Cabo de Gata

Roman

Eugen Ruge

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Beschreibung

Ein Mann lässt alles hinter sich: seine Stadt, sein Land, sein bisheriges Leben. Mit nicht viel mehr als einer Hängematte und ein paar Schreibheften im Gepäck steigt er in einen Zug Richtung Süden: Andalusien. Der Name zieht ihn an.Der Zufall bringt ihn nach Cabo de Gata, ein Fischerdorf an der Mittelmeerküste. Die Landschaft ist öde; ein kalter Wind weht. Kein Ort zum Bleiben. Und doch bleibt er, als einziger Gast in der Pension der alten Wirtin, die ihm unerklärlich feindselig erscheint, so abweisend wie alles hier. Es ist, als hätten sie etwas zu verbergen: die Frau mit dem Gipsbein, der Fischer, der ständig sein Boot repariert, die beiden alten Männer im Pyjama, die sich jeden Morgen auf der Promenade anschreien. Das einzige Wesen, zu dem der Reisende schließlich Kontakt findet, ist - eine Katze. Und plötzlich glaubt er zu begreifen, dass sie ihm etwas sagen will.Eugen Ruge erzählt vom Scheitern einer Sehnsucht und von dem Glück, sich dem Unbekannten zu überlassen; er erzählt von Flucht, aber auch vom Ankommen. Cabo de Gata ist ein Glanzstück novellistischer Prosa. Im Wechselspiel von Erfindung und Erfahrung liegt seine Wahrhaftigkeit - und auch seine Kunst. Manche Geschichten muss man erfinden, um zu erzählen, wie es war.

Für «In Zeiten des abnehmenden Lichts» bekam Eugen Ruge 2011 den Deutschen Buchpreis. Dieser kleine Roman bestätigt die Auszeichnung.

 Eugen Ruge wurde 1954 in Soswa (Ural) geboren. Der diplomierte Mathematiker begann seine schriftstellerische Laufbahn mit Theaterstücken und Hörspielen. Für «In Zeiten des abnehmenden Lichts» wurde er unter anderem mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet. Zuletzt erschienen die Bände «Theaterstücke» und «Annäherung» sowie die Romane «Cabo de Gata» und «Follower».

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 208
Erscheinungsdatum 07.06.2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-498-05795-4
Verlag Rowohlt
Maße (L/B/H) 21,4/13,4/2,5 cm
Gewicht 324 g
Auflage 2. Auflage

Kundenbewertungen

Durchschnitt
11 Bewertungen
Übersicht
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Wie bringt der Erzähler die Zeit zum Stillstand?
von Odilie Pressberger aus Regensburg (Donau EKZ) am 08.01.2015
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Worum geht es in diesem Taschenbuch? Ein Mann aus der ehemaligen DDR reist ein paar Jahre nach der Wende ab. Was ist das? Eine Flucht? Wieso steigt der Erzähler so vollständig aus seinem Leben aus? Mit diesen Fragen sitze ich neben ihm im Zug, Hotel und Bus. Ich lande mit ihm Anfang Januar in einer grässlich trostlosen Pension i... Worum geht es in diesem Taschenbuch? Ein Mann aus der ehemaligen DDR reist ein paar Jahre nach der Wende ab. Was ist das? Eine Flucht? Wieso steigt der Erzähler so vollständig aus seinem Leben aus? Mit diesen Fragen sitze ich neben ihm im Zug, Hotel und Bus. Ich lande mit ihm Anfang Januar in einer grässlich trostlosen Pension in Andalusien. Beobachte ihn dort, wie er versucht, einen gleichmäßigen Tagesablauf zu konstruieren, ein Buch (einen Roman?) zu schreiben. Vier Monate hänge ich dort mit ihm fest! Und fühle mich immer beklommener und unbehaglicher! Was hat es mit dem Kellner, der Wirtin, dem Amerikaner auf sich? Ist das Gebilde wirklich ein Sarg? Und dann die Katze. . . Ich bewundere die Sprache, den überaus kargen Erzählton und bin heilfroh, als ich unbeschadet aus der Geschichte wieder auftauche. Bei dem Erzähler bin ich mir da nicht so sicher!

Was ist das???
von Bani am 10.02.2014

Kann mir bitte Jemand den Sinn dieses Buches verraten??? Ich erinnere mich an dies, ich erinnere mich an das,... Katzenjammer von feinsten!!!!! Ich dachte am Ende dreh nicht durch, bin sooooooo dankbar das dieses Buch nur 203 Seiten hat, sonst hätte ich nicht geschafft. Man o man, was für ein Schwachsinn!!!

Meine Güte
von einer Kundin/einem Kunden aus München am 09.01.2014

was für ein Kaugummi! Mit dem immer gleichen Satzbau schafft es der Autor eine ohnehin langweilige Thematik in der Eintönigkeit zu versenken. Ich habe nach gut 100 Seiten die Segel gestrichen. Wenn man schon nichts zu erzählen hat, muss man das ja nicht auch noch in einem Buch veröffentlichen. Den einen Stern gibt´s nur ansta... was für ein Kaugummi! Mit dem immer gleichen Satzbau schafft es der Autor eine ohnehin langweilige Thematik in der Eintönigkeit zu versenken. Ich habe nach gut 100 Seiten die Segel gestrichen. Wenn man schon nichts zu erzählen hat, muss man das ja nicht auch noch in einem Buch veröffentlichen. Den einen Stern gibt´s nur anstandshalber.


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  • "Nachts kamen sie aus ihren Verstecken. Ja, ich gebe zu, dass ich auch nachts oder zumindest am späten Abend mitunter noch auf die Straße ging, um nach der Rotgetigerten zu schauen. Ich klapperte mit der Briefkastenklappe, ich rang mir die Erlaubnis ab, auf dem Rückweg noch einen kleinen Schlenker über die Brache zu machen, ich summte, wenn ich die grauen Schatten an den Mülltonnen sah, leise die amerikanische Nationalhymne, weil ich hoffte, sie erkenne mich vielleicht an meiner Stimme. Kurz, ich benahm mich wie ein Idiot. Ich benahm mich so, wie man sich nur benimmt, wenn man verliebt ist."