Wiedersehen in Fiumicino

Roman

Reinhard Kaiser-Mühlecker

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Beschreibung

Joseph geht für eine NGO nach Argentinien, um sieben Monate in Buenos Aires zu arbeiten. Seine Freundin hat er ohne ein Wort im heimatlichen Österreich zurückgelassen. Unbeirrbar folgt er seinem Interesse, seinem Inneren, seiner Intuition. Doch immer wieder kommt er an den Punkt, an dem er das Gefühl hat, es ginge nicht weiter. Dann wendet er sich ab. In Buenos Aires begegnet er Savina, doch auch bei ihr wird er nicht bleiben. Auf seine Mitmenschen übt Josephs grenzenlose Unabhängigkeit eine eigenartige Faszination aus. Unvermittelt kehrt er nach Österreich zurück und muss erkennen, dass die Welt sich weitergedreht hat.

Reinhard Kaiser-Mühlecker wurde 1982 in Kirchdorf an der Krems geboren und wuchs in Eberstalzell, Oberösterreich, auf. Er studierte Landwirtschaft, Geschichte und Internationale Entwicklung in Wien. »Ich sehe es als eine Art Verpflichtung an, die Welt, die ich kenne, erfahrbar zu machen – einem, der sie nicht kennt.« Sein Debütroman ›Der lange Gang über die Stationen‹ erschien 2008, es folgten die Romane ›Magdalenaberg‹ (2009), ›Wiedersehen in Fiumicino‹ (2011), ›Roter Flieder‹ (2012) und ›Schwarzer Flieder‹ (2014) sowie ›Zeichnungen. Drei Erzählungen‹ (2015). Für sein Werk wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter dem Preis der Jürgen-Ponto-Stiftung, dem Kunstpreis Berlin, dem Österreichischen Staatspreis und dem Literaturpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft. Der Roman ›Fremde Seele, dunkler Wald‹ (2016) stand auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises. Siegfried Lenz formulierte zum Werk Kaiser-Mühleckers: »Es ist wunderbar, wie Sie schreiben«, und Peter Handke: »Zwischen Stifter und Hamsun sind Sie ein Dritter.« Im Frühjahr 2019 erschien der neue Roman von Reinhard Kaiser-Mühlecker, ›Enteignung‹.Literaturpreise:Literaturpreis der Österreichischen Industrie – Anton Wildgans 2020Comburg-Stipendium 2015Adalbert-Stifter-Stipendium 2014Literaturpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft 2014Österreichischer Staatspreis outstanding artist award 2013Kunstpreis Berlin für Literatur 2013Buch.Preis 2009Stipendium des Literarischen Colloqiums Berlin 2009 Aufenthaltsstipendium im Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf 2009Österreichisches Staatsstipendium für Literatur 2008Hermann-Lenz-Stipendium 2008 Stipendium des Herrenhauses Edenkoben 2007Literaturförderpreis der Jürgen-Ponto-Stiftung 2007Werkstattstipendium der Jürgen-Ponto-Stiftung 2006

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 320
Erscheinungsdatum 23.08.2012
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-596-19370-7
Verlag Fischer Taschenbuch Verlag
Maße (L/B/H) 19,2/12,6/2,2 cm
Gewicht 243 g
Auflage 1. Auflage

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Was wirklich zählt, lehrt uns erst das Leben
von Thomas Fritzenwallner aus Wiener Neustadt am 30.03.2011
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Es sind vier Hauptcharaktere, die sich eher zufällig in Buenos Aires kennenlernen oder wiedertreffen und deren Leben sich eine Weile kreuzen, ehe sie sich wieder trennen. Joseph, der für eine NGO in Argentinien arbeitet und hier Savina kennen- und lieben lernt. Juan, ein ausgewanderter Wiener, der eigentlich Hans Kramer heißt (... Es sind vier Hauptcharaktere, die sich eher zufällig in Buenos Aires kennenlernen oder wiedertreffen und deren Leben sich eine Weile kreuzen, ehe sie sich wieder trennen. Joseph, der für eine NGO in Argentinien arbeitet und hier Savina kennen- und lieben lernt. Juan, ein ausgewanderter Wiener, der eigentlich Hans Kramer heißt (und den Joseph vom Studium her kennt). Schließlich auch Augusto, Arzt und Sohn eines Großgrundbesitzers aus dem Norden, der über dem Profitstreben seines Vaters mit diesem bricht. Dass das Leben sich nicht an Gesetzmäßigkeiten hält lernt jeder auf die für ihn zugeschnittene Art. Joseph,der akribisch und nach festem Plan Zahlenkolonnen in Supermärkten für ein Projekt notiert, welche im Angesicht der Wirklichkeit unwichtig werden. Savina, die nach Perfektion strebt, sich als Gitarrenkünstlerin gescheitert sieht, da sie keine Virtuosin ist und daher lieber als Serviererin arbeitet. Augusto, der sich von seinem Vater unverstanden fühlt und es nicht schafft, sich einen akzeptierten Platz innerhalb seiner Familie zu erobern. Nur Juan scheint als Museumswärter seinen Frieden gefunden zu haben, spätestens als er sich in Ceci verliebt und sie schließlich heiratet. Juan schreibt außerdem ein Buch über einen Exil-Juden in Argentinien – und hat damit überraschenden Erfolg. Vielleicht gerade deshalb, weil er nicht berühmt werden möchte, sondern der Meinung ist, er sei im Grund kein Autor und und er müsse daher kein weiteres Buch mehr schreiben. Es ist das Streben nach Anerkennung, woran nicht nur die anderen Romanfiguren bei Zeiten scheitern.


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