Das Floriansprinzip

Krimi

Rebecca Gablé

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Beschreibung

"Heiliger Florian, verschone mein Haus, zünde lieber das Dach meines Nachbarn an." Nach diesem Prinzig entsorgt die Wohlstandsgesellschaft ihren Müll in der Dritten Welt. - Als Mark Malecki einen Versicherungsbetrug aufklären will, stößt er auf einen Müllschieberring, der mit illegaler Abfallbeseitigung Millionen verdient und skrupellos jeden "entsorgt", der die Geschäfte gefährdet. Dann geschieht ein Mord, und Malecki erkennt zu spät, dass Giftmüll auch eine tödliche Waffe sein kann ...

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 336
Altersempfehlung 16 - 99 Jahr(e)
Erscheinungsdatum 11.01.2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-404-16792-0
Verlag Lübbe
Maße (L/B/H) 18,7/12,8/2,5 cm
Gewicht 330 g
Auflage 1. Auflage 2013
Verkaufsrang 37146

Kundenbewertungen

Durchschnitt
9 Bewertungen
Übersicht
2
5
1
1
0

Trotz überzeugender Leser eine Enttäuschung
von einer Kundin/einem Kunden aus Issum am 08.12.2019
Bewertet: Medium: Hörbuch-Download

Buchmeinung zu Rebecca Gable – Das Floriansprinzip „Das Floriansprinzip“ ist ein Kriminalroman von Rebecca Gable, der 1999 bei Bastei Lübbe erschienen ist. Die gekürzte Hörbuchfassung ist 2019 bei Lübbe Audio erschienen und wird durch Simon Jäger vorgetragen. Zum Autor: Rebecca Gablé studierte Literaturwissenschaft, Sprac... Buchmeinung zu Rebecca Gable – Das Floriansprinzip „Das Floriansprinzip“ ist ein Kriminalroman von Rebecca Gable, der 1999 bei Bastei Lübbe erschienen ist. Die gekürzte Hörbuchfassung ist 2019 bei Lübbe Audio erschienen und wird durch Simon Jäger vorgetragen. Zum Autor: Rebecca Gablé studierte Literaturwissenschaft, Sprachgeschichte und Mediävistik in Düsseldorf, wo sie anschließend als Dozentin für mittelalterliche englische Literatur tätig war. Heute arbeitet sie als freie Autorin und lebt mit ihrem Mann am Niederrhein und auf Mallorca. Ihre historischen Romane und ihr Buch zur Geschichte des englischen Mittelalters wurden allesamt Bestseller und in viele Sprachen übersetzt. Sprecher: Simon Jäger (geboren 16. März 1972 in West-Berlin) ist ein deutscher Synchronsprecher, Hörspielsprecher, Dialogregisseur, Dialogbuchautor und Rezitator. Bekannt ist er vor allem als deutsche Feststimme von Josh Hartnett, Heath Ledger, Matt Damon und Jet Li sowie als Interpret von Hörbüchern, die überwiegend den Genres Thriller und Science-Fiction zuzuordnen sind. Klappentext: "Heiliger Florian, verschone mein Haus, zünde lieber das Dach meines Nachbarn an." Nach diesem Prinzip entsorgt die Wohlstandsgesellschaft ihren Müll in der Dritten Welt. Als Mark Malecki einen Versicherungsbetrug aufklären will, stößt er auf einen Müllschieberring, der mit illegaler Abfallbeseitigung Millionen verdient und skrupellos jeden "entsorgt", der die Geschäfte gefährdet. Dann geschieht ein Mord, und Malecki erkennt zu spät, dass Giftmüll auch eine tödliche Waffe sein kann... Meine Meinung: Auf dieses Frühwerk der wohl erfolgreichsten deutschen Autorin historischer Romane war ich sehr gespannt, auch weil die Leseprobe vielversprechend war. Die Figuren hatten Ecken und Kanten, das Thema ist aktuell und der Schreibstil der Autorin ist angenehm lesbar. Dazu ein Privatdetektiv mit persönlichen Problemen, der es aber mit (über-) mächtigen Gegnern aufnimmt. Also ein typischer Noir. Doch je weiter die Geschichte fortschritt, desto mehr Ernüchterung machte sich bei mir breit. Die vielversprechenden Ansätze verpufften ins Leere. Ich hatte das Gefühl, das die Autorin irgendwie den Faden verloren hatte. Malecki agierte mit Ansätzen von James Bond, offenbarte kaum glaubhafte Kontakte und ließ fast jede Vernunft vermissen. Die Autorin wollte zuviel und der Leser bekommt deshalb zu wenig. Die Nebenfiguren blieben durchweg flach gezeichnet, zwar mit der ein oder anderen Überraschung, aber doch blass. Die privaten Probleme nahmen einen zu großen Raum rein und Malecki wandelte auf einem seltsamen Pfad zwischen knallhartem Ermittler und liebevollem Vater. Da fehlte mir einfach eine klare Linie. Der Spannungsbogen brach mehrfach ab und auch eingestreute humorvolle Stellen konnten nicht überzeugen. Der Vortrag Simon Jägers war eigentlich wie immer überzeugend, aber retten konnte er das Werk nicht mehr. Fazit: Dieses Buch konnte meine hochgesteckten Erwartungen nicht erfüllen und hat mich in vielerlei Hinsicht enttäuscht. Trotz einiger guten Ansätze bewerte ich es nur mit zwei von fünf Sternen (50 von 100 Punkten).

