Elefanten sieht man nicht

Susan Kreller

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Beschreibung

"Max atmete ruhig und gleichmäßig, nur manchmal schnarchte er leise. Julia hatte sich zusammengerollt, aber nicht so, als hätte sie Angst, eher, als hätte sie nichts mehr zu befürchten, weil draußen jemand Wache hält. Und auf einmal kam mir der Gedanke, dass man Menschen beschützen kann. Ich drehte mich um und schlich zur Tür. Ich hörte den Gesang der Amseln und ein Autohupen in der Ferne, und ich hörte mein schlagendes Herz. Ich schloss die Tür. Drehte den Schlüssel zweimal herum. Und dann rannte ich." Irgendetwas ist seltsam an Julia und Max, das findet Mascha von der ersten Sekunde an. Und dann sieht sie, dass Julia überall blaue Flecken hat, richtig große. Als Mascha schließlich eines Tages auf der Suche nach den beiden vom Garten aus einen Blick in ihr Haus erhascht, ist ihr klar: Sie muss ihnen irgendwie helfen. Aber wie, wenn keiner der Erwachsenen ihr zuhören will? Mascha hat eine verhängnisvolle Idee - aber manchmal ist es besser, etwas Falsches zu tun, als gar nichts.

"Für alle Altersgruppen ein heißer Lesetipp", LizzyNet, 25.01.2016

Susan Kreller, 1977 in Plauen geboren, studierte Germanistik und Anglistik und promovierte über deutsche Übersetzungen englischsprachiger Kinderlyrik. Sie lebt mit ihrer Familie in Bielefeld und arbeitet als freie Journalistin und Autorin. "Elefanten sieht man nicht" ist ihr erster Roman.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Nein i
Seitenzahl 208 (Printausgabe)
Altersempfehlung 14 - 14 Jahr(e)
Erscheinungsdatum 22.02.2012
Sprache Deutsch
EAN 9783646923797
Verlag Carlsen
Dateigröße 687 KB

Kundenbewertungen

Durchschnitt
3 Bewertungen
Übersicht
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von Anna Erhardt aus Münster am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Eine Scheune auf einem Feld. Dieses Bild kennt man aus "Forrest Gump". Und auch in diesem Buch hat ein solcher Ort ein grausames Geheimnis eines Kindes.

Emotional
von Nicecat aus Dinslaken am 25.03.2012
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

"Elefanten sieht man nicht " ist ein sehr interessantes aber auch emotional aufwühlendes Buch. Man begleitet Mascha die die Sommerferien so wie man sie kaum selber erleben wird erlebt. Es öffnet bewusst die Augen dafür wie gefährlich es werden kann immer nur wegzuschauen statt hinzusehen und zu reagieren. Susan Kreller hat es ge... "Elefanten sieht man nicht " ist ein sehr interessantes aber auch emotional aufwühlendes Buch. Man begleitet Mascha die die Sommerferien so wie man sie kaum selber erleben wird erlebt. Es öffnet bewusst die Augen dafür wie gefährlich es werden kann immer nur wegzuschauen statt hinzusehen und zu reagieren. Susan Kreller hat es geschafft eine Balance zwischen der Realität und den Erlebnissen von Mascha, Julia und Max hinzubekommen die vergessen lässt das es nicht grade geschieht. In einer Zeit in der Zivilcourage immer seltener wird zeigt es Missstände in der Geselschaft auf.

Zeit zu handeln!!!
von piubellas-lesezeichen am 10.03.2012
Bewertet: Buch (gebunden)

Elefanten, groß, grau und imposant und eigentlich nicht zu übersehen. Aber wenn man einfach wegschaut, dann sieht man auch den größten von ihnen nicht, dann ist das Blickfeld leer und man sieht nur eine schöne Landschaft, ohne Makel, ohne "störenden Elefant". Elefanten als Metapher für ein Problem, welches so schockierend un... Elefanten, groß, grau und imposant und eigentlich nicht zu übersehen. Aber wenn man einfach wegschaut, dann sieht man auch den größten von ihnen nicht, dann ist das Blickfeld leer und man sieht nur eine schöne Landschaft, ohne Makel, ohne "störenden Elefant". Elefanten als Metapher für ein Problem, welches so schockierend und tief ergreifend ist, Kindesmisshandlung. Aus der Sicht der 13 jährigen Mascha erzählt die Autorin eine Geschichte wie sie jeden Tag passiert. Kinder geraten in Not, alle wissen es, aber keiner tut was. Wir blicken hinter die Kulisse eines Dorfes, wo man lieber wegschaut, als zu helfen und wo die ländliche Idylle aufrechterhalten werden muss, auf Kosten des Leids zweier Kinder. Warum sich in andere Angelegenheiten mischen, warum etwas aufrühren, was doch hinter verschlossenen Türen leise geschieht? Doch Mascha kann nicht wegsehen, kann nicht untätig bleiben und versteht nicht, warum Erwachsene nicht sehen wollen was sie sieht. Sie versteht nicht, warum keiner etwas tut, wo doch Hilfe so dringend notwendig ist. Mit kindlicher Naivität zeigt sie mehr Einfühlungsvermögen und Verantwortung als jeder Erwachsene, auch wenn dahingestellt bleibt, ob ihre Vorgehensweise richtig ist. Ob das Buch jetzt für Jungendliche wirklich geeignet ist, kann ich nicht genau sagen. Fehlt es den Heranwachsenden doch oft noch an Lebenserfahrung um die wahren Konsequenzen dieses Buches zu verstehen. Aber die Botschaft, welches diese Geschichte vermittelt ist eindeutig und für jeden verständlich: Lieber etwas falsches machen, als gar nichts! Lieber durch die eigene "Straftat" den Blick auf den "Elefanten" richten, damit er endlich gesehen wird, in seiner ganzen Kraft und deren Tragweite. Mein Fazit Ein Buch für Jugendliche und Erwachsene über ein Thema, das nicht mehr stillgeschwiegen werden sollte! Ein Buch zum diskutieren und zum darüber reden! Ein Buch das auf und wach rüttelt. Einfühlsam und ergreifend erzählt. Eine Aufforderung an alle: NICHT WEGSCHAUEN SONDERN HANDLEN!!!


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