmen auftauchen, sollte sich von den Zentren überall auf der Welt wegbewegen, um vermehrt auf Menschen zu treffen, bei denen die Ehre ein Begriff ist, dem sie alles unterstellen. Wie absurd das Schicksal dabei Regie führt, zeigt Márquez in seinem Roman. Die Braut ist nicht unberührt, ob der Mann es ist, spielt in diesem Dorf keine Rolle. Es gilt, den Ritualen Genugtuung zu verschaffen. Was sich bewährt hat, als Voraussetzung für eine Ehe angesehen wird, darf nicht mit Nachsicht bedeckt werden. Und so treten die Brüder auf, um sich zu rächen. Wir sind bei Shakespeare angekommen. Wessen Ehre ist die höhere? Am Ende nur jene, die überlebt. Ein kurzer Roman, dessen Bilderreichtum, dessen Abgründe mitten in Gabriel Garciá Marquez Magie führen.

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