Brandaktuelles Thema, recht spannend umgesetzt
von Hyperventilea am 03.12.2019
Bewertet: Medium: Hörbuch-Download

Als der ehemalige Bankenrevisor Mark Malecki von seiner Freundin und früheren Kollegin Sarah gebeten wird, ihr bei der Aufklärung eines Versicherungsbetrugs zu helfen, findet er eine Leiche. Kurze Zeit später wird Sarah gar selbst entführt. Auf eigene Faust beginnt Mark zu ermitteln und stößt auf einen hochkriminellen Müllschi... Als der ehemalige Bankenrevisor Mark Malecki von seiner Freundin und früheren Kollegin Sarah gebeten wird, ihr bei der Aufklärung eines Versicherungsbetrugs zu helfen, findet er eine Leiche. Kurze Zeit später wird Sarah gar selbst entführt. Auf eigene Faust beginnt Mark zu ermitteln und stößt auf einen hochkriminellen Müllschieberring, der auch vor Mord nicht zurückschreckt. Erschreckend realistisch und grausam, was in der Geschichte da ans Tageslicht kommt. Getreu dem Floriansprinzip „Heiliger Florian verschone mein Haus, zünde lieber das Dach des Nachbarn an“, produziert die Wohlstandsgesellschaft tonnenweise Müllberge, weigert sich aber, selbst die Konsequenzen dafür zu tragen. Der Müll wird stattdessen in die Dritte Welt verschifft, sollen die Leute dort doch unter den Folgen unseres Müllwahns leiden. Obwohl der Roman schon etwas älter ist, ist das brisante Thema angesichts der Klimaschutzdebatte gerade so aktuell wie selten zuvor. Hauptfigur Mark Malecki weigert sich zunächst, tiefere Nachforschungen anzustellen. Auch ihm ist bewusst, dass es so nicht weitergehen kann, er will aber erstmal trotzdem nichts an seinem Verhalten ändern oder Anstrengungen unternehmen, dem kriminellen Netzwerk das Handwerk zu legen. Überhaupt präsentiert Malecki sich eher ein Anti-Held. Von früheren unangenehmen Erfahrungen des Lebens gezeichnet, ist er unfreundlich und abweisend, stur, nimmt wenig Rücksicht, schlägt immer mal wieder über die Strenge und verhält sich manchmal unvernünftiger und verantwortungsloser als seine beiden Kinder. Aber unter der harten Fassade verbirgt sich dann doch ein weicher Kern. Letztendlich riskiert er für seine Lieben gar sein Leben. Mark erzählt die Geschichte als Ich- Erzähler in rauem, lässigen Ton, er kommentiert oft bissig ironisch. Daher wirkt das Ganze viel eher wie ein amerikanischer Thriller als ein deutscher Krimi. Der Fall ist recht spannend und nimmt rasant an Fahrt auf. Sprecher Simon Jäger macht seine Sache sehr gut, wenn er die Hauptfigur spricht. Manche Charaktere wie z.B. Daniel, Marks Sohn, stellt er nicht ganz so gelungen dar. Er lässt ihn etwas nervig und penetrant wirken, was für mich seinem Charakter gar nicht entspricht. Auch wenn ich den Fall zunächst nicht ganz so interessant fand -mir persönlich sind klassische Krimis mit Einzeltätern eigentlich lieber- hat mich die Geschichte rasch gefesselt. Dass Maleckis privates Umfeld, seine Familie, im Geschehen eine größere Rolle spielt, empfand ich als positiv. Dadurch wurde „der harte Hund“ Malecki menschlicher und ein wenig nachvollziehbarer. Autorin Gable kenne ich eigentlich nur als Verfasserin von historischen Romanen. Dass sie auch Krimis schreibt und das gar nicht mal schlecht, hat mich überrascht. Alles in allem ist ihr hier ein solider, kurzweiliger und spannender Krimi gelungen.

