Invasion der Barbaren

Die Entstehung Europas im ersten Jahrtausend nach Christus

Peter Heather

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Beschreibung

Spätrömische Dekadenz und plündernde Vandalen: so lauten die Klischees über die sogenannte Völkerwanderungszeit. Doch wie entstand im ersten Jahrtausend aus dem hochentwickelten römischen Süden und dem barbarischen Norden die neue kulturelle Einheit Europa? Um Christi Geburt war Europa zweigeteilt in den hochentwickelten Süden der Mittelmeerkulturen und den unentwickelten Norden germanischund slawisch sprechender Stammeskulturen. Diese kannten weder die Schrift noch den steinernen Siedlungsbau, ein stehendes Heer oder die Geldwirtschaft, geschweige denn Städte mit Feuerwehr und Müllabfuhr. Wie konnte der »Ansturm der Barbaren« dem römischen Imperium den Todesstoß versetzen? Peter Heather stellt diese alte Frage im Licht der Erkenntnisse zur Ethnogenese und der modernen Migrationsforschung neu. Vom Hunnensturm bis zu den Wikingern untersucht er die Dynamik der europäischen Wanderungsbewegungen. Die sozialen und wirtschaftlichen Wechselwirkungen zwischen beiden Kulturräumen veränderten diese von Grund auf und ließen sie langfristig zu einer neuen kulturellen Einheit werden: dem Europa, das wir in weiterentwickelter Form noch heute kennen.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Ja i
Seitenzahl 667 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 25.07.2011
Sprache Deutsch
EAN 9783608101898
Verlag Klett Cotta
Dateigröße 17457 KB
Übersetzer Bernhard Jendricke, Rita Seuss, Thomas Wollermann
Verkaufsrang 83142

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Die Einwanderung fremder Völker war maßgebend für die Entwicklung Europas und den Untergang des römischen Reiches.
von Buchtor Stefanie Brink aus Radevormwald am 30.08.2011
Bewertet: gebundene Ausgabe

Die Völkerwanderung ist wohl eines der bekanntesten Großereignisse im ersten Jahrhundert unserer Zeitrechnung. Aus Asien heraus, machten sich große Menschenmengen auf den Weg nach Europa und prägten weite Teile ihres neuen Lebensraumes. Doch nicht sie allein sind verantwortlich für die Entwicklung, die in weiten Teilen Europas s... Die Völkerwanderung ist wohl eines der bekanntesten Großereignisse im ersten Jahrhundert unserer Zeitrechnung. Aus Asien heraus, machten sich große Menschenmengen auf den Weg nach Europa und prägten weite Teile ihres neuen Lebensraumes. Doch nicht sie allein sind verantwortlich für die Entwicklung, die in weiten Teilen Europas stattfand. Trafen sie doch auf Gebiete, die das römische Imperium für sich gewonnen hatte und denen die Römer bereits ihen Stempel aufgedrückt hatten. Dazu gab es natürlich immer noch die alten, oft keltischen Kulturen, die nicht ganz verschwunden waren. Heather bezeichnet das Eindringen anderer Völker in den heute slawischen und westeuropäischen Lebensraum als Migration. Die Bedeutung von Migrationsströmen ist auch der eigentliche Schwerpunkt des Buches, denn er stellt nicht nur ausführlich die Folgen im ersten Jahrhundert nach Christus dar. Vielmehr zieht er auch Parallelen zur heute stattfindenen Migration. So stellt der Autor in für ein Sachbuch sehr gut lesbarem und flüssigem Schreibstil dar, wie sich Europa im ersten Jahrtausend wandelte, wobei er den Blick auf die Einflüsse richtet, die dabei den Migranten zuzuschreiben sind. Dies waren nicht nur die Hunnen, sondern auch andere Völker, wie die Goten oder die Wikinger. All deren Einflüsse sorgten laut Heather dafür, dass ein Europa entstand, das dem heutigen recht ähnlich war. Diese Migranten sorgten auch für den Untergang des römischen Imperiums. All dies geschah durchaus nicht auf friedliche Weise, sondern oftmals durch grausame Eroberungen. Mit den Ereignissen bis zum Untergang des weströmischen Reiches gegen 500 und der Gründung des fränkischen Reiches bezeichnet er eine erste Epoche. Das zweite wichtige Ereignis ist die Besiedelung des osteuropäischen Raumes durch die Slawen. Mit deren Christianisierung sieht Heather die Wandlung Europas als beendet. Er bezieht sich dabei auf historische und archäologische Quellen, die er aber mit modernsten Methoden bearbeitet. Modern ist auch seine Sprache. Teils verwendet er Begriffe, die erst in den letzten Jahrzehnten entstanden (Globalisierung) für Vorgänge damaliger Zeit. Kritikwürdig ist sicherlich die These, in der heutigen Migration eine Gefahr zu sehen. Ein fundiertes Sachbuch, das sich dem Thema der Entstehung Europas detailliert widmet, dabei immer wieder Bezüge zur heutigen Zeit sucht und das auch philosophische Betrachtungen einschließt. Buchtor Stefanie Brink


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