Spannendes Thema aber durchschnittlich umgesetzt
von einer Kundin/einem Kunden aus Winsen am 28.11.2019
Bewertet: Medium: Hörbuch-Download

Als ich hörte, dass Frau Gablé einen Krimi geschrieben hat, war ich sehr neugierig, denn in den historischen Romanen empfinde ich sie unschlagbar gut! Als ich dann den Plot las wurde ich umso mehr neugierig, denn das Thema klingt spannend und trifft den Nerv der Zeit. Wie ich erfahren habe ist „Das Floriansprinzip“ der zweite ... Als ich hörte, dass Frau Gablé einen Krimi geschrieben hat, war ich sehr neugierig, denn in den historischen Romanen empfinde ich sie unschlagbar gut! Als ich dann den Plot las wurde ich umso mehr neugierig, denn das Thema klingt spannend und trifft den Nerv der Zeit. Wie ich erfahren habe ist „Das Floriansprinzip“ der zweite Teil einer Reihe. Den ersten Teil kenne ich nicht, muss aber sagen das man der Handlung auch so gut folgen kann denn die Handlung ist abgeschlossen! Aus diesem Grund wollte ich mir das Höhrbuch zu Gemüte führen. Aus dem Inhalt: Der ehemalige Bankenrevisor Mark wird von seiner Freundin Sarah gebeten bei einer Ermittlung zu einem möglichen Versicherungsbetrug zu helfen. Kaum eingestiegen, bekommt Mark den Hinweis, dass eine illegale Giftmüllentsorgung hinter diesem Fall steckt. Kein einfacher Ermittlungsfall, denn neben dem durchgerüttelten Privatleben, das Entdecken einer Leiche bringt ihn das selber unter Verdacht. Selbst vor einer Entführung von Sarah schrecken die Täter nicht zurück. Doch wie weit werden die Täter noch gehen? Gelingt es Mark diese dingfest zu machen? Allgemeines: Die Idee des Buches ist aktuell und interessant, wenn man bedenkt das das Werk schon länger existent ist. Die Protagonisten empfand ich als gewöhnungsbedürftig und im Genauen ich bin kein Fan von Mark. Er ist speziell- mir zu speziell- zu sehr polteriger Rebell, ein Kumpel statt Vaterfigur, welcher Frauen und Trinken nicht abgeneigt ist. Auch wenn das Höhrbuch gekürzt ist, empfand ich Stellen als langatmig und das zog sich bis knapp vor das Ende. Dann nahm die Handlung rasant Fahrt auf und war zu Ende. Hier hätte ich mir einen haltenden Spannungsbogen gewünscht! Leider kam auch das Miträtseln meinerseits zu kurz. Auch wenn die Wendungen am Ende überraschend waren bin ich nicht recht zufrieden. In Ordnung ja, aber als Krimi hätte man mehr daraus machen können. Gut gefallen hat mir der Sprecher Simon Jäger. Dies war meine erste Erfahrung mit ihm und er schafft es mit seiner Stimme vorstellbare Bilder zu zaubern. Mein Fazit: Ein Höhrbuch von dem ich wohl aufgrund der beschriebenen Handlung und der bekannten Autorin etwas zu viel erwartet habe. Auch wenn ich diesen Krimi nicht so unterhaltsam fand, werde ich Frau Gablé als Fan und Leserin Historischer Romane erhalten bleiben. Und vergebe 3,5 von 5 Sternen!